Stille Helden des Sports: Henrik Rösch (TSB Horkheim)

„Henrik ist beim TSB Horkheim Spieler, Schiedsrichter und Geschäftsstellenmitarbeiter, sowie beim Handballbezirk Ausbilder für Kinder- und Jugendhandballspielleiter. Er ist seit Jahren engagiert und hat es verdient mal in den Fokus zu rücken“ – mit diesen lobenden Worten hat TSB-Vorstand Michael Roll Henrik Rösch als Paradebeispiel für junges Engagement vorgeschlagen. Diesen Vorschlag hat die SPORTHEILBRONN-Redaktion sehr gerne aufgegriffen und wir möchten an dieser Stelle das große Engagement des 24-Jährigen in den Fokus rücken.

Foto: Pierre Zornik

Autor: Steffi Hägele

3. Mai 2022

Henrik Rösch studiert im dritten Master-Semester Lehramt mit den Fächern Mathematik und Sport an der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg. Hier bildet der Fleiner gemeinsam mit 25 weiteren Studenten in der Sportfachschaft der Hochschule die Verbindungsstelle zwischen Professoren und Studenten. Diese organisiert unter anderem Events für Sportstudenten und unterstützt vor allem die Erstsemester bei der Planung ihrer Stundenpläne.
Henrik wechselte als Jugendlicher vom TV Flein nach Horkheim. Momentan ist er selbst aktiver Handballtorhüter in der zweiten Mannschaft des TSB. Durch sein Freiwilliges Soziales Jahr, das er vor seinem Studium beim TSB Horkheim absolvierte, konnte er bereits intensiv hinter die Kulissen seines Vereins schauen. Mittlerweile ist er offizieller Mitarbeiter in der Geschäftsstelle und kümmert sich nicht nur um die allgemeine Buchhaltung, sondern auch um organisatorische Aufgaben für die Heimspiele.

Dies sind aber lange nicht alle Aufgaben, die auf seiner Liste stehen. Henrik ist seit 2016 Schiedsrichter und pfeift seit zwei Jahren in der Landesliga der Männer und in der Verbandsliga der Frauen.

Als Student ist er zeitlich flexibel einsetzbar und kommt in der laufenden Saison inklusive Vorbereitungsspiele auf rund 65 Einsätze als Referee. Da es im Handballsport an Unparteiischen mangelt, motiviert und bildet er gemeinsam mit drei weiteren Schiedsrichtern Jugendliche ab 14 Jahren als Jugendhandballspielleiter aus.

Die Ausbildung der Jugendlichen wird in Theorie und Praxis aufgeteilt. Viele Vereine melden ihre jungen Trainer an, damit an Heimspielen nicht immer externe Schiedsrichter kommen müssen. Daher wissen die Teilnehmer schon, worauf sie im Spiel achten müssen.

„Die Prüfung ist nicht allzu schwierig. Wir beobachten ein Spiel, das von den Jugendlichen geleitet wird, und achten darauf, dass sie alle Regeln korrekt durchsetzen. Das Durchfallen ist eigentlich fast unmöglich, da sie die Regeln als Trainer eh schon gut kennen“, erzählt der Student. Einen kleinen Anreiz gibt es natürlich: Sie können sich durch ihren Einsatz als Schiri ihr Taschengeld ein wenig aufbessern. Außerdem kommt die Schiedsrichterlizenz später in ihren Bewerbungsunterlagen bei potenziellen Arbeitgebern gut an.

Henrik Rösch hat zwar alle Hände voll zu tun, dennoch steht ihm der Spaß an diesen fordernden Aufgaben ins Gesicht geschrieben, wenn er mit einem Strahlen in den Augen von seinen vielen Jobs berichtet.

Lieber Henrik, wir wünschen dir weiterhin viel Spaß im Studium, in der Geschäftsstelle des TSB Horkheim, in der Sportfachschaft, als Schiedsrichter und beim Ausbilden von jungen Handballspielleitern.

Du bist nicht nur ein „Stiller Held“, sondern ein Vorbild für viele junge Sportlerinnen und Sportler – und das finden wir klasse!