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	<title>Lena Staiger | sportheilbronn Magazin</title>
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	<title>Lena Staiger | sportheilbronn Magazin</title>
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		<title>Dreispringerin Aliena Heinzmann: Erfolgreiche Spätstarterin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lena Staiger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Apr 2022 13:03:59 +0000</pubDate>
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					<h1 class="entry-title">Dreispringerin Aliena Heinzmann: Erfolgreiche Spätstarterin</h1>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Aliena Juliette Heinzmann stammt aus Eppingen und trainiert ihre Disziplin Dreisprung beim dortigen TV. Die 20-Jährige ist Mitglied im „Nachwuchskader 1“ des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Als Deutsche Vizemeisterin in der U20 und Süddeutsche Meisterin sowohl in der U23 als auch bei den Aktiven gehört sie zu den hoffnungsvollsten Nachwuchstalenten einer außergewöhnlichen Disziplin. Abseits vom Sport absolviert sie im letzten Lehrjahr im elterlichen Betrieb eine handwerkliche Ausbildung zur Anlagenmechanikerin (Sanitär, Heizung, Klima) und besucht in Heilbronn die Berufsschule. Abends greift sie des öfteren zum Gaming Controller, um beim Zocken von Counter Strike, Overwatch oder League of Legends abzuschalten. Im Interview erzählt Aliena, wie sie zum Dreisprung gekommen ist, weshalb sie mit 20 Jahren quasi noch am Anfang ihrer Karriere steht und warum sie es nie wagen würde, sich mit der aktuellen Weltrekordhalterin Yulimar Rojas zu vergleichen. </strong></em></p></div>
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						<h4 class="et_pb_module_header"><span>Autor: <a href="https://sportheilbronn-magazin.de/author/lena/" target="_self">Lena Staiger</a></span></h4>
						
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Fotos: KJ Peters</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Fangen wir ganz zu Beginn an: Wie bist du zur Leichtathletik gekommen? </strong><br /><strong>Aliena Heinzmann:</strong> Ich habe erst mit 15 mit der Leichtathletik begonnen. Davor habe ich einige Jahre Fußball gespielt, bin geritten und habe Jazzdance, Bauchtanz und Turnen ausprobiert. Schon damals hat sich mein Vorteil, die Schnelligkeit, herauskristallisiert. Ausdauer war nie wirklich meine Stärke, darauf hatte ich im Training auch ehrlich gesagt keine Lust (lacht). Durch eine Verletzung im Fußball bin ich letztendlich zur Leichtathletik gekommen. Das Probetraining beim TV Eppingen hat mir Spaß gemacht und ich war tatsächlich schon zwei Wochen später mit dem Team auf den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Einsatz, da kurzfristig eine andere Athletin ausgefallen war. </p>
<p><strong>15 Jahre ist im Vergleich zu anderen ein recht später Einstieg. Trotzdem kannst du ja gut mithalten… </strong><br /><strong>Aliena Heinzmann:</strong> Ja, das stimmt. Andere Mädels, gegen die ich antrete, trainieren schon seit dem frühen Kindesalter Leichtathletik. Daran muss ich mich immer wieder erinnern, wenn ich zu ungeduldig mit mir selbst bin. Mit dem Dreisprung speziell habe ich zum Beispiel erst 2019 angefangen. Wenn ich ständig im Vergleich mit den erfahreneren Springerinnen stehe, setze ich mich deshalb manchmal zu sehr unter Druck. Wenn man es alleine vom zeitlichen Faktor her betrachtet, bin ich ja eigentlich noch ein „Neuling“ in dieser Disziplin. Dreisprung ist extrem progressiv und man braucht Jahre, um die nötige Stabilität im Körper zu erlangen und einen flüssigen Bewegungsablauf zu etablieren. Der Dreisprung vergibt nichts. Bei den aktuellen Erfolgen darf ich mich dann sicherlich nicht beschweren.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Neben dem Dreisprung gehst du auch noch über die 100 Meter Sprint an den Start. Warum genau diese zwei Disziplinen? </strong><br /><strong>Aliena Heinzmann:</strong> In meinem ersten Jahr bin ich nur im Sprint und im Weitsprung gestartet. Da man bei allen horizontalen Sprüngen immer die gleichen Mehrfachsprünge trainiert, haben sich da zwischen Weit- und Dreisprung schon einige Parallelen ergeben. Bei uns im Eppinger Team haben viele andere Sportlerinnen und Sportler auch Dreisprung gemacht, also wollte ich es auch ausprobieren. Nachdem wir dann im Training drei oder vier Mal spezifisch geübt haben, bin ich im ersten Wettkampf direkt die DM-Norm gesprungen. Ich muss also wohl ein bisschen Talent dafür haben (schmunzelt). Der Sprint passt als ergänzende Disziplin auch sehr gut. Um weit zu springen, braucht man einen schnellen Anlauf. Deshalb starten viele Horizontalspringer auch in einer kurzen Sprintdisziplin.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Du hast in Eppingen angefangen und trainierst immer noch dort. Steht für dich langfristig ein Wechsel zu einem größeren Verein an? </strong><br /><strong>Aliena Heinzmann:</strong> Im Moment auf jeden Fall nicht. Die meisten professionellen Leichtathleten wechseln zu großen Vereinen, weil sie von diesen angeheuert und bezahlt werden. An diesem Punkt bin ich aktuell noch nicht. In Eppingen fühle ich mich unter meinen Trainern Peter Bergdolt und Martin Löwer sehr wohl. Sie gehören meiner Meinung nach zu den besten Dreisprungtrainern in Deutschland. Durch meinen Kaderstatus bin ich seit Herbst 2021 auch zweimal pro Woche in Mannheim und trainiere dort unter dem Landestrainer Sprint Valerij Bauer. Dort habe ich super Trainingsvoraussetzungen. Das ist das einzige Manko in Eppingen: Wir haben leider keine Halle, in der wir einen kompletten Dreisprung trainieren können.</p>
<p><strong>Kannst du dich so auf die Hallensaison überhaupt richtig vorbereiten?</strong><br /><strong>Aliena Heinzmann:</strong> Wir haben uns mit der Situation arrangiert. Zur Vorbereitung gehen wir in große Mehrzweckhallen, legen da eine Matte aus und trainieren die Sprünge eben ohne Landung. Natürlich ist das was anderes, als wenn man mit Spikes volle Kanne an eine Grube ranlaufen kann. Auf der anderen Seite hat es auch etwas Gutes. Durch die eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten gehen wir viel vom Spezifischen zurück zum Grundlagentraining und machen viele Mehrfachsprünge. Dadurch wird man wesentlich stabiler, das vergessen manche auch. Trotzdem fehlt natürlich der letzte „Kick“. Deshalb nehmen wir die Saison draußen auch immer wichtiger als die Hallensaison, weil wir dann richtig trainieren können. </p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Zuletzt hattest du noch mit einer Verletzung am Fuß zu kämpfen, die dich von einem Start bei der Hallen-DM abgehalten hat. Hast du die Verletzung inzwischen auskuriert?</strong><br /><strong>Aliena Heinzmann:</strong> Die Diagnose lautete Fersenprellung. Im MRT hat man außerdem ein Ödem im Sprunggelenk und ein überdehntes Innenband gesehen. Nach vier Wochen kompletter Entlastung konnte ich wieder mit den ersten läuferischen Sachen anfangen. Dabei arbeitet man ja eh mehr mit dem Mittel- und Vorfuß. Außerdem habe ich natürlich noch regelmäßig Physiotherapie. Inzwischen habe ich auch wieder mit den ersten Sprüngen begonnen. Ich bin aber noch vorsichtig und möchte mich nicht direkt wieder überlasten. Das ganze Thema hat mental auch ziemlich an mir genagt.</p>
<p><strong>Wenn du das Thema mentale Herausforderungen ansprichst: Arbeitest du auch mit einem Mentaltrainer zusammen? </strong><br /><strong>Aliena Heinzmann:</strong> Ja, ich bin aktuell bei einem Mentalcoach. Wir arbeiten viel an Dingen, die stark im Unterbewusstsein verankert sind. Die haben primär erstmal nichts mit dem Sport zu tun, können die Leistung aber natürlich trotzdem beeinträchtigen. Ab einem gewissen Punkt braucht man einfach das Mentaltraining, um mit dem bewussten und unbewussten Druck fertig zu werden. Auch das Thema Neuroathletiktraining hat mir bei Nackenproblemen schon sehr weitergeholfen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Aliena Heinzmann zu Besuch in der SPORTHEILBRONN-Redaktion. Foto: Privat</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Apropos Druck: Deine persönliche Bestleistung liegt aktuell bei 13,02 m. Setzt dich der neue Weltrekord über 15,67 m von Yulimar Rojas unter den Druck, auch in diese Weiten vorstoßen zu wollen? </strong><br /><strong>Aliena Heinzmann:</strong> Absolut nicht. In der Welt der Dreispringerinnen ist man sich einig, dass man sich nie mit Yulimar Rojas vergleichen darf, da entsteht nur Frust (lacht). Nein im Ernst: Diese Frau ist einfach körperlich gesegnet. Ich bin mir sicher, dass sie in ihrem Leben noch die 16-Meter-Marke knacken wird. Yulimar ist mit ihren 1,92 m sehr groß und hat alleine deshalb schon einen riesigen Vorteil. Aktuell kommt keine andere Frau an ihre Leistungen heran, obwohl es meiner Meinung nach Athletinnen gibt, die technisch sogar noch stärker sind. Die nächsten Athletinnen kommen ungefähr auf 15,20 m, was schon verrückt ist. Allgemein spricht man bei EM´s und WM´s über ein sehr starkes Niveau ab ca. 14,80 m.</p>
<p><strong>Wo stehst du in Deutschland aktuell und was sind deine großen Ziele und Träume? </strong><br /><strong>Aliena Heinzmann:</strong> Aktuell bin ich mit vier anderen Springerinnen im Nachwuchs-Bundeskader, gehöre also in meiner Altersklasse schon zur deutschen Spitze. Bei den Erwachsenen war ich nach dem Saisonende letztes Jahr auf Rang zwölf im gesamten Standing gerankt. Natürlich ist es mein großes Ziel, mich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. Paris 2024 wird für mich wahrscheinlich noch zu früh kommen, darum peile ich die Spiele 2028 in Los Angeles an. Bis dahin möchte ich so viel wie möglich international für Deutschland starten und Erfahrungen sammeln. Wenn ich eine Sache angehe, dann immer Vollgas, bei mir gibt es keine halben Sachen!</p></div>
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		<title>Kraftsport unter Wasser: Die Flossenschwimmer des Tauchclubs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lena Staiger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Apr 2022 15:23:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>72 cm breit und 47,5 cm lang. Diese Maße hat eine Wettkampfflosse, die die Flossenschwimmerinnen und -schwimmer des Tauchclubs Heilbronn durch das Wasser gleiten lässt. Vor dem Gespräch mit Pressewartin Tanja Fabriz sowie den Trainern Heinz-Jürgen Kutterolf und Marion Wagner hatte das SPORTHEILBRONN-Team, wahrscheinlich so wie die meisten Leser des Magazins, die außergewöhnliche Disziplin Finswimming überhaupt nicht auf den Schirm. Weshalb sich das Schwimmen mit der Monoflosse deutlich vom „normalen“ Schwimmen unterscheidet und warum die Abteilung Flossenschwimmen des Tauchclubs eine echte Alternative zum herkömmlichen Schwimmkurs bietet, erfahren unsere Leser hier im Interview. </strong></em></p>
<p>Fotos: Philipp Föll</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Wie funktioniert das Flossenschwimmen?</strong><br /><strong>Heinz-Jürgen Kutterolf:</strong> Zunächst einmal muss man sagen, dass wir eine nicht-olympische Sportart sind. Deshalb ist das Flossenschwimmen auch weniger bekannt. Unsere Wettkampfstrecken unterscheiden sich zum Schwimmen nicht, die Distanzen sind identisch. Unsere Sportlerinnen und Sportler schwimmen allerdings Unterwasser mit einem Schnorchel und der großen Monoflosse an den Füßen. Das will gelernt sein! Nur wenn man die korrekte Technik beherrscht und die nötige Körperspannung aufbringen kann, klappt der richtige Schlag mit der Flosse.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Das klingt nicht gerade unkompliziert. Wie steigen die Kinder bei euch ein? </strong><br /><strong>Marion Wagner</strong>: Ein Großteil der Kinder kommt mit ein wenig Erfahrung im Wasser zu uns. Eine Flosse hatten die meisten aber noch nie am Fuß. Deshalb beginnt man ganz behutsam und langsam damit, den Kindern erst das Kraulen beizubringen. Wenn diese Bewegung sitzt, kommt der Umgang mit dem Schnorchel dazu, da ja später unter Wasser geschwommen wird. Außerdem werden die ersten Flossen vorgestellt. Man arbeitet am Anfang noch mit kurzen Einzelflossen, da der Umgang mit diesen ein bisschen einfacher zu erlernen ist. Wenn die Kinder all diese Grundlagen beherrschen, können sie auf die Monoflosse, die wir vom Verein aus anbieten, umsteigen. Zu Beginn kann damit immer nur eine Bahn geschwommen werden, da die Beherrschung der Flosse sehr anstrengend ist. Gerade für Kinder, die an Land nicht besonders sportlich sind, ist das Flossenschwimmen daher eine tolle Möglichkeit, sich trotzdem anzustrengen und relativ schnell große Erfolgserlebnisse zu haben. Auch wenn ein Kind noch nicht schwimmen kann, ist das kein Ausschlusskriterium.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Die Kinder können also bei euch das Schwimmen auch erlernen? </strong><br /><strong>Marion Wagner:</strong> Genau. Im Moment gibt es bei den Schwimmvereinen riesige Wartelisten, die sich durch Corona nochmal verlängert haben. Eltern berichten uns, dass man zum Teil über ein halbes Jahr auf einen Platz im Schwimmkurs warten muss. Deshalb kommen immer mehr Kinder zu uns und lernen hier das Schwimmen von einer anderen Seite kennen. Die „Grundausbildung“ ist dabei natürlich gleich. Für die Kinder ist die Sportart einfach super und sehr abwechslungsreich. Man kann die Arbeit mit der Flosse auch als Kraftsport unter Wasser bezeichnen, bei dem die Kinder gewissermaßen gezwungen sind, Körperspannung und Kraft aufzubauen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Was hebt euch außer der Flosse und dem Schnorchel vom „normalen“ Schwimmen ab? Das Training wird sicherlich etwas anders aufgebaut sein…</strong><br /><strong>Heinz-Jürgen Kutterolf:</strong> Ich sage immer man kann Schwimmen und Flossenschwimmen ein bisschen vergleichen wie Hochsprung und Stabhochsprung. Wir haben mehr Material, das beherrscht werden muss. Eine unserer Aufgaben als Trainer ist es zum Beispiel, die Härte der Flosse individuell nach den jeweiligen körperlichen und technischen Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen auszuwählen. Was bei uns außerdem besonders schön ist: Wir haben ein super Teamgefühl! Gerade in Zeiten der Pandemie und des Trainingsausfalls hat man gemerkt, dass die Schwimmerinnen und Schwimmer nicht einfach nur gemeinsam Sport machen, sondern dass hier auch tiefe Freundschaften entstehen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Flossenschwimmen ist hier in der Region nicht sehr bekannt, obwohl ihr sogar schon Teilnehmer an der Europameisterschaft gestellt habt. Wie ist euer Verein im Moment wettkampfmäßig aufgestellt?</strong><br /><strong>Heinz-Jürgen Kutterolf:</strong> Eigentlich ist es erstaunlich, wie gut unsere Schwimmerinnen und Schwimmer national mit den großen Bundesstützpunkten mithalten können. Obwohl wir mit insgesamt knapp 30 aktiven Flossenschwimmern eine sehr kleine Abteilung im Tauchclub sind und nur begrenzte Trainingsmöglichkeiten haben, holen wir doch regelmäßig Erfolge auf der DM und schwimmen an die deutsche Spitze ran. Corona hat natürlich viele Wettkämpfe ausfallen lassen. Jetzt geht es so langsam wieder los und unsere Athletinnen und Athleten konnten sich zuletzt bei den Deutschen Kindermeisterschaften in Chemnitz in der Mixed Staffel einmal Gold und einmal Silber sichern. Außerdem gewann Vincent Hölzer sensationelle vier Goldmedaillen über die verschiedenen Distanzen und Elias Korb machte mit seinen zwei Goldmedaillen über die 200 und 400 Meter den Erfolg komplett.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Neben dem Flossenschwimmen bietet der Tauchclub auch weitere Wassersportarten an. Welche Alternativen zur Monoflosse hat man bei euch? </strong><br /><strong>Heinz-Jürgen Kutterolf:</strong> Der Verein bietet neben dem Schwimmen mit der Monoflosse auch Unterwasserrugby an. Die Mannschaft spielt aktuell in der Landesliga. Außerdem gibt es natürlich das „normale“ Tauchen mit der Flasche. Bei uns kann auch der Tauchschein gemacht werden.</p></div>
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		<title>Handballcoach Ben Matschke: Nächster Karriereschritt in Wetzlar</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/handballcoach-ben-matschke-naechster-karriereschritt-in-wetzlar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lena Staiger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Apr 2022 10:26:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 24]]></category>
		<category><![CDATA[Handball]]></category>
		<category><![CDATA[Titelthema]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
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					<h1 class="entry-title">Handballcoach Ben Matschke: Nächster Karriereschritt in Wetzlar</h1>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>„Von der Wohlfühloase ins Neuland – Ben Matschke ist entspannter denn je“, unter dieser Headline hatten wir zuletzt in Ausgabe 19 des SPORTHEILBRONN-Magazins über den Wechsel des Handballtrainers Ben Matschke von den Eulen Ludwigshafen zur HSG Wetzlar berichtet. Jetzt, über ein Jahr später, haben wir den gebürtigen Heilbronner an seinem neuen Arbeitsplatz in Mittelhessen besucht. Ob das „Neuland“ in Wetzlar so ist, wie er es sich vorgestellt hatte, und welches die Unterschiede der Trainerrolle beim „Underdog“ Ludwigshafen und jetzt beim Europapokal-Kandidaten Wetzlar sind, hat uns der 39-Jährige hier im Interview erzählt. </strong></em></p></div>
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					<div class="et_pb_main_blurb_image"><span class="et_pb_image_wrap et_pb_only_image_mode_wrap"><img loading="lazy" decoding="async" width="1500" height="1500" src="https://sportheilbronn-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Lena.png" alt="" srcset="https://sportheilbronn-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Lena.png 1500w, https://sportheilbronn-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Lena-1280x1280.png 1280w, https://sportheilbronn-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Lena-980x980.png 980w, https://sportheilbronn-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Lena-480x480.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1500px, 100vw" class="et-waypoint et_pb_animation_top et_pb_animation_top_tablet et_pb_animation_top_phone wp-image-9325" /></span></div>
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						<h4 class="et_pb_module_header"><span>Autor: <a href="https://sportheilbronn-magazin.de/author/lena/" target="_self">Lena Staiger</a></span></h4>
						
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>HSG Trainer Ben Matschke im Einsatz</p>
<p>Fotos: Oliver Vogel</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Ben als wir uns das letzte Mal unterhalten haben, warst du noch Coach bei den Eulen Ludwigshafen. Nun bist du ja schon seit einiger Zeit hier bei der HSG Wetzlar. Damals war deine Aussage, dass das hier komplettes Neuland für dich werden würde. War es tatsächlich so?</strong><br /><strong>Ben Matschke:</strong> Genau so war es. Keiner kannte mich hier und ich wollte mich beim Team, bei der Geschäftsleitung und den Fans als Benjamin Matschke neu beweisen. Ich kann mich noch erinnern, dass mich beim ersten Spiel gegen Lemgo ganz viele fragende Gesichter angeschaut haben, die noch nicht so recht wussten, was sie jetzt mit diesem „Neuen“ anfangen sollten. Deshalb bin ich jetzt schon sehr erleichtert, dass es so gut lief und ich inzwischen Fragen zum Europapokal beantworten „muss“. Ich habe hier in Wetzlar schnell das Gefühl vermittelt bekommen, dass man den angestrebten Weg gerne mit mir gemeinsam gehen und mit mir zusammenarbeiten möchte. Das hat mich natürlich riesig gefreut.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Deine Aufgabe hier scheint dir also ziemlich Spaß zu machen…</strong><br /><strong>Ben Matschke:</strong> Auf jeden Fall! Die Aufgaben hier haben mich sehr gereizt, da Wetzlar ein absoluter Traditionsverein ist. In einem solchen Traditionsverein möchte ich natürlich dazu beitragen, dass die Mannschaft auch in Zukunft weiter spannende Spiele und Saisons spielt. Man spürt die Geschichte des Vereins, und dass die Fans schon seit Jahrzehnten dabei sind. Sie sind immer da und feuern die Jungs an. Ich sehe mich auch ein Stück weit als Trainer, der die Fans versteht, ihnen zuhört und versucht, ihre Bedürfnisse auch in seine Entscheidungen einfließen zu lassen. Schließlich bin ich nicht nur hier, um Anweisungen zu geben. Der Handball hier in Wetzlar soll attraktiv und spannend sein. Ich hoffe, dass wir in Zukunft noch viele tolle Erfolge und Feste gemeinsam feiern können.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Der bisherige Erfolg gibt dir auf jeden Fall recht. Wie sehr hat die Corona-Pandemie deine Arbeit hier noch beeinflusst? </strong><br /><strong>Ben Matschke:</strong> Corona hatte und hat immer noch einen starken Einfluss auf uns. Ein großer Teil war, dass natürlich die Nähe zu den Fans gefehlt hat. Das hat sich jetzt zum Glück ja geändert und wir dürfen wieder in der vollen Halle spielen. Ein weiterer großer Faktor, der uns auch aktuell noch beschäftigt, ist, dass die Spieler ja aus ganz Europa hierher zum Trainieren und Spielen kommen. In Ludwigshafen hatte ich während der Länderspielpausen immer die ganze Mannschaft im Zugriff, hier habe ich meist nur fünf bis sechs Spieler. Man muss die PCR-Tests abwarten und genau planen, wann welcher Spieler wieder zur Mannschaft stoßen und mit dem Training beginnen kann. Es gibt wirklich viele Dinge zu beachten, das macht es natürlich schwieriger. Nichtsdestotrotz freue ich mich, dass wir wieder auf die Öffnungen und die Normalität zusteuern.</p>
<p><strong>Hatte die Mannschaft auch Quarantänephasen oder seid ihr davon verschont geblieben? </strong><br /><strong>Ben Matschke:</strong> Wir hatten zum Glück nie die Situation, dass die ganze Mannschaft auf einmal in die Quarantäne musste. Natürlich saßen immer wieder einzelne Spieler zuhause. Aktuell sehen es die Regeln vor, dass man erst ab fünf positiven Fällen ein Spiel absagen kann. Wir sind sehr vorsichtig und schicken die Spieler schon beim kleinsten Anzeichen in die Isolation. Auch unser Hygienekonzept ist sehr ausgefeilt mit verschiedenen Umkleidekabinen, Bussen usw.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Du wohnst aktuell noch immer in Weinheim. Wie oft bist du hier vor Ort? Weinheim – Wetzlar ist dann doch ein gutes Stückchen Fahrt. </strong><br /><strong>Ben Matschke:</strong> Genau, ich fahre ungefähr 70 Minuten mit dem Auto. Ich bin jede Woche mindestens einmal hier, abhängig vom Training. Um komplett herzuziehen, sehe ich meine Frau und meine Kids zu gerne (lacht). Manchmal bleibe ich aber auch über Nacht, das hängt dann vom Trainingsplan ab. Mittwochs bin ich vormittags auch noch sechs Stunden an der Schule und unterrichte dort meine zwei 13er Klassen.</p>
<p><strong>Lässt sich das dann noch mit deinem Trainerjob in Wetzlar vereinbaren?</strong><br /><strong>Ben Matschke:</strong> Ja, auf jeden Fall. Dass ich weiter unterrichten kann, war ein Wunsch von mir und ich freue mich sehr, dass die HSG das möglich gemacht hat. Ein Tag ohne Handball tut mir ganz gut und ich brauche das zum Ausgleich.</p>
<p><strong>Wie läuft dann das Training in Wetzlar ab, wenn du nicht vor Ort bist? </strong><br /><strong>Ben Matschke:</strong> Das war auch eine kleine Umgewöhnung von den Eulen hierher nach Wetzlar. Hier habe ich viel mehr Mitarbeiter und ich musste lernen, mehr zu delegieren. Die Mannschaft hat Co-Trainer, Mental- und Athletikcoaches. Es sind also immer Ansprechpartner für die Jungs vor Ort.</p>
<p><strong>Hört sich an, als ob du in Wetzlar gut angekommen bist… </strong><br /><strong>Ben Matschke:</strong> Auf jeden Fall. Es macht einfach Spaß, hier auf einem anderen Niveau arbeiten zu zu dürfen. Von mir werden andere Dinge verlangt und auch die Erwartungshaltung ist anders. Hier erwartet man einen Sieg und ich habe auch eine Verantwortung für die Entwicklung der Spieler. Es geht nicht mehr nur um das nackte Ergebnis im Abstiegskampf wie in den Jahren zuvor. Der Umgang mit Beratern und Nationaltrainern und -spielern fordert mich. Allgemein merkt man, dass das hier ein höchst professionelles Wirtschaftsunternehmen ist, dessen Ziel der Erfolg sein muss.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Ben Matschke und seine Kinder Leni und Hannes mit unseren Redakteuren Steffi Hägele und Ralf Scherlinzky</p>
<p>Foto: Privat</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Klopfen inzwischen auch schon andere große Vereine bei dir an, wenn du mit Wetzlar auf solch einem Toplevel spielst? </strong><br /><strong>Ben Matschke</strong>: Ich glaube ich bin hier in dieser Hinsicht sehr gut beraten. Aktuell bin ich erst in meinem fünften Jahr in der Bundesliga und mit meinen 39 Jahren habe ich auch noch Zeit. Mein Vertrag hier läuft auf jeden Fall bis 2023 und ich schaue, dass ich einen ordentlichen Job in Wetzlar mache.</p>
<p><strong>Anfang April hattet ihr ein ungewöhnliches und bestimmt sehr emotionales Freundschaftsspiel gegen die Nationalmannschaft der Ukraine. Wie war das Spiel für dich als Coach? </strong><br /><strong>Ben Matschke</strong>: Außergewöhnlich. Allein schon die Nationalhymne zu hören und dabei diese schrecklichen Bilder im Kopf zu haben. Man kann nicht annähernd erahnen, was diese Sportler mit ihren Familien durchmachen mussten und noch müssen. Das Ergebnis des Spiels war Nebensache. Ich habe viel gewechselt und vier Spieler aus der U23-Mannschaft haben viel Einsatzzeit bekommen.<br />Toll war, dass jedes Tor beider Mannschaften vom Publikum gefeiert wurde. Ein außergewöhnlicher Abend&#8230;</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: center;"><a href="https://sportheilbronn-magazin.de/von-der-wohlfuehloase-ins-neuland-ben-matschke-ist-entspannter-denn-je/">Zum letzten SPORTHEILBRONN-Beitrag über Ben Matschke</a></p></div>
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		<title>Sport-Union Neckarsulm: Handball-WM in Zeiten von Corona</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/sport-union-neckarsulm-handball-wm-in-zeiten-von-corona/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lena Staiger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Feb 2022 10:30:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 23]]></category>
		<category><![CDATA[Handball]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Mit Irene Espínola Pérez (Spanien), Lynn Knippenborg (Niederlande) und Johanna Stockschläder (Deutschland) gingen in Spanien bei der Handball-Weltmeisterschaft 2021 der Frauen gleich drei Spielerinnen der Sport-Union Neckarsulm für ihre jeweilige Nation an den Start. Im SPORTHEILBRONN-Interview vor der Neckarsulmer Pichterichhalle berichten die drei Athletinnen über ihre Erfahrungen bei dem Turnier und darüber, wie es ist, als eigentliche Teamkameradinnen plötzlich gegeneinander zu spielen. Wie es nach der WM in Neckarsulm weiterging, und wie die drei die coronabedingte Teamquarantäne überstanden haben erfahren unsere Leser hier. </strong></em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Foto: (von links) Irene Espínola Pérez (Spanien), Lynn Knippenborg (Niederlande) und Johanna Stockschläder (Deutschland)</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Lynn, du durftest für die Niederlande bereits bei vier Welt- und drei Europameisterschaften auflaufen und hast so einige Erfahrung international gesammelt. Beim niederländischen WM-Titel 2019 warst du allerdings nicht dabei. Wie war es jetzt, wieder ins Team zurückzukommen?</strong></em><br /><strong>Lynn Knippenborg:</strong> Ja das stimmt. Für mich lief das Turnier ganz okay. Ich wusste schon von vornherein, dass ich nicht so viel spielen würde. Trotzdem war es sehr schön, wieder in die Nationalmannschaft zurückzukehren und die Mädels wiederzusehen. Leider sind wir ja recht früh ausgeschieden…</p>
<p><em><strong>Schon in der Hauptrunde war hinter Norwegen und Schweden für euch Schluss. Woran hat es gelegen?</strong></em><br /><strong>Lynn Knippenborg:</strong> Wir hatten eigentlich eine eingespielte Mannschaft, die Mädels waren alle erfahren. Natürlich muss man sich aber mit einem neuen Trainer erstmal zusammenfinden, das lief nicht ganz reibungslos. Norwegen und Schweden sind zwei Nationen, die im Handball sehr stark sind. Gegen Norwegen haben wir mit 34:37 auch nur knapp verloren und Norwegen hat ja später auch den Titel geholt. Es war also auch ein gewisses Maß an Pech dabei.<br />Irene und Johanna, für euch war es ja die erste Weltmeisterschaft für Spanien bzw. Deutschland. Eure Mannschaften haben jeweils die Hauptrunde geschafft und ihr standet euch im Viertelfinale auf dem Spielfeld gegenüber, wobei Deutschland mit</p>
<p><em><strong>21:26 den Kürzeren gezogen hat. Wie war das für euch?</strong></em><br /><strong>Irene Espínola Pérez:</strong> Spanien hat zum Glück gewonnen, ich hatte schon Angst, dass ich sonst hier im Team damit aufgezogen werde (lacht). Im Ernst: Wir wussten, dass wir im Viertelfinale entweder Deutschland oder Dänemark bekommen. Das spanische Team hat sich Deutschland gewünscht aber mir persönlich wäre Dänemark schon lieber gewesen.<br /><strong>Johanna Stockschläder:</strong> Wir haben eigentlich sogar zweimal gegen Spanien verloren. Einmal im Viertelfinale und einmal in der Vorbereitung. Aber so ist das eben im Handball, es geht immer ein Gewinner und ein Verlierer aus der Halle und es war klar, dass die Besseren weiterkommen. Für uns war es natürlich trotzdem sehr schade, da Spanien ein Gegner war, den man auch hätte schlagen können.</p>
<p><strong><em>Irene, für dich war es ja noch einmal eine besondere Situation als Spanierin im eigenen Land eine WM zu spielen. Hast du den Heimvorteil wahrgenommen?</em> </strong><br /><strong>Irene Espínola Pérez:</strong> Da ich davor noch nie auf einer Weltmeisterschaft war, fehlt mir der Vergleich. Aber natürlich war es toll, im eigenen Land zu spielen. Man hat die Unterstützung durch Freunde, Familie und Fans schon gemerkt, obwohl wir durch die Coronamaßnahmen nicht wirklich Kontakt nach Außen hatten. Umso bedauerlicher war es dann, dass wir das Spiel um den dritten Platz verloren haben und am Ende Vierte wurden.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><em>In Spanien waren ja einige Fans in der Halle zugelassen. Merkt man da als Spielerin, ob diese hinter einem Team stehen oder nicht?</em> </strong><br /><strong>Johanna Stockschläder:</strong> Auf jeden Fall! Wir hatten im Viertelfinale gegen Spanien die Situation, dass wir nach einem guten Start, bei dem wir auch einen Vorsprung aufbauen konnten und in Führung lagen, kurz mal aus dem Spielfluss rausgekommen sind. Gleichzeitig hat Spanien das Tempo angezogen, und auf einmal war die ganze Halle da und hat für unsere Gegnerinnen gebrüllt. Für uns Spielerinnen ist es, unabhängig von der Nation, jedoch sehr schön, überhaupt wieder vor Publikum spielen zu dürfen. Das hatte in der Zeit davor schon sehr gefehlt. </p>
<p><em><strong>Stichwort Corona: Waren die Vorgaben und Maßnahmen für alle Mannschaften gleich, oder wurde das von Nation zu Nation unterschiedlich gehandhabt?</strong></em><br /><strong>Irene Espínola Pérez:</strong> Für Spanien als Ausrichtungsnation war es schon sehr anstrengend. Wir mussten uns besonders gut an die Vorschriften halten und als gutes Beispiel vorangehen. Wir wollten uns alle auf gar keinen Fall infizieren, und als es im Turnier die ersten positiven Fälle gab, war man vor jedem Schnelltest schon sehr nervös.<br /><strong>Lynn Knippenborg:</strong> Die Vorgaben waren natürlich für alle Mannschaften gleich. Ich glaube, insgesamt hat es auch ganz gut geklappt, nur die Österreicherinnen hatten einige Probleme mit Infektionen. Zunächst mussten sich die Mannschaften auch nur beim Weiterkommen in die nächste Runde testen, nach den positiven Fällen dann aber vor jedem Spieltag. <br /><strong>Johanna Stockschläder:</strong> Ich meine, ein paar Ungarinnen hätte es ebenfalls erwischt. Unsere drei Mannschaften sind aber gut davongekommen. Das Team Deutschland war auch schon im Vorfeld der WM gemeinsam im Trainingslager in einer abgegrenzten Bubble, da wären Infektionen noch vor dem Turnierbeginn aufgefallen. Ich denke wir hatten auch Glück, dass die ansteckendere Variante Omikron zu diesem Zeitpunkt noch nicht so verbreitet war. Das hat uns ja dann später eingeholt…</p>
<p><em><strong>Du spielst damit auf die Infektionen in der Neckarsulmer Mannschaft an. Zum Jahreswechsel musste sich das gesamte Team in Quarantäne begeben. Wie erging es euch dabei?</strong></em><br /><strong>Lynn Knippenborg:</strong> Ich war glaube ich die erste positiv Getestete im Team und obwohl ich die Mannschaft kaum, und wenn, dann nur mit Abstand, gesehen habe, mussten am Ende alle in Quarantäne, da sie sich angesteckt hatten. Ich persönlich hatte so gut wie keine Symptome. Den leichten Druck auf der Brust habe ich sogar zunächst für Muskelkater aus dem Training gehalten.<br /><strong>Irene Espínola Pérez:</strong> Ich war die ersten vier Tage schon krank, wie bei einem grippalen Infekt eben. Danach ging es mir aber schnell wieder besser. <br /><strong>Johanna Stockschläder:</strong> Es ist ja auch ein Unterschied, in welcher Art von Quarantäne man ist. Ich war zum Beispiel bereits in Isolation, weil es einen Kontakt mit infizierten Gegnerinnen gegeben hatte. Vor allem wenn man selbst dann eigentlich gar nichts hat, ist es für uns Profisportler schon eine Qual, zehn Tage daheim zu verbringen. Irgendwann hat man auch Netflix satt. </p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><em>Wie steigt man nach so einer langen Pause nach der Infektion wieder ins Training ein?</em> </strong><br /><strong>Johanna Stockschläder:</strong> Sehr langsam. Wir haben ein festes Programm, welches wir durchlaufen müssen. Es erfolgen natürlich auch viele medizinische Check-ups und Tests. Da wird dann zum Beispiel geschaut, ob mit der Lunge und dem Herz alles in Ordnung ist. <br /><strong>Lynn Knippenborg:</strong> Unsere Trainerin Tanja Logvin hat im Training auch gefühlte zehntausend Mal gefragt, wie es uns geht. Ich habe zum Beispiel mit einer Pulsuhr trainiert. So konnte ich überwachen, wie mein Puls auf die Belastung reagiert. Aber ein komisches Gefühl bleibt schon. Wenn ich eine Verletzung am Knie habe, weiß ich ganz genau, was ich dagegen machen kann. Bei Corona ist man ja bis heute unsicher, was genau es im Körper anstellt. </p>
<p><em><strong>Noch ein ganz anderes Thema, welches zuletzt ziemlich durch die Medien ging: In den Kabinen verschiedener Frauenmannschaften der Handball-Bundesliga wurden heimlich installierte Kameras gefunden, unter anderem auch beim TuS Metzingen.</strong></em> <strong><em>Wie geht man als Sportlerin der Liga mit solch einer Information um?</em> </strong><br /><strong>Irene Espínola Pérez:</strong> Ich finde es sehr gut, dass diese Vorfälle medial so aufbereitet und veröffentlicht werden. Das schafft Aufmerksamkeit auf das Problem und man wird sensibel in diesem Bereich. Wir unterstützen die betroffenen Mädels natürlich voll und ganz und stehen geschlossen hinter ihnen. <br /><strong>Lynn Knippenborg:</strong> Leider gibt es diese Vorfälle nicht nur im Handball, sondern immer wieder im gesamten Sport. Das verunsichert einen auch zu einem gewissen Grad im Alltag. </p>
<p><strong><em>Irene, du wechselst nach dieser Saison von Neckarsulm nach Bukarest. Ist das der nächste Schritt in deiner sportlichen Karriere?</em> </strong><br /><strong>Irene Espínola Pérez:</strong> Ja, ich war jetzt vier Jahre hier und es ist an der Zeit, etwas Neues auszuprobieren und mich weiterzuentwickeln. Die Mannschaft, zu der ich wechseln werde, steht momentan auf Platz eins der Tabelle und ich freue mich auch schon sehr auf die neuen Herausforderungen in Rumänien. Das Team hier werde ich natürlich sehr vermissen, ich habe mich mit den Mädels wirklich gut verstanden.</p></div>
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		<title>Richard Wienold &#8211; Deutschlands bester Snooker-Amateur</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/richard-wienold-deutschlands-bester-snooker-amateur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lena Staiger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Feb 2022 10:27:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Amateursport]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 23]]></category>
		<category><![CDATA[Snooker]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Ein konzentrierter Blick, noch einmal die Winkel zwischen den Kugeln kontrollieren und dann ein gezielter Stoß mit dem Queue. Nach einem lauten Klacken rollt die rote Kugel, angestoßen von der weißen, über den auf 40°C beheizten Tisch und verschwindet in der Tasche. Richard Wienold ist der Mann hinter dem Tisch. Der 23-jährige Maschinenbaustudent an der Hochschule Heilbronn verbringt seine Freizeit am liebsten in der neuen Snookerarena der TSG Heilbronn am Pfühl. Im nachfolgenden Interview dürfen unsere Leser Deutschlands erfolgreichsten Amateur-Snookerspieler und seine spannende Sportart kennenlernen. </strong></em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><em>Richard, viele unserer Leser kennen Billard bestimmt aus so manchem Abend in der Kneipe. Was genau ist der Unterschied zwischen dem „normalen“ Pool-Billard und Snooker?</em> </strong><br /><strong>Richard Wienold:</strong> Der offensichtlichste Unterschied ist die Größe des Tisches. Im Snooker spielen wir auf Tischen, die fast doppelt so groß sind wie die Tische im Pool Billard. Außerdem sind beim Snooker die Bälle, Löcher und Queues kleiner. Auch die Regeln unterscheiden sich. Während beim Pool-Billard einer die halben und der andere die ganzen Kugeln spielt, muss man beim Snooker immer abwechselnd eine rote und dann eine farbige Kugel lochen. Die farbigen Kugeln geben Wertungen zwischen zwei und sieben Punkten. Die roten Kugeln bleiben nach dem Lochen vom Tisch, während die farbigen Kugeln so lange an einen individuellen Platz zurück auf den Tisch gelegt werden, bis alle roten gelocht sind. Eine Besonderheit ist das Stellungsspiel. Hierbei wird nicht nur darauf geachtet, die jeweilige Kugel zu lochen, sondern auch, die weiße Kugel mit dem gleichen Stoß möglichst ungeschickt hinter einer farbigen Kugel zu verstecken. Gelingt das, hat der Gegner keine Chance, mit seinem nächsten Stoß zu lochen und er ist „gesnookert“. Daher hat das Spiel seinen Namen. [„to snooker somebody“ = jemanden sperren, behindern]</p>
<p><em><strong>Snooker ist nun nicht wie Fußball oder Judo die klassische Sportart, die man als Kind so ausprobiert. Wie bist du dazu gekommen?</strong></em><br /><strong>Richard Wienold:</strong> Auf Billard im Allgemeinen bin ich durch meinen Opa gekommen. Dieser hatte einen Tisch daheim und hat selbst Karambol gespielt. Das ist eine andere Spielart des Billard. In den Ferien habe ich jede freie Minute auf dem Tisch gespielt und hatte viel Spaß daran. Als dann in Landau, wo ich ursprünglich herkomme, ein Billard-Center eröffnet hat, habe ich zuerst mit Pool angefangen. Das wurde mir schnell zu langweilig und ich bin auf Snooker umgestiegen.<br />Hat man direkt dein besonderes Talent bemerkt? Du hast ja relativ schnell angefangen, Turniere zu besuchen und warst auch recht erfolgreich.<br />Richard Wienold: Ich denke, ich habe mich nicht allzu doof angestellt und hatte vor allem einen großen Spaß dabei. Auf Turnieren habe ich zunächst in Rheinland-Pfalz die U16-, U18- und dann die U21-Landesmeisterschaften gewonnen. Im Bundesland selbst hatte ich auch nicht die riesige Konkurrenz und bin mit meinem Vater für Turniere quer durch die Republik getourt. Auf der Bundesebene sah es dann schon anders aus, da ich in meinem Jahrgang sehr starke Spieler habe. Zwei von ihnen spielen inzwischen auch als Profis auf der Maintour. Irgendwann habe ich dann angefangen, die DM Titel in der U21-Kategorie zu holen.</p>
<p><em><strong>2017 folgte dann der Wechsel nach Heilbronn und der erste DM-Titel bei den Erwachsenen. Wie hing das zusammen?</strong></em><br /><strong>Richard Wienold:</strong> Genau, 2017 bin ich von Landau nach Heilbronn gewechselt. In Landau habe ich mit meinem Team in der Oberliga gespielt, was mich aber irgendwann nicht mehr herausgefordert hat. Dann war ich zunächst in Rüsselsheim noch ein Jahr in der zweiten Bundesliga. Als ich dann die Schule beendet hatte und nach einem passenden Studienort mit entsprechender Trainings- und Spielmöglichkeit gesucht habe, fiel die Entscheidung schnell auf Heilbronn.</p>
<p><strong><em>Du hast dir also den Studienort aus Sicht der sportlichen Perspektive ausgesucht? Was hat dich letztendlich von Heilbronn überzeugt?</em> </strong><br /><strong>Richard Wienold:</strong> Zum einen habe ich hier das Angebot bekommen, im Team in der ersten Bundesliga zu spielen, was mich natürlich sehr gereizt hat. Außerdem bin ich begeistert von unserer Snookerarena. Die Tische hier sind absolute Weltklasse, auf dieser Art von Tischen wird die Maintour, also die „Profiliga“ wenn man so will, gespielt. Das Material hier ist einfach spitze und das merkt man im Spiel extrem. Andere Topspieler kommen zum Teil sogar aus Hannover angereist, um auf unseren Tischen trainieren zu dürfen. Als ich hierher gewechselt bin, war meine Technik relativ schlecht. Inzwischen habe ich da einiges aufholen können, bin aber immer noch dabei zu lernen. Ich habe hier riesige Fortschritte gemacht. So bin ich zum Beispiel im April 2017 als Spieler im mittleren Feld zu den Deutschen Jugendmeisterschaften gefahren und als Sieger wieder zurückgekommen. Im November 2017 kam dann noch der Titel bei den Erwachsenen dazu. Das waren meine ersten großen Erfolge auf Bundesebene.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><em>Und auch im Team warst du mit der TSG Heilbronn erfolgreich. Ihr habt in der abgebrochenen Saison 2021 die Bundesliga gewonnen. Wie sehen nun die Zukunftspläne aus?</em> </strong><br /><strong>Richard Wienold:</strong> Es war schade, dass die Saison nicht bis zum Ende durchgespielt werden konnte. Den Titel nehmen wir natürlich trotzdem gerne (lacht). In dieser Saison wollen wir den Sieg bestätigen, und bisher stehen wir auch ziemlich gut da. Mit jeweils gewonnenen Hin- und Rückspielen und drei Punkten Vorsprung haben wir aktuell eine sehr gute Bilanz.</p>
<p><strong><em>Wie sieht dein Training aus? Machst du neben dem normalen Snooker auch spezielle Kraft- oder Konzentrationsübungen?</em> </strong><br /><strong>Richard Wienold:</strong> Nein, ich persönlich habe im mentalen Bereich eine große Stärke. Mir fiel es schon immer recht leicht, mich über einen langen Zeitraum hinweg zu konzentrieren und ruhig zu bleiben. Auch im Fitnessbereich mache ich keine speziellen Übungen. Klar braucht man ein gewisses körperliches Grundlevel, aber so physisch anspruchsvoll wie andere Sportarten ist Snooker naturgemäß nicht.</p>
<p><strong><em>Wie kann man sich für die Maintour qualifizieren? Kannst du als Profi nur vom Snooker leben?</em> </strong><br /><strong>Richard Wienold:</strong> Für die Maintour muss man sich über die Qualifying School qualifizieren. Diese findet in England statt und es gibt drei Turniere in drei Wochen, bei denen jeweils die vier Halbfinalisten auf die Maintour kommen. Das sind also gerade einmal zwölf von 200 Spielern, die es schaffen. Ich war bereits einmal dabei, hatte aber nach einer anstrengenden Anreise mit anschließender sechstägiger Quarantäne ohne Trainingsmöglichkeiten schlechte Startvoraussetzungen. Der Sinn war aber eh nicht direkt auf die Maintour zu kommen, sondern Erfahrungen zu sammeln und zu lernen. Das hat auf jeden Fall funktioniert. Die Profis können zum Teil vom Sport leben. Ungefähr ab Rang 60 der Welt verdient man mit Snooker genug. Man finanziert sich durch Preisgelder und zum Teil auch durch Sponsoren. Die Top Ten verdienen sogar Millionen.</p>
<p><strong><em>Hast du Ambitionen, als Profi durchzustarten? Wie weit ist der Schritt bis auf die Maintour noch für dich?</em> </strong><br /><strong>Richard Wienold:</strong> Ich bin keine der Personen, die sagt, ich beende jetzt mein Studium, ziehe nach England und versuche auf Biegen und Brechen Profi zu werden. Um alles auf eine Karte zu setzen, bin ich aktuell ehrlich gesagt noch zu schlecht. Um es auf die Maintour zu schaffen und dort zu bestehen, bräuchte ich einen Trainingspartner auf diesem Level, damit wir uns gegenseitig hochziehen können. Diese Trainingspartner gibt es aber aktuell in Deutschland nicht, daher trainieren die zwei deutschen Profis auch in England. Mein Ziel ist es jetzt erst einmal, weitere internationale Erfahrungen zu sammeln und zu sehen, ob ich dazu gehöre oder ob ich untergehe. Meine bisherigen Erfahrungen haben aber gezeigt, dass ich mich auch international ganz gut behaupten kann. Ich habe aber „nur“ einmal auf der EM und einmal auf dem Worldcup gespielt. So gesehen ist das noch gar nichts. In Zukunft möchte ich deutlich mehr internationale Turniere besuchen. Im März steht zum Beispiel ein Event in Qatar und im April die Europameisterschaft in Polen an.</p></div>
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		<title>Jasmin Jakob + Frank Stäbler: Corona-Folgen und zwei &#8222;Monster&#8220; auf den Schultern</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/jasmin-jakob-frank-staebler-corona-folgen-und-zwei-monster-auf-den-schultern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lena Staiger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Feb 2022 10:25:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 23]]></category>
		<category><![CDATA[Ringen]]></category>
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					<h1 class="entry-title">Jasmin Jakob + Frank Stäbler: Corona-Folgen und zwei &#8222;Monster&#8220; auf den Schultern</h1>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Neben ihrer Sportart Ringen haben Olympia-Bronzegewinner Frank Stäbler und die Deutsche Vizemeisterin Jasmin Jakob von den RED DEVILS Heilbronn noch eine weitere Sache gemeinsam: Beide waren mit dem Coronavirus infiziert und hatten mit den Folgen sowohl körperlich als auch mental zu kämpfen. Im Gespräch konnten sich die beiden austauschen, und die 19-jährige Böckingerin wurde vom erfahrenen Frank Stäbler in dessen „goldene Geheimnisse“ eingeweiht. Wir waren dabei und haben für unsere Leser „Mäuschen“ gespielt. </strong></em></p></div>
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						<h4 class="et_pb_module_header"><span>Autor: <a href="https://sportheilbronn-magazin.de/author/lena/" target="_self">Lena Staiger</a></span></h4>
						
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Jasmin Jakob:<em> Nach meiner Coronainfektion war ich beim Arzt, um mich durchchecken zu lassen, und medizinisch habe ich die Freigabe zum Sport schon längst bekommen. Allerdings habe ich eine Art mentale Blockade, sobald es ein bisschen anstrengender im Training wird. Mich hat es vor allem frustriert, wenn ich nicht so trainieren konnte wie ich wollte und mein Kopf etwas anderes gesagt hat, als mein Körper dann in dem Moment leisten konnte. War das bei dir genauso?</em></strong></p>
<p><strong>Frank Stäbler:</strong> Es ist schon mal sehr gut, dass du das Problem richtig erkannt hast: Es ist eine Kopfsache. Viele wollen sich gar nicht eingestehen, dass sie ein mentales Problem haben. Bei mir ist es inzwischen so, dass ich das Problem gut im Griff habe und daraus sogar noch stärker hervorgegangen bin. Mit meinem Atemcoach Yasin Seiwasser habe ich ganz am Anfang angesetzt und erstmal die Basics wieder gelernt. Das begann ganz einfach mit dem richtigen Atmen. So gut wie alle erwachsenen Menschen auf dieser Erde haben verlernt, wie man richtig und natürlich atmet. Wir atmen alle nur noch oberflächlich in die Brust, statt tief in den Bauch. Das Zwerchfell wird kaum noch genutzt. Als meine Tochter auf die Welt kam, konnte ich das super beobachten. Kinder atmen zu 100 % natürlich und tief. Das war eine meiner ersten Übungen. Natürlich war der Kopf nach der Diagnose Belastungsasthma dann erstmal komplett zu. Da stehst du als große Olympia-Goldhoffnung mit einem 20-prozentigen Einbruch deiner Leistung. Damit muss man erstmal klarkommen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><em>Jasmin Jakob: Wie bist du das angegangen? Ich habe das Problem mit mentalen Blockaden immer in Stresssituationen. Egal ob auf der Matte oder zum Beispiel vor Prüfungen in der Schule, mein Kopf macht mir sehr oft einen Strich durch die Rechnung.</em> </strong></p>
<p><strong>Frank Stäbler:</strong> Mein Coach hat mir dabei extrem geholfen. Neben den verschiedenen Atemübungen haben wir sehr viel mit Affirmationen gearbeitet. Meine war zum Beispiel „Ich bin bei 100 % Lungenkapazität, ich werde stärker denn je zurückkommen“. So kann man den Kopf auf den richtigen Weg programmieren. Durch die Krankheit habe ich sehr viel lernen dürfen. Als ich zum Beispiel vor dem wichtigsten Kampf meiner Karriere in den Katakomben in Tokio stand, bin ich fast durchgedreht. Die Arme und Beine haben gezittert, der Magen war flau. In diesen Momenten stelle ich mir vor, zwei hässliche kleine Monster mit den Namen „Angst“ und „Druck“ sitzen mir auf den Schultern. Wenn du versuchst sie wegzudrücken und sie fürchtest, fütterst du sie nur noch zusätzlich und irgendwann fressen sie dich auf. Der Trick ist es, nicht gegen die beiden anzukämpfen, sondern sie zu deinen Freunden zu machen. Mach dir bewusst, dass Druck ein absolutes Privileg ist, denn ohne Druck wäre das Leben ja sehr langweilig. Nur mit Druck kannst du das Beste aus dir herausholen.</p>
<p><em><strong>Jasmin Jakob: Also die Angst und den Druck in etwas Positives, Förderliches umwandeln?</strong></em></p>
<p><strong>Frank Stäbler:</strong> Genau. Eine Affirmation hierfür könnte sein: „Nur durch diese Situation kann ich die beste Version meiner selbst aus mir herausholen“. Deshalb darfst du dich immer freuen, wenn dich die zwei kleinen Monster besuchen kommen, denn dann kannst du an ihnen wachsen.</p></div>
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		<title>Turner Milan Hosseini: Von der Schulter-OP zum DM-Titel</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/turner-milan-hosseini-von-der-schulter-op-zum-dm-titel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lena Staiger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Feb 2022 13:03:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 23]]></category>
		<category><![CDATA[Titelthema]]></category>
		<category><![CDATA[Turnen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
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					<h1 class="entry-title">Turner Milan Hosseini: Von der Schulter-OP zum DM-Titel</h1>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Milan Hosseini ist eines der hoffnungsvollsten Talente des Deutschen Turner-Bundes. Im Februar 2021 musste sich der 20-Jährige von der TG Böckingen jedoch einer Operation an der Schulter unterziehen. Nach langen Monaten, die im Zeichen der Reha standen, konnte sich der Fleiner dann im Dezember 2021 mit seiner Bundesligamannschaft des TuS Hannover-Vinnhorst zum ersten Mal den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters im Turnen sichern. Wie weit sein Weg vom OP-Saal über die Physiotherapie zurück an die Geräte war, erzählt der Schüler des Sportinternats Berlin beim SPORTHEILBRONN-Interview im Leistungszentrum der TG Böckingen in der Mörikehalle.</strong></em></p>
<p><em><strong>Fotos: Philipp Föll</strong></em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Milan, du wurdest jetzt schon in sehr jungen Jahren an der Schulter operiert. Was ist passiert?</strong></em><br /><strong>Milan Hosseini:</strong> Ich hatte seit September 2020 dauerhaft Probleme und Schmerzen in meiner Schulter. Leider wurde es immer schlimmer, bis ich irgendwann nicht mehr am Reck und den Ringen turnen konnte. Als ich dann ins MRT musste, kam heraus, dass meine Supraspinatussehne durch die Belastung und den Verschleiß in der Mitte bis zum Ansatz gerissen war. Die Supraspinatussehne ist die wichtigste Sehne in der Rotatorenmanschette der Schulter und umfasst den Oberarmkopf. Sie ist vor allem für die Armhebung zuständig. Eine Bewegung, die wir im Turnen sehr oft ausführen. Der Arzt meinte aber, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Sehne durch die Verletzung genau in der Mitte ganz reißt, relativ gering ist und man es erst mit einer alternativen Behandlungsmethode probieren könnte.</p>
<p><em><strong>Welche Alternative zur OP hattest du dann?</strong></em><br /><strong> Milan Hosseini:</strong> Die sogenannte Eigenbluttherapie. Hierfür wurde mir Blut abgenommen und die roten, für die Regeneration zuständigen Blutkörperchen direkt an die Sehne gespritzt. Dabei bestand die Hoffnung, dass die Sehne dadurch vernarbt und wieder stabil wird.</p>
<p><em><strong>Das klingt nicht gerade angenehm…</strong></em><br /><strong> Milan Hosseini:</strong> Das war es auch nicht. Der Arzt hat per Ultraschall kontrolliert, dass die Spritze wirklich genau an den Riss gesetzt wird, und das war natürlich ziemlich schmerzhaft. Auch an den Tagen danach hat es weh getan, da jedes Mal eine kleine Entzündungsreaktion im Gelenk entstand. Leider hat die Therapie nach drei Versuchen noch nicht angeschlagen und die Entscheidung für die Operation fiel dann relativ schnell.</p>
<p><em><strong>Hattest du in der Zwischenzeit im Training auch Angst, dass die Sehne komplett reißt? Es ist es ja wichtig, mit freiem Kopf trainieren zu können.</strong></em><br /><strong> Milan Hosseini:</strong> Nein, eigentlich nicht. Der Arzt hatte mir ja versichert, dass die Wahrscheinlichkeit relativ gering ist. Ich musste aber weiter trainieren, da die einzige Möglichkeit, sich 2021 für den Kader zu qualifizieren, ein Wettkampf im November war. Wäre die Gefahr eines kompletten Risses größer gewesen, hätte ich mich natürlich sofort operieren lassen. Im Training habe ich dann die schmerzhaften Dinge so gut wie möglich weggelassen und bin erst kurz vor dem Wettkampf wieder in die volle Belastung gegangen. Nachdem ich dann aber auch im Alltag und sogar nachts zunehmend Probleme bekommen habe, habe ich mich von einem Schulterspezialisten aus der Schweiz operieren lassen. Dieser ist sehr erfahren mit dem Umgang mit dieser Art von Verletzungen bei Sportlern und hat schon viele Turner operiert.</p>
<p><em><strong>Wie ging es dir dann nach der OP? Wie verlief die Reha?</strong></em><br /><strong> Milan Hosseini:</strong> Insgesamt sollte ich nur eine Nacht im Krankenhaus bleiben, das war gut. Für die ersten sechs Wochen musste ich Tag und Nacht eine Schiene tragen und durfte den Arm nur in der Physiotherapie passiv bewegen lassen. Ab der siebten Woche konnte ich dann in den Strömungskanal und gegen sanften Wasserwiderstand anfangen, den Arm wieder selbstständig zu bewegen. Danach habe ich auch „an Land“ wieder langsam mit verschiedenen Übungen begonnen. Insgesamt gab es in der Reha immer wieder Verzögerungen und Rückschläge ab dem Schritt, als ich wieder in der Turnhalle trainieren durfte. Eine Woche fühlte sich super an, und ich habe gedacht jetzt geht es endlich wieder richtig los. In der nächsten Woche ging dann plötzlich fast gar nichts mehr.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Das klingt auch ziemlich belastend für die Psyche…</strong></em><br /><strong> Milan Hosseini</strong>: Ja, besonders schwierig war das Wissen, dass ich bis zum Jahresende keine Wettkämpfe turnen würde. Ich durfte nicht zu ungeduldig sein, sondern musste konstant arbeiten, um mich gut vorzubereiten. Ich habe es bis zum Ende 2021 auch nicht geschafft, wieder an allen Geräten auf dem alten Niveau zu turnen. An den Ringen ging in der Vorbereitung einfach zu wenig, um im Wettkampf schon schmerzfrei turnen zu können. Am Reck und am Barren hingegen ging es schon wieder gut, da hatte ich auch lange noch Probleme. An dem ein oder anderen Gerät bin ich inzwischen sogar besser als vor der OP.</p>
<p><em><strong>Wägst du als junger Athlet auch zum Teil „Nutzen“ und „Risiko“ des Sports ab? Du hast ja gerade jetzt gemerkt, wie langwierig solch eine Verletzung sein kann und dass man sogar im Alltag eingeschränkt ist. Es gibt ja immerhin noch ein Leben nach dem Leistungssport…</strong></em><br /><strong> Milan Hosseini:</strong> In meiner sportlichen Karriere möchte ich auf jeden Fall das Maximum erreichen und das Allerbeste aus mir herausholen. Aber natürlich nicht um jeden Preis. Wenn ich merke, dass ich Langzeitschäden davontrage oder mein Körper im Alltag durch den Sport eingeschränkt ist, würde ich lieber auf den Leistungssport verzichten, statt mit langfristigen Folgen leben zu müssen. Das ist aber zum Glück aktuell nicht der Fall. Im Training achten wir auch sehr auf eine korrekte Technik, die möglichst schonend für den Körper ist. Wenn man zum Beispiel jedes Mal mit einem leicht verdrehten Bein landet, ist das auf Dauer sehr belastend. Darum sind meine Trainer in dieser Hinsicht auch zu Recht ziemlich penibel.</p>
<p><em><strong>Das Jahr 2021 hast du ja dennoch sehr erfolgreich mit einem Deutschen Meistertitel mit der Mannschaft abgeschlossen. Warst du mit deiner Leistung im Finale zufrieden?</strong></em><br /><strong> Milan Hosseini:</strong> Absolut. Es hat sehr lange gedauert, dort hinzukommen und es steckt wirklich viel harte Arbeit dahinter. Für das Team war das DM-Finale zu Beginn recht durchwachsen, da sich ein Turner gleich am Anfang am Boden verletzt hat. Dadurch musste ich neben Boden, Sprung, Reck und Pferd auch noch spontan am Barren einspringen, an dem ich eigentlich nur als Ersatzmann eingeplant war. Aber nach einem kurzen Einturnen konnte ich eine solide Übung zeigen. Besonders freue ich mich, dass mein Team TuS Vinnhorst zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Mannschaftstitel holen konnte, nachdem ich den Prozess von der zweiten Liga zum Titelgewinn miterleben durfte. Ich denke, das haben wir uns auch wirklich verdient, nachdem wir jeden Gruppenwettkampf gewonnen haben. Das war für uns alle etwas ganz Besonderes.</p>
<p><em><strong>Im Moment besuchst du in Berlin noch das Sportinternat, machst aber im Sommer dein Abitur. Wie geht es danach für dich weiter?</strong></em><br /><strong> Milan Hosseini:</strong> Das hängt nicht zuletzt von meiner sportlichen Entwicklung ab. Das Ziel ist aktuell, so schnell wie möglich wieder sechskampffähig zu werden. Nur so habe ich die Chance, mich erneut für den Kader zu qualifizieren. Aber ich denke, dass ich das auf jeden Fall schaffen kann, wenn ich mich gut vorbereite. Wenn ich im Kader und voll einsatzfähig bin, tendiere ich aktuell zur Sportfördergruppe der Bundeswehr oder der Polizei. Außerdem würde ich gerne nebenher studieren. Mich interessiert zum Beispiel der Studiengang Physiotherapie, das steht allerdings noch nicht fest. Vielleicht konzentriere ich mich nach der Schule auch erstmal einige Zeit voll auf den Sport. Das hängt natürlich auch vom Kaderstatus ab.</p>
<p><em><strong>Wo soll es langfristig gesehen für dich hingehen?</strong></em><br /><strong> Milan Hosseini:</strong> Ich denke ich teile in dieser Hinsicht den gleichen Traum wie alle Leistungssportler: Die möglichst erfolgreiche Teilnahme an den Olympischen Spielen ist natürlich das oberste Ziel.</p></div>
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		<title>Spitzenringer Abdolmohammad Papi &#8211; Olympia-Traum nach der Einbürgerung</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/spitzenringer-abdolmohammad-papi-olympia-traum-nach-der-einbuergerung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lena Staiger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Feb 2022 16:35:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 23]]></category>
		<category><![CDATA[Ringen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
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					<h1 class="entry-title">Spitzenringer Abdolmohammad Papi &#8211; Olympia-Traum nach der Einbürgerung</h1>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Erstmals tauchte der Name Abdolmohammad Papi in der Saison 2018/19 in der Ringer-Bundesliga auf, als die RED DEVILS Heilbronn den Iraner als Neuzugang vorstellten. Der dreifache Weltmeister und Olympia-Dritte Frank Stäbler hatte den Griechisch-Römisch Spezialisten, der in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm zuhause ist, seinem Verein ans Herz gelegt – und er hatte nicht zu viel versprochen. Abdolmohammad Papi absolvierte sechs Bundesliga-Kämpfe, die er allesamt deutlich gewann. Nachdem er zwischenzeitlich zum ASV Schorndorf gewechselt war, kehrte der 34-Jährige im letzten Sommer wieder zu den RED DEVILS zurück – inzwischen als Deutscher, denn am 10.09.2021 wurde der mehrfache iranische Meister eingebürgert. Auch in der laufenden Saison ist Abdolmohamad, der von allen nur „Papi“ genannt wird, wieder einer der wichtigsten Punktesammler des Heilbronner Bundesliga-Teams. Im Interview erzählt er uns, unterstützt von seinem Freund Alireza Rabiyan, über seine <br />Flucht, den nervenaufreibenden und bürokratischen Prozess der Einbürgerung und seine sportlichen Ambitionen. </strong></em></p></div>
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						<h4 class="et_pb_module_header"><span>Autor: <a href="https://sportheilbronn-magazin.de/author/lena/" target="_self">Lena Staiger</a></span></h4>
						
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><em>Papi, wie sah dein Weg nach Deutschland aus? Was war deine erste Anlaufstation?</em> </strong><br /><strong>Abdolmohammad Papi:</strong> Ich bin zusammen mit meiner Familie im Jahr 2017 aus dem Iran geflohen. Ich bin sehr froh, dass ich immer mit meiner Frau und meinen beiden Kindern zusammenbleiben konnte. Mein Sohn kommt nun im Sommer in die Schule, meine Tochter besucht den Kindergarten. Unser Weg nach Europa führte uns über die Niederlande nach Köln. Dort hatten wir Freunde, die uns unsere erste Unterkunft gewährt haben. </p>
<p><strong><em>Konntest du dann in Deutschland direkt weiter trainieren? Als Profisportler fällt es dir ja bestimmt schwer, lange Pause zu machen oder?</em> </strong><br /><strong>Abdolmohammad Papi:</strong> Ja, auf jeden Fall. Zu Beginn bin ich von Köln nach Heidelberg zum Olympiastützpunkt gependelt, um dort zu trainieren. Später sind wir dann direkt nach Heidelberg gezogen, was die Trainingssituation natürlich nochmal erleichtert hat. Ich durfte bei vielen Trainingslagern mit dem Nationalkader des Deutschen Ringerbundes zusammen mit den Top-Athleten trainieren. Bei einem meiner ersten Trainings in Heidelberg wurde ich auch auf Frank Stäbler angesprochen, der sich dann anschließend bei mir gemeldet hat.</p>
<p><strong><em>Und seitdem trainierst du mit Frank zusammen?</em> </strong><br /><strong>Abdolmohammad Papi:</strong> Genau. Wir haben uns dann an einem Abend bei Franky getroffen und uns kennengelernt. Danach bin ich über Monate hinweg zu ihm nach Musberg gependelt. Das hatte es wirklich in sich, da ich zu Fuß und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hinkommen musste. Insgesamt war ich für eine Strecke über zwei Stunden unterwegs. Als dann endlich die Genehmigung kam, dass ich umziehen darf, hat mich das schon erleichtert. Inzwischen wohnen wir in Oberaichen, direkt neben Musberg.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><em>Im September 2021 wurdest du dann offiziell eingebürgert. Wie lange war der bürokratische Weg bis dorthin?</em> </strong><br /><strong>Abdolmohammad Papi:</strong> Das war schon sehr langwierig und kompliziert. Zunächst haben wir nur eine Aufenthaltserlaubnis bekommen. Dafür muss man zum Beispiel einen festen Job über drei Jahre mit einem gewissen Gehalt hier in Deutschland vorweisen können. Wir hatten viel Papierkram und Bürokratie zu überwinden. Während des Prozesses der Einbürgerung mussten wir immer wieder Nachweise und verschiedene Belege und Papiere einreichen, das war schon relativ belastend. Vom Antrag bis zur offiziellen Einbürgerung hat es dann auch fünf bis sechs Monate gedauert. Meine Kinder sind mit mir eingebürgert worden, meine Frau wartet noch darauf.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><em>Mit dem deutschen Pass bist du nun auch offiziell Mitglied des Bundeskaders. Auch im Iran warst du Teil des dortigen Nationalteams. Was sind für dich die Unterschiede?</em></strong><br /><strong>Abdolmohammad Papi:</strong> Das Ringen hat im Iran schon einen anderen Stellenwert als in Deutschland. Hier ist es eher eine Randsportart, und dort liebt die Bevölkerung den Ringsport. Erfolgreiche iranische Ringer haben auch gewisse Vorteile. Sie dürfen zum Beispiel ein Auto importieren, ohne groß Zoll zahlen zu müssen. Auch das Training läuft komplett anders ab. Wir waren elf Jahre lang in einer Art Kaserne und haben dort trainiert. Jeden Tag, jede Woche, jeden Monat. Das lief schon ziemlich militärisch ab. Hier gehst du für eine Woche ins Trainingslager und fährst danach wieder nach Hause. Im Iran war ich mehrfacher nationaler Meister in meiner Gewichtsklasse. Bei den Asienmeisterschaften habe ich sogar einmal Silber und einmal Bronze geholt. Der Weg auf die Weltmeisterschaft blieb mir leider dennoch verweht, obwohl ich mich sportlich qualifiziert hatte. Im Iran hing viel von Beziehungen und Einfluss ab. Aus diesem Grund haben inzwischen einige Athleten, vor allem im Bereich des Kampfsports, das Land verlassen. Hier in Deutschland habe ich nun die Chance, mich objektiv zu beweisen. </p>
<p><strong><em>Was sind nun deine sportlichen und persönlichen Ziele hier in Deutschland?</em> </strong><br /><strong>Abdolmohammad Papi:</strong> Ich möchte mir den Traum von Olympia auf jeden Fall erfüllen. Bis zu den Spielen 2024 in Paris halte ich mich definitiv fit. Ich möchte Schritt für Schritt gehen und mich gut auf die kommenden internationalen Turniere wie die Europa- und Weltmeisterschaft vorbereiten. Außerdem werde ich natürlich alles für mein Bundesligateam, die RED DEVILS Heilbronn, geben. Ich denke, dass ich dem Ringen auch nach meiner sportlichen Karriere erhalten bleibe. Ich habe sogar vor kurzem meine Trainer-A Lizenz abgeschlossen und darf jetzt auch Ringer trainieren.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: center;"><strong>Weltmeister Frank Stäbler über Abdolmohammad Papi</strong></p>
<p style="text-align: center;">„Abdolmohammad Papi ist auf und neben der Matte ein absolutes Juwel. Wie man weiß, hat er maßgeblich zu meiner olympischen Bronzemedaille beigetragen, indem ich mich intensiv mit ihm vorbereiten durfte. Als er nach Deutschland gekommen ist, haben mir auf einmal ganz viele Iraner geschrieben, dass ein Topathlet in Heidelberg sei. Ich habe dann Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, damit wir uns kennenlernen und zusammen trainieren können. Nach einem unglaublichen Kampf gegen die Bürokratie wurde er erst hierher nach Musberg verlegt, hat dann aber sogar einen Abschiebungsbescheid bekommen. Zum Glück konnten wir diesen aber abwenden. Wir haben ihm dann einen Job und seiner Familie eine Wohnung besorgt. Inzwischen sind wir unglaublich zusammengewachsen. Wir haben uns gegenseitig sehr weitergebracht. Er hat den deutschen Pass und die Möglichkeit, sich und seiner Familie hier ein Leben in Ruhe und Sicherheit aufzubauen. Und ich durfte durch ihn meinen Traum der Medaille in Tokio verwirklichen. Eine absolute WinWin-Situation.“</p></div>
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		<title>Rennfahrer Luca-Sandro &#8222;Luci&#8220; Trefz: „Bin beim Führerschein durchgefallen“</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/rennfahrer-luca-sandro-luci-trefz-bin-beim-fuehrerschein-durchgefallen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lena Staiger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Nov 2021 16:22:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 22]]></category>
		<category><![CDATA[Rennsport]]></category>
		<category><![CDATA[AdacGtMasters]]></category>
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					<h1 class="entry-title">Rennfahrer Luca-Sandro &#8222;Luci&#8220; Trefz: „Bin beim Führerschein durchgefallen“</h1>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Als die ADAC GT Masters Serie Ende Oktober am Hockenheimring Station machte, haben wir die Gelegenheit genutzt, um Luca-Sandro, genannt „Luci“, Trefz in der Box seines Teams MONTAPLAST by Land-Motorsport durch das Wochenende zu begleiten. Der 19-jährige, aus Wüstenrot stammende Schüler hat uns von seinem Umstieg von der GT4-Serie zu den GT Masters, seinem Tagesablauf bei den Renn-Wochenenden und seinen privaten Fahrkünsten erzählt. Wie ein erfahrener Lenker eines GT3-Boliden im Straßenverkehr unterwegs ist und weshalb er bei seiner Führerscheinprüfung tatsächlich durchgefallen ist, erfahren die SPORTHEILBRONN-Leser exklusiv bei uns im Interview.</strong></em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Wie kommt ein Junge aus Wüstenrot zum Rennsport? Andere Kinder spielen Fußball oder machen Leichtathletik, und Wüstenrot gilt auch nicht unbedingt als Rennfahrer-Hochburg. Hattest du schon immer „Benzin im Blut“?<br />Luci Trefz:</strong> Ich glaube, der Rennsport wurde mir tatsächlich ein bisschen in die Wiege gelegt. Mein Papa ist früher den Porsche Sports Cup Deutschland gefahren, da war ich schon als Sechsjähriger mit dabei. Fußball hat mich noch nie interessiert, ich wollte immer Formel 1 schauen und mit meiner Carrera Bahn spielen. Vielleicht denkt man das nicht aber vom Charakter her bin ich eigentlich eher der ängstliche Typ. Deshalb habe ich mich erst recht spät, mit zwölf Jahren, in das Rennkart getraut. Seitdem hat mich das Rennfahren aber total gepackt.</p>
<p><strong>Du gehst diese Saison erstmals mit deinem neuen Team bei den GT Masters an den Start. Davor warst du Fahrer in der GT4-Serie. Was ist der Unterschied zwischen den beiden Rennserien?</p>
<p></strong></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Luci Trefz:</strong> Der erste große Unterschied ist das Niveau der Fahrer. Bei den GT Masters fahren, anders als in der GT4, Werksfahrer in den Rennen mit. Das sind absolute Profirennfahrer. Der andere große Unterschied sind natürlich die Autos selbst. Sie sind viel dynamischer, auch wenn sie optisch nur kleine Unterschiede zu den GT4-Autos aufweisen. Durch eine bessere Aerodynamik und einen größeren Heckflügel können wir schneller in die Kurven fahren. Außerdem wird innen bessere Renntechnik verbaut. Allgemein könnte man sagen, die Autos der GT4 sind umgerüstete Straßenautos, die Autos der GT Masters dagegen sind reine Rennfahrzeuge. Unser Auto, der Audi R8 LMS, wird übrigens sogar in Heilbronn-Biberach gebaut.</p>
<p><strong>Wie lief deine erste GT Masters Saison bis jetzt für dich? <br />Luci Trefz:</strong> Für mich als Rookie war es schwierig reinzukommen. Über die Hälfte der Fahrer im Feld sind erfahrene Werksfahrer, da konnte ich anfangs noch nicht mithalten. Ungefähr ab der Mitte der Saison wurde es besser und ich habe mich in den Rennen nicht mehr ganz so schwergetan, sondern konnte mich auch in Zweikämpfen behaupten und auch mal ein paar Positionen gewinnen. Wie läuft ein Rennwochenende typischerweise für dich ab? Luci Trefz: Normalerweise komme ich mittwochabends nach der Schule an und übernachte im Wohnmobil. Am Donnerstag ist dann das erste freie Training, bei dem wir unsere verschiedenen Setups testen und noch an einigen Stellschrauben drehen können. Freitags ist der offizielle Testtag, bei dem das Nachtanken und Reifenwechseln nicht erlaubt ist. Diesen Tag nutzen wir zum Einfahren. Außerdem habe ich Zeit, um Gäste und VIPs zu begrüßen und Presseinterviews zu geben. Am Samstag und Sonntag finden dann immer die Qualifyings und die Rennen statt, die jeweils im Nachhinein nochmal komplett angeschaut und analysiert werden. An jedem Tag haben wir zusätzlich zwischendurch immer wieder Meetings mit unseren Ingenieuren, um das Setup nochmals abzustimmen. Samstags fahre ich das Qualifying sowie die erste halbe Stunde im Rennen, ehe mein Teamkollege Christopher Haase übernimmt. Sonntags ist es dann andersherum.</p>
<p>&nbsp;</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Wie ist deine Taktik beim Start? Ihr startet ja normalerweise fliegend, das heißt es wird eine Runde hinter dem Safety-Car gefahren und dann bei grüner Ampel gehts los… <br />Luci Trefz:</strong> Das Qualifying bestimmt die Startposition für das Rennen. Je weiter hinten ich starte, desto mehr versuche ich direkt vor bzw. in der ersten Kurve schon anzugreifen. Im Prinzip ist das auch nicht anders möglich, da ein Überholvorgang auf den kurzen Strecken nur sehr schwer machbar ist und man von hinten natürlich so viele Plätze wie möglich gutmachen will. Wenn man in der Mitte des Feldes startet, geht es eher darum, nicht auf Risiko zu gehen, unter den Top 15 zu bleiben und keine Punkte zu verlieren. Die Autos, die als erste ins Rennen gehen, wollen natürlich ihre Top-Position verteidigen und machen „die Ellenbogen breit“, um möglichst keinen vorbeizulassen. Man sieht, das Qualifying ist extrem wichtig für den Ausgang des Rennens.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Du gehst momentan noch zur Schule. Wie vereinbarst du das mit dem Rennsport? <br />Luci Trefz:</strong> Ich besuche eine Sportlerschule in Sinsheim mit dem Abschlussziel kaufmännisches Fachabitur und werde für die Rennen vom Unterricht freigestellt. Dort habe ich fast nur Hoffenheimer Fußballspieler um mich herum. Ich hatte eigentlich schon eine Ausbildungsstelle als Bankkaufmann, konnte diese aber aufgrund des zeitintensiven Rennsports nicht antreten. Jetzt ist es mir wichtig, meinen Schulabschluss zu schaffen – es müssen aber nicht unbedingt nur Einser sein. Wenn ich zum Teil erst um halb zehn Uhr abends von der Rennstrecke gehe, fällt es mir dann doch schwer, mich noch hinzusetzen und zu lernen. Da schaue ich dann lieber noch ein bisschen in Netflix Serien an.</p>
<p><strong>Was sind zur Zeit deine Lieblingsserien? <br />Luci Trefz:</strong> Ich bin gerade bei „Squid Game“. „Formel 1 – Drive to survive“ fasziniert mich auch. Ansonsten schaue ich eher Sachen zum Runterkommen, wie zum Beispiel „How I met your mother“.</p>
<p><strong>Zum Schluss noch die spannendste aller Fragen: Wie fährst du als GT Masters Pilot privat? Gehörst du eher der Kategorie „Bleifuß“ oder der Kategorie „Mittelspurschleicher“ an? <br />Luci Trefz:</strong> Ich kann privat ehrlich gesagt nicht so gut Autofahren, auch wenn ich viermal pro Woche zur Schule nach Sinsheim und wieder zurück fahre. Solche Dinge wie das Einparken in der Tiefgarage liegen mir beispielsweise gar nicht. Ich orientiere mich auch mehr nach links und kann die Distanz nach rechts nicht allzu gut einschätzen, weshalb ich zum Teil in Richtung mittlere Spur komme. Und ich muss gestehen: Ich bin beim ersten Versuch auch durch die praktische Führerscheinprüfung gefallen, weil ich den Schulterblick vergessen habe. Den bin ich vom Rennsport einfach nicht gewöhnt (lacht). Wenn wir zu zweit im Auto sitzen, ist es mir immer lieber, wenn ich auf dem Beifahrersitz sitzen kann.</p></div>
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		<title>Bettina Englisch: Von Erfolg zu Erfolg</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/bettina-englisch-von-erfolg-zu-erfolg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lena Staiger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Nov 2021 14:40:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Eigentlich wollte Bettina Englisch nach dem ruhigen 2020 im Jahr 2021 einfach nur wieder laufen. Nach einem ordentlichen Auftakt im März in Dresden haderte sie aufgrund von Knieproblemen mit sich, ob sie im August in Berlin zum Halbmarathon überhaupt antreten sollte. „Ich habe mich dann tatsächlich an die Startlinie gestellt, ohne einen Plan, was ich eigentlich erreichen möchte. Am Ende war ich nach einem lockeren Lauf mit einer 1:20er-Zeit sechstschnellste Deutsche und 21. in der Gesamtwertung. Da hat es einen Schalter bei mir umgelegt und ich hatte voll Bock auf das nächste Rennen“, berichtet die 42-Jährige.</p>
<p>Nach weiteren persönlichen Erfolgserlebnissen folgte bei den Deutschen Meisterschaften in Hamburg mit dem Gewinn der Goldmedaille im Halbmarathon ihrer Altersklasse mit einer „Traumzeit“ von 1:18,33 Stunden ihr persönlicher Höhepunkt. Doch damit nicht genug: Ende Oktober wurde sie in Ueltzen auch noch Deutsche Meisterin über 10 km! „Ich bin einfach nur geflasht“, lacht Bettina Englisch, die eine neue Leichtigkeit entdeckt hat. „Früher war ich immer verbissen unterwegs. Heute dagegen lasse ich es im Training manchmal etwas schleifen. Vielleicht ist das der Schlüssel zum Erfolg“</p></div>
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