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	<title>Sportpsychologie | sportheilbronn Magazin</title>
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		<title>Mentale Gesundheit:  Sportler berichten vom Druck im Sport</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lara Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Nov 2025 10:11:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 38]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://sportheilbronn-magazin.de/mentale-gesundheit-druck-im-sport/">Mentale Gesundheit:  Sportler berichten vom Druck im Sport</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://sportheilbronn-magazin.de">sportheilbronn Magazin</a>.</p>
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					<h1 class="entry-title">Mentale Gesundheit:  Sportler berichten vom Druck im Sport</h1>
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				<div class="et_pb_text_inner"><em><strong>Mentale Herausforderungen und <a href="https://sport-s.de/spitzensport-im-fokus-druck-fehler-existenzaengste/" target="_blank" rel="noopener">Druck im Leistungssport</a> – ein Thema, das uns seit Langem beschäftigt und in der Öffentlichkeit viel zu wenig präsent ist. Auch im regelmäßigen Austausch mit unserem Gesundheitspartner AOK Stuttgart-Böblingen dreht sich vieles um Mental Health. Deshalb widmen wir diesem Thema nun wieder einen größeren Magazinbeitrag.</strong></em></p>
<p><em><strong>Wir haben zehn Sportlerinnen und Sportler aus der Region zu einer Gesprächsrunde in die Libermenta Privatklinik Schloss Freudental eingeladen und dabei Unterstützung von einer Expertin für Sportpsychiatrie und Sportpsychotherapie bekommen: Dr. Petra Dallmann ist nicht nur Chefärztin der psychiatrischen Klinik, Psychotherapeutin am Olympiastützpunkt Heidelberg und ehemalige Olympia-Schwimmerin, sie hat mit „Athletes in Mind“ auch eine Online-Plattform als kompetente Anlaufstelle für Sportlerinnen und Sportler mit psychischen Problemen ins Leben gerufen. </strong></em><em><strong>Auszüge aus der zweieinhalbstündigen Diskussion geben wir hier für unsere Leser wieder.</strong></em></p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><em>Stehend von links: SPORT.S-Redakteurin Lara Auchter, Katharina Schiele, Dr. Petra Dallmann, Stefanie Megerle, Madeleine Mohrhardt, Elisabeth Brandau, Martin Jiranek, Markus Pommer. Kniend von links: David Wrobel, Yannik Gerland, Tizian Lauria, SPORT.S-Herausgeber Ralf Scherlinzky, Kerstin Laib. Fotos: Iris Drobny</em></div>
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				<div class="et_pb_text_inner">Im Vorfeld der Gesprächsrunde wollten wir in einer anonymen Instagram-Umfrage von den Leistungssportlern unter unseren Followern wissen, wer im Mental Health-Bereich schon mit welchen Themen zu tun hatte. 36 Prozent der Teilnehmer stellten schon mal über einen längeren Zeitraum eine gesteigerte Reizbarkeit bei sich fest. Je 27 Prozent klagten über Antriebslosigkeit und Angstzustände, neun Prozent über Gewichtsprobleme – Angaben, die sich zum großen Teil auch in unserer bunt zusammengewürfelten Runde widerspiegeln.</p>
<h4>Fast jeder kennt „das Loch“</h4>
<p>„Loch“ war an diesem Abend das wohl meistzitierte Wort, das sowohl im Zusammenhang mit dem Karriereende als auch beim Thema Verletzungen, Niederlagen und Comebacks genannt wurde. Oder auch, wie bei <strong>David Wrobel</strong>, im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen. „Ich bin 2021 nach Tokio in ein olympisches Loch gefallen“, berichtet der ehemalige Diskuswerfer. „Beim Wettkampf in Tokio habe ich mich an meinem bereits operierten Ellbogen verletzt. Als ich wieder zurück in Deutschland war, rief ich meinen Trainer an und erfuhr von seiner Frau, dass er während meines Flugs verstorben war. Mein Ellbogen musste ein zweites und 2022 ein drittes Mal operiert werden. Das war alles zu viel für mich. Ich habe mich ins Auto gesetzt, bin allem entflohen und für eine Woche in die Berge gefahren, wo ich mich zum ersten Mal wieder richtig frei fühlen konnte.“</p>
<p>Von verletzungsbedingten mentalen „Löchern“ berichten auch andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer. „Ich musste wegen einer Verletzung an der Achillessehne drei Monate pausieren und hatte dadurch eine totale Identitätskrise“, erinnert sich <strong>Stefanie Megerle</strong>. „Für mich lag der Fokus nur auf dem Sport. Als dieser plötzlich weg war, wusste ich auf einmal nicht mehr, wer ich war“, so die aus Öhringen stammende Kickboxerin weiter.</p>
<p>Auch<strong> Tizian Lauria</strong> spricht von einer Identitätskrise im Jahr 2024: „Innerhalb von drei Monaten hatte ich mir dreimal das gleiche Band am Fuß abgerissen. Dazu kamen ein Bandscheibenvorfall und zwei Muskelfaserrisse. Der Körper hat komplett gestreikt und auf einmal stand ich ohne mein großes Ziel, die Teilnahme an der Europameisterschaft, da.“</p>
<p><strong>Kerstin Laib</strong> berichtet von Depressionen, als sie „nach einem heftigen Sturz ein halbes Jahr nichts mehr machen“ konnte. Die fünffache Streetboard-Weltmeisterin aus Stuttgart hat aus ihrer Not eine Tugend gemacht und gibt ihre eigenen Erfahrungen mit Ängsten, Blockaden und Stimmungstiefs inzwischen als Mentaltrainerin an andere Sportlerinnen und Sportler weiter – wie auch <strong>Elisabeth Brandau</strong>.</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Yannik Gerland (28)</h5>
<p>ehem. Leichtathlet<br />
Athletenmanager</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Kerstin Laib (44)</h5>
<p>Streetboard<br />
5-fache Weltmeisterin</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Martin Jiranek (55)</h5>
<p>Eishockey, sportlicher Leiter<br />
Heilbronner Falken</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Stefanie Megerle (29)</h5>
<p>Kickboxen/Pointfighting<br />
Silber World Games 2025</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Tizian Lauria (22)</h5>
<p>Kugelstoßen<br />
2x U23-Europameister</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h4>Mit dem Karriereende zurechtkommen</h4>
<p>Die Olympia-Teilnehmerin von 2021 im Cyclo-Cross ist gerade jedoch noch selbst in der Identitätsfindungs-Phase, nachdem sie im Frühjahr 2025 mit 39 Jahren ihre aktive Karriere beendet hat. „Ich habe drei Kinder, bin Handwerksmeisterin, selbstständige Heilpraktikerin, habe einen Fahrradladen, gebe Coachings und halte Vorträge. Mit dem Sport konnte ich mir dazu immer einen Ausgleich schaffen und einiges dadurch verarbeiten, dass ich mich auf dem Rad ausgepowert habe. Jetzt ist der Leistungssport nicht mehr da, verarbeiten muss ich aber trotzdem. Es fällt mir schwer, mich jetzt ins ‚normale Leben‘ zu integrieren. Vor kurzem habe ich nun meinen ersten Triathlon gemacht. Es ist wie eine Sucht“, sagt die Schönaicherin, die schon in ihrer Jugendzeit mit einer Essstörung zu kämpfen hatte.</p>
<p>Im Gegensatz zu Elisabeth Brandau hatte sich <strong>Yannik Gerland</strong> nach seinem Karriereende komplett vom Sport losgesagt. „Ich war 26 und hatte schlichtweg keine Lust mehr auf Sport, ging weder ins Fitnessstudio noch Fußballspielen. Ich wollte das Leben leben, das ich bis dahin nicht gekannt habe. In dieser Zeit bin ich neu nach Stuttgart gezogen und war ganz gut unterwegs, ehe mich ein Freund mit ins Studio genommen hat. Da kam dann die Lust am Sport zurück“, so der aus Baunatal stammende ehemalige 3000-Meter-Hindernis-Läufer, der heute nebenberuflich als Athletenmanager tätig ist.</p>
<p>Obwohl sie ihre aktive Karriere als Schwimmerin schon 2009 beendet hatte, hat auch <strong>Petra Dallmann</strong> noch Momente, an denen sie dem Leistungssport nachtrauert: „Eigentlich ist es lächerlich, aber wenn ich eine Schwimm-WM oder Olympische Spiele anschaue, kommen mir Gedanken an ein Comeback“, so die 46-jährige Heidelbergerin. „Mir fehlen manche Dinge immer noch – dieses Hinarbeiten auf ein Ziel, die Hochs und Tiefs des Sports…“</p>
<p>Von einem soften Übergang nach dem Karriereende berichtet dagegen <strong>Martin Jiranek</strong>. „Ich war nach über 600 Spielen in der Deutschen Eishockey-Liga mit 37 Jahren körperlich müde und musste doppelt so hart trainieren, als mit Mitte 20. Da ich am College in den USA im Rahmen meines Stipendiums eine Ausbildung zum Lehrer gemacht hatte, konnte ich nach dem Ende meiner aktiven Karriere 2007 in Nürnberg direkt als Nachwuchstrainer weitermachen und das Vermissen des Wettkampfs durch den Trainerjob kompensieren“, so der gebürtige Kanadier, der heute als Sportdirektor und Co-Trainer beim Eishockey-Oberligisten Heilbronner Falken tätig ist. „Mein einziger Fehler war, dass ich mich habe überreden lassen, noch in der vierten Liga als Spieler auszuhelfen. Das hat mich dann auch in ein Loch reingezogen, da ich wusste, was ich auf dem Profilevel konnte, und nun erkennen musste, wie wenig davon in der Amateurliga noch übrig geblieben war.“</p>
<p>Da er inzwischen auch in Krefeld, Frankfurt, Nürnberg und Heilbronn als Headcoach tätig war, ist er auch mit „Jiranek raus!“-Rufen vertraut. „Das bin ich gewohnt und es ist immer ein Spaß, das zu hören“, lacht der 55-Jährige. „Ich habe gelernt, dass du im Sport nicht zu hoch fliegen darfst, wenn du gewinnst, weil du am nächsten Tag schon wieder einen heftigen Crash erleiden kannst. Und wenn du verlierst, darfst du dir das nicht zu sehr zu Herzen nehmen, weil es sonst umso schwieriger ist, wieder aufzustehen. Deshalb darf man solche Rufe von den Fans nicht zu nah an sich ranlassen.“</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><em>Spannende Runde zum Thema Mental Health in der Libermenta Privatklinik Schloss Freudental.</em></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h4>Durch Long Covid gerät das Leben aus den Fugen</h4>
<p>In einer extrem schwierigen Lebensphase befindet sich momentan <strong>Katharina Schiele</strong>. Die aus Heilbronn stammende Kugelstoßerin und Rasenkraftsportlerin leidet seit 2022 an einem Post-Covid-Syndrom. „Ich habe Konzentrationsprobleme, Gedächtnisstörungen und Schwindelattacken. Lange wusste niemand, was mit mir los ist und ich hatte schon an mir selbst gezweifelt. Inzwischen bin ich arbeitsunfähig, was große finanzielle Schwierigkeiten mit sich bringt“, erzählt die 25-Jährige, die weiterhin am Olympiastützpunkt Stuttgart trainiert. „Mein ganzes Leben hat sich immer um den Sport gedreht, und plötzlich ist durch die Krankheit alles aus den Fugen geraten.“</p>
<p>Schon öfter wurde Katharina Schiele danach gefragt, weshalb sie immer noch trainiert, wenn sie doch „eh nicht mehr gut“ sei. „Solche Kommentare tun weh. Aber zum einen will man mit 25 nicht so vom Sport abtreten, und zum anderen ist gerade das Training meine Lebensversicherung. Unsere Trainingsgruppe ist wie eine Familie, und wenn es mir richtig schlecht geht und Freunde wie Tizian und David einen blöden Spruch machen, dann päppelt mich das wieder total auf.“</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h4>Mentaler Missbrauch</h4>
<p>Fiese Kommentare wie dieser sind für die Studentin nicht neu: „Bis ich 16 Jahre alt war, habe ich geturnt. Da wurde ich von meinen Trainern wegen meiner Größe und des damit einhergehenden Gewichts gemobbt. Auf der anderen Seite musste ich dann trotz eines Ermüdungsbruchs im Fuß und trotz einer Bindehautentzündung bei Wettkämpfen antreten, weil sie mich gebraucht haben. Als Kind konnte ich das alles nicht einschätzen. Als ich dann mit 14, 15 aber parallel mit der Leichtathletik begonnen habe, konnte ich sehen, dass dies nicht normal ist.“</p>
<p>Tizian Lauria weiß aus eigener Erfahrung genau, wovon Katharina Schiele spricht. „Ich war als Kind auch einen Tag beim Turnen in Stuttgart zum Probetraining. Da wurde ich acht Stunden am Stück angebrüllt. Gottseidank haben meine Eltern gleich die Reißleine gezogen und mich stattdessen zum Leichtathletiktraining gebracht.“</p>
<h4>Die „ganz normale Härte“</h4>
<p><strong>Madeleine Mohrhardt</strong> kennt die Härte des Boxsports schon aus ihrer Amateurzeit. Strenge Gewichtskontrollen, das ständige Notieren von Mahlzeiten, das regelmäßige Wiegen – auch außerhalb von Wettkämpfen – gehörten damals zum Alltag. Das Einhalten des Kampfgewichts war eine ständige Aufgabe, die viel Disziplin verlangte. Oft bedeutete Training nicht nur Technik und Kondition, sondern auch Einheiten mit mehreren Schichten Kleidung übereinander, um durch zusätzliches Schwitzen Gewicht zu verlieren. Für die junge Athletin war das zu dieser Zeit selbstverständlich, sie hinterfragte die Methoden kaum. Rückblickend spricht die heutige Profiboxerin und Sportpsychologin von einer sehr harten Schule, die fordernd und manchmal auch extrem war – eine Phase, die sie geprägt hat und die sie heute mit mehr Abstand einordnen kann.</p>
<p>Martin Jiranek wundert sich darüber, dass es in den Einzelsportarten durchgehend enge Bindungen zwischen jungen Athleten und ihren Trainern gibt: „Im Eishockey ist es so, dass du im Nachwuchs alle zwei Jahre einen neuen Coach bekommst. Und im Profibereich wird dann meist nach eineinhalb Jahren der Trainer rausgeschmissen. Wenn du bei uns einen schlechten Trainer hast, kannst du die Zeit überbrücken, bis ein guter nachkommt. Ich hatte als Spieler bestimmt 25 bis 30 Coaches. Aber bei euch ist das ja eine volle Abhängigkeit, die über eure ganze Karriere entscheiden kann!“</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Elisabeth Brandau (39)</h5>
<p>Radsport<br />
Olympia-Teilnehmerin 2021</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>David Wrobel (34)</h5>
<p>Leichtathletik Landestrainer<br />
Olympia-Teilnehmer 2021</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Maddie Mohrhardt (28)</h5>
<p>Profiboxerin<br />
Dt. Meisterin Leichtgewicht</div>
			</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Markus Pommer (34)</h5>
<p>Rennfahrer<br />
European Le Mans Cup</div>
			</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Katharina Schiele (25)</h5>
<p>Kugelstoßen, Rasenkraftsp.<br />
Dt. Hochschulmeisterin</div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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<div class="et_pb_text_inner">
<h4>Keine Angst, aber Nervosität und Respekt</h4>
<p>Interessiert folgt <strong>Markus Pommer</strong> der Diskussion und berichtet von ganz anderen Herausforderungen im Motorsport. „Du musst natürlich den Spagat zwischen dem Rauskitzeln der letzten Zehntel und dem Abfliegen in der Kurve finden, aber Angst hatte ich dabei eigentlich nie – eher Nervosität und Respekt“, berichtet der Untereisesheimer. „Den eigentlichen Druck hast du abseits der Rennstrecke. In einem Rennteam kommen zahlreiche Menschen aus den verschiedensten Ländern zusammen, die als Einheit funktionieren müssen. Da gibt es viele Reibereien. Und dann teilst du dir bei uns in den Prototypen-Serien das Cockpit mit einem anderen Fahrer – jeder fährt die Hälfte des Rennens, wir sind aber ein Team. Aber sind wir das wirklich? Du musst erst herausfinden, ob dein neuer Kollege tatsächlich mit dir oder gegen dich fährt. Da spielt ganz viel Politik mit“, so der ehemalige Formel-2-Pilot und Deutsche Formel-3-Meister, der schon über 300 Rennen im Auto sowie unzählige im Kart bestritten hat.</p>
<h4>Arbeit mit Mentaltrainern</h4>
<p>Während Markus Pommer („Wenn ich mal ein schlechtes Rennwochenende habe, dann schaue ich gerne meine besten Rennen an, um zu sehen, wen ich schon alles besiegt habe.“) nicht mit einem Mentaltrainer arbeitet, sind sich fast alle anderen Teilnehmer einig, dass Mentaltrainer für Leistungssportler wichtig sind – auch wenn David Wrobel zugibt, dass er als aktiver Sportler immer „einer war, der es lieber mit sich ausgemacht hat“.</p>
<p>Für Tizian Lauria war die Arbeit mit seinem Mentalcoach für seine Titelverteidigung bei der U23-Europameisterschaft essenziell, wie er berichtet: „Die Favoritenrolle im Vorfeld war etwas völlig Neues für mich. Deshalb haben wir gemeinsam eine mentale Taktik ausgearbeitet, um mit der Drucksituation umzugehen. Ich habe mir schon Monate vor dem Wettkampf vorgestellt, wie ich den Moment nach dem Wettkampf erleben würde – wie fühle ich mich, was rieche und schmecke ich, was erlebe ich. Ich habe mir vorgestellt, wie ich meinen Titel verteidige und mit einem Wikingerhelm vor dem norwegischen Publikum meinen Sieg feierte. Das hat geklappt (lacht)“ – siehe Foto auf Seite 20.</p>
<p>Die Bürde der Favoritin kennt auch Stefanie Megerle sehr gut. Die Heilbronner Kriminalpolizistin ist seit 2006 Mitglied der Nationalmannschaft im Kickboxen und gilt seit Jahren als die beste deutsche Pointfighterin in ihrer Gewichtsklasse – jedoch bis Ende 2024 nur so lange, bis eine große internationale Meisterschaft anstand. „Ich wurde mehrfach Vize-Weltmeisterin und habe dort Jahr für Jahr die Finalkämpfe verloren. Bei Europameisterschaften bin ich meist gleich in der ersten Runde rausgeflogen. Ich bin verzweifelt, weil es bei den Saisonhöhepunkten einfach nicht klappen wollte. Besonders hat mich unter Druck gesetzt, wenn mir die Leute gut zugeredet haben: ‚Jetzt aber, Steffi, gell, diesmal klappt es‘ – das war absolut keine Hilfe“, verdreht sie die Augen.<br />
Der Gamechanger war ein Gespräch mit ihrem Freund, einem Kickboxer aus Schottland. „Er hat mir von Gesprächen mit meinen Gegnerinnen berichtet, die allesamt Angst davor hatten, gegen mich zu kämpfen. Das war mir bis dahin nicht bewusst. Seither habe ich es mit mentalem Training geschafft, das zu drehen. Ich konnte 2024 erstmals das EM-Finale erreichen und direkt den Titel holen. Und jetzt habe ich bei den World Games nur um Haaresbreite Gold verpasst.“</p>
<h4>Schockierendes aus den USA</h4>
<p>Yannik Gerland verbrachte insgesamt sechs Jahre mit Sportstipendien an US-amerikanischen Universitäten. „Der Sport hat dort einen ganz anderen Stellenwert, und mit einem Stipendium wird dir jeder Wunsch von den Augen abgelesen. Drei Viertel der Unis sind besser ausgestattet als die Olympiastützpunkte in Deutschland. Der Erfolgsdruck ist aber gleichzeitig auch enorm, und wenn du nicht performst, verlierst du dein Stipendium – so ging es mir auch“, berichtet der ehemalige Hindernisläufer. „Auch das Thema Mental Health wird dort sehr groß geschrieben und jede Uni hat mehrere Psychologen. Das Problem ist aber, dass die Hemmschwelle, dieses Angebot zu nutzen, zu groß ist. So kommt es, dass sich an jeder Uni pro Jahr fünf bis zehn Leute das Leben nehmen. Das darf eigentlich nicht sein.“</p>
<h4>Fazit</h4>
<p>Egal in welcher Sportart, egal auf welchem sportlichen Level – die Gesprächsrunde hat uns gezeigt: Hinter fast jedem Namen und Erfolg stehen auch dunkle Momente, die es ernstzunehmen gilt. Dies ist im Sport gottseidank inzwischen auch angekommen, wie Petra Dallmann weiß: „Bei meinem Karriereende 2009 gab es noch keinen einzigen Sportpsychiater in Deutschland. Jetzt sind wir ein Netzwerk von rund 50 Kollegen. Das ist noch nicht genug, aber es geht voran.“<br />
Mit ihrer Arbeit an der Libermenta Klinik und mit „Athletes in Mind“ leistet sie aktiv einen großen Beitrag dazu.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><em>Martin Jiranek (Mitte, Sportlicher Leiter des Eishockey-Oberligisten Heilbronner Falken) sagt: „Die besten Trainer müssen gleichzeitig auch Mentaltrainer sein.“</em></div>
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			</div>
				
				
				
				
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<div class="et_pb_text_inner">
<h3>Athletes-In-Mind.de – Seelische Gesundheit im Leistungssport</h3>
</div>
</div>
<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_20  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
<div class="et_pb_text_inner">
<p><strong>Seit Dezember 2021 ist die Website <a href="https://www.athletes-in-mind.de/" target="_blank" rel="nofollow noopener">www.athletes-in-mind.de</a> online, eine Anlaufstelle für Sportlerinnen und Sportler, die Interesse an psychischer Gesundheit im Leistungssport und/oder einen Bedarf an sportpsychiatrischer und psychotherapeutischer Hilfe haben.</strong></p>
<p>Intuitiv und medial vermittelt, verbindet man mit Spitzensportlern meist das Bild eines leistungsstarken, widerstandsfähigen und mental starken Menschen.</p>
<p>Dieses Bild beginnt sich langsam zu wandeln und facettenreicher zu werden – nicht zuletzt auch aufgrund von Sportlern wie Michael Phelps, Lindsey Vonn, Naomi Osaka und Simone Biles und auch zunehmend mehr deutschen Fußballspielern, die mutig über ihre seelischen Belastungen sprechen, sowie der Aufklärungsarbeit von Institutionen wie der Robert-Enke-Stiftung.</p>
<p>Im Leistungssport steht meist das Physische im Vordergrund. Trainer, Physiotherapeuten, Leistungswissenschaftler und Sportmediziner arbeiten daran, die Leistungsfähigkeit des Körpers zu verbessern, ihn gesund zu halten und Erkrankungen zu heilen.<br />
Dementsprechend liegt ein hohes Verständnis für die körperlichen Anforderungen und Belastungen vor. Im Gegensatz dazu ist allerdings das Bewusstsein für die mit dem Leistungssport einhergehenden seelischen Belastungen weniger verbreitet: Beispielsweise die zunehmende Professionalisierung und Medialisierung, sowie Risikosituationen wie Verletzungen, Karriereende oder die Anforderungen an Gewicht und Aussehen.</p>
</div>
</div></div>
			</div>
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				<div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_12">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1920" src="https://sportheilbronn-magazin.de/wp-content/uploads/2025/11/Mental-Health-Petra-Dallmann-e1762271678537.jpg" alt="" title="Mental-Health---Petra-Dallmann" srcset="https://sportheilbronn-magazin.de/wp-content/uploads/2025/11/Mental-Health-Petra-Dallmann-e1762271678537.jpg 1920w, https://sportheilbronn-magazin.de/wp-content/uploads/2025/11/Mental-Health-Petra-Dallmann-e1762271678537-1280x720.jpg 1280w, https://sportheilbronn-magazin.de/wp-content/uploads/2025/11/Mental-Health-Petra-Dallmann-e1762271678537-980x551.jpg 980w, https://sportheilbronn-magazin.de/wp-content/uploads/2025/11/Mental-Health-Petra-Dallmann-e1762271678537-480x270.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1920px, 100vw" class="wp-image-16185" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><em>Dr. Petra Dallmann</em></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_10">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_2_3 et_pb_column_21  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner">Zudem wird immer wieder deutlich, dass viele Sportler aus Unwissenheit oder Angst vor Stigmatisierung und unangenehmen Konsequenzen ihre Probleme eher verdrängen, verheimlichen oder zu spät professionelle Hilfe suchen – teils mit fatalen Folgen.</p>
<p>Athletes in Mind möchte aufklären, unkompliziert unterstützen und bisherige Angebote verknüpfen. Die Webseite soll:</p>
<ul>
<li>eine Informationsquelle zum Thema psychische Gesundheit, psychische Probleme und psychische Erkrankungen darstellen.<br />
Präventionsstrategien vorstellen.</li>
<li>Wege zu Unterstützungsangeboten aufzeigen.</li>
<li>entstigmatisieren und ermutigen durch Erfahrungsberichte von Sportlern, die über ihre schwierigen Lebensphasen und den Umgang damit berichten.</li>
<li>kostenlos und individuell über passende Hilfsangebote informieren und bei Bedarf auch anonym dabei helfen, Kontakt zu Sportpsychiatern und Sportpsychotherapeuten herzustellen.</li>
</ul>
<p>Athletes-in-mind.de wurde von den ehemaligen Leistungssportlerinnen Dr. Petra Dallmann und Dr. Brit Wilsdorf ins Leben gerufen.</div>
			</div>
			</div><div class="et_pb_column et_pb_column_1_3 et_pb_column_22  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_13">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="232" height="229" src="https://sportheilbronn-magazin.de/wp-content/uploads/2025/11/QR-Code-Mentale-Gesundheit.png" alt="" title="QR Code - Mentale Gesundheit" class="wp-image-16202" /></span>
			</div>
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		<title>Selbstbestimmte Motivation &#8211; Eine &#8222;zarte Pflanze&#8220;</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/selbstbestimmte-motivation-eine-zarte-pflanze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. Dirk Schwarzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Feb 2022 16:25:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 23]]></category>
		<category><![CDATA[Sportpsychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Kürzlich rief mich ein Freund an: er habe seinen Schlüssel in der Wohnung vergessen und sich selbst ausgesperrt, ob ich vorbeikommen könne, um ihm zu helfen (es war sehr kalt an diesem Tag und ich habe einen Ersatzschlüssel). Selbstverständlich habe ich die 30-minütige Fahrt auf mich genommen, um ihm aus der Patsche zu helfen. Als wir uns vor Ort verabschiedeten, gab er mir eine Flasche seines teuersten Rotweins. Auf der Rückfahrt stellte ich mir dann folgende Fragen: Ist mein Freundschaftsdienst durch die Gabe dieser teuren Flasche entwertet worden? Welche Auswirkung auf meine Motivation hätte es, wenn er mir bereits vor dem Entschluss, ihm zu helfen, angekündigt hätte, mir (dann) eine Flasche Wein geben zu wollen? </strong></em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Motivation ist die Frage nach dem „Warum“ und dem „Wozu“ eines Verhaltens. Es geht um die Klärung der Beweggründe und der Ziele, die wir als attraktiv erachten. Warum entscheiden wir uns gegen die Kneipentour mit unseren Freunden und für die harte Trainingseinheit am Abend? Warum engagieren wir uns im Ehrenamt? Wozu möchten viele Freizeitsportler in einen sportlichen Wettbewerb treten und belassen es nicht bei der einsamen Jogging-Runde am Abend? Welche Anreize bieten Trendsportarten gegenüber etablierten Sportarten mit normiertem Regelwerk?</p>
<p>Motivation entsteht in aller Regel dann, wenn unsere persönlichen Bedürfnisse auf Gelegenheiten mit hohem Aufforderungscharakter treffen. So dürfte es zu einem Motivationszuwachs kommen, wenn eine ambitionierte Athletin mit einem starken Leistungsmotiv eine Einladung zu einem A-Länderspiel erhält. Auch die Wahl in die Vorstandschaft eines Sportvereins dürfte einen Ehrenamtlichen positiv bewegen, da er sein Organisationstalent und seine Erfahrungen für das Wohl der Vereinsmitglieder wird einsetzen können. Die Bedürfnisse – auch Motive genannt – sind in den beiden Beispielen ganz unterschiedlich, letztlich resultiert eine wirksame Motivation, die wiederum mit guten Leistungen, Zufriedenheit und Wohlbefinden in Zusammenhang steht.</p>
<p>Neben der reinen Menge an Motivation (viel oder wenig) sollte auch die Art der Motivation betrachtet werden. Wenn wir etwas tun, weil wir eine Bestrafung befürchten oder weil eine Belohnung in Aussicht steht, so spricht man von extrinsischer Motivation. Der Anreiz liegt in den erstre-benswerten Folgen einer Tätigkeit. Beispiele wären Bonuszahlungen in der Wirtschaft, die zu erwartende Nominierung für den Kader des Bundesliga-Teams oder das ersehnte Lob der Eltern nach einem wichtigen Sieg. Intrinsische Motivation liegt vor, wenn der Reiz oder der Sinn in der Sache selbst liegt: Der Flow bei einer Tiefschnell-Abfahrt, die Neugier bei der Entdeckung einer neuen Fahrradroute oder die Freude daran, jungen Menschen bei der Entfaltung ihrer Talente zu unterstützen (oder einem Freund aus einer Notlage zu helfen).</p>
<p>In älteren Studien der Motivationspsychologie ging man davon aus, dass intrinsische und extrinsische Motivation Gegenspieler seien: entweder wir sind durch die Freude und den Sinn einer Tätigkeit motiviert oder durch die Folgen, die aus einer Tätigkeit resultieren. Heute sieht man diese beiden Motivationsarten eher als sich ergänzend. Beispielsweise gehen wir (hoffentlich) gerne zur Arbeit, obwohl wir dafür entlohnt werden. Auch kann es zu einer Umwandlung von extrinsischer zu intrinsischer Motivation kommen: Wir schließen uns einer Gesundheitssport-Gruppe an und gehen zweimal pro Woche eine Stunde Walken. Der Arzt hat uns dieses Bewegungsprogramm aufgrund unserer hohen Blutdruckwerte verordnet. Anfangs fällt uns das wöchentliche Walken sehr schwer, wir tun es eben, weil es der Arzt gesagt hat und wir uns eine positive Veränderung unseres Gesundheitszustandes erhoffen. Mit der Zeit geht die ursprüngliche extrinsische in eine intrinsische Motivation über, letztlich müssen wir uns nicht mehr aufraffen und die regelmäßige Bewegung in einer Gruppe mit Gleichgesinnten bereitet uns plötzlich Freude.</p>
<p>Wie wir festgestellt haben, können sich beide Motivationsarten ergänzen. Allerdings können sie sich auch verdrängen. In der Psychologie wird dieses Phänomen „Motivationsverdrängung“ oder „Korrumpierungseffekt“ genannt. Wenn Menschen etwas aus eigenem Antrieb und gerne tun, dann kann unter Umständen eine Belohnung zu einem Motivationsverlust führen. Intrinsische Motivation, so der Psychologe Stefan Güntert (2017, S. 6), sei eine «zarte Pflanze», die sehr sensibel auf Manipulationsversuche reagiere. In zahlreichen Studien konnte belegt werden, dass Belohnungen (monetäre Anreize, Preise, Auszeichnungen etc.), die zwar gut gemeint sein mögen, intrinsische Motivation untergraben können, wenn sie von der belohnten Person in einer gewissen Art als kontrollierend und fremdbestimmt erlebt werden (wir erinnern uns an die anfangs erzählte Geschichte).</p>
<p>Im Grunde sind es drei zentrale psychologische Bedürfnisse, die für unsere intrinsische Motivation eine zentrale Rolle spielen: Wir möchten uns wirkmächtig und kompetent erleben (Kompetenz), darüber hinaus ist die Verbundenheit mit anderen Menschen ein starker Motivator (soziale Eingebundenheit), und schließlich drängt es uns nach selbstbestimmtem Handeln, bei dem wir in Einklang mit unseren Interessen, Stärken und Werten, frei von äußeren Zwängen unseren Aufgaben nachgehen können (Autonomie).</p>
<p>Die Befriedigung dieser drei Bedürfnisse ist der Schlüssel zu selbstbestimmter Motivation, auch in Sportorganisationen. Gerade im Umgang mit Freiwilligen im Ehrenamt dürfte eine kritische Diskussion zur Motivationsförderung entlang dieser drei Motive vielversprechende Ansätze liefern. Eine vereinsinterne Anerkennungs- und Wertschätzungskultur steht nicht im Widerspruch zur Motivationsverdrängung, sofern bei den ehrenamtlich Tätigen nicht das belastende Gefühl der Verpflichtung resultiert. Im Kern geht es um die Sinnhaftigkeit ehrenamtlichen Engagements: das Leben anderer Menschen wird bedeutsam beeinflusst, eine Orientierung am Gemeinwohl. Dies darf gerne durch informatives Feedback transparent gemacht werden, und zwar vor allem von den „Empfängern“ dieser Leistungen, nämlich den Vereinsmitgliedern.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Literatur<br />Dobelli, R. (2012). Die Kunst des klugen Handelns. 52 Irrwege, die Sie besser anderen überlassen. München, Carl Hanser Verlag<br />Güntert, S. T. (2015). Selbstbestimmung in der Freiwilligenarbeit. In T. Wehner &amp; S. T. Güntert (Eds.), Psychologie der Freiwilligenarbeit – Motivation, Gestaltung und Organisation (pp. 77-93). Heidelberg: Springer Verlag.</p></div>
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		<title>Die Rolle der Sportpsychologie bei Sportverletzungen</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/die-rolle-der-sportpsychologie-bei-sportverletzungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. Dirk Schwarzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Aug 2021 13:02:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 21]]></category>
		<category><![CDATA[Sportpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Sportverletzung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Eine Sportverletzung ist eine unerwünschte Nebenwirkung des Sporttreibens. Laut Techniker Krankenkasse verletzen sich jährlich rund zwei Millionen Menschen beim Sport. Es darf vermutet werden, dass durch den höheren Anteil sportabstinenter Kinder und Jugendlicher während der Pandemie und eine dadurch verschlechterte Körperwahrnehmung die Verletzungsinzidenzen gerade im Schulsport ansteigen werden.</strong></em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Prof. Dr. Dirk Schwarzer </strong></p>
<p>Studiengangsleiter BWL-Dienstleistungsmanagement / Sportmanagement an der DHBW Heilbronn. Sportpsychologische Beratung und Betreuung von Leistungs- und Spitzensportlern. Mitglied der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie in Deutschland (asp). Mietglied im Lehr-Team des Deutschen Tennisbundes e.V. Sportlicher Leiter beim Tennis-Weltranglistenturnier INTERSPORT Heilbronn-Open von 2005-2014.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>In Sportarten wie Fußball, Handball oder dem alpinen Skifahren ist das Phänomen Sportverletzung (entstanden entweder durch Überlastungen oder Traumata; am häufigsten betroffen sind die unteren Extremitäten) eine fast alltägliche Begleiterscheinung, die auch aus sportpsychologischer Perspektive betrachtet werden kann. Vor allem dann, wenn die eigene wirtschaftliche Existenz bedroht ist, können Verletzungsereignisse bei Athletinnen und Athleten heftige Krisen auslösen.</p>
<p>Solche Krisen durchleben jedoch nicht nur Profisportler. Auch (über-)ambitionierte Freizeitsportler, deren Selbstwertgefühl, Identität und soziale Anerkennung fast ausschließlich von ihren sportlichen Leistungen abhängen, tun sich in verletzungserzwungenen Trainings- und Wettkampfpausen oft schwer, Sinn in außersportlichen Feldern zu finden. Der Alltag hat seinen Rhythmus verloren, die Lebensbalance ist durch das fehlende, bislang haltgebende Training plötzlich ins Wanken geraten. Negative psychische Reaktionen wie Depressionen, erhöhte Ängstlichkeit, Grübeln, Gefühle von Ärger und Wut sowie ein schwaches Selbstbewusstsein sind Auswirkungen, die in Studien nachgewiesen wurden (Wiese-Bjørnstal et al. 1998). Auf physiologischer Ebene konnten erhöhte Werte von Stresshormonen festgestellt werden.</p>
<p>Die stärksten negativen Emotionen treten in aller Regel unmittelbar nach einer akuten Verletzung auf und lassen dann im Verlaufe der Rehabilitation – vor allem wenn sie erfolgreich verläuft – nach. Neben den negativen Folgen können in sehr seltenen Fällen auch positive Reaktionen festgestellt werden: Eine Verletzungszeit kann vorübergehend als Auszeit vom täglichen Leistungsdruck wahrgenommen werden, das gedankliche Durchspielen alternativer Lebensentwürfe für die nachsportliche Karriere wird nun möglich, gerade bei älteren Athletinnen und Athleten, die ihren Leistungszenit bereits überschritten haben. In Ausnahmefällen kann ein subjektiver Gewinn auch aus der stärkeren Aufmerksamkeit und Zuwendung aus dem persönlichen Umfeld resultieren (Hermann/Eberspächer 1994). Jedoch, um es nochmals zu betonen: Positive psychische Reaktionen auf Sportverletzungen sind die Ausnahme, nicht die Regel.</p>
<p>Wie schwer eine mentale Belastungsreaktion ausfällt, ist individuell unterschiedlich und hängt von vielen Faktoren ab. Vor allem Art und Schweregrad der Verletzung beeinflussen die emotionalen Zustände nach einer Verletzung. Zum Beispiel ist ein Kreuzbandriss mit Rehabilitationszeiten von ca. sechs bis 12 Monaten zumeist mit erheblichen mentalen Anpassungsleistungen verbunden. Ebenso das Alter, die Verletzungsvorerfahrungen, Persönlichkeitsmerkmale wie Optimismus und Selbstwirksamkeitserwartung oder der Saisonzeitpunkt beeinflussen die psychischen Auswirkungen der Athletinnen und Athleten nach Sportverletzungen. Wichtig ist darüber hinaus das soziale Umfeld, sowohl bei der Verletzungsprävention als auch bei der Bewältigung der Verletzungsfolgen. Es gibt Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Verletzungsraten und dem Führungsstil von Trainerinnen und Trainern, auch die Kommunikation der medizinischen Abteilung mit dem Head Coach scheint relevant zu sein (Ekstrand et al. 2018 u. 2019).</p>
<p>Methoden der angewandten Sportpsychologie können Athletinnen und Athleten dabei helfen, eine emotional belastende Verletzungszeit „gut“ zu überstehen und – möglichst rasch, aber mit gebotener Vorsicht – zu voller Leistungsfähigkeit zurückzufinden. Unterschiedliche Ansätze ergeben sich in der Akutphase, der eigentlichen Rehabilitation, dem Trainingseinstieg und in der Wettkampfvorbereitungsphase.</p>
<p>Ein wichtiges Anliegen ist es, Sportlerinnen und Sportlern eine aktive Rolle zuzuweisen, in der das Gefühl entstehen kann, den Heilungsverlauf durch eigenes Zutun positiv beeinflussen zu können. Dies ist deshalb so wichtig, da man sich zunächst passiv den medizinischen Interventionen hingeben muss (Untersuchungen, Operation etc.), was häufig als Kontrollverlust empfunden wird.</p>
<p>Mit der Erfahrung, Verbesserungen ein Stück weit selbst in der Hand zu haben, steigt häufig auch der Glaube an eine baldige Genesung. Neben der psychologisch-emotionalen Begleitung verletzter Athletinnen und Athleten können bestimmte mentale Trainingsansätze eine unterstützende Rolle spielen:</p>
<ul>
<li>Zielsetzung, Aufgabenverteilung und Selbstwirksamkeitstraining: Förderung der Bereitschaft der Athletinnen und Athleten zur aktiven Mitwirkung (Compliance) in der Rehabilitation. Stärkung der Selbstwirksamkeit: „Wieviel kann ich mir zutrauen, was kann ich schon leisten?“.</li>
<li>Entspannungs- und Akzeptanztraining zur Stärkung der Gelassenheit und Geduld, z.B. über das Training bewusster Atmung (slow-paced breathing).</li>
<li>Aufbau förderlicher Selbstgespräche (positive self-talk), indem sorgenvolles Grübeln gestoppt und durch das Einüben positiver Gedanken eine zuversichtliche Haltung gestärkt werden kann („Heute noch diese Übung, dann bin ich wieder einen kleinen Schritt weiter. Es geht aufwärts, ich werde den Anschluss schaffen“).</li>
<li>Vorstellungstraining, Imagination des Heilungsverlaufs (healing imagery). Bei diesem Verfahren stellt man sich den Heilungsverlauf gedanklich vor, z.B. wie ein Muskel im Verlauf der Reha allmählich stärker wird oder ein gerissenes Band wieder zusammenwächst. Auch in der Krebstherapie ist diese Intervention erprobt worden (etwa durch die Vorstellung über das Absterben von Krebszellen; Klein 2001). Allerdings müssen die Vorstellungen in gewissem Maße der Realität entsprechen, sie sollten zudem möglichst detailliert sein. Beim Eintritt in die Trainingsphase können auch Bewegungsvorstellungen gezielt trainiert werden (z.B. eine tiefe Kniebeuge zu machen oder einen Sprungwurf im Handball anzusetzen).</li>
</ul>
<p>Sportpsychologische Verfahren haben sich in empirischen Studien als wirksam erwiesen. So ist bestätigt, dass – im Vergleich zu Kontrollgruppen, die lediglich die übliche medizinische/physiotherapeutische Behandlung erhalten – durch die zusätzliche Behandlung mit psycholo-gischen Verfahren signifikante Verbesserungen im Rehabilitationsprozess zu verzeichnen sind (Alfermann/Stoll 2010).</p>
<p>Bestenfalls gibt es eine enge Zusammenarbeit bei der Umsetzung medizinischer, physiotherapeutischer, psychologischer und athletischer Maßnahmen. Dieser ganzheitliche Ansatz orientiert sich an einem Menschenbild, das uns als bio-psychosoziale Wesen begreift. Wir sind mehr als nur der stoffliche Körper, Verletzungen sind auch mental und sozial relevant. Die Konsequenz aus dieser Sichtweise lässt sich treffend mit der Forderung der Autoren Weiss &amp; Troxel (1986) unterstreichen: „Treat the person, not just the injury”.</p>
<p>Literaturtipps: </p>
<ul>
<li>Hermann, H.-D./Eberspächer, H. (1994). Psychologisches Aufbautraining nach Sportverletzungen. München, BLV Verlag.</li>
<li>Heiss, Chr./Staufenbiel, K. (2019). Sportpsychologisches Verletzungsmanagement. In: Staufenbiel, K./Liesenfeld, M./Lobinger, B. (Hrsg.). Angewandte Sportpsychologie für den Leistungssport. Göttingen, Hogrefe Verlag, S. 292-306.</li>
<li>Seemüller, J. (2021). Am Limit – Wie Sportstars Krisen meistern. Mit einem Interview mit Valentin Z. Markser. Berlin, Heidelberg, Springer-Verlag.</li>
</ul></div>
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			</div></p>
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		<item>
		<title>Schwere Verletzungen bei Sportlern: Erstaunlich, wieviel der Kopf ausmacht</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/schwere-verletzungen-bei-sportlern-erstaunlich-wieviel-der-kopf-ausmacht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ralf Scherlinzky]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Aug 2021 12:49:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 21]]></category>
		<category><![CDATA[Boxen]]></category>
		<category><![CDATA[Eishockey]]></category>
		<category><![CDATA[Fechten]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Mentalcoaching]]></category>
		<category><![CDATA[Motocross]]></category>
		<category><![CDATA[Physiotherapie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Was geht in Sportler*innen vor, wenn ihre sportlichen Karrieren durch schwere Verletzungen und Krankheiten für längere Zeit zum Erliegen kommen? Dieser Frage wollten wir auf den Grund gehen und haben einige Athlet*innen aus der Region eingeladen, damit sie uns ihre Leidensgeschichten berichten. Die Resonanz auf die Einladung war enorm: Im Beisein von Sportorthopäde Dr. Boris Brand und Mentalcoach Frank Isola haben wir uns im Heilbronner Volksgarten mit neun Leistungssportler*innen im Alter von 17 bis 43 Jahren getroffen, die allesamt mit komplett unterschiedlichen Verletzungs- bzw. Krankheitsverläufen zu kämpfen hatten bzw. noch haben. Über drei Stunden lang erzählten die Teilnehmer*innen ihre Geschichten und diskutierten – und schnell wurde klar: Neben der physischen Verletzung spielt die Psyche mindestens eine ebenso große Rolle, und die mentale Aufarbeitung ist teils auch Jahre nach der Verletzung noch nicht abgeschlossen. Alle Teilnehmer*innen der Gesprächsrunde waren geimpft, genesen oder getestet und wir hatten zur Sicherheit auch noch zwei Luftreiniger im Raum aufgestellt. </strong></em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Christine Weber</h2></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Fechterin vom FC Würth Künzelsau, 17 Jahre, nicht diagnostizierte Knieschmerzen seit acht Jahren</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Aydin Cengiz</h2></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Ehem. Fußballspieler der SU Neckarsulm, 40 Jahre, Karriereende wegen Bandscheibenvorwölbung</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Kastriot Sopa</h2></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Profiboxer vom SV Heilbronn a.L.,<br />28 Jahre, kollabierte Lunge 2016, Covid-Erkrankung 2020</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Hakan Tosun</h2></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Angehender Profiboxer vom SV Heilbronn a.L., 27 Jahre, tägliche Bauchkrämpfe seit Anfang 2021</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Bera Wierhake</h2></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Transplantierten-Leichtathletin der TSG Öhringen, 20 Jahre, Lebertransplantation</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Marc St. Jean</h2></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Ehem. Eishockeyprofi bei Heilbronner Falken, 43 Jahre, Karriereende nach Schädel-Hirn-Trauma</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Martin Lanig </h2></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Ehem. Fußballprofi, u.a. beim VfB Stuttgart, 37 Jahre, 2010 Comeback nach Kreuzbandriss</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Jasmin Jakob </h2></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Ringerin der RED DEVILS Heilbronn, 18 Jahre, langwierige Entzündung und Reizung im Fußgelenk</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Carmen Allinger</h2></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Motocrossfahrerin beim MTC Flehingen (vorher MCC Frankenbach), Wirbelbruch 2017, Comeback 2018</p></div>
			</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>„Ich habe seit acht Jahren Knieschmerzen. Es gab nie einen Auslöser, sie waren irgendwann einfach da und sind nicht mehr weggegangen“, berichtet Christine Weber. Seither pendelt die Fechterin vom FC Würth Künzelsau gemeinsam mit ihrem Trainer Julian Bielenberg von Arzt zu Arzt, von Physiotherapeut zu Physiotherapeut – ohne Erfolg, denn diese eine Diagnose, auf die die 17-Jährige immer gehofft hatte, kam bei allen Röntgenbildern und MRTs nicht heraus. Mehr als die Feststellung, dass ihr Becken etwas schief steht, gibt es nicht. „Die Schmerzen sind auch nicht ständig da. An einem Tag kann ich ein Turnier durchfechten oder einen Coopertest absolvieren, am anderen Tag kann ich weder spazierengehen noch Treppen steigen“, berichtet Christine Weber, die zu den Top-Talenten im deutschen Fechtsport zählt. „Da ich aber weiß, dass im Knie nichts kaputt ist, halten mich die Knieschmerzen nicht vom Fechten ab und ich versuche, so weit es geht vollen Einsatz zu bringen.“</p>
<p>Anfangs sei von Wachstumsproblemen die Rede gewesen, erinnert sich Julian Bielenberg. „Mit 17 Jahren befindet Christine sich jetzt aber nicht mehr im Wachstum – also kann es daran nicht liegen. Wir wissen inzwischen echt nicht mehr weiter. Das Knie und eigentlich ihr ganzer Körper sind überdiagnostiziert.“</p>
<p>Boris Brand, Sportorthopäde und Chirurg beim MediCross Zentrum in Neckarsulm, hatte im Vorfeld des Gesprächs die Befunde der letzten Jahre gelesen: „Christines Knie ist ein Paradebeispiel dafür, dass strukturell nichts kaputt ist, aber im Zusammenspiel mit anderen Faktoren etwas nicht passt. Hier den Schlüssel zu finden, ist enorm schwierig. Wenn man über so lange Zeit Schmerzen hat, können sie auch chronifizieren. Da ist die Ursache schon lange weg, aber der Schmerz bleibt.“</p>
<p>„Solche Phantomschmerzen können vom Kopf hervorgerufen werden, um den Körper vor möglichem Schaden zu bewahren“, bestätigt auch Frank Isola. Der Mentalcoach aus Pforzheim vermutet eine emotionale Blockade bei der jungen Sportlerin – eine Spur, die Christine Weber und Julian Bielenberg bislang noch nicht verfolgt hatten.</p>
<p>Eine klare Diagnose hatte dagegen Aydin Cengiz bekommen. Der ehemalige Fußballspieler der Sport-Union Neckarsulm musste 2010 aufgrund einer Bandscheibenvorwölbung die Fußballschuhe an den Nagel hängen. „Eine Bandscheibenvorwölbung haben bestimmt 50 Prozent der Leute, die hier mit uns am Tisch sitzen“, weiß Boris Brand. „Das ist kein Grund, um keinen Sport mehr treiben zu können. Auch bei Aydin scheinen wieder mehrere Faktoren zusammengespielt zu haben, denen niemand auf den Grund gekommen ist. Ein Bandscheibenvorfall wurde nie festgestellt.“</p>
<p>Ein Jahr hatte Aydin Cengiz um sein Comeback gekämpft. „Dann war klar, das bringt nichts mehr. Die Schmerzen waren zu stark und ich musste mit 30 Jahren aufhören. Auch heute habe ich im Alltag nochProbleme, wenn ich meinen Körper belaste“, so der 40-Jährige.</p>
<p>Einen ganz tiefen gesundheitlichen Einschnitt musste Kastriot Sopa hinnehmen. Der Boxer vom SV Heilbronn am Leinbach war 2016 bei der Vorbereitung auf die Olympia-Qualifikation trotz einer Lungenentzündung ins Trainingslager nach Kasachstan geflogen – auf Druck der Nationalmannschaft und gegen den Rat der Ärzte, wie er erzählt. „Nachdem ich wieder zuhause war, habe ich nach dem Training kaum noch Luft bekommen, hatte einen schlimmen Reizhusten und starke Schmerzen im Rücken“, erinnert sich der 28-Jährige. In der Notaufnahme der Klinik in Heidelberg wurde wegen eines Verdachts auf Herzinfarkt ein Ultraschall vom Herzen gemacht, aber zur Sicherheit auch ein Röntgenbild der Lunge. „Ein paar Minuten später sagten mir die Ärzte, dass ich einen Pneumothorax habe und sofort operiert werden muss. Zwischen meiner Lunge und der Brustwand hatte sich Luft angesammelt und dafür gesorgt, dass meine Lunge in sich zusammenfiel. Ich war bei der Operation nicht komplett narkotisiert und habe alles live mitbekommen – das war sehr beängstigend.“</p>
<p>Nach der erfolgreichen Operation, berichtet „Kasi“ Sopa weiter, habe ihm ein Arzt bestätigt, dass er am nächsten Morgen nicht mehr aufgewacht wäre, hätte ihn seine Physiotherapeutin Eleni Coskina („Sie war mein Schutzengel“) an diesem Abend nicht in die Notaufnahme gefahren. Doch die Leidenszeit des Halbweltergewichtlers war damit noch nicht beendet: „Nach der verpassten Olympiachance 2016 wollte ich 2020 nochmal angreifen. Ich war Deutscher Meister und in meiner Gewichtsklasse ungeschlagen. Wieder ging es nach Kasachstan ins Trainingslager. Dort fühlte ich mich von Tag zu Tag schlechter und hatte über längere Zeit sehr hohe Pulswerte. Wenige Wochen vor Olympia lag ich schließlich für sechs Wochen im Bett und es ging mir sehr schlecht. Das war in der Zeit, als die Corona-Pandemie aufkam. Heute weiß ich, dass ich mich infiziert hatte und mir eine Covid-Erkrankung meine zweite Chance auf eine Olympia-Qualifikation genommen hatte.“</p>
<p>An Frank Isola gerichtet fragt Kastriot Sopa, der seit 2021 Profiboxer ist: „Wie kann ich den Pneumothorax und die ganze Situation drumherum auch fünf Jahre später noch aufarbeiten?“</p>
<p>Der Mentalcoach erklärt, dass er mit der sogenannten Wingwave-Methode an die traumatischen Erlebnisse herangehen würde: „Ich würde dich die Situationen mit all ihren Emotionen nochmal durchleben lassen und mittels eines Muskeltests herausfinden, wodurch dieser Stress genau ausgelöst wird. Du bildest zwischen Daumen und Zeigefinger einen festen Muskelring, hältst ihn mit maximaler Kraft. Ich versuche den Ring aufzubekommen. Gelingt mir das bei einem bestimmten Thema, ist dieses noch mit mentalem oder emotionalem Stress verbunden. Wir Wingwave-Coaches nutzen diesen Test als „Kompass“ im Coaching-Prozess.</p>
<p>Dann würde ich die Situation auflösen, indem ich vor deinen Augen durch Winken REM-Phasen erzeuge, in denen wir normalerweise im Schlaf unsere Erlebnisse des Tages auf ganz natürliche Art und Weise aufarbeiten. Du würdest merken, dass das Thema leichter wird und die belastenden Gedanken nachlassen. Anschließend wird erneut mittels Muskeltest überprüft, ob das Thema verarbeitet ist. Kannst du den Ring halten, bedeutet dies, dass das Thema aufgearbeitet ist und dich nicht mehr belastet. Ich weiß, das klingt schräg, aber es funktioniert.“</p>
<p>Auch bei Hakan Tosun stößt Frank Isola mit der Beschreibung seines Lösungsansatzes auf großes Interesse. Der 27-Jährige ist – zumindest in der Theorie – ebenso wie Kastriot Sopa Profiboxer. „Ich bin Profi ohne Kampf und arbeite weiterhin als Gruppensprecher bei Audi. Erst musste ich mein Profidebüt aufgrund der Pandemie verschieben, und jetzt habe ich seit einem halben Jahr täglich Bauchkrämpfe. Ich gehe Tag für Tag an meine Grenzen, erreiche durch die Schmerzen aber nicht meine volle Leistungsfähigkeit, zumal ich auch Konzentrationsstörungen habe. Der Grund für die Krämpfe im Magen und Darm ist noch unklar, es scheint aber tatsächlich eine mentale Ursache zu geben. Mentaltraining habe ich bisher noch nicht probiert.“</p>
<p>Eigentlich passe sie thematisch nur indirekt in die Runde der schweren Verletzungen, sagt Bera Wierhake bei ihrer Vorstellung. Die 20-Jährige Öhringerin musste sich als Baby einer Lebertransplantation unterziehen und ist heute sechsfache Weltmeisterin in der Transplantierten-Leichtathletik. Doch die Medikamente, die sie ihr Leben lang einnehmen muss, damit ihr Körper das fremde Organ nicht abstößt, hinterlassen ihre Spuren. „Mein Immunsystem ist relativ schwach und ich bin anfällig für Erkältungen. Wenn ich mich verletze, dauert die Genesung auch wesentlich länger als normal. So bin ich beispielsweise 2019 wegen einer einfachen Adduktorenzerrung ganze acht Monate ausgefallen“, beschreibt die passionierte Läuferin.</p>
<p>2013 wurde bei Bera Wierhake erstmals ein Eisenmangel festgestellt – ein Thema, das bei der Studentin heute mental noch tief sitzt. „Mir ging es damals richtig elend, das Problem wurde aber verharmlost. Erst hieß es, ich solle damit leben oder mit dem Sport aufhören. Dann musste ich über fünf Jahre Eisentabletten schlucken, ohne dass es etwas gebracht hat. Die Werte werden heute immer noch alle paar Monate gecheckt, und sobald sie auch nur ansatzweise schlechter sind, habe ich eine Blockade im Kopf und meine Leistung bricht total ein“, lässt sie die Gesprächsrunde an ihrem Trauma teilhaben – für Frank Isola ein Grund, um den Teilnehmern seine Methode zur Aufarbeitung an Beras Beispiel live zu demonstrieren.</p>
<p>Ob ihre Angst vor der nächsten Untersuchung der Eisenwerte nun wohl geringer oder gar ganz weg ist? „Das war jetzt echt eigenartig, aber ich habe gerade echt gespürt, wie der Druck weniger wird, wenn ich daran denke“, sagt sie erstaunt und verspricht dem Mentalcoach, ihn nach dem kommenden Check beim Arzt anzurufen und ihm von ihren Gefühlen um die Untersuchung herum zu berichten.“</p>
<p>Ganz hart schlug das Schicksal bei Marc St. Jean zu. Im Frühjahr 2011 wurde der schussgewaltige und stets körperbetont spielende Eishockeyprofi innerhalb eines Sekundenbruchteils aus seinem gewohnten Leben gerissen. „Ich wurde während eines DEL2-Spiels eigentlich genauso gecheckt wie schon 500 mal zuvor – doch diesmal schoss ein heller Blitz durch mein rechtes Auge und in meinem Kopf brach sofort die Hölle aus“, erinnert sich der gebürtige Kanadier, den die Heilbronner Falken 2004 erstmals nach Deutschland geholt hatten. „Dieser Moment hat nicht nur mein Leben, sondern auch das Leben meiner Familie auf den Kopf gestellt.“</p>
<p>Kopf- und Nackenschmerzen, Doppelbilder, ständiger Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Lärm- und Lichtempfindlichkeit – Marc St. Jean war zu nichts mehr in der Lage, konnte nur noch im abgedunkelten Zimmer liegen. „Wenn ich auch nur kurz den Müll rausgebracht habe, hat mich das gleich wieder für zwölf Stunden ausgeknockt“, so der 43-Jährige, der heute in Erlenbach wohnt und nach seiner Umschulung bei einem Neckarsulmer IT-Unternehmen arbeitet.</p>
<p>„Wir Sportler sind ja irgendwie darauf programmiert, Schmerzen zu ignorieren. Deshalb hatte ich mich entschieden die Krankheit zu verstecken, als ich das Haus nach einigen Wochen zeitweise wieder verlassen konnte. Das Schlimme daran ist, dass du nach außen normal aussiehst und keiner versteht, wieso es dir von einer Sekunde auf die andere wieder dreckig geht. Bei einer Gesprächsrunde wie heute wäre ich beispielsweise nach 30 Sekunden für die nächsten 24 Stunden wieder flach gelegen. Die Leute sind zu mir gekommen und haben gemeint, ich sehe doch fit aus – wieso ich nicht wieder Eishockey spielen würde. Das kann echt keiner nachvollziehen, der das nicht selbst durchgemacht hat. So etwas wünsche ich nicht mal meinem ärgsten Feind.“</p>
<p>Boris Brand war eine der Bezugspersonen, denen Marc St. Jean während seines langsamen Heilungsprozesses vertraute. „Gehirnerschütterungen haben wir in Deutschland noch nicht wirklich lange auf dem Schirm. Da fehlt aus Unwissenheit oft das Verständnis für die Patienten“, weiß der Sportmediziner. „85 Prozent der Gehirnerschütterungen sind nach zehn Tagen wieder in Ordnung. Marc gehört leider zu den anderen 15 Prozent. Eine komplette Heilung ist bei ihm nicht mehr möglich. Bei Marc ging es von Anfang an nur noch darum, ihm mehr Lebensqualität zu vermitteln.“</p>
<p>Die Tatsache mit 32 Jahren seine Karriere beenden zu müssen, hatte der Verteidiger sofort akzeptiert – im Gegensatz dazu, dass er seine Familie nicht mehr ernähren und den nächsten Schritt in seinem Leben nicht mehr erreichen konnte. Die Akzeptanz für seine Krankheit kam eineinhalb Jahre nach der Verletzung: „Ich war in einer Berliner Klinik und sah Menschen, die hirntot waren und an Maschinen hingen. Da hat es Klick gemacht und ich stellte fest, dass es mich viel schlimmer hätte treffen können. Ich sagte mir, ok, du hast das jetzt und musst einen Weg finden, um vorwärts zu kommen – und sei es in Millimeterschritten.“</p>
<p>Geholfen hat ihm die Rückkehr zum Eishockeysport nach zwei Jahren. Bis zum Ende der Saison 2019/20 stand er in Diensten der Bietigheim Steelers – erst als Assistenztrainer, dann als sportlicher Leiter und am Ende gar als Headcoach des DEL2-Teams. „Eishockey war für mich die beste Therapie der Welt. Wenn ich auf dem Eis stand, waren alle Schmerzen für zwei Stunden vergessen.“</p>
<p>Inzwischen hat Marc St. Jean mit dem Eishockey abgeschlossen, ist mit sich und seiner Krankheit im Reinen und strahlt Zufriedenheit aus. Das erkennt auch Boxer Hakan Tosun an: „Respekt, aus einer solchen Situation rauszukommen und weiterzukämpfen – das ist inspirierend!“</p>
<p>Mehrfach war bei der Gesprächrunde bis zu diesem Zeitpunkt die Aussage zu hören, dass es besser gewesen wäre, einfach einen Kreuzbandriss zu haben. „Klare Diagnose, OP, Reha und nach acht bis neun Monaten bist du wieder der Alte“, meinte zum Beispiel Boris Brand.</p>
<p>Was ein Kreuzbandriss für einen Sportler jedoch bedeuten kann, davon weiß der ehemalige Fußballprofi Martin Lanig zu berichten. „Als Profisportler bist du Verletzungen gewohnt. Ich hatte schon zweimal den Fuß gebrochen, mehrere Rippenbrüche und einen Nasenbeinbruch – aber der Kreuzbandriss hat mir komplett den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich war 24 Jahre alt und beim VfB Stuttgart auf einem richtig guten Weg. Sami Khedira, Thomas Hitzlsperger und ich haben um zwei Plätze gebattelt und ich hatte es tatsächlich geschafft, dass Thomas auf die Tribüne musste und ich spielen durfte. Und genau in diesem Spiel habe ich mir ohne Fremdeinwirkung das Kreuzband gerissen“, berichtet der 37-Jährige, der aus Lauda-Königshofen stammt. Obwohl er vier Wochen nach der Kreuzband-Operation noch ein zweites Mal unters Messer musste, um seinen Meniskus zu fixen, verlief die Rehaphase vorbildlich und Martin Lanig bestritt bereits fünfeinhalb Monate nach der Verletzung sein erstes Spiel bei den VfB-Amateuren.</p>
<p>So weit, so gut. Doch was spielte sich hinter den Kulissen ab? „Ich habe gemerkt, an welchem seidenen Faden die Karriere hängt und wie schnell es vorbei sein kann. Du bist in einem Umfeld, in dem du das größte Auto fährst, die tollsten Mitspieler hast und von den Fans bejubelt wirst. Und dann merkst du von einem Moment auf den anderen, wie hoch die Fallhöhe ist. Der VfB hat für acht Millionen Zrdavko Kuzmanovic aus Italien geholt, um mich zu ersetzen – da war für mich klar, dass ich nach meiner Genesung den Verein wechseln musste, falls meine Karriere tatsächlich weitergeht“, so Martin Lanig, der heute bei Anpfiff ins Leben die Jugendfußballer des FC Union Heilbronn betreut.</p>
<p>Neben dem Physiotherapeuten seines Vertrauens habe auch die Zusammenarbeit mit einem Mentaltrainer entscheidend zu seiner schnellen Genesung beigetragen. Vor allem, als er wieder auf dem Platz zurück war, sei die mentale Stärke wichtig gewesen: „Anfangs musste ich in Zweikämpfen an die Verletzung denken, doch dann habe ich bewusst ein paar extreme Situationen herauf provoziert, um zu sehen, ob das Knie hält. Es hielt, und ich konnte noch sieben Jahre weiter als Profi spielen, auch wenn ich nicht mehr ganz das Level von vor der Verletzung erreicht habe. Für mein Leben habe ich dabei sehr viel gelernt.“</p>
<p>Schmerzen im Fußgelenk hatten Jasmin Jakob über lange Zeit fast zum Verzweifeln gebracht. „Als die Schmerzen aufgetaucht waren, habe ich anfangs aus Ehrgeiz den Fehler gemacht, dass ich nicht auf meinen Körper gehört und einfach weitergemacht habe“, gesteht die Ringerin der RED DEVILS Heilbronn. „Nach langer Suche wurde eine Sehnenreizung und Entzündung festgestellt. Ich hatte auch Handball gespielt und war öfter umgeknickt. Es könnte sein, dass die Schmerzen aufkamen, weil ich nach dem Umknicken nie ein lange Pause gemacht habe.“</p>
<p>Erst mit ihrer Berufung in das Perspektivteam Paris 2024 der Unterländer Sporthilfe ging es mit der 18-Jährigen bergauf. Sie lernte Boris Brand kennen, der sich erinnert: „Jasmin hatte nicht nur Schmerzen im Fuß, sondern war auch psychisch angeknackst. Irgendwann mussten wir sagen, dass es jetzt nicht mehr um sportlichen Erfolg geht, sondern nur noch um ein gesundes Sprunggelenk. Das waren tränenreiche Gespräche, die aber geholfen haben. Das Gelenk wird nie mehr perfekt werden, aber sie kann lernen damit umzugehen.“</p>
<p>Inzwischen ist Jasmin Jakob spotlich wieder voll im Einsatz und sagt: „Mit regelmäßigen Behandlungen beim Physio sowie Krankengymnastik haben wir die Schmerzen im Griff und ich kann endlich wieder ringen.“</p>
<p>Glück im Unglück hatte Motocrossfahrerin Carmen Allinger bei einem Sturz im Jahr 2017, bei dem sie einen gebrochenen sowie vier angebrochene Wirbel davongetragen hatte. „Ich musste die ersten sechs Wochen liegend verbringen und die Ärzte gaben mir Fristen, bis wann ich was nicht machen darf. Daran habe ich mich exakt gehalten. Als mir der Arzt nach acht Wochen das Go gab, dass ich mich wieder bewegen durfte, ging ich erstmal Joggen. Nach exakt drei Monaten saß ich wieder auf dem Motorrad und nach genau sechs Monaten fuhr ich mein erstes Rennen“, erinnert sich die Brackenheimerin. Als sie mitten in ihren Erzählungen emotional wird, erkennt die 23-jährige selbst: „Ich habe das wohl alles immer noch nicht aufgearbeitet, vor allem, weil ich immer noch nicht weiß, wie das damals genau passiert ist.“</p>
<p>Die emotionale Reaktion von Carmen Allinger stieß zum Abschluss der Runde eine rege Diskussion darüber an, dass psychologische Unterstützung im Sport immer noch ein Tabuthema ist. Mit Martin Lanig und Jasmin Jakob nehmen nur zwei der Teilnehmer regelmäßig entsprechende Angebote in Anspruch und Kastriot Sopa gibt zu: „Mir wurde 2016 schon Mentalcoaching angeboten, aber ich habe es damals abgelehnt, weil ich keine Schwäche zeigen wollte.“</p>
<p>Boris Brand trifft zum Abschluss den Nagel auf den Kopf: „Ihr stemmt Eisen wie blöd, schaut auf Ernährung und Regeneration, geht zu Arzt und Physio. Aber die psychologische Betreuung, die das fehlende Puzzlestück zum Erfolg sein kann, blockt ihr ab, weil ihr meint ihr macht euch angreifbar.“</p></div>
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		<title>Das große Bedürfnis nach dem &#8222;Draußensein&#8220;</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/das-grosse-beduerfnis-nach-dem-draussensein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. Dirk Schwarzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2021 11:44:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 19]]></category>
		<category><![CDATA[Sportpsychologie]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Insbesondere die zweite Welle der Corona-Pandemie hat den Sport mit voller Wucht erwischt. Vereine des gemeinnützigen Sportsektors geraten in finanzielle Schieflage und appellieren an die Solidarität ihrer Mitglieder zur Fortführung ihrer Mitgliedschaft. Nach einer Befragung von 20.000 Vereinen kommt die Deutsche Sporthochschule Köln (Vorabauswertung Sportentwicklungsbericht) zu dem Schluss, jeder zweite Verein erwarte in den nächsten zwölf Monaten eine existenzbedrohende Lage. Finanzielle Probleme dürften sich verschärfen, wenn hohe Personal- und Mietkosten zu bewältigen sind. Sport im Verein ist dann am schönsten, wenn man ihn gemeinsam erleben darf, doch den Vereinen bleibt zur Überbrückung des Corona-Lockdowns „nur“ das (manchmal sehr kreativ umgesetzte) Angebot von Online-Kursen.</strong></em></p>
<p>Foto: Amelie Kühne/ Guido Colombetti Deutscher Alpenverein</p></div>
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						<h4 class="et_pb_module_header"><span>Autor: </span></h4>
						
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Auch kommerzielle Unternehmen der Sportwirtschaft, beispielsweise Fitnessstudios und Unternehmen des Sporttourismus, bangen um ihre Existenz und hoffen auf die finanzielle Unterstützung durch die Politik. Der stationäre Sportfachhandel steckt tief im Krisenmodus: erhebliche Umsatzrückgänge im Offline-Geschäft (z.B. im alpinen Wintersport) und eine zunehmende Orientierung der Kunden in Richtung E-Commerce sorgen vielerorts für schlechte Stimmung. Im Gegensatz dazu erhöhten sich die Preise für Fitnessgeräte für das Training zu Hause (Ergometer, Laufbänder, Crosstrainer, Kraftbänke) im Dezember 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat um stolze 13,1 Prozent (Statistisches Bundesamt). Die Umsatzentwicklung des gesamten Sportartikelmarktes im Jahr 2020 lag bei einem Minus von 18,2 Prozent (Hachmeister und Partner h+p; Sport-Report 2020). Sieht man von den sehr positiven Entwicklungen im E-Sport und einigen Individualsportarten (wie Running) ab, so dürfte es in der Sportlandschaft deutlich mehr Verlierer als Gewinner geben. Auf der Hinterbühne dieser wirtschaftlichen Entwicklungen vollziehen sich in der Sportkultur tiefgreifende Veränderungen, die bereits weit vor der Corona-Pandemie zu spüren waren: Sport und Bewegung haben sich in der modernen Gesellschaft erheblich ausgebreitet und vervielfältigt. Die Bedürfnisse der Sportkonsumenten orientieren sich häufiger an Gesundheitsmotiven und seltener am puren Leistungsstreben. Darüber hinaus haben sich die Sportkontexte merklich ausdifferenziert, der Sport ist weniger normiert, freier, bunter. Dieser Wandel schlägt sich ebenfalls in den Angebotsstrukturen nieder: Sport im Park, Parcours über den Dächern der Stadt, Klettern am Turm, Fitnesstraining im Freien, Fußball in der Soccer-Halle, Biathlon in der Fußballarena, Mountainbiken durch die Sahara.</p>
<p>Wenn wir diese Dynamik zugrunde legen, so stellt sich die Frage, ob sich im Zuge der Corona-Pandemie die Nachfrage nach bestimmten Sportformen verändert hat. Über der erschöpften Gesellschaft liege der „Corona-Mehltau“, so der Soziologe Hartmut Rosa. Welchen Beitrag können Sport und Bewegung leisten, um diesen Mehltau abzuschütteln, nach welcher Art des Sportreibens sehnen wir uns, in welcher Art und Weise möchten wir uns bewegen?</p>
<p>Wenngleich es kaum gesicherte Erkenntnisse zu diesen Fragen gibt, so lässt sich doch ein Drang zum „Draußensein“ beobachten: Alle raus in die Natur, überfüllte Wanderparkplätze, der Ansturm auf Ski- und Rodelpisten in den Mittelgebirgen, ausverkaufte Fahrradgeschäfte sowie die ungebrochen hohen Umsätze im Running-Segment sind Anzeichen für die Sehnsucht, der auferlegten sozialen Isolation zu entfliehen. Die Bedeutung der Bewegung in der Natur dürfte weiter zunehmen, insbesondere dann, wenn sich durch körperliche Aktivität eine „Resonanz“ (eine Reaktion hervorrufend) herstellen lässt: Im Gleichgewicht sein, die achtsame Fortbewegung in der Natur, kombiniert mit physischer Herausforderung – Elemente, die in resonanzerzeugenden sportlichen Bewegungsformen wie Stand Up Paddling (SUP), Mountainbiking, Bouldern, Surfen, Skitourengehen oder Schneeschuhwandern zum Tragen kommen. Diese Zutaten des Sporttreibens dürften dem Bedürfnis vieler Menschen nach Verbundenheit, nach einem Dialog mit sich und der Welt auch weiterhin – vielleicht sogar in verstärktem Maße – entsprechen.</p>
<p>Auch Vertreter der Sportartikelindustrie sehen im Bereich Outdoor Wachstumschancen und halten fest, dass im Gefühl der Ohnmacht Sport und Outdoor eine neue Wertigkeit besäßen, sie haben sich als „Stütze und Motivator“ bewährt. In einer verunsicherten Gesellschaft, so die Autoren weiter, „bietet das Outdoorerlebnis für Menschen einen temporären Exit in eine ursprüngliche Welt, in der sie sich lustvoll beweisen können, den Wert echter Freundschaft erfahren und die Erhabenheit der Natur ohne digitalen Filter erleben“ (ISPO Whitepaper mit Daten des rheingold instituts).</p>
<p>Die Sehnsucht vieler Menschen dürfte jedoch nicht nur auf den Sport in der Natur, sondern auch auf ein gemeinsames Aktivsein, auf Kommunikation und Anschluss mit und zu anderen Menschen gerichtet sein, sei es in Vereinen, Volkshochschulen, öffentlichen Parks oder in Fitnessstudios.</p>
<p>Buchtipp: Rosa, Hartmut (2020): Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung (3. Aufl.). Berlin: Suhrkamp Verlag.</p></div>
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		<title>Perfektionismus im Sport &#8211; Fluch oder Segen?</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/perfektionismus-im-sport-fluch-oder-segen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. Dirk Schwarzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jan 2020 15:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 15]]></category>
		<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Sportpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[DHBWHeilbronn]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Bestimmte Lebensbereiche sind wie geschaffen dafür, sich höchste Maßstäbe zu setzen, ehrgeizige Ambitionen zu formulieren und letztlich nach Perfektion und Fehlerlosigkeit zu streben. Es ist naheliegend, dass das „Höher – Schneller – Weiter“ des modernen Leistungs- und Spitzensports ein Feld ist, in dem ein Perfektionsstreben geradezu als Erfolgsvoraussetzung diskutiert wird. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Phänomen Perfektionismus vollzieht sich innerhalb der Sportpsychologie seit etwa 20 Jahren. Auf der einen Seite werden die Vorzüge dieser Persönlichkeitsdisposition hinsichtlich des Erreichens von Höchstleistungen hervorgehoben, auf der anderen Seite werden die negativen Facetten des Optimierungsstrebens diskutiert. </strong></em></p></div>
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						<h4 class="et_pb_module_header"><span>Autor: </span></h4>
						
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Duale Hochschule BW Heilbronn / Studiengangleiter im Studiengang BWL-Dienstleistungsmanagement/Sportmanagement (seit 2011). Sportpsychologische Beratung und Betreuung von Leistungs- und Spitzensportlern (darunter auch Olympiateilnehmer). Mitglied der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie in Deutschland (asp). Mitglied im Lehr-Team des Deutschen Tennisbundes e.V. Sportlicher Leiter beim Tennis-Weltranglistenturnier INTERSPORT Heilbronn-<br />Open von 2005 bis 2014.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Bestimmte Lebensbereiche sind wie geschaffen dafür, sich höchste Maßstäbe zu setzen, ehrgeizige Ambitionen zu formulieren und letztlich nach Perfektion und Fehlerlosigkeit zu streben. Es ist naheliegend, dass das „Höher – Schneller – Weiter“ des modernen Leistungs- und Spitzensports ein Feld ist, in dem ein Perfektionsstreben geradezu als Erfolgsvoraussetzung diskutiert wird. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Phänomen Perfektionismus vollzieht sich innerhalb der Sportpsychologie seit etwa 20 Jahren. Auf der einen Seite werden die Vorzüge dieser Persönlichkeitsdisposition hinsichtlich des Erreichens von Höchstleistungen hervorgehoben, auf der anderen Seite werden die negativen Facetten des Optimierungsstrebens diskutiert. <br />Der Perfektionismus ist vielschichtig, er zeigt sich in unterschiedlicher Form und Ausprägung. Ganz wertneutral betrachtet – in diesem Sinne nicht pathologisch – bedeutet Perfektionismus die Überzeugung einer Person, dass perfekte Zustände existieren und man versuchen sollte, diese zu erreichen. Das Streben nach Perfektion richtet sich in aller Regel auf die eigene Person (1): „Sowohl im Training als auch im Wettkampf habe ich extrem hohe Erwartungen an mich selbst“. In einer anderen Ausprägung fühlen sich Athletinnen und Athleten zum Perfektionismus gedrängt, da sie meinen, relevante andere Personen haben extrem hohe Ansprüche an sie, die es zu erfüllen gilt (2): „Mein Coach (bzw. meine Eltern oder die Teammitglieder) sind unzufrieden mit mir, wenn ich keine Top-Leistung abliefere“. Darüber hinaus kann sich der Perfektionismus als eine auf andere Menschen gerichtete, vorwurfsvolle Variante offenbaren (3): „Ich kann es nicht ertragen, wenn meine Mannschaftskameradinnen Fehler machen“. <br />Pures Perfektionsstreben ist allerdings noch nicht klinisch bedeutsam. Problematisch wird es jedoch, wenn hohe Ansprüche an sich oder andere als extrem, übertrieben, unvernünftig angesehen werden können und ein starres Festhalten an unrealistischen Maßstäben trotz hoher „Kosten“ zu beobachten ist. Darüber hinaus enthält ein perfektionistischer Persönlichkeitsstil mit dem erfolgsabhängigen Selbstwert ein risikoreiches Element: Wenn eine Athletin oder ein Athlet in die Gesamtbeurteilung der eigenen Person nichts anderes als das Erreichen der gesetzten sportlichen Ziele und die damit verbundene Anerkennung durch andere Menschen (Zuschauer, Journalisten, Eltern, Sponsoren, Trainer etc.) miteinfließen lässt, so verengt sich das Spektrum an möglichen Quellen des Selbstwertes auf ein ausgesprochenes Minimum. Das Ausbleiben des sportlichen Erfolgs führt dann häufig zu einer abwertenden Selbstbeurteilung, in der man sich als generellen „Versager“ und als wertlosen Menschen eben auch in anderen Rollen und Lebensbereichen sieht: als Freund, Bruder, Vater, Kollege etc.: „Ich muss im Sport perfekte Leistungen zeigen – erst dann bin ich o.k., erst dann bin ich ein guter Mensch“. <br />Bei erfolgsabhängigem Selbstwert geht es in der Zusammenarbeit mit Athletinnen und Athleten darum, den eigenen Selbstwert „geschickter bewirtschaften“ zu lernen (Spitzer 2016, S. 142). Beispielsweise lässt sich in einer sogenannten Tortengrafik schön veranschaulichen, welche anderen Lebensbereiche und Selbst-Facetten die eigene Person ausmachen und welchen Anteil sie für die Selbstbeurteilung haben (könnten). Der Weg geht hin zu der Erkenntnis: „Ich bin mehr als nur mein Sport“. <br />Gerade in technisch-kompositorischen Sportarten (z.B. Geräteturnen, Rhythmische Sportgymnastik, Eiskunstlauf, Wasserspringen), in denen eine perfekte Bewegungsausführung einen zentralen Faktor darstellt, können perfektionistische Tendenzen seitens der Sportlerinnen und Sportler durchaus hilfreich sein und die sportliche Leistung fördern. Das gleiche gilt für Sportarten, in denen Material und Technik eine gewichtige Rolle spielen. Vielleicht erinnern Sie sich noch an den Rennrodler Georg Hackl, genannt „Hackl Schorsch“, eine Legende des Wintersports: Fünf olympische Medaillen, zahlreiche Weltcupsiege und Deutsche Meisterschaften zählen zu seinen Erfolgen. Er war bekannt für seine akribische Arbeit am Material im Kampf um die siegbringende Tausendstelsekunde. <br />Fluch und Segen, beides kann dem Perfektionsstreben im Sport zugeschrieben werden. Die negativen, mitunter klinisch relevanten Seiten äußern sich in Form von chronischer Unzufriedenheit, Grübeleien, hartnäckigem Aufschieben von Entscheidungen, Versagensangst, Wutausbrüchen, Frustration, nachlassender Motivation bis hin zu Burnout, Depression, Zwangs- und Essstörungen sowie Suchtverhalten. <br />Die positiven Seiten des (neutralen) Optimierungsstrebens können darin gesehen werden, die Vollendung der eigenen Talente und Fähigkeiten zu befördern und somit das Erreichen sportlicher Höchstleistungen wahrscheinlicher zu machen. Letztlich ist es eine Gratwanderung – Oliver Stoll (2010, S. 85) bringt es mit folgender Aussage auf den Punkt: „Dies lässt nun abschließend den Schluss zu, dass Perfektionismus per se auch im Sport nicht leistungsmindernd sein muss. Gleichwohl scheinen Athletinnen und Athleten, die einerseits hohe perfektionistische Bestrebungen haben, jedoch gleichzeitig stark negative Emotionen entwickeln, wenn sie ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden, im Nachteil zu sein, es sei denn, sie lernen adäquat mit ihren Emotionen umzugehen, d.h. den Stress adäquat und funktional zu bewältigen“. <br />Literatur:<br />Spitzer, N. (2016). Perfektionismus und seine vielfältigen psychischen Folgen. Ein Leitfaden für Psychotherapie und Beratung. Berlin, Heidelberg: Springer Verlag. <br />Stoll, O. (2010). Trainingsverfahren zur Leistungsoptimierung auf der Basis von Emotion und Motivation. In: Stoll, O./Pfeffer, I./Alfermann, D. (2010). Lehrbuch Sportpsychologie. Bern: Verlag Hans Huber, S. 63-95.<br />Stoeber, J., Stoll, O., Salmi, O., Tiikaja, J. (2009). Perfectionism and Achievement Goals in Young Finnish Ice-Hockey Players. Aspiring to Make the U16 National Team. In: Journal of Sports Sciences, 27, S. 85-94.</p></div>
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		<title>&#8222;My home is my castle&#8220; &#8211; Zum Heimvorteil im Fußball</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/my-home-is-my-castle-zum-heimvorteil-im-fussball/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. Dirk Schwarzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Apr 2019 14:31:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 12]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>In der vorigen Ausgabe dieses Magazins haben wir den Einfluss von „passiven“ Zuschauern unter die Lupe genommen (zum Beispiel sich ruhig verhaltende Eltern am Spielfeldrand). Dabei haben wir festgestellt, dass sich das bloße Beobachten der Spielerinnen und Spieler auf dem Feld entweder leistungsfördernd oder leistungsmindernd auf die sportlichen Leistungen auswirken kann. Jetzt wollen wir folgenden Fragen nachgehen: <br />&#8211; Welchen Einfluss hat das „aktive“ Unterstützen von Zuschauern und Fans auf die Leistung der Heimmannschaft?<br />&#8211; Welche Gründe gibt es für den Heimvorteil?</p>
<p>Zunächst bleibt festzuhalten, dass es den Heimvorteil – statistisch gesehen – tatsächlich gibt. Er wurde in mehreren Sportarten und bis in die unteren Spielklassen nachgewiesen, unter anderem von der FIFA für die Sportart Fußball: Laut FIFA-Studie mit mehr als 6.500 internationalen Fußballspielen konnten in der Hälfte der Fälle die Gastgeber den Platz als Sieger verlassen, wohingegen Auswärtssiege und Unentschieden jeweils nur rund ein Viertel ausmachten.</p>
<p>Wie stark der Heimeffekt ist, hängt auch von der Spielstärke der Teams ab: So relativiert sich die Wahrscheinlichkeit für einen Sieg, wenn man als Heimmannschaft gegen einen Abstiegskandidaten beziehungsweise gegen den Tabellenführer anzutreten hat. Darüber hinaus ist es für den Fußball erwiesen, dass der Heimvorteil im Verlaufe der letzten Jahrzehnte weltweit zurückgeht.</p>
<p>Eine Datenanalyse von SPIEGEL-Online (2015) ergab folgende Werte: Mitte der 1970er-Jahre holten Mannschaften in der Fußball-Bundesliga im Schnitt fast 75 Prozent ihrer Punkte im eigenen Stadion. Vielleicht erinnern Sie sich noch an die erfolgreichen Zeiten des 1. FC Kaiserslautern und den „Mythos Betzenberg“, der extremen Heimstärke mit über 80 Prozent Heimpunkte in der Saison 1976/77. In der Saison 2014/2015 lag der Wert für die Mannschaften der Bundesliga nur noch bei 60 Prozent. Hauptgrund für den nachlassenden Effekt ist wohl der höhere Professionalisierungsgrad der Teams; die Anreise zu einem Auswärtsspiel wird angenehmer, es liegen medial mehr Informationen vor, Unwägbarkeiten und unkontrollierbare Ereignisse nehmen im Vergleich zu früheren Zeiten insgesamt ab.</p>
<p>Wer oder was bewirkt den Heimvorteil? Diese Frage lässt sich nur schwer beantworten. Diskutiert werden folgende Faktoren:<br />&#8211; Anreise des Auswärtsteams (Entfernung, Fahrtdauer) führt zu Nachteilen; gewohntes Terrain für die gastgebende Mannschaft eher vorteilhaft.<br />&#8211; Bauliche Eigenschaften des Stadions; Vorteile, wenn kurze Distanz der Fans zum Spielfeld; Vorteile in Stadien ohne Leichtathletikbahn.<br />&#8211; Beeinflussung des Schiedsrichters durch heimische Fangesänge und Rufe; unterbewusste Beeinflussung durch Geräuschkulisse, dadurch erhöhter Druck auf den Unparteiischen, bei strittigen Situationen tendenziell eher für die Heimmannschaft zu pfeifen (vgl. dazu die Studien von Daniel Memmert von der DSHS Köln).<br />&#8211; Mittels Speichelproben wurden erhöhte Testosteronwerte bei Spielern der Heimmannschaft nachgewiesen, ausgelöst durch lautstarke Anfeuerungsrufe des Publikums; dadurch ein verstärktes Dominanzverhalten (zum Beispiel eine hohe Quote gewonnener Zweikämpfe) der heimischen Spieler, evolutionsbiologisch begründet mit der Verteidigung des eigenen „Territoriums“.</p>
<p>Der wesentliche Grund für den Heimvorteil dürfte jedoch rein psychologischer Natur sein. Die Autoren Wolfgang Schlicht und Bernd Strauß (2003) bemerken, dass es den Heimvorteil einfach deshalb geben könnte, weil die Spielerinnen und Spieler an ihn glauben. Somit hätten wir es mit dem Phänomen einer „sich selbst erfüllenden Prophezeiung“ zu tun.</p>
<p>Allerdings haben einige Teams auch in der Rolle des Gastgebers zuhause bittere Erfahrungen gemacht: Der FC Bayern München unterliegt in der Champions League 2012 dem FC Chelsea im „Finale dahoam“; die brasilianische Nationalmannschaft verliert gegen den späteren Fußball-Weltmeister Deutschland mit 1:7 – seit diesem 8. Juli 2014 ist der „Schock von Mineirão“ im brasilianischen Nationalgedächtnis verewigt.</p>
<p>Letztlich ist es entscheidend, ob die Athleten im eigenen Stadion die Unterstützung der Zuschauer und Fans subjektiv als positiv empfinden und sich nicht durch überhöhte Erwartungen „aus dem Takt“ bringen lassen. Dann nämlich kann ein vermeintlicher Heimvorteil schnell in einen Heimnachteil umschlagen.</p></div>
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		<title>Welchen Einfluss haben Zuschauer auf die sportliche Leistung?</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/welchen-einfluss-haben-zuschauer-auf-die-sportliche-leistung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. Dirk Schwarzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Jan 2019 17:14:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 11]]></category>
		<category><![CDATA[Sportpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[DHBWHeilbronn]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Im Zuge der Handball-Weltmeisterschaft 2019 wurde viel über den Einfluss der Zuschauer auf die Leistung der deutschen Mannschaft diskutiert. Spieler, Trainer, Medienvertreter und die Zuschauer selbst waren sich einig: Die großartige Atmosphäre in den vollbesetzten Stadien hatte einen positiven Einfluss auf die Leistung des Teams, der Funke sprang offensichtlich über, das Team entfachte durch seine kämpferische Leidenschaft auch bei den Fernsehzuschauern eine Begeisterung, von der der deutsche Handballsport hoffentlich nachhaltig profitieren wird.</p>
<p>Auf den ersten Blick scheint der positive Zusammenhang von Zuschauern auf die sportlichen Leistungen der Akteure klar zu sein – doch wir müssen genauer hinschauen!</p>
<p>Es gibt auch Beispiele, bei denen die Anwesenheit anderer Personen die Leistungen beeinträchtigt. Die Sportpsychologie geht grundlegend drei unterschiedlichen Vermutungen nach (vgl. Alfermann/Stoll 2005, S.245):<br />1. Die (bloße) Anwesenheit anderer Personen verbessert die Leistungen der Sportler. Man bezeichnet dies als „soziale Förderung“. <br />2. Die (bloße) Anwesenheit anderer Personen verschlechtert die Leistungen der Sportler. Man bezeichnet dies als „soziale Beeinträchtigung“.<br />3. Die (bloße) Anwesenheit anderer Personen hat gar keinen Effekt auf die Leistungen der Sportler, es gibt also weder eine Leistungsverbesserung noch eine -verschlechterung.</p>
<p>Zunächst unterscheidet man bei Untersuchungen zu dieser Thematik, ob es sich um aktive (bspw. die anfeuernden und singenden Fans in einem Stadion) oder um passive Zuschauer (bspw. sich neutral verhaltende Eltern am Spielfeldrand, die ihrem Kind beim Sport zusehen) handelt. In diesem Beitrag soll es um den Einfluss durch die bloße, passive Anwesenheit anderer gehen.</p>
<p>Darüber hinaus muss man die Art der vom Sportler auszuführenden Aufgabe berücksichtigen. Ist es eine eher einfache, vor allem konditionell anspruchsvolle Aufgabe (z.B. ein Marathonlauf, Zeitfahren im Radsport) oder eine komplizierte, koordinativ anspruchsvolle Aufgabe (z.B. eine Sprungkombination im Eiskunstlauf oder eine Übung auf dem Schwebebalken).</p>
<p>Welche Erklärungsansätze gibt es zum Einfluss von Zuschauern auf die Leistung? Ein zentraler Ansatz geht davon aus, dass es durch die bloße Anwesenheit anderer (z.B. die passiv zuschauenden Eltern) zu einem höheren körperlichen Aktivierungsniveau bei den Sportlern kommt. Diese physiologische Aktivierung (autonomes Nervensystem) führt zu einer Leistungsverbesserung vor allem bei einfachen, gut gelernten, automatisierten Bewegungen, hingegen eher zu einer Leistungsverschlechterung bei komplexen, schlecht gelernten, noch nicht automatisierten Bewegungen.</p>
<p>Im Sportspiel wie Handball, Fußball oder Hockey, wo es sowohl auf konditionelle als auch auf koordinative Fähigkeiten ankommt, zeigen sich insgesamt kaum Effekte (vgl. Strauß 1999). Untersucht man im Sportspiel die Komponenten getrennt voneinander, so lässt sich feststellen, dass sich die messbaren quantitativen Leistungsaspekte durch die Anwesenheit von passiven Zuschauern verbessern (z.B. die zurückgelegte Laufdistanz eines Fußballers), wohingegen sich die qualitativen Komponenten eher verschlechtern (z.B. Ungenauigkeit der Pässe).</p>
<p>Darüber hinaus spielt es eine Rolle, welche Bedeutung und Erwartungen die Akteure den Zuschauern zuschreiben. So macht es für das Nachwuchstalent bei einem Sichtungsturnier sicherlich einen Unterschied, ob „wichtige“ Scouts diverser Proficlubs oder die eigenen Freunde zuschauen.</p>
<p>Ein weiterer Ansatz geht der Überlegung nach, inwieweit die Sportler von den Zuschauern abgelenkt sein könnten und sich nicht mehr vollständig auf die eigentliche Aufgabe konzentrieren können. Schließlich lässt sich auch beobachten, dass es zu Leistungsverschlechterungen unter Druck (auch aufgrund der Anwesenheit anderer Personen) kommen kann, da die Sportler mit einer erhöhten Selbstaufmerksamkeit reagieren; die Aufmerksamkeit ist dann übermäßig auf die eigene technische Bewegungsausführung gerichtet, man grübelt über den korrekten Bewegungsablauf.</p>
<p>Unter diesen Umständen kommt es gerade bei gut gelernten hochautomatisierten Bewegungen zu Verschlechterungen. Besonders anfällig für dieses Phänomen sind beispielsweise Freiwürfe im Basketball, Aufschläge im Tennis oder das Putten beim Golf.</p>
<p>Letztlich kommt es aber immer auch auf die mentalen Fähigkeiten und Erfahrungen der Sportler selbst an, ob und wie sich die bloße Anwesenheit von Zuschauern bemerkbar macht. In der nächsten Ausgabe wird es um den Einfluss von aktiven Zuschauern (z.B. Fans) gehen. Besonders interessant ist dabei die Frage nach den Gründen für den Heimvorteil. </p></div>
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		<title>Eltern im Leistungssport –  Wichtige Karrierebegleiter</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/eltern-im-leistungssport-wichtige-karrierebegleiter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. Dirk Schwarzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jul 2018 14:07:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 09]]></category>
		<category><![CDATA[Sportpsychologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportheilbronn-magazin.de/?p=5625</guid>

					<description><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Eine erfolgreiche Sportkarriere ist wie ein Puzzle mit 1.000 Teilen. Das bloße Vorhandensein aller Puzzle-Teile – im Sinne von Leistungsfaktoren – genügt noch nicht, sie müssen ineinander passen und es muss jemanden geben, der die Einzelteile zu einem Gesamtbild zusammenfügt (die Talente selbst, Trainerinnen und Trainer, Eltern, Mentoren etc.). Eltern haben einen großen Einfluss auf die sportliche Sozialisierung und den weiteren Karriereweg ihrer Kinder. Sie fördern emotional und finanziell, sie gehen große zeitliche Verpflichtungen ein und sind zugleich Vorbilder für Einstellungen und Verhaltensweisen. In der täglichen Praxis jedoch beobachten gerade die Trainer immer wieder, dass Eltern Verhaltensweisen zeigen, die der positiven Karriereentwicklung ihrer Kinder auf lange Sicht hin abträglich sein dürfte.</p>
<p>In der Literatur sind die Einflussmöglichkeiten der Eltern auf eine Sportkarriere gut belegt. Fredericks und Eccles (2004) gehen von drei verschiedenen Rollen aus, die Eltern im Zusammenspiel mit ihren Kindern einnehmen. Diese Rollen greifen in der Praxis ineinander. <br />1. Als Vorbilder und Rollenmodelle führen sie die Kinder zum Sport. Häufig waren die Eltern selbst leistungs- oder spitzensportlich aktiv und vermitteln so im Alltag ein Arbeitsethos, das für eine erfolgreiche Karriere notwendig ist (dabei bleiben, auch wenn es mal schwierig wird; der richtige Umgang mit Niederlagen; die täglichen Anforderungen unter einen Hut kriegen; die gewissenhafte Vorbereitung auf einen Wettkampf). <br />2. Die Eltern haben die Rolle der Unterstützer, und zwar in materieller, finanzieller, informationeller, zeitlicher und emotionaler Hinsicht. Diese Leistungen wurden bereits im oberen Abschnitt beleuchtet. <br />3. Darüber hinaus beeinflussen die Eltern durch ihre Erwartungen und Kompetenzzuschreibungen an das Kind das sportliche Vorankommen. In diesem Sinne erfüllen sie die Rolle der Interpreten (Bewertungsunterstützung). Was ist damit gemeint? Wie kommt es dazu, dass die elterlichen Erwartungen an und Bewertungen der Fähigkeiten ihrer Kinder einen bedeutenden Impuls für eine positive sportliche (und überhaupt Persönlichkeits-) Entwicklung geben können?</p>
<p>Eltern haben unweigerlich Hoffnungen und Vorstellungen hinsichtlich der sportlichen Begabungen ihres Kindes. In Folge der elterlichen Projektionen kommt es zu einer intensivierten Zuwendung und Bewunderung sowie zu (positiven) Erwartungen an zukünftige Leistungen und Entwicklungsfortschritte. Das Kind nimmt im Zuge der Interaktion mit den Eltern diese Zuschreibungen und verstärkten Bemühungen der Eltern wahr und integriert sie in sein Selbstkonzept („Mama und Papa halten mich für eine begabte Schwimmerin. Sie haben wohl recht, ich bin gut im Schwimmen, ich bin talentiert“). Ermutigt und bestärkt in ihrem Selbstbild als Talent zeigen sich die ersten Erfolge, das Kind bestätigt ganz konkret die Erwartungen der Eltern, Hoffnungen werden zu realen Ereignissen, eine erhöhte elterliche Zuwendung und Stolz auf die gezeigten Leistungen sind die Folge. Gleichzeitig entwickeln sich beim Kind Erwartungsmuster bezüglich der intensivierten Zuwendung seitens der Eltern. <br />Stabilisiert sich dieses dynamische System, so Richartz (1998, S. 426), dann ist es „von Beginn an sowohl für die Entwicklung des Kindes wie der Beziehung zwischen Eltern und Kind von großer Bedeutung“. Es kommt zu einer Passung (siehe unsere Puzzle-Analogie) zwischen den Erwartungs- und Verhaltensmustern von Eltern und Kindern und wirkt förderlich auf die sportliche Entwicklung. <br />Nicht immer verlaufen die Entwicklungen wie in der oben dargestellten (idealisierten) Art und Weise. Was passiert, wenn der Kreislauf von Hoffnungen, Zuwendungen und Erwartungen gestört wird? Die Investitionen der Eltern an Zeit, Geld, Geduld und Mühen lösen das Gefühl aus, Gegenleistungen erwarten zu dürfen; sie sollen dafür sorgen, dass sich die Investitionen „lohnen“.</p>
<p>In aller Regel ist dies den Eltern nicht bewusst, es passiert nicht mit Vorsatz, sondern offenbart sich in einem besonderen familiären Klima (beispielsweise bei der schweigsamen Heimfahrt von einem Turnier nach einer schmerzlichen Niederlage des Kindes). Die Kinder nehmen wahr, dass sie die Erwartungen der häufig überengagierten Eltern zu erfüllen haben (sich entsprechend loyal verhalten sollen), nämlich gute Resultate zu liefern, um die enormen Investitionen zu vergelten. Es entsteht ein „wechselseitiges Loyalitätsverhältnis“. Die Kinder dürfen Unterstützung erwarten, sofern sie den (unausgesprochenen) Auftrag erfüllen, erfolgreich zu sein.</p>
<p>Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg hat in einem Interview nach seinem Karriereende dieses Phänomen deutlich zum Ausdruck gebracht: „Im Leistungssport ist das mit der Familie so eine Sache. Man wird innig unterstützt – aber selten ohne Erwartungen“ (Gilbert 2016, S. 36, in einem Interview mit Nico Rosberg). Spätestens hier wird klar, dass es ab diesem Punkt kritisch werden kann. Es besteht die Gefahr äußerer Konflikte zwischen Eltern und ihren leistungssportlichen Kindern (oder Jugendlichen) sowie innerer Konflikte, etwa wenn das Kind den Loyalitätspflichten nicht nachkommen kann, meistens im Zuge von Misserfolgen oder Überforderungen.</p>
<p>Auch wenn in diesem Beitrag der Blick auf die Eltern im Leistungssport auch ein kritischer ist, so muss doch betont werden, dass die meisten ihre Aufgabe wirklich gut machen. Sie sind unaufdringliche Karrierebegleiter, engagierte und ermutigende Unterstützer, fürsorgliche Ansprechpartner, die stets offen sind für die – auch außersportlichen – Belange ihrer Kinder. Ihre Rückmeldungen sind auf die Anstrengungen, Leistungen, Fortschritte sowie auf faires Verhalten ihrer Kinder gerichtet. </p>
<p>Sie haben erkannt, dass die erste Frage „Und, hast du gewonnen?“ meistens die falsche ist. (DS)</p></div>
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		<title>Mehr Sport im neuen Jahr? Der Kampf mit dem inneren Schweinehund!</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/mehr-sport-im-neuen-jahr-der-kampf-mit-dem-inneren-schweinehund/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. Dirk Schwarzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jan 2018 18:39:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 07]]></category>
		<category><![CDATA[Sportpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[DHBWHeilbronn]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
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					<h1 class="entry-title">Mehr Sport im neuen Jahr? Der Kampf mit dem inneren Schweinehund!</h1>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Zu Beginn eines neuen Jahres haben wir oft den Drang, unliebsame Gewohnheiten und Verhaltensweisen zu ändern. Mithilfe von Neujahrsvorsätzen möchten wir dafür sorgen, dass von nun an alles besser wird: Aufhören mit dem Rauchen, mehr Zeit für die Familie, alte Freunde anrufen, gesunde Ernährung, weniger Smartphone-Konsum, abnehmen, die Fitness verbessern.</p>
<p>Mit bester Absicht gehen wir also ans Werk und versuchen, unsere Vorsätze in die Tat umzusetzen. Doch häufig begegnen wir schon nach wenigen Wochen einem alten Weggefährten – dem inneren Schweinehund. Er redet uns gut zu, das regelmäßige Laufprogramm im Heilbronner Stadtwald doch zu unterlassen, da es in unserer Komfortzone auf der heimischen Couch doch viel gemütlicher ist.</p>
<p><strong>Wie kommt es dazu, dass wir trotz der festen Absicht, im neuen Jahr häufiger Sport zu treiben, diesen Wunsch zwar kurzfristig umsetzen, langfristig aber wieder aufgeben? </strong></p>
<p>Die Sportpsychologie hält für dieses bekannte Phänomen einige Erklärungsansätze bereit. Grundsätzlich müssen wir zwischen der Motivation (eine Absicht haben) und der Volition (der Wille; lat. volo: ich will) unterscheiden. Nicht jede Absicht führt also zu einer gewünschten Verhaltensweise. Der Motivationsforscher Heinz Heckhausen hat diese Erkenntnisse in seinem Rubikonmodell zusammengefasst. Der Name ist angelehnt an die Überschreitung des Rubikon-Flusses im antiken Rom durch die Truppen unter Caesar.</p>
<p><strong>Beispiel:</strong> Ich nehme mir vor, am nächsten Morgen um 6 Uhr fünf Kilometer zu laufen. Am nächsten Morgen – Nieselregen, 3 Grad, steife Brise aus Südost – treten plötzlich Hindernisse auf, die meine ursprüngliche Absicht gefährden. So stelle ich mir vor, wie angenehm es doch wäre, noch eine Weile im Bett liegen zu bleiben oder mit einer Tasse Kaffee die Tageszeitung zu lesen.</p>
<p>Eine hohe Motivation genügt in diesem Fall nicht, die Absicht zum konkreten Handeln zu führen; es bedarf des Willens. Willensprozesse sind dafür verantwortlich, dass Ziele und Absichten in Taten übersetzt werden. Der Einsatz des Willens ist besonders dann erforderlich, wenn es sich um Tätigkeiten handelt, die uns eigentlich keinen Spaß machen. Handlungen, die in erster Linie willentlich gesteuert werden, sind im Vergleich zu häufig unbewusst ablaufenden, motivationalen Tätigkeiten (z.B. mit dem Mountainbike einen Flow-Trail fahren) leider sehr störanfällig. Sie sind häufig begleitet von unangenehmen Gefühlen, einem langsamen Zeiterleben (die Zeit „kriecht“), wir sind dabei eher abgelenkt, müssen die Handlung ständig mit unseren Gedanken kontrollieren und überwachen, um bloß nicht in Versuchung zu kommen, aufzugeben. Letztlich funktioniert unser Wille wie ein Muskel, er ist irgendwann erschöpft. Doch ebenso wie ein Muskel können wir unseren Willen auch trainieren!</p>
<h5>Praxistipps:</h5>
<p><strong>Mit zunehmendem Können entsteht ein Mehr an Genuss!</strong> Bleiben Sie also dran, denn wenn Sie Ihre Fähigkeiten in einer sportlichen Aktivität verbessern, so macht diese nach einigen Wochen auch mehr Spaß. Irgendwann ersetzt der Motivator „Freude an der Bewegung“ die ursprünglich durch den Willen gesteuerte Laufband-Einheit im Fitnessstudio.</p>
<p><strong>Sozialen Druck aufbauen!</strong> Dies gelingt, indem Sie sich mit Freunden zum Sport verabreden. Dann wird das Sporttreiben verbindlich, eine Absage ist eher unangenehm und stellt erfahrungsgemäß eine hohe Hürde dar. Auch sollten Sie Ihre sportlichen Ambitionen öffentlich kundtun, zum Beispiel im Kreis Ihrer Arbeitskolleginnen und -kollegen. Dies schafft eine subjektiv empfundene, innere Verpflichtung – ein Rückzieher wird unwahrscheinlicher.</p>
<p><strong>Bleiben Sie flexibel!</strong> Seien Sie nicht zu hart zu sich. Ein zu starres und zwanghaftes Festhalten an Trainingsplänen führt häufig zu Verkrampfung und kann auch gefährlich sein. Insbesondere bei fiebrigen Erkältungen sollten Sie auf Ihren Sport verzichten. Die Formel für einen langfristigen Erfolg: Eine ausgewogene Mischung aus Gelassenheit und Zielstrebigkeit, aus Spaß und Disziplin.</p>
<p><strong>Schaffen Sie ein „Warum“!</strong> Welchen ganz individuellen, wichtigen Grund gibt es für Ihr Leben, wofür es sich lohnt, Ihre (sportlichen) Lebensgewohnheiten zu ändern. Moderat betriebener Sport ist gesund  doch das reicht nicht aus, um den inneren Schweinehund zu besiegen. Wesentlich konkreter ist es, wenn Sie sich vornehmen, die Halbmarathon-Distanz beim Heilbronner Trollinger-Marathon zu laufen, oder in den nächsten sechs Monaten fünf Kilo abzunehmen, um endlich mit den Enkeln wieder Fußballspielen zu können.</p>
<p><strong>Werden Sie konkret!</strong> Formulieren Sie Ihre Ziele möglichst greifbar und anschaulich, stellen Sie sogenannte „Wenn-Dann-Pläne“ auf. Aus einem „In der nächsten Woche treibe ich mehr Sport“ wird ein „Wenn ich nächste Woche am Montag und am Donnerstag mit der Bahn zur Arbeit fahre, dann jogge ich jeweils um 17.00 Uhr, nach der Arbeit, nach Hause. Sporttasche und Laufschuhe habe ich heute schon eingepackt“.</p>
<p><strong>Machen Sie den Sport zur Gewohnheit!</strong> Anfangs ist es wichtig, möglichst häufig und regelmäßig „am Ball“ zu bleiben. Dies können auch sehr kurze Einheiten sein, beispielsweise ein 20minütiger, strammer Spaziergang bei miesem Wetter. Ihr Gehirn gewöhnt sich so an die tägliche Aktivitäts-Dosis, der Wille spielt dabei kaum noch eine Rolle. </p></div>
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<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://sportheilbronn-magazin.de/mehr-sport-im-neuen-jahr-der-kampf-mit-dem-inneren-schweinehund/">Mehr Sport im neuen Jahr? Der Kampf mit dem inneren Schweinehund!</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://sportheilbronn-magazin.de">sportheilbronn Magazin</a>.</p>
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