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	<title>Ausgabe 07 | sportheilbronn Magazin</title>
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		<title>Behindertensport &#8211; Ein Stiefkind der Heilbronner Vereine?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ralf Scherlinzky]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jan 2018 21:12:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
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<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://sportheilbronn-magazin.de/behindertensport-ein-stiefkind-der-heilbronner-vereine/">Behindertensport &#8211; Ein Stiefkind der Heilbronner Vereine?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://sportheilbronn-magazin.de">sportheilbronn Magazin</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Seit zwei Jahren verfolgt der Stadtverband für Sport mit dem sportheilbronn-Magazin die Heilbronner Sportszene. Zwei Jahre, in denen wir einen Großteil der Vereine kennenlernen durften und uns einen sehr guten Überblick über die Sportangebote in der Stadt machen konnten. Ein Thema mussten wir dabei jedoch fast mit der Lupe suchen: den Behindertensport – und dies, obwohl gut ein Zehntel der Bevölkerung als schwerbehindert gilt. Bei unserem ersten Kontakt mit dem Rollstuhlsportverein Heilbronn mussten wir dann erfahren, dass die aktive Beteiligung an den Sportangeboten immer weniger wird. In unserer sechsten Ausgabe berichtete uns die dreifache paralympische Juniorenweltmeisterin Annegret Schneider, dass sie einst erst nach längerer Suche einen Verein fand, der sie aufgenommen hat. </strong></em><br /><em><strong>Dies hat uns nun zum Nachforschen veranlasst, woran es liegt, dass der Heilbronner Behindertensport in der Öffentlichkeit quasi nicht existent ist. Deshalb haben wir acht Persönlichkeiten zu einer Gesprächsrunde in den Sportpark 18-90 der TG Böckingen eingeladen, die alle aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit dem Thema Behindertensport Kontakt haben. Gemeinsam haben wir über zwei Stunden lang Ursachenforschung betrieben und gleichzeitig Ansätze ausgearbeitet, um den Sport für Menschen mit Handicap aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken und nachhaltig zu fördern.</strong></em></p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>„Grundsätzlich war immer Interesse da, wenn wir unseren Verein und den Rollstuhlsport bei Gelegenheiten wie ‚Heilbronn bewegt sich‘ präsentiert haben, aber die Leute sind dann trotzdem nicht zu uns gekommen“, berichtet Nicola Steinmetz, die Vorsitzende des RSV Heilbronn. „Rollstuhlbasketball gibt es leider nur noch auf dem Papier, und auch die Handbiker treffen sich nur noch sporadisch. Obwohl wir rund 100 Mitglieder haben, sind nur noch acht bis zehn davon in der Breitensportgruppe am Montagabend aktiv.“</p>
<p>Wie aber kann man Menschen, die im Rollstuhl sitzen, dazu motivieren, dass sie sich bei einem Verein sportlich betätigen? „Das Problem geht weit über die Motivation des Einzelnen hinaus“, weiß Wolfgang Heiler. Der Bezirksgruppenleiter des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Baden-Württemberg macht vor allem die oftmals unzureichenden Verbindungen des Öffentlichen Nahverkehrs als zentrales Problem aus: „Auf 18 Uhr zum Sport zu fahren, ist dabei nicht das Thema. Problematisch wird dann aber die Rückfahrt. Je später der Abend, desto länger muss man warten bis der Bus oder die Stadtbahn kommt. Muss man dann auch noch umsteigen, ist man schnell mal ein paar Stunden unterwegs oder kommt gar nicht mehr nach Hause. Ohne eine zuverlässige Begleitperson ist es deshalb kaum möglich, am Abend noch Sport zu treiben. Außerdem bedeuten Begleitpersonen, Taxifahrten etc. oftmals einen zusätzlichen finanziellen Aufwand – ein weiteres Hindernis für die sportliche Betätigung.“</p>
<p>Auch für <strong>Carsten Hummel</strong> ist die Mobilität ein wichtiger Punkt. Der Vater eines Jungen mit Down-Syndrom spricht aus der Sicht von Menschen mit geistiger Behinderung und stellt fest, dass die meisten seiner Klienten Schwierigkeiten mit der Orientierung haben und mit der Komplexität des öffentlichen Nahverkehrs überfordert sind und deshalb ebenfalls auf ihre Eltern oder andere Personen als „Taxi“ angewiesen sind.</p>
<p>Das zentrale Thema der Gesprächsrunde spricht Carsten Hummel an, als er von seinem Sohn berichtet: „Er treibt super gerne Sport, kommt dabei aber oft an die Grenzen der Übungsleiter, die teilweise mit den unterschiedlichen Anforderungen der Kinder in ihrer Trainingsgruppe überfordert sind.“</p>
<p>Für <strong>Annegret Schneider</strong> sind die Trainer nicht unbedingt überfordert, sondern einfach nur unsicher im Umgang mit Teilnehmern mit Handicap. „Bei mir geht das noch. Ich kann in der Leichtathletik-Trainingsgruppe bei der TSG Heilbronn fast alles mitmachen und melde mich, wenn etwas nicht geht“, so die 17-jährige Leistungssportlerin, die mit einer halbseitigen Zerebralparese geboren wurde und zusätzlich auch noch einen steifen rechten Arm hat. „Ich wurde als Kind aber dennoch mal von einem Verein weggeschickt, weil sie nicht wussten, was sie mit mir im Training anfangen sollten.“</p>
<p>Dass hier zwischen Einzelsport und beispielsweise Gymnastikgruppen mit 15 Teilnehmern zu unterscheiden ist, bei denen drei oder vier Leute mit Behinderung dabei sind, gibt der Vorsitzende der TG Böckingen,<strong> Herbert Tabler</strong> zu bedenken. „Da verliert ein Übungsleiter schnell den Überblick, vor allem, wenn er nicht entsprechend geschult ist“, sagt der langjährige Heilbronner Stadtrat und erntet dabei die Zustimmung von <strong>Irina Richter</strong>. „Eine fundierte und praxisnahe Schulung für Trainer ist immens wichtig, um Berührungsängste von Anfang an abzubauen“, so die städtische Inklusionsbeauftragte, die anregt, ein Netzwerk für Trainer zum Erfahrungsaustausch einzurichten.</p>
<p><strong>Uwe Kaiser</strong>, der gemeinsam mit Irina Richter das inklusive „Golfturnier mit Handicap“ in Talheim initiiert hat, würde sogar noch einen Schritt weitergehen und einen vereinsübergreifenden Trainer als Inklusionsbegleiter installieren, der andere Übungsleiter in den Umgang mit behinderten Sportlern einweist. „Das ist gar nicht unbedingt nötig“, kontert <strong>Carsten Hummel</strong> und macht den Heilbronner Sportvereinen ein attraktives Angebot:<em><strong> „Die Vereine können ihre Übungsleiter jederzeit bei den Offenen Hilfen zu einer kostenfreien Fortbildung anmelden.</strong></em> Diese findet immer am Samstagvormittag statt und umfasst neben dem Umgang mit Menschen mit Behinderung unter anderem ein Praxistraining im Rollstuhl sowie Informationen zu Themen wie Transportsicherung und logistische Maßnahmen.“</p>
<p>Dass die nötige Sozialkompetenz beim inklusiven Sport nicht nur von den Übungsleitern, sondern durchaus auch von den Teilnehmern selbst ausgeht, haben<strong> Irina Richter</strong> und <strong>Uwe Kaiser</strong> beim Golfturnier im Oktober festgestellt. „Wir haben Pärchen zusammengestellt, die jeweils aus einem erfahrenen Golfer und einem Partner mit Behinderung bestanden“, berichtet Irina Richter. „Das hat super geklappt und jeder Teilnehmer war sich seiner Verantwortung bewusst. Die anfänglichen Hürden wurden ganz unbürokratisch abgebaut und es sind sogar neue Freundschaften entstanden.“</p>
<p>Genau diese Vermittlung von Sozialkompetenz sei dabei die Aufgabe der Menschen mit Handicap, fügt<strong> Carsten Hummel</strong> hinzu und geht dabei auf die Erzählung von <strong>Wolfgang Heiler</strong> ein, dass die sehenden Teilnehmer seiner Wirbelsäulengymnastik-Gruppe dazu aufgefordert wurden während der Übungen die Augen zu schließen, um nachfühlen zu können „wo es bei mir klemmt“. „Da hat Herr Heiler die Gruppe Sozialkompetenz gelehrt. Dafür zahlen Firmen oft tausende Euro“, lacht Carsten Hummel.</p>
<p>Auch das exklusive Training – Sportler mit Handicap sind dort unter sich – hat laut<strong> Annegret Schneider</strong> durchaus Vorteile: „Im Trainingslager der Nationalmannschaft sind ausschließlich Sportler mit Einschränkung und alle können einschätzen, was alles möglich ist. Dort probiere ich immer wieder Dinge, die mir meine Trainerin daheim nicht zutraut und die ich noch nie gemacht habe. Und siehe da, sie funktionieren! Meine Heimtrainerin staunt da immer wieder und freut sich, dass wir diese Dinge dann auch in unser Training einfließen lassen können.“</p>
<p>Einen Grund für die geringe Zahl an behinderten Sportlern in Heilbronn macht die Gesprächsrunde am Thema Alter fest.</p>
<p>„Bei meinen Beratungen erlebe ich oft, dass aufgezeigte Perspektiven mit dem Hinweis ‚das macht meine Frau oder mein Mann‘ in den Wind geschlagen werden“, berichtet <strong>Wolfgang Heiler</strong>. „Stirbt dann der Partner oder man trennt sich, stehen sie als ältere Leute wieder auf der Matte, und dann ist es sehr schwierig, ein Angebot für sie zu finden, denn dann sind sie verwöhnt und haben Schwierigkeiten damit, auf fremde Leute angewiesen zu sein.“</p>
<p><strong>Nicola Steinmetz</strong> führt dazu noch das Schulsystem an: „In den Grundschulen werden behinderte Kinder noch inkludiert, die nächste weiterführende Schule ist dann aber in Neckargemünd. Da kommen die Kinder abends nach Hause und haben keine Möglichkeit mehr zum Sport zu gehen.“</p>
<p>„Dort war ich auch“, pflichtet ihr <strong>Annegret Schneider</strong> bei. „Ich wurde morgens um halb sieben abgeholt und kam um halb sechs nach Hause. Das Vereinstraining hat um sechs begonnen, das habe ich meist nicht geschafft und habe stattdessen später mit meinen Eltern trainiert. Hätte ich damals nicht schon Leistungssport gemacht hätte, hätte ich mich nicht mehr motivieren können.“</p>
<p>Eine zusätzliche Hürde auf dem Weg zur Förderung des Behindertensports macht <strong>Monika Lochte</strong> vom Schul-, Kultur- und Sportamt aus: „Um Sportler mit Handicap zu inkludieren, müssen die Sportanlagen barrierefrei sein. Und das ist bei weitem nicht überall gegeben.“</p>
<h5>Nächste Schritte</h5>
<p>Alle Beteiligten der Gesprächsrunde waren sich einig, dass es möglich ist, an den Schwachpunkten anzusetzen, um dem Behindertensport in Heilbronn in Zukunft einen höheren Stellenwert zu geben. Im ersten Schritt soll eine Befragung der Heilbronner Vereine zu diesen Themen durchgeführt werden:</p>
<p>&#8211; Welche Sportanlagen sind barrierefrei?<br />&#8211; Welche Vereine haben eine gute Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr?<br />&#8211; Welche bestehenden Sportangebote eignen sich für Menschen mit Handicap?<br />&#8211; Welche Vereine arbeiten bereits mit Menschen mit Behinderung und haben entsprechende Erfahrungen gemacht?<br />&#8211; Welche Vereine sind Mitglied im WBRS (Württembergischer Behinderten- und Rehabilitationssportverband)?<br />&#8211; Welche Vereine möchten ihre Übungsleiter über das kostenlose Förderprogramm der Offenen Hilfen weiterbilden?</p>
<p>Parallel wird die Möglichkeit geprüft, eines der nächsten „Heilbronner Sportgespräche“ zum Thema Inklusion im Sport durchzuführen.</p>
<p>Ein Ziel der Arbeitsgruppe wird es sein, das inklusive Spiel- und Sportfest, das bislang jährlich in Flein stattgefunden hat (<strong>Nicola Steinmetz</strong>: „Ich war als Kind dort immer dabei, der Umgang mit behinderten Menschen war für mich deshalb immer ganz normal.“) und im Februar 2019 erstmals in der Heilbronner Mönchseehalle veranstaltet wird, um weitere sportliche Angebote zu erweitern.</p>
<p>Der Stadtverband bleibt mit dem sportheilbronn-Magazin an dem Thema „dran“. Gerne könnt ihr uns eine Mail mit euren Gedanken und Erfahrungen zum Thema Behindertensport an <a href="mailto:redaktion@sportheilbronn-magazin.de">redaktion@sportheilbronn-magazin.de</a> schicken.</p></div>
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		<title>Justin Maylan: &#8222;In Kanada träumt jeder junge Spieler von der NHL&#8220;</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/justin-maylan-in-kanada-traeumt-jeder-junge-spieler-von-der-nhl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ralf Scherlinzky]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jan 2018 20:46:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 07]]></category>
		<category><![CDATA[Eishockey]]></category>
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<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://sportheilbronn-magazin.de/justin-maylan-in-kanada-traeumt-jeder-junge-spieler-von-der-nhl/">Justin Maylan: &#8222;In Kanada träumt jeder junge Spieler von der NHL&#8220;</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://sportheilbronn-magazin.de">sportheilbronn Magazin</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Sie gehören zum deutschen Eishockey wie das Käthchen zu Heilbronn. Ihre technische Stärke und ihre gesunde Härte sind aus den Eishallen des Landes nicht mehr wegzudenken, sie sind das Salz in der Suppe jedes Eishockeyspiels. Die Rede ist von kanadischen Eishockeyprofis, mit deren Leistung der Erfolg eines Teams steht und fällt. Allein im Team der Heilbronner Falken stehen acht Spieler, die ihre Wurzeln in Kanda haben. In der gesamten DEL2 spielen gar weit über 50 Kanadier, auf denen der Druck des Erfolgreichsein-Müssens lastet und die deshalb oftmals während der Saison einfach ausgetauscht und durch einen anderen Landsmann ersetzt werden. Wir haben uns schon lange gefragt, mit welcher Mentalität die oftmals als „Legionäre“ bezeichneten Kanadier ausgestattet sind, was sie dazu antreibt in Deutschland zu spielen, welche Träume sie haben und welche Wendungen ihre Karrieren genommen haben, um sie dorthin zu führen, wo sie jetzt sind. Unser Redakteur Ralf Scherlinzky hat sich deshalb in der Kabine der Heilbronner Falken mit dem am weitesten gereisten Falken-Spieler Justin Maylan getroffen und hat dabei einen sehr sympathischen und bodenständigen Menschen kennengelernt, der den sportheilbronn-Lesern einen tiefen Einblick in seine Eishockey-Vita gibt.</strong></em></p>
<p>Fotos: Heilbronner Falken GmbH (2), Marcel Tschamke (3)</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>In Deutschland hält sich hartnäckig das Gerücht, dass kanadische Jungs bereits mit Schlittschuhen an den Füßen zur Welt kommen. Jetzt haben wir endlich die Chance zu fragen, ob da etwas Wahres dran ist&#8230;</strong></em><br />Justin Maylan: Also zumindest in meinem Fall war es nicht so. Ich habe zwar schon mit drei Jahren zuhause in Calgary in der Küche mit dem Schläger hantiert, mein Vater hat mich aber erst mit vier, fünf Jahren zum ersten Mal auf Schlittschuhe gestellt und hat schnell bemerkt, dass ich ein gewisses Talent hatte. Eishockey ist in Kanada Sportart Nummer eins und wir haben ein sehr gutes Ausbildungssystem für alle Leistungsklassen. Da ich immer bei den größten Talenten gespielt habe, ist mein Vater, als ich 14 Jahre alt war, mit mir nach Vancouver gegangen, wo ich weiter gefördert wurde. Kurz darauf wurde ich dann von den Moose Jaw Warriors aus Saskatchewan in der ersten Runde des Drafts für die Western Hockey League gezogen. Das war der Moment, an dem ich dachte, hoppla, das könnte etwas werden mit der Karriere als Eishockeyspieler. Ab da habe ich auf die NHL hingearbeitet und habe den Traum gelebt, den jeder junge Eishockeyspieler in Kanada träumt.</p>
<p><em><strong>Sprich, Tausende von jungen Spielern kämpfen um ein paar wenige Plätze in den NHL-Organisationen. Klingt nach einem steinigen Weg&#8230;</strong></em><br />Justin Maylan: Oh ja, der Weg ist wirklich steinig, und ob du es schaffst oder nicht, hängt nicht nur vom Talent ab. Da müssen alle Umstände passen – ein Fakt, an dem mein Traum von der NHL letztlich gescheitert ist. Bei den Moose Jaw Warriors hatte ich keinen guten Start. Ich wusste noch nicht wirklich, wie das Leben funktioniert, und die Gastfamilie, bei der ich lebte, war nicht besonders nett. Deshalb war ich froh, dass ich nach British Columbia zu den Price George Cougars getradet wurde. Dort war meine Gastfamilie super, das Team war aber ziemlich schlecht und ich kam in 31 Spielen nur auf 14 Scorerpunkte, weshalb ich nicht für die nächst höhere Juniorenklasse gedraftet wurde.</p>
<p><em><strong>Wann hast du dann gemerkt, dass es nichts wird mit der NHL-Karriere?</strong></em><br />Justin Maylan: Das hat noch recht lange gedauert, zumal ich der NHL doch noch recht nahe kam. Als ich 18 war, wurde ich innerhalb der WHL zu den Prince Albert Raiders getradet, und ab da lief es für mich. Für den NHL-Draft war ich zwar zu alt, ich habe dann aber mit 21 einen Vertrag beim Farmteam der Phoenix Coyotes, den Portland Pirates, bekommen. Doch als ich in Portland angekommen bin, hatten sie gerade eine Siegesserie gestartet und ich hatte keine Chance ins Team zu kommen und konnte nur ein Spiel machen. In dieser Phase war ich schon kurz davor nach Europa zu gehen, weil ich wusste, dass mein Spielstil gut nach Europa passen würde. Doch dann kam kam ein super Angebot aus der ECHL, also bin ich in Nordamerika geblieben. 2013/14 gab es eine weitere – meine letzte – Chance auf die NHL, als mich die Oklahoma City Barons, das Farm Team der Edmonton Oilers, in die AHL geholt hat. Doch in einem AHL-Team gibt es nur sechs Plätze für technische Spieler wie mich, über die man sich für die NHL empfehlen kann – und darum reißen sich Spieler aus der ganzen Welt. Ich war zwar gut, aber nicht gut genug für die ersten beiden Reihen. Das war der Zeitpunkt, wo mir klar war, dass es mit der NHL nichts mehr wird.</p>
<p><em><strong>Wie kam dann der Wechsel zu Herning Blue Fox in Dänemark zustande?</strong></em><br />Justin Maylan: Das spielte sich innerhalb weniger Stunden ab. Ich habe meinem Agenten gesagt, dass ich jetzt nach Europa möchte, und nur wenig später kam er mit dem Angebot aus Dänemark, das ich gleich annahm – auch wenn ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal gewusst hatte, dass in Dänemark auch Eishockey gespielt wird. Als mein Coach in South Carolina davon gehört hat, schmiss er mich sofort raus und ich musste innerhalb weniger Stunden meine Wohnung räumen. Gottseidank war ich zu diesem Zeitpunkt Single, also war ich da flexibel und konnte quasi direkt in den Flieger nach Dänemark steigen.</p>
<p><em><strong>War Europa dann eine große Umstellung?</strong></em><br />Justin Maylan: Erstmal schon. Ich hatte in Herning ein kleines Zimmer, war allein, hatte kein Auto, es regnete ständig, ich habe die Sprache nicht gesprochen und das Training glich im Gegensatz zu Nordamerika eher einem Bootcamp. Zwischendurch habe ich mich gefragt, was ich dort eigentlich mache, doch am Ende der Saison wurde mir bewusst, dass mich das alles sowohl als Spieler als auch als Mensch weitergebracht hat.</p>
<p><em><strong>Und von dort ging es dann über zwei Stationen in Italien und über Ungarn nach Heilbronn&#8230;</strong></em><br />Justin Maylan: Genau, und seit Italien genieße ich Europa in vollen Zügen. Ich habe dort im ersten Jahr meine Freundin getroffen, die dann mit mir nach Ungarn gekommen und jetzt glücklicherweise auch in Heilbronn an meiner Seite ist. Ich kenne Spieler, die hier in Europa spielen und deren Frau und Kinder in Kanada sind. Das könnte ich nicht, so weit von den geliebten Menschen weg zu sein.</p>
<p><em><strong>Wie gefällt es dir in Heilbronn?</strong></em><br />Justin Maylan: Meine Freundin und ich sind uns einig, dass Heilbronn bislang die schönste und modernste Stadt ist, in der wir gelebt haben. Heilbronn erinnert mich sehr an zuhause und ich fühle mich hier pudelwohl, zumal auch fast jeder Englisch spricht. Auch die Fans sind fantastisch. Ich könnte mir nicht vorstellen, als Fan ein Team zu unterstützen, das drei, vier Jahre lang immer am Tabellenende stand. Aber sie sind uns treu geblieben, und wir hoffen, dass wir ihnen in dieser Saison einiges zurückzahlen und die Playoffs erreichen können.</p>
<p><em><strong>Spürst du als einer von vier Spielern im Team, die mit einer Ausländerlizenz spielen, einen besonderen Leistungsdruck?</strong></em><br />Justin Maylan: Ja, natürlich. Als Importspieler wirst du geholt, damit du für das Team Spiele gewinnst. Gewinnt das Team, ist alles gut. Verliert es aber, wird zuerst auf die Imports geschaut. Sind sie ihr Geld wert oder gibt es bessere Optionen für ihren Job? Aber das ist Teil des Geschäfts. Wenn man den Vertrag unterschreibt, weiß man, dass man mit dem Druck umgehen muss. Aber ich verhalte mich auf und neben dem Eis professionell und gebe immer mein Bestes, so dass ich mir glaub ich keine Sorgen machen muss. Und falls es mich doch irgendwie treffen sollte, bin ich Profi genug um damit leben zu können.</p>
<p><em><strong>Du bist jetzt 26 Jahre alt. Wie sehen deine Zukunftspläne aus?</strong></em><br />Justin Maylan: Zunächst einmal möchte ich weiterhin von Verletzungen verschont bleiben und noch zehn bis 15 Jahre als Profi Eishockey spielen. Natürlich würde ich gerne in Heilbronn bleiben, es reizt mich aber auch unheimlich, mal noch in Japan zu spielen. Und da ich mich damals in Kanada für Profi-Eishockey und gegen das College entschieden habe, möchte ich noch während meiner aktiven Zeit die Grundlage für das Leben nach dem Eishockey legen. Beruflich würde mich der Aktienmarkt, aber auch die Modebranche interessieren. In England bieten sie Ausbildungsprogramme für Profis an, das werde ich definitv in ein paar Jahren machen. Bis dahin bin ich für alles offen und möchte, mit meiner Freundin an meiner Seite, gerne noch viel von der Welt sehen. Ich könnte mir vorstellen, dass wir uns nach der Karriere dann in ihrer Heimat Italien niederlassen. </p></div>
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		<title>Datenschutz &#8211; Wichtig, aber kaum beachtet / Fotos im Internet</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/datenschutz-wichtig-aber-kaum-beachtet-fotos-im-internet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Harald Krusenotto]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jan 2018 20:35:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 07]]></category>
		<category><![CDATA[Sportrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Eine der wenig beachteten Aufgaben im Verein ist die Gewährleistung des Datenschutzes. Wie für fast alles andere ist auch hierfür letztendlich der Vorstand verantwortlich.</p>
<p>Am 25.05.2018 tritt die neue Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Wer sich als Vorstand bisher nicht mit dem Datenschutz im Verein auseinandergesetzt hat, sollte sich schnellstens damit beschäftigen. Auf dieser Seite kann dabei nur ein kleiner Überblick gegeben werden.</p>
<p>Jeder Mensch kann über seine personenbezogenen Daten selbst bestimmen. Damit sind alle Daten gemeint, mit denen eine Person identifizierbar ist. Sie dürfen von anderen grundsätzlich nur verwandt werden, wenn hierzu die Einwilligung gegeben wurde.</p>
<p>Die Daten dürfen nur für die im Voraus konkret festgelegten Zwecke erhoben und gespeichert werden. Es muss im Interesse des Vereins liegen, die (Zweck gebundene) Einwilligung klar und deutlich zu dokumentieren. Der Verein darf die Daten nur so verwenden, wie sie für den eigenen Sportbetrieb erforderlich sind. Ungefragt Daten zu Werbezwecken weiter zu geben, ist nicht erlaubt.</p>
<p>Jedes Mitglied kann Auskunft darüber verlangen, was zu welchem Zweck mit den Daten gemacht werden soll. Selbstverständlich sind die Daten auf dem neuesten Stand zu halten.</p>
<p>Darüber hinaus muss über die Dauer der Speicherung bzw. die Kriterien der Löschung informiert werden – verbunden mit dem Hinweis, dass das Mitglied einen zeitnahen Auskunftsanspruch über seine gespeicherten Daten hat, seine Einwilligung jederzeit widerrufen kann sowie ein Beschwerderecht bei der Aufsichtsbehörde hat.</p>
<p>Soweit es zu Datenschutzverletzungen gekommen ist, z.B. durch unbefugten Zugang zu den Daten durch Dritte, ist der Betroffene zu benachrichtigen und gegebenenfalls die Aufsichtsbehörde zu informieren.</p>
<p>Ein eigener Datenschutzbeauftragter ist auf jeden Fall zu bestellen, wenn mindestens zehnMitarbeiter im Verein mit der Verarbeitung von Daten beschäftigt sind.</p>
<p>Selbst wenn – wie in den meisten Fällen – ein eigener Datenschutzbeauftragter nicht nötig ist, muss im Verein klar geregelt werden, wer für den Datenschutz wie verantwortlich ist.</p>
<p>Im Zweifel sollte ein äußerst zuverlässiger Verantwortlicher im Verein benannt bzw. gewählt werden, der im besten Fall außerdem noch die „Technik“ beherrscht.</p>
<p>Insgesamt sollten aber alle Verantwortlichen im Verein für das Thema sensibilisiert werden. Die Versendung von E-Mails mit offenem Verteiler kann schon eine Datenschutzverletzung sein, wenn es hierfür keinen plausiblen Grund gibt.</p>
<p>Müßig zu erwähnen, dass Verstöße gegen Bestimmungen des Datenschutzes mit Bußgeld geahndet oder auch bestraft werden können.</p>
<p>Ein etwas anderes Thema ist der Umgang mit Fotos und deren Veröffentlichung. Fotos sind keine Daten, aber jeder Mensch hat sein Recht am eigenen Bild. Rechtliche Grundlage ist das Kunsturhebergesetz, § 22 KUG, wonach Fotos nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden dürfen. Einwilligung heißt, dass die Zustimmung vor dem Foto eingeholt werden muss.</p>
<p>Zwar gibt es hiervon gesetzliche Ausnahmen. Im Zweifel sollte der Betroffene aber lieber gefragt werden, ob er mit einer Veröffentlichung – sei es auch nur auf der Vereinshomepage – einverstanden ist.</p>
<p><em><strong>INFO: Da die neue Datenschutzverordnung, die im Mai 2018 in Kraft treten wird, für Vereine viele Fallstricke enthalten kann, werden wir vom Stadtverband für Sport Heilbronn den Datenschutz rechtzeitig nochmal thematisieren und werden auch in der April-Ausgabe des sportheilbronn-Magazins gemeinsam mit unserem Juristen Harald Krusenotto näher auf die Neuerungen eingehen.</strong></em></p></div>
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		<title>Jugendsportbegegnung in Solothurn: Sportlicher Vergleich und neue Freunde</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/jugendsportbegegnung-in-solothurn-sportlicher-vergleich-und-neue-freunde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ralf Scherlinzky]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jan 2018 20:31:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 07]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://sportheilbronn-magazin.de/jugendsportbegegnung-in-solothurn-sportlicher-vergleich-und-neue-freunde/">Jugendsportbegegnung in Solothurn: Sportlicher Vergleich und neue Freunde</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://sportheilbronn-magazin.de">sportheilbronn Magazin</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Vom 19. bis 22. Oktober 2017 fand im Schweizerischen Solothurn die Jugendsportbegegnung der Partnerstädte Heilbronn und Solothurn statt. Zu dem sportlichen Austausch, der zuletzt 2014 in Heilbronn veranstaltet worden war, reiste ein Heilbronner Team der Jahrgänge 2002 und jünger an, das aus 36 Jugendlichen und sechs betreuenden Trainern bestand.</p>
<p>Neben dem sportlichen Vergleich ging es bei der Jugendsportbegegnung vor allem um den kulturellen Austausch und um das Schließen neuer Freundschaften.</p>
<p>Während der vier Tage fanden Wettkämpfe in den Sportarten Fußball (Jungen), Leichtathletik (Mädchen), Tischtennis (Jungen) und Schwimmen (Mädchen und Jungen) statt, über die die Trainer im Anschluss Folgendes zu berichten wussten:</p>
<h5>FUSSBALL</h5>
<p>Mit zwölf Spielern angereist, bestritten die Heilbronner Fußball-Jungs zwei Spiele. In der ersten Partie ging es über zweimal 25 Minuten gegen die U16/U17 des FC Solothurn, die das Team von Trainer Kevin Häußer nach Toren von Fabio Sipos, Niklas Nöckler und Hajrulla Rezepi verdient mit 3:0 gewinnen konnte.</p>
<p>Eine ganze Nummer stärker war dann nach einer Pause von einer knappen Stunde im zweiten Spiel eine überregionale Solothurner U16-Auswahlmannschaft. Zwar startete das Heilbronner Team sehr engagiert, aufgrund der schwindenden Kräfte in der zweiten Begegnung konnten die Schweizer am Ende aber einen klaren 4:0-Sieg feiern.</p>
<h5>Leichtathletik</h5>
<p>Gleich in sieben Disziplinen durften sich die Heilbronner Leichtathletik-Mädchen mit den starken Sportlerinnen aus Solothurn messen.</p>
<p>Angefeuert von den aus Fußballern, Schwimmern und Tischtennisspielern bestehenden Zuschauern wuchsen die Heilbronnerinnen in allen Disziplinen über sich hinaus, wobei Tabea Töpfner und Julia Wörner im Weitsprung sogar die ersten beiden Plätze belegten. Im 80-Meter-Sprint, beim Kugelstoßen, in der 6 x 80 Meter Pendelstaffette, beim Kugelstoßen und dem 800-Meter-Lauf musste man den Starterinnen aus Solothurn den Vortritt lassen.</p>
<p>Zum Schluss wurden die Teams aus Solothurn und Heilbronn für die „Nationenstaffel“ gemischt, so dass die bisherigen Gegner in gemeinsamen Teams antreten konnten.</p>
<h5>TISCHTENNIS</h5>
<p>Tobias Beck, Justin Müller, Leon Schick und Cedric Ort – das waren die vier Heilbronner Tischtennis-Cracks, die sich vor einer tollen Kulisse von 100 Zuschauern gegen die Jungs aus Solothurn durchsetzen konnten. Im wohl spannendsten Spiel des Tages war Tobias Beck im entscheidenden fünften Satz bereits mit 9:10 zurück gelegen, bewies dann aber Nervenstärke und konnte den Satz am Ende mit 13:11 für sich entscheiden. Am Ende stand ein 8:2-Sieg für das Heilbronner Team zu Buche.</p>
<h5>SCHWIMMEN</h5>
<p>Das Heilbronner Schwimmteam setzte sich aus zehn Jugendlichen der Vereine SV Heilbronn 98 und TSG Heilbronn zusammen. Sowohl in der Gesamtwertung der Mädchen als auch der Jungs belegten die Heilbronner Schwimmerinnen und Schwimmer jeweils mit Abstand den ersten Platz.<br />Anstelle der ursprünglich als letzten Wettkampf geplanten Mixed-Lagenstaffel wurde spontan ein gemischter Staffel-Wettkampf durchgeführt, in dem Schwimmerinnen und Schwimmer aus Solothurn und Heilbronn jeweils gemeinsam in einer Mannschaft an den Start gingen.</p>
<p><em>Foto: Stadtverband für Sport</em></p></div>
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		<title>Fußballwelt Heilbronn &#8211; Nachwuchsförderung in der Breite</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/fussballwelt-heilbronn-nachwuchsfoerderung-in-der-breite/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Roll]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jan 2018 20:27:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 07]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[FCUnion]]></category>
		<category><![CDATA[SCAmorbach]]></category>
		<category><![CDATA[SVHeilbronn]]></category>
		<category><![CDATA[TSV Neuenstadt]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Vor etwa drei Jahren startete Viktor Enns, lizenzierter DFB-Elite-Jugend-Trainer, am Standort Frankenstadion Heilbronn sein Projekt Fußballwelt Heilbronn. „Ich wollte in Heilbronn etwas für Kinder und Jugendliche anbieten, als Nachfolgeprojekt des Fußball-Nachwuchs-Zentrums des FCU Heilbronn. Die Förderung der Kinder, egal welcher Herkunft, sollte im Vordergrund stehen und nicht der Geldbeutel der Eltern“, zeigt Enns sehr schnell die Grundgedanken der Fußballwelt Heilbronn auf.</p>
<p>So trainieren am Heilbronner Frankenstadion unzählige Kinder, aus vielen verschiedenen Vereinen, im Alter von sechs bis 13 Jahren, um ihre fußballerischen Grundtechniken zu verbessern. „Wir wollen den Kindern mit Spaß und Freude den Sport näherbringen, fördern und entwickeln. Unser Training dient als Zusatzangebot für alle Vereine aus der Heilbronner Region“, erklärt Hüseyin Kandazoglu, Trainer der Fußballwelt, die Aufgaben und Ziele im Training.</p>
<p>Das Ganze startete als Projekt beim FC Union Heilbronn, war aber von Anfang an für alle Fußballer aus Heilbronn offen. Doch die Erweiterung auf einen zweiten Trainingsabend ließ nicht lange auf sich warten. Der SC Amorbach kam auf Enns zu und wollte eine zusätzliche Förderung seiner Spieler. Das Projekt wurde auf den Standort Amorbach ausgeweitet und im vergangenen Jahr kamen noch Standorte beim TSV Neuenstadt und SV Heilbronn am Leinbach dazu.</p>
<p>Immer wieder trudeln bei Enns weitere Standort-Bewerber ein. „Aktuell sind wir an der Kapazitätsgrenze angelangt“, erläutert Enns, Assistenztrainer des Verbandsligisten FSV Hollenbach, die aktuelle Situation. „Wir sind dabei unsere Strukturen zu überarbeiten, geeignete Trainer zu finden, auszubilden und zu qualifizieren“ – für Enns ist dies die wichtigste Baustelle derzeit. Der dreifache Familienvater hat die zeitliche Belastungsgrenze erreicht. Halbtags arbeiten, die Fahrten nach Hollenbach ins Training, die Organisation der Fußballwelt, alles verschlingt immens an Zeit. „Ich bin meiner Frau sehr dankbar, dass sie mich in alldem so unterstützt. Auch wenn es nicht immer einfach ist, alles unter einen Hut zu bringen.“</p>
<p>Enns lebt für den Fußball und die qualifizierte Ausbildung der Nachwuchsfußballer. Dabei ist ihm die Herkunft der Kinder völlig egal. „Es macht so unglaublich viel Spaß zu sehen, wie sie beim Training glücklich sind, wie sie trainieren, bei jedem Wind und Wetter. Dabei ist es völlig egal wo die Kinder herkommen. Aus allen Nationen, aus vielen Vereinen, ja sogar ohne im Verein zu spielen kommen die Eltern mit ihrem Nachwuchs zu uns. Wir fördern jeden Spieler – auch unsportliche Kinder sind bei uns jederzeit willkommen. Wir machen ein Angebot für alle in der Region, und das sozialverträglich. Mit einem Mitgliedsbeitrag zwischen 19 und 24 Euro im Monat liegen wir sehr weit von den Preisen der professionellen Fußballschulen weg. Das kann sich jede Familie leisten.“</p>
<p>Enns ist die Sozialverträglichkeit des Beitrages sehr wichtig, denn „es geht hier um die Kinder, um menschliche Aspekte nicht um Profit“. Die Mitgliedschaft in der Fußballwelt ist dabei nicht an lange Kündigungsfristen gebunden, sondern läuft nur von Monat zu Monat. Sämtliche Beiträge werden für die Aufwandsentschädigungen der Trainer und für gemeinsame Aktivitäten aller benutzt.</p>
<p>Im sportlichen Bereich geht es in der Fußballwelt vor allem um die individuelle Schulung von Grundlagen. „Wir vermitteln den Kindern grundsätzlich keine Spieltaktik. Es geht uns um die Verbesserung der Grundlagen, Motorik, Koordination und fußballerische Grundtechniken wie Ballannahme, Passen, Schießen. Aber auch Lauftechnik, individuelles Positionstraining und vor allem Persönlichkeitsfindung stehen ganz oben auf unsere Liste.“</p>
<p>Kandazoglu und Enns ist vor allem letzterer Punkt sehr wichtig. „Softskills wie Willenskraft, Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit werden den Kindern heutzutage viel zu selten vermittelt. In vielen Vereinen geht es um den Erfolg, dass man die oder jede Mannschaft unbedingt schlagen muss. Wir legen bewusst den Fokus auf Grundwerte wie Fairness, Solidarität, Spaß und Freude.“ </p>
<p><em>Foto: Marcel Tschamke</em></p></div>
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		<title>Verzögerungen beim Clubheim-Neubau verhindern das Winter-Motocross 2018</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/verzoegerungen-beim-clubheim-neubau-verhindern-das-winter-motocross-2018/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Roll]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jan 2018 20:22:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 07]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Es war zunächst ein gewagter Plan des MCC Frankenbach. Nach dem Abriss des alten Vereinsheimes hat der Aufbau der neuen Heimat in Frankenbach längst begonnen. Die Bodenplatte ist gegossen und bis zum Winter-Motocross Anfang März 2018 sollte die Fläche im Rohbau genutzt werden können.</p>
<p>„Das ist die größte Aufgabe unseres Vereines, der nur wegen der Pachtverlängerung des Geländes im Pfauenhof für die nächsten 25 Jahre realisiert werden konnte“, resümiert Peter Mayer, Pressesprecher des MCC Frankenbach, die Grundlagen für den Neubau. „Wir haben uns intern aufgeteilt, so kümmern sich einige um den Bau, die anderen konzentrieren sich voll auf den Sportbereich. Anders wäre das gar nicht zu stemmen.“</p>
<p>Doch Verzögerungen beim Neubau des Vereinsheimes verhindern nun die 48. Auflage des Winter-Motocross. Der Plan, parallel den Bau und das Großevent zu stemmen, musste begraben werden.</p>
<p>„Eigentlich sollte das Winter-Motocross 2018 zur großen Einweihungsfeier für das neue Clubhaus werden. Die Siegerehrung war bereits auf der neuen Dachterrasse vorgesehen“, zeigt sich MCC-Vorstand Michael Blaurock enttäuscht.</p>
<p>Doch zum einen verzögerten sich die aufwändigen Baggerarbeiten für das Fundament, zum anderen verhinderte der enorme bürokratische Aufwand ein schnelleres Vorankommen. All dies war für Macher des MCC nicht vorhersehbar, so dass dem MCC Frankenbach Anfang Januar nichts anderes übrig blieb als das Winter-Motocross 2018 schweren Herzens abzusagen.</p>
<p>„Ohne das Clubhaus nutzen zu können, ist ein Großevent wie das Winter-Motocross undenkbar. Zudem benötigt die Baustelle sehr viel Platz, der uns für den Aufbau unserer Infrastruktur, vor allem im Fahrerlager fehlt“, erklärt Peter Mayer die Gründe der Absage der eigentlich für den 11. März geplanten Veranstaltung. Ein „Baustellen-Rennwochenende“ würde dem exzellenten Ruf des Rennens mehr schaden, als die nun erfolgte Absage des Rennens.</p>
<p>Während der Trend im Motocross-Sport zu immer spektakuläreren und riskanteren Strecken geht, will man in Frankenbach diesen Weg allerdings nicht mitgehen. Peter Mayer hat dazu eine klare Haltung. „Wir wollen eine anspruchsvolle, aber sichere Strecke haben. Mit dem großen Sprung am Steilhang haben wir eine sehr spektakuläre Stelle im Streckenplan. Wir sind stolz darauf, dass wir in den vergangenen Jahren keine schweren Unfälle auf der Strecke, noch Vorkommnisse rings um die Strecke hatten!“</p>
<p>Das soll auch in Zukunft so bleiben!</p>
<p><em>Foto: MCC Frankenbach</em></p></div>
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		<title>Wasserball beim Schwimmverein &#8211; Das Soleo als Festung in der 4. Liga</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/wasserball-beim-schwimmverein-das-soleo-als-festung-in-der-4-liga/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Roll]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jan 2018 20:18:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 07]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserball]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Es ist Dienstagabend kurz vor 19.00 Uhr im Soleo-Hallenbad in Heilbronn. Das Foyer füllt sich immer mehr, bis am Eingang Jens Boysen auftaucht und die unzähligen Kinder mit ihren Einlassbändern fürs Training versorgt. Das Schwimmbad füllt sich dadurch schnell.</p>
<p>Im Sportbecken tummeln sich auf 3 Bahnen die Schwimmer, am Sprungturm haben die Turmspringer ihr Training gerade beendet. Kurzerhand wird dort ein halbes Wasserballfeld für das Jugendtraining aufgebaut, während auf der verbleibenden Wasserfläche Heilbronner Bürger ihre Bahnen ziehen. Parallel lernen zahlreiche Kleinkinder im Lehrschwimmbecken das Schwimmen und kommen nach und nach auch mal nach oben, um Erfahrungen im großen Becken zu machen.</p>
<p>„Das ist das alltägliche Bild hier im Soleo. Wir würden gerne noch mehr Schwimmkurse und Trainingszeiten anbieten, doch dazu fehlen einfach die Wasserzeiten. Die Heilbronner Bürger wollen nach Feierabend auch noch ihre Bahnen schwimmen und etwas dem hektischen Alltag entfliehen“.</p>
<p>Jens Boysen, Vorstand des Schwimmvereins Heilbronn 98, kennt das Problem der Schwimmvereine in Heilbronn nur zu gut.</p>
<p>„Durch den Zusammenschluss zur SchwimmStartGemeinschaft SSG Heilbronn haben wir das Wasserzeitenproblem etwas entschärft und konnten damit unsere Trainingszeiten etwas optimieren. Für die Zukunft wäre ein zusätzliches Schul- und Vereinsbecken in Heilbronn dennoch sehr wünschenswert. Für die Wasserballer ist dies für die Zukunft sogar dringend notwendig, um die Sportler – vor allem den Nachwuchs – entsprechend ausbilden zu können. Dieser Sport steht und fällt mit der Schwimmfähigkeit der Spieler“, stellt Boysen gleich zu Beginn seine größten Sorgen und Nöte heraus.</p>
<p>Die Wasserballer sind innerhalb des SVH, des mit über 500 Mitgliedern größten Schwimmvereines in Heilbronn, neben dem Schwimmen und Turmspringen die dritte große Säule. Neben dem Männerteam in der Verbandsliga treten noch zwei Jugendmannschaften in den Altersklassen U10 und U16 im Meisterschaftsbetrieb an. Aber auch in der U12 kann der SV 98 an einigen Turnieren teilnehmen, mit Verstärkung aus der U10.</p>
<p>Anfang Dezember sind die Wasserballer mit einem 33:5-Kantersieg über den Aufsteiger SV Göppingen in die neue Saison in der Verbandsliga Baden-Württemberg gestartet. Doch Boysen kann den Auftakterfolg in die 4. Liga korrekt einschätzen. „Während die Göppinger gerade erst aufgestiegen sind und mit einem kleinen Kader anreisten, konnten wir aus dem vollen Schöpfen und mit unserer Erfahrung dagegenhalten. Das Soleo ist in der Verbandsliga eine Festung, bei uns gewinnen nicht viele Teams.“</p>
<p>Die Heilbronner Wasserballer gehören zu den Favoriten und haben das Ziel „einen der Medaillen-Plätze zu erreichen. Wir sind in den letzten Jahren immer zwischen Platz 3 und 6 gelegen und möchten dieses Jahr an der Spitze mitspielen“. Für die Zukunft sieht Boysen die Wasserballer gut aufgestellt. „Als wir vor 4 Jahren mit der konsequenten Jugendarbeit begonnen haben, hatten wir gerade mal 4 Kinder. Heute planen wir für die kommende Saison mit den U16-Spielern schon eine zweite Herrenmannschaft in der Kreisliga an den Start zu schicken. Die Jugendarbeit bei uns ist sehr gut, auch wenn Trainingszeiten ab 19 Uhr gerade für die U10 nicht gerade positiv sind.“</p>
<p>Der SVH ist innerhalb der SSG der einzige Verein, der Wasserball anbietet, allerdings „profitieren wir natürlich von den Schwimmabteilungen der Partner. Wir haben Schwimmer der TSG, des ASV und des DJK. Aber auch Schwimmer aus Biberach verstärken immer mal wieder unsere Wasserballer.“</p>
<p>Der Kader der Wasserballer wurde für diese Saison etwas vergrößert. Mit Tibor Spiry und Augustin Stanusic verstärken nun zwei 15-jährige Eigengewächse den Flügel in der Verbandsliga-Mannschaft. Vom Bundesligaabsteiger SV Cannstatt wechselte Jakob Zühl zu seinem Heimatverein zurück, den er während seines Studiums verlassen hatte. Dass er mit seiner individuellen Klasse eine große Verstärkung für die Mannschaft ist, stellte Zühl gleich im ersten Spiel mit sieben Treffern und zahlreichen guten Anspielen an seine Mitspieler unter Beweis. Den drei Neuzugängen stehen nur zwei Abgänge gegenüber.</p>
<p>Dass Wasserball ein Sport für alle Altersklassen ist, zeigt ein Blick auf den Mannschaftskader. Zwischen Torhüter Rainer Sonnek (Jahrgang 1962) und den Neuzugängen Spiry und Stanusic (2002) liegen stolze 40 Jahre. Doch genau dieser Mix macht die Heilbronner zu einem Team. Die „Jungen“ profitieren von der Erfahrung der „Alten“, während die jugendliche Leichtigkeit und Schnelligkeit die erfahrenen Spieler immer wieder anspornt fit zu bleiben. Das Gefüge passt und die Mannschaft schwimmt als geschlossene Einheit von Tor zu Tor. Das honorierten auch die rund 50 Zuschauer im Soleo bei der ersten Partie gegen Göppingen.</p>
<p>Bei den Spielen der Wasserballer ist der Eintritt grundsätzlich frei. „Gebt einfach an der Kasse Bescheid, dass ihr zum Wasserball möchtet. Die Damen erklären euch dann den Weg auf die Tribüne“, erklärt Boysen den Einlass ins Schwimmbad bei den Heimspielen.</p>
<p>Zweite Säule neben dem Wasserball ist das klassische Schwimmen, das in drei Trainingsgruppen angeboten wird. In der Leistungsgruppe trainieren die Athleten unter Trainerin Sabrina Süßenbach bis zu vier Mal die Woche. Gemeinsam mit Lisa Schiefer und Annette Herbst bereitet sie die Sportler auf die Bezirksmeisterschaften, die Württembergischen Meisterschaften und die Deutsche Meisterschaft vor.</p>
<p>Während die Nachwuchsschwimmer bei Kreis- und Regionalmeisterschaften sowie auf Nachwuchssportfesten aktiv sind, trainiert die Mastersgruppe wöchentlich nach dem Motto „Schwimmen hält fit“. Und das sogar bis ins hohe Alter. Die Mastersschwimmer nehmen aber nicht nur an regionalen Schwimmwettkämpfen teil, sondern treten in ihren Altersklassen auch bei Europa- und sogar FINA-Weltmeisterschaften an.</p>
<p>Unter der Leitung von Kurt Eicher trainieren die Wasserspringer, als dritte Säule des SVH, regelmäßig auf der Sprunganlage des Soleo und im Sommer in der Neckarhalde. Die Nachwuchsspringer treten dabei oft auf Landesebene und den Süddeutschen Meisterschaften an. Bei den Mastersspringern, die auf internationaler Ebene starten, sind die Heilbronner regelmäßig sehr erfolgreich. Gemeinsam mit seinem Dresdner Partner Erik Seibt gelang dem Heilbronner Alexej Schulz erneut der große Coup. Im Synchronspringen vom 10m-Turm holten die beiden Springer die Goldmedaille und sind damit Weltmeister in der Altersklasse 45+. Herzlichen Glückwunsch!</p>
<p><em>Foto: Irina Roll</em></p></div>
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		<title>Rudi Christiansen: Erst Abitur, dann Profi- oder Collegetennis</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/rudi-christiansen-erst-abitur-dann-profi-oder-collegetennis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ralf Scherlinzky]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jan 2018 20:13:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 07]]></category>
		<category><![CDATA[Tennis]]></category>
		<category><![CDATA[TCHeilbronn]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Den Tennisexperten in Deutschland geht sein Name schon seit ein paar Jahren locker von den Lippen, und inzwischen ist er auch den meisten sportinteressierten Heilbronnern geläufig. Die Rede ist von Rudi Christiansen, einem 16-jährigen Tennis-Talent aus dem Heilbronner Osten, das beim TC Heilbronn am Trappensee groß wurde und in seiner Altersklasse in Deutschland inzwischen auf Platz fünf geführt wird. Wir haben uns mit dem Württembergischen U16-Meister von 2017 und seiner Mutter Katja Christiansen getroffen und haben einen fokussierten jungen Mann kennengelernt, der nach seinem Schulabschluss den Sprung nach Übersee wagen und testen möchte, wie weit er im Tennisgeschäft kommen kann.</strong></em></p>
<p>Fotos: Marcel Tschamke</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>An normalen Tagen sei er von 6.00 bis 19.30 Uhr unterwegs, berichtet uns Rudi Christiansen, der seit September die elfte Klasse der Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule in Stuttgart besucht. „Um halb sieben steige ich in den Zug nach Stuttgart, wo dann um acht Uhr die Schule beginnt. Wenn diese um 13.10 Uhr zuende ist, fahre ich nach Stammheim zum Olympiastützpunkt des Württembergischen Tennis-Bundes, wo um 15.30 Uhr das Training beginnt. Wir trainieren dort dann bis 18.30 Uhr, und da holt mich meine Mutter ab und wir sind gegen 19.30 Uhr wieder zuhause“, so der 16-Jährige, der sich dann meist noch bis 22 Uhr auf den nächsten Schultag vorbereitet.</p>
<p>„Natürlich ist der Aufwand nicht gering“, bestätigt Katja Christiansen, die Tag für Tag nach Stuttgart fährt, um ihren Sohn abzuholen. „Bis letzten Sommer war das aber alles noch umständlicher. Da ist er in Heilbronn zur Schule gegangen und ich habe ihn vier Jahre lang nachmittags zum Training gefahren und musste drei Stunden in Stuttgart warten, ehe wir wieder nach Hause fahren konnten. Da ist das jetzt schon eine Erleichterung.“</p>
<p>In der Cotta-Schule wandelt Rudi Christiansen unter anderem in den Fußstapfen von Fußball-Nationalspieler Mario Gomez, der wie er einst die Sportförderklasse besucht hat. „Dort bin ich mit Gleichaltrigen aus den Sportarten Fußball, Handball, Speedskating, Schwimmen, Hockey, Wasserball, Tanzen und Leichtathletik zusammen, die allesamt Leistungssport betreiben und am dortigen Wirtschaftsgymnasium das Abitur machen wollen“, so Rudi Christiansen.</p>
<p>„Mit drei Jahren hatte er zum ersten Mal einen Tennisschläger in der Hand“, erinnert sich Katja Christiansen. „So richtig ging es dann mit den Ferienfreizeiten der Tennisschule von Metehan Cebeci los, an denen er mit einer Ausnahmegenehmigung schon mit fünf statt mit sechs Jahren zum ersten Mal teilnehmen durfte. Cebi hat dabei gleich sein Talent erkannt, und dann war der Weg quasi vorgezeichnet.“</p>
<p>Bezirkskader, Verbandskader, Oberliga, ITF (International Tennis Federation) Future-Turniere – so lautet der bisherige Weg des Talents, das mit einem Wechsel in die Vereinigten Staaten nach dem Abitur liebäugelt. „Natürlich ist es mit 16 Jahren noch schwer zu sagen, ob man es im Profi-Tennis schaffen wird oder nicht. Ich möchte es aber in jedem Fall probieren und habe bereits Kontakt zu Scouting-Agenturen, über die ich einen College-Platz bekommen könnte“, gibt uns Rudi Christiansen einen Einblick in seine Zukunftspläne. „Wenn ich aber sehe, es wird nichts, dann werde ich es schnell wieder sein lassen“, ergänzt er und erntet damit die Zustimmung seiner Mutter. „Es gibt viele Spieler, die bis Ende 20, Anfang 30 an dem Traum festhalten ohne eine Ausbildung zu haben – das würden wir auch nicht unterstützen. Man muss realistisch bleiben“, sagt Katja Christiansen, die bei Rudis Spielen laut eigener Aussage nervöser ist als er selbst.</p>
<p>Einen Vorgeschmack auf das Level, das er erreichen muss, um eine Chance auf eine Profikarriere zu haben, bekam Rudi Christiansen beim NECKARCUP 2017: „Da habe ich eineinhalb Stunden bei gefühlten 40 Grad zusammen mit dem 19-jährigen Alexander Bublik trainiert, der kurz vor den Top 100 der Weltrangliste steht. Das war schon nochmal ein ganz anderes Tempo, und das konstant und ohne nachzulassen. Da besteht schon noch ein großer Unterschied zu meinem aktuellen Level.“</p>
<p>In der abgelaufenen Saison spielte er auf Position zwei beim Oberligisten TC Heilbronn am Trappensee (Katja Christiansen: „Das war noch eine Nummer zu groß, er hat sich aber gut geschlagen.“) und sammelte erste Weltranglistenpunkte beim ITF-Turnier in Schweden. Letzteres bezeichnet Rudi Christiansen gleichzeitig als sein bisheriges Karrierehighlight: „Mir war es nur darum gegangen, vielleicht zwei, drei Runden zu überstehen und ein paar Punkte zu holen. Am Ende konnte ich das Turnier gewinnen. Daran möchte ich 2018 gerne anknüpfen.“ </p></div>
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<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://sportheilbronn-magazin.de/rudi-christiansen-erst-abitur-dann-profi-oder-collegetennis/">Rudi Christiansen: Erst Abitur, dann Profi- oder Collegetennis</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://sportheilbronn-magazin.de">sportheilbronn Magazin</a>.</p>
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		<title>Mehr Sport im neuen Jahr? Der Kampf mit dem inneren Schweinehund!</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/mehr-sport-im-neuen-jahr-der-kampf-mit-dem-inneren-schweinehund/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. Dirk Schwarzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jan 2018 18:39:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 07]]></category>
		<category><![CDATA[Sportpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[DHBWHeilbronn]]></category>
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					<h1 class="entry-title">Mehr Sport im neuen Jahr? Der Kampf mit dem inneren Schweinehund!</h1>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Zu Beginn eines neuen Jahres haben wir oft den Drang, unliebsame Gewohnheiten und Verhaltensweisen zu ändern. Mithilfe von Neujahrsvorsätzen möchten wir dafür sorgen, dass von nun an alles besser wird: Aufhören mit dem Rauchen, mehr Zeit für die Familie, alte Freunde anrufen, gesunde Ernährung, weniger Smartphone-Konsum, abnehmen, die Fitness verbessern.</p>
<p>Mit bester Absicht gehen wir also ans Werk und versuchen, unsere Vorsätze in die Tat umzusetzen. Doch häufig begegnen wir schon nach wenigen Wochen einem alten Weggefährten – dem inneren Schweinehund. Er redet uns gut zu, das regelmäßige Laufprogramm im Heilbronner Stadtwald doch zu unterlassen, da es in unserer Komfortzone auf der heimischen Couch doch viel gemütlicher ist.</p>
<p><strong>Wie kommt es dazu, dass wir trotz der festen Absicht, im neuen Jahr häufiger Sport zu treiben, diesen Wunsch zwar kurzfristig umsetzen, langfristig aber wieder aufgeben? </strong></p>
<p>Die Sportpsychologie hält für dieses bekannte Phänomen einige Erklärungsansätze bereit. Grundsätzlich müssen wir zwischen der Motivation (eine Absicht haben) und der Volition (der Wille; lat. volo: ich will) unterscheiden. Nicht jede Absicht führt also zu einer gewünschten Verhaltensweise. Der Motivationsforscher Heinz Heckhausen hat diese Erkenntnisse in seinem Rubikonmodell zusammengefasst. Der Name ist angelehnt an die Überschreitung des Rubikon-Flusses im antiken Rom durch die Truppen unter Caesar.</p>
<p><strong>Beispiel:</strong> Ich nehme mir vor, am nächsten Morgen um 6 Uhr fünf Kilometer zu laufen. Am nächsten Morgen – Nieselregen, 3 Grad, steife Brise aus Südost – treten plötzlich Hindernisse auf, die meine ursprüngliche Absicht gefährden. So stelle ich mir vor, wie angenehm es doch wäre, noch eine Weile im Bett liegen zu bleiben oder mit einer Tasse Kaffee die Tageszeitung zu lesen.</p>
<p>Eine hohe Motivation genügt in diesem Fall nicht, die Absicht zum konkreten Handeln zu führen; es bedarf des Willens. Willensprozesse sind dafür verantwortlich, dass Ziele und Absichten in Taten übersetzt werden. Der Einsatz des Willens ist besonders dann erforderlich, wenn es sich um Tätigkeiten handelt, die uns eigentlich keinen Spaß machen. Handlungen, die in erster Linie willentlich gesteuert werden, sind im Vergleich zu häufig unbewusst ablaufenden, motivationalen Tätigkeiten (z.B. mit dem Mountainbike einen Flow-Trail fahren) leider sehr störanfällig. Sie sind häufig begleitet von unangenehmen Gefühlen, einem langsamen Zeiterleben (die Zeit „kriecht“), wir sind dabei eher abgelenkt, müssen die Handlung ständig mit unseren Gedanken kontrollieren und überwachen, um bloß nicht in Versuchung zu kommen, aufzugeben. Letztlich funktioniert unser Wille wie ein Muskel, er ist irgendwann erschöpft. Doch ebenso wie ein Muskel können wir unseren Willen auch trainieren!</p>
<h5>Praxistipps:</h5>
<p><strong>Mit zunehmendem Können entsteht ein Mehr an Genuss!</strong> Bleiben Sie also dran, denn wenn Sie Ihre Fähigkeiten in einer sportlichen Aktivität verbessern, so macht diese nach einigen Wochen auch mehr Spaß. Irgendwann ersetzt der Motivator „Freude an der Bewegung“ die ursprünglich durch den Willen gesteuerte Laufband-Einheit im Fitnessstudio.</p>
<p><strong>Sozialen Druck aufbauen!</strong> Dies gelingt, indem Sie sich mit Freunden zum Sport verabreden. Dann wird das Sporttreiben verbindlich, eine Absage ist eher unangenehm und stellt erfahrungsgemäß eine hohe Hürde dar. Auch sollten Sie Ihre sportlichen Ambitionen öffentlich kundtun, zum Beispiel im Kreis Ihrer Arbeitskolleginnen und -kollegen. Dies schafft eine subjektiv empfundene, innere Verpflichtung – ein Rückzieher wird unwahrscheinlicher.</p>
<p><strong>Bleiben Sie flexibel!</strong> Seien Sie nicht zu hart zu sich. Ein zu starres und zwanghaftes Festhalten an Trainingsplänen führt häufig zu Verkrampfung und kann auch gefährlich sein. Insbesondere bei fiebrigen Erkältungen sollten Sie auf Ihren Sport verzichten. Die Formel für einen langfristigen Erfolg: Eine ausgewogene Mischung aus Gelassenheit und Zielstrebigkeit, aus Spaß und Disziplin.</p>
<p><strong>Schaffen Sie ein „Warum“!</strong> Welchen ganz individuellen, wichtigen Grund gibt es für Ihr Leben, wofür es sich lohnt, Ihre (sportlichen) Lebensgewohnheiten zu ändern. Moderat betriebener Sport ist gesund  doch das reicht nicht aus, um den inneren Schweinehund zu besiegen. Wesentlich konkreter ist es, wenn Sie sich vornehmen, die Halbmarathon-Distanz beim Heilbronner Trollinger-Marathon zu laufen, oder in den nächsten sechs Monaten fünf Kilo abzunehmen, um endlich mit den Enkeln wieder Fußballspielen zu können.</p>
<p><strong>Werden Sie konkret!</strong> Formulieren Sie Ihre Ziele möglichst greifbar und anschaulich, stellen Sie sogenannte „Wenn-Dann-Pläne“ auf. Aus einem „In der nächsten Woche treibe ich mehr Sport“ wird ein „Wenn ich nächste Woche am Montag und am Donnerstag mit der Bahn zur Arbeit fahre, dann jogge ich jeweils um 17.00 Uhr, nach der Arbeit, nach Hause. Sporttasche und Laufschuhe habe ich heute schon eingepackt“.</p>
<p><strong>Machen Sie den Sport zur Gewohnheit!</strong> Anfangs ist es wichtig, möglichst häufig und regelmäßig „am Ball“ zu bleiben. Dies können auch sehr kurze Einheiten sein, beispielsweise ein 20minütiger, strammer Spaziergang bei miesem Wetter. Ihr Gehirn gewöhnt sich so an die tägliche Aktivitäts-Dosis, der Wille spielt dabei kaum noch eine Rolle. </p></div>
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		<title>Meniskus &#8211; Was ist das eigentlich?</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/meniskus-was-ist-das-eigentlich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nilshaupt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jan 2018 18:32:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 07]]></category>
		<category><![CDATA[Sportmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wer schon einmal Schmerzen im Knie hatte, hat bestimmt bereits das Wort gehört – Meniskus. Was ist eigentlich ein Meniskus? Wofür ist der überhaupt da? Warum kann er weh tun? Und was mache ich, wenn er gerissen ist?</p>
<p>Im Kniegelenk unterscheiden wir zwei Menisken. Den Innen- und Außenmeniskus. Beide sind vereinfacht gesagt halbmondförmige Scheiben zwischen Ober- und Unterschenkel. Sie dienen als Führungsschiene für den Oberschenkel auf dem Unterschenkelplateau, dämpfen somit Bewegungen ab und entlasten den Knorpel. Menisken bestehen aus kollagenem, knorpelähnlichem Bindegewebe.</p>
<p>Der relativ starre Innenmeniskus ist mit der Gelenkkapsel am Innenbandkomplex verwachsen und ist somit empfindlich für Verletzungen. Der Außenmeniskus ist deutlich mobiler und daher nicht ganz so anfällig. Wir unterscheiden ein Vorderhorn, einen mittleren Anteil und ein Hinterhorn. Besonders ist die Durchblutung, welche im Laufe seines Lebens leider abnimmt. Es werden 3 Zonen differenziert, die gelenksnahe Weiß-Weiße-Zone, die mittlere Rot-Weiße-Zone und die Rot-Rote-Zone, welche an der kapsulären Verbindung vorhanden ist. Letztere ist die blutreichste Zone.</p>
<h5>Wie entsteht so ein Riss?</h5>
<p>Wir unterscheiden hierbei degenerative und traumatische Risse. Degenerative Risse entstehen durch den normalen Verschleiß der Meniskusstruktur. Das Knie ist ein Drehscharniergelenk, so dass es zu einer ständigen komplexen Belastung der Menisken führt. Kommen dann noch ungünstige Bewegungen dazu, wie zum Beispiel aus der tiefen Hocke mit Drehbewegung aufstehen kann sich ein degenerativer Riss recht schnell bilden. Man kann sich das ungefähr so vorstellen wie ein Einmachglasgummi, welches ständig unter Belastung ist und irgendwann spröde wird und reißt.</p>
<p>Traumatische Risse entstehen bei einer unfallbedingten Verletzung des Kniegelenkes. Sie können isoliert, aber auch mit Begleitverletzungen, wie z.B. einem Kreuzbandriss, vorkommen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Intakter Innenmeniskus in der Mitte des Bildes </em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Lappenriss des Innenmeniskus</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Radiärer Riss im Innenmeniskus</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Welche Symptome sprechen für einen Meniskusriss?</h5>
<p>Bei den degenerativen Rissen können die Symptome plötzlich, aber auch langsam auftreten. Typischerweise besteht ein stechender Schmerz über der Innen- oder Außenseite. Häufig besteht ein Schmerz bei Belastung und beim Drehen des Gelenkes. Eine Schwellung kann zusätzlich auftreten. Auch Blockierungen sind möglich, wenn Rissanteile im Gelenk einklemmen. Nächtliche Schmerzen sind nicht selten.</p>
<p>Traumatische Risse zeigen häufig eine akute Schwellung und Bewegungseinschränkung des betroffenen Gelenkes.</p>
<p>Durch die Angaben des Patienten und die klinische Untersuchung des betroffenen Gelenkes kann der Verdacht schon recht genau gestellt werden. Die zusätzlich dann durchgeführte MRT-Untersuchung bringt dann häufig Klarheit, aber leider auch keine Garantie. Der Goldstandard zur Diagnostik von Meniskusrissen ist weiterhin die Gelenkspiegelung (Arthroskopie).</p>
<h5>Muss ich denn immer operiert werden bei der Diagnose Meniskusriss?</h5>
<p>Ganz klare Antwort: Jein! Traumatische Risse die zu Bewegungseinschränkungen oder Blockierungen führen, sollten zeitnah operativ versorgt werden. Hier ist es dann möglich, das Meniskusgewebe zu nähen. Vor allem wenn die Risse in der Rot-Roten-Zone liegen, sind die Heilungschancen recht hoch. Degenerative Risse, die anhaltende Beschwerden über mehrere Wochen oder gar Monate machen, sollten ebenfalls operativ versorgt werden. Hier gibt es zum einen die Möglichkeit der Teilresektion des Risses oder, wenn möglich, auch der Meniskusnaht. Bei einer Teilresektion entfernt man nur den gerissenen Anteil, also so wenig wie möglich. Grund dafür ist den Knorpel so wenig wie möglich zusätzlich zu belasten. Wichtig zu wissen: nach einer Naht kommt eine mehrwöchige Teilbelastung und je nach Sport eine mehrmonatige Pause auf den Menschen zu. Die Heilungsrate nach Meniskusnähten beträgt ca. 60-80%.</p>
<p>Meniskusrisse, die keine anhaltenden Probleme oder Einschränkungen machen, können erst einmal beobachtet werden. Zusätzlich sollte die Muskulatur am betroffenen Bein aufgebaut werden. Bei erneut auftretenden Beschwerden ist es dann auch im weiteren Verlauf möglich das betroffene Gelenk zu spiegeln.</p></div>
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