Schlusswort von Herausgeber Ralf Scherlinzky

Liebe Leserinnen und Leser, ich falle gleich mal mit der Tür ins Haus: Die 39. SPORTHEILBRONN-Ausgabe ist nach neundreiviertel Jahren auch gleichzeitig die letzte. Was Anfang April 2016 in Zusammenarbeit mit dem Stadtverband für Sport Heilbronn entstanden war, kommt nun im Januar 2026 zum Ende – und das, obwohl SPORTHEILBRONN bis heute eine Erfolgsgeschichte ist.

Autor: Ralf Scherlinzky

1. Februar 2026

Die Reißleine ziehen

Leider ist es so, dass wir aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Lage mit unserer WinWin-Sportmarketing GmbH aufhören müssen. Wir geben mit der Agentur ja nicht nur das Heilbronner Magazin heraus, sondern auch eines für die Region Stuttgart. Dazu betreuen wir Vereine, Events, Verbände und Athleten in Sachen Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Und genau dies ist der Knackpunkt. Das SPORT.S-Magazin hängt wirtschaftlich auch nach mittlerweile 14 Ausgaben noch weit hinter SPORTHEILBRONN zurück, und die Aufträge zwischen den Magazinen – Webseiten, Saisonmagazine, Marketingkonzepte etc. – sind 2025 leider weitgehend ausgeblieben. Deshalb müssen wir nun die Reißleine ziehen und zusammen mit dem Unternehmen auch SPORTHEILBRONN einstellen.

Ein ambitioniertes Projekt

Ich erinnere mich noch genau an die Entstehungsgeschichte des Magazins. Im September 2015 hatte ich beim Besuch einer Veranstaltung in Köln ein regionales Sportmagazin in die Finger bekommen. „Sowas für meine Heimatstadt Heilbronn, das hätte was“, dachte ich mir und steckte das Heft ein, noch nicht ahnend, dass ich damit die Grundlage für so etwas wie mein „Lebenswerk“ gelegt hatte. Wieder zurück in Heilbronn, verschwand das Heft auf meinem Schreibtisch unter einem Stapel. Zwei, drei Wochen später fiel es mir wieder in die Hände, und erneut gefiel mir die Idee, ein solches Magazin für Heilbronn zu machen. Ich analysierte das Kölner Heft, schaute mir dessen Anzeigenpreise an, holte mir ein Druck-Angebot und erstellte eine erste Kalkulation. Diese zeigte mir: Ein regionales Sportmagazin ist nicht nur ideell eine tolle Sache. Es könnte vielmehr auch finanziell interessant werden, wenn man die entsprechenden Werbepartner findet.

Ich brachte ein Konzept zu Papier und fuhr damit Anfang November 2015 zu Markus Otten, dem damaligen Vorsitzenden des Stadtverbands für Sport. Er vereinbarte direkt einen Präsentationstermin im Schul-, Kultur- und Sportamt Heilbronn, dessen Leiterin Karin Schüttler meinte: „So etwas habe ich mir schon immer für Heilbronn gewünscht.“ Sie leitete mein Konzept weiter an Sport-Bürgermeisterin Agnes Christner und Oberbürgermeister Harry Mergel. Zu meiner Überraschung mündete dies in einer kleinen finanziellen Starthilfe durch die Stadt Heilbronn. Dafür möchte ich heute nochmal ausdrücklich DANKE sagen!!!

Mein Netzwerk hatte sich bis dahin auf das Umfeld des damaligen EHC Eisbären Heilbronn beschränkt, bei dem ich 12 Jahre lang Mitglied des Vorstands war und in dessen VIP-Raum ich ein paar Leuten von meinen Plänen berichtet hatte. „Cool, da bin ich dabei und mache die ganzen Fotos“ – der damalige Eisbären-Fotograf Marcel Tschamke war der Erste, der mir seine Unterstützung zusagte. Für die ersten 19 Ausgaben war Marcel bei so gut wie jedem Termin mit dabei und fuhr sogar mit mir zusammen bis nach Düsseldorf. Lieber Marcel, ohne dich und deine Bilder wäre das alles am Anfang nur halb so gut geworden. Auch an dich: herzlichen Dank!!!

Treue Werbepartner

Ein ganz besonderes Dankeschön möchte ich an einen Mann schicken, den wir im Oktober 2017 leider viel zu früh im Alter von nur 46 Jahren verloren haben. René Lachmund war nicht nur Präsident des Turngau Heilbronn, sondern auch Unternehmer. Als ich ihm bei den Eisbären von der Idee eines regionalen Sportmagazins erzählt hatte, buchte er mit seinem Unternehmen Speedytex ohne lange nachzudenken gleich zwei ganzseitige Anzeigen und steuerte so einen wesentlichen Beitrag für die ersten Hefte bei. Leider durfte er nur fünf SPORTHEILBRONN-Ausgaben erleben.

Ich sehe mich noch bei einem Heimspiel der Eisbären gemeinsam mit Harald Krusenotto vor der Pistenbar stehen. „Wenn du auch Sportrecht thematisieren möchtest, kann ich dir gerne einen Text dazu schreiben“, bot mir der Heilbronner Rechtsanwalt an, was ich natürlich gerne annahm – ebenso wie seine Anzeige.

Seine Kanzlei von Bülow & Collegen in der Wollhausstraße ist uns bis heute als Werbepartner treu geblieben. Genauso wie fünf andere Anzeigenpartner: Die Heilbronner Versorgungs GmbH (HNVG), der Friseursalon Beck mit Inhaberin Nicole Seufer, das Szenelokal Gartenlaube Heilbronn mit Matze Kern, die Sportmedizin- und Orthopädie-Experten vom Medicross Zentrum Neckarsulm mit Dr. Boris Brand sowie das Ingenieurbüro Thomas Erbe waren in allen 39 Ausgaben mit ihrer Anzeige vertreten. Wie kann ich mich jemals für diese sensationelle Unterstützung bedanken?

In den 39 Ausgaben durften wir – ich habe extra nochmal alle Hefte durchgeblättert – mit stolzen 192 Anzeigenpartnern zusammenarbeiten, die auf insgesamt 2.048 SPORTHEILBRONN-Seiten mit 1.670 Anzeigen präsent waren. Wow, was für Zahlen! Danke an alle Partner, die uns über diese fast zehn Jahre begleitet haben. Ohne euch hätte es kein SPORTHEILBRONN-Magazin gegeben.

Danke an das Team

Ein ganz großes Dankeschön möchte ich auch an Doris Diringer senden. Sie hat ab der vierten Ausgabe die meist undankbare Aufgabe der telefonischen Anzeigenakquise übernommen und konnte in ihrer freundlich-hartnäckigen Art zahlreiche Partner für uns gewinnen, die uns zum Teil bis heute treu geblieben sind. Ein ganz großes Lob an dieser Stelle nochmal nach Bad Rappenau!

In den fast zehn Jahren seit 2016 haben neben mir in Michael Roll, Enny Bayer, Natalie Rothenbächer, Lena Staiger, Benjamin Krek, Stefanie Hägele, Nils Arnold, Simon Bleeker und zuletzt Lara Auchter neun Redakteurinnen und Redakteure in unserem Auftrag Beiträge für das SPORTHEILBRONN-Magazin geschrieben. Dazu kamen 35 Gastautorinnen und -autoren, wobei ich mich jedesmal extrem gefreut habe, wenn wieder jemand von unseren Heilbronner Leistungssportlerinnen und -sportlern einen Beitrag beigesteuert hat. Und dann war da noch unsere Grafikerin Emily Kühl, die dem Magazin, nach dem ersten Redesign durch Thommy Bödding Ende 2019, im Jahr 2022 nochmal einen frischeren Look „verpasst“ hat.

Insgesamt waren neun Fotografinnen und Fotografen für SPORTHEILBRONN vor Ort im Einsatz: Marcel Tschamke, Chelsey Maschmeyer, Achim Gehrig, Philipp Föll, Leo Pfister, Iris Drobny, Giulietta Rhein sowie in letzter Zeit ganz oft Thomas Kircher und Linda Grof.

Ganz am Ende, wenn alle Seiten einer Ausgabe fertiggestellt waren, haben wir meist nochmal zu dritt alles Korrektur gelesen, wobei vor allem dem „Adlerauge“ meiner Frau Marika Scherlinzky kaum mal ein falsch gesetztes oder fehlendes Komma, ein Buchstabendreher oder ein satzbaulicher Holperer entgangen ist. Ist euch aufgefallen, dass wir nur ganz selten mal Schreibfehler im Heft hatten? Marikas Verdienst!

Nicht zuletzt geht ein ganz großes Dankeschön an Schweikert Druck und Joachim Klier sowie bis zur Ausgabe 18 an Gmähle-Scheel und Alex Wolff für die zuverlässige Abwicklung der Druckaufträge.

Danke auch an euch alle für euren Einsatz!

Magazin für vermeintliche „Randsportarten“

Hatte sich meine kleine Sportwelt anno 2016 noch hauptsächlich auf Eishockey beschränkt, so öffneten sich mit dem Einstieg in SPORTHEILBRONN plötzlich Türen zu den verschiedensten Sportarten. Turnen, Ringen, Lacrosse, Rollkunstlauf, Rollstuhlsport – ich entdeckte relativ schnell, wie vielfältig die Heilbronner Sportlandschaft doch ist, wenn man erstmal an der Oberfläche kratzt. Als normaler Tageszeitungsleser erfährst du zwar viel über Fußball, aber naturgemäß nur wenig über andere Sportarten, wenn diese sich unterhalb eines gewissen sportlichen Levels bewegen.

Dadurch hatte zumindest ich vor 2016 den Eindruck, dass im Heilbronner Sport nicht wirklich viel los ist. Oh, habe ich mich getäuscht! Es gab und gibt so viele Sportarten und Vereine, hinter denen Menschen stehen, die ehrenamtlich und mit Herzblut dafür sorgen, dass viele weitere Personen in der Gemeinschaft Sport treiben, Freunde und zum Teil auch einen Lebensinhalt finden können.

Mir wurde schon früh bewusst, dass es diese Menschen und ihre Geschichten sind, die erzählt werden wollten. Da es bei einem vierteljährlich erscheinenden Magazin keinen Sinn macht, über Ergebnisse zu berichten, und auf der anderen Seite Fußball in allen anderen Publikationen allgegenwärtig ist, beschloss ich, mich vorrangig auf die vermeintlichen „Randsportarten“ zu konzentrieren.

Der richtige Themenmix

Es hat ein paar Ausgaben gebraucht, ehe ich den richtigen Mix an Themen gefunden hatte, mit dem ich Sportfans und aktive Sportler zugleich bedienen konnte. Meist bin ich nach dem Schema vorgegangen, die bekannten Heilbronner Leistungssportlerinnen und -sportler sowie die publikumsträchtigen Sportarten in den Vordergrund zu stellen und in deren „Fahrwasser“ Einblicke hinter die Kulissen von Vereinen und Sportlern zu geben, die sonst nie im Fokus standen und selbst Insidern oft nicht bekannt waren. So hat sich das SPORTHEILBRONN-Magazin nach und nach etabliert.

Wichtig war mir dabei auch, Blicke über den Tellerrand hinaus zu gewähren, beispielsweise durch Gastbeiträge über Sportrecht, Sportmedizin, Physiotherapie oder Trainingstipps.

Ideen von außen habe ich dabei gerne angenommen, wenn sie in das Konzept des Magazins passten. Als mir einer unserer Werbepartner vom Judotrainer seines Juniors berichtete, der ein „Kinderflüsterer“ sei, und dazu meinte, über so jemanden müsste man mal berichten, haben wir daraus kurzerhand die Rubrik „Stille Helden des Sports“ ins Leben gerufen – Grüße an dieser Stelle an Matze Kern und Ferdi Filiz. In den Ausgaben 7 bis 32 haben wir in dieser Rubrik in jedem Heft Personen vorgestellt, ohne die im regionalen Sport nur wenig gehen würde oder die ein besonderes Schicksal zu meistern haben, die aber nie im Fokus der Öffentlichkeit stehen.

Eine weitere Idee der frühen Ausgaben entstand – mal wieder – bei einem Eishockeyspiel der Eisbären Heilbronn. Andrea Hermann-Wielsch berichtete von ihrer damals 12-jährigen Tochter Enni Wielsch, die zwar im Winter als Shorttrack-Skaterin erfolgreich war, für den Sommer aber noch nicht die richtige Sportart gefunden hatte. Daraus entstand unser Experiment „Enni testet“, in der das spätere Käthchen von Heilbronn die unterschiedlichsten Sportarten in Heilbronner Vereinen ausprobiert hat – eine Aktion, an die sie sich heute noch gerne erinnert.

Menschen zusammenbringen

Zu „meinem Ding“ hat sich im Lauf der Jahre das Zusammenbringen von Menschen aus unterschiedlichsten Bereichen entwickelt – denn daraus haben sich die interessantesten Magazin-Beiträge ergeben. Schon in Ausgabe 2 gab es ein Treffen der Olympioniken Carina Bär und Eduard Popp mit den Heilbronner Top-Talenten, bei dem diese von zwei echten Vorbildern wertvolle Tipps für ihre eigene sportliche Laufbahn bekamen. Auch 2021 (mit Eduard Popp, Henning Mühlleitner und Elisabeth Seitz) und 2024 haben wir in Heilbronn solche Olympia-Talkrunden für Nachwuchssportlerinnen und -sportler veranstaltet.

Gerne denke ich auch an unsere beiden „Elternabende“ zurück, als wir uns mit den Müttern und Vätern von Leistungssportlern zusammengesetzt und herausgefunden haben, was Erziehende bewältigen müssen, damit Kinder zu eben diesen Leistungssportlern werden können. Solche Runden, die auch mich jedesmal aufs Neue inspiriert haben, gab es u.a. auch zu Themen wie schwere Verletzungen, Druck im Leistungssport, Sport und Beruf sowie Sport mit Handicap.

Networking beim Sportstammtisch

Schon 2016 habe ich festgestellt, dass sich die „Player“ aus den verschiedenen Heilbronner Vereinen und Sportarten nicht wirklich kannten. Immer, wenn ein paar Leute aus unterschiedlichen Bereichen zusammensaßen, hatten sie sich in kürzester Zeit „festgebabbelt“ – für mich ein Zeichen, dass jemand dafür sorgen sollte, dass es einen regelmäßigen Austausch im Heilbronner Sport gibt. Die Idee für den Sportstammtisch war geboren. Dieser fand am 19. Juni 2017 zum ersten Mal statt, mit 24 Teilnehmern, die sich einig waren, dass es diese Treffen künftig öfter geben muss.

Seither findet der Sportstammtisch im halbjährlichen Rhythmus statt, und bei seiner 12. Auflage im Mai 2024 konnten wir zum ersten und bislang einzigen Mal die Marke von 100 Teilnehmern knacken. Da wir ja seit 2022 auch unser Stuttgarter Magazin herausgegeben haben, wuchs das Netzwerk natürlich auch dort, was einige Leute zum Stammtisch führte, die man in Heilbronn nicht unbedingt zu treffen erwartet – wie zum Beispiel Handball-Weltmeister Markus Baur, die aus Finnland stammende Stuttgarter Volleyball-Legende Roosa Koskelo, die Eltern von Tennisprofi Laura Siegemund und Olympiateilnehmer wie Elisabeth Brandau oder Philip Schaub.

Beim 15. Sportstammtisch am 3.11.2025 habe ich verkündet, dass wir mit WinWin-Sportmarketing und den Magazinen aufhören werden. „Aber den Stammtisch wird es doch weiterhin geben, oder?“, kamen einige besorgte Gäste auf mich zu. War ich anfangs noch zögerlich, so wurde mir schnell das klar, was ich hier auch nochmal offiziell sage: „Ja, den Sportstammtisch wird es auch weiterhin geben!“

Gemeinsames Überleben während Corona

Eine einschneidende Zeit waren auch beim SPORTHEILBRONN-Magazin die beiden Corona-Jahre 2020 und 2021. Die 15. Ausgabe im Januar 2020 war wirtschaftlich gesehen eine unserer besten. Ich hatte 2019 aus der bisherigen One-Man-Show ein kleines 3er-Team geformt und wir sprühten vor Motivation. Im Februar 2020 hatten wir mit Unterstützung von Rennfahrer Markus Pommer auf der Kartbahn Bad Rappenau den „SPORTHEILBRONN Kart-Cup“ mit 12 Vereins-Teams ausgetragen, beim Sportstammtisch durften wir 96 Besucher begrüßen. Im März 2020, also kurz vor dem ersten Lockdown, habe ich ein E-Sport-Konzept für eine FIFA-Vereinsliga vorgestellt, deren Kickoff-Event für den Eröffnungstag der Fußball-EM 2020 in der Heilbronner Stadtgalerie geplant war.

Doch mit dem Lockdown wurde all dem radikal der Stecker gezogen. Alle Pläne futsch, die Motivation weg. Meine Existenz stand auf dem Spiel. Ich lag wehrlos am Boden.

Nach wenigen Tagen kam mir die Erkenntnis, dass es ja nicht nur mir so ging, sondern dass fast alle vor den gleichen Problemen standen. Also stellte ich kurzerhand in der Gamer-Plattform Discord einen virtuellen Sportstammtisch auf die Beine, der am 30. März 2020 zum ersten Mal und dann in zehn Wochen hintereinander jeweils montagabends stattfand. Bei den ersten Online-Stammtischen war es noch darum gegangen, das mentale Loch nicht allein bewältigen zu müssen, sondern mit Gleichgesinnten reden zu können.

Nach den ersten Treffen hatten wir uns spezielle Themen wie Pressearbeit, Dopingkontrollen, Crowdfunding und Behindertensport ausgesucht, zu denen wir Experten wie Stefanie Wahl (Ressortleiterin Sport der Heilbronner Stimme) und Volker Laakmann (Geschäftsführer der PWC GmbH, die im Auftrag der NADA Dopingkontrollen durchführt) eingeladen haben, die uns spannende Einblicke in diese Bereiche gaben. Insgesamt hatten wir in diesen zehn Wochen über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Start – darunter neben Heilbronner Funktionären und Leistungssportlern auch „Auswärtige“ wie U23-Kanuweltmeister Conrad Scheibner, Basketball-Nationalspielerin Katharina Fikiel und Paralympics-Teilnehmerin Janne Engeleiter.

Das Faszinierende war: Der virtuelle Sportstammtisch motivierte uns wieder, er kreierte Freundschaften und schaffte eine unglaubliche Solidarität. Bis heute ist es eines meiner persönlichen Highlights aus 32 Jahren Selbstständigkeit, dass nach dem ersten Online-Stammtisch 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam eine ganzseitige Anzeige in SPORTHEILBRONN-Ausgabe 16 buchten, um uns beim Überleben zu helfen. Danke nochmal an euch!!!

Tolle Menschen und Freundschaften

In den zehn Jahren SPORTHEILBRONN durfte ich viele unglaublich tolle Menschen kennenlernen und habe tiefe Einblicke hinter Kulissen und Schicksale bekommen. Auch wenn ich nicht selten über 30 Jahre älter war als meine Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner, habe ich bei jedem Interview ein Vertrauen in meine Person gespürt, das mich stolz gemacht hat und das mein Team und ich sehr gerne zurückgegeben haben. Eines unserer Prinzipien war, dass grundsätzlich jeder Beitrag, der wir in unseren Magazinen veröffentlichen, vorher von den Personen, über die wir schreiben, gelesen und freigegeben wird. Aus diesem gegenseitigen Vertrauen sind Freundschaften entstanden, die hoffentlich auch weiter Bestand haben werden.

Wenn ihr euch diese letzte SPORTHEILBRONN-Ausgabe durchlest, wisst ihr vielleicht, was ich meine. Ich habe mich in den letzten Wochen nochmal mit den Sportlerinnen und Sportlern getroffen, über die wir in den 39 Ausgaben am meisten berichtet haben und zu denen immer noch ein freundschaftlicher Kontakt besteht. Besonders berührt haben mich dabei die Gastbeiträge von Denise Krebs und Natalie Rothenbächer, die das, was ich hier beschreibe, nochmal in eigenen Worten ausdrücken.

Zugegeben, vieles in dieser Ausgabe geht ziemlich in Richtung „Selbstbeweihräucherung“ – sorry for that. Vielleicht ist dies für mich einfach der Weg, um mir den Abschied von dem, was ich die letzten zehn Jahre aufgebaut habe, einfacher zu machen.
Ich persönlich bleibe übrigens dem Heilbronner Sport erhalten und ihr trefft mich künftig in der Geschäftsstelle der TSG Heilbronn an. Die TSG hat für mich eine Stelle als Referent für Marketing und Kommunikation geschaffen, in der ich mich sowohl um die Belange des Hauptvereins als auch um die der Basketballer der Heilbronn REDS kümmern werde. Eine Aufgabe, auf die ich mich riesig freue!

Meine abschließenden Worte möchte ich gerne an unsere Redakteurin Lara Auchter richten, die in den letzten drei Jahren die Praxisphasen ihres Dualen Studiums an der IU bei uns verbrachte, einen Großteil unserer Magazinbeiträge verfasste und sich auch in der Agentur zu einer unverzichtbaren Säule entwickelte. Liebe Lara, ich möchte dir für alles danken, was du für uns geleistet hast, und ich wünsche dir das Allerbeste für die nun anstehende Bachelorarbeit, für dein kommendes Jahr in Kanada sowie für deine Zukunft. Ich bin super stolz darauf, wie du dich in den drei Jahren entwickelt hast!

Als Titelfoto dieser letzten Ausgabe habe ich – hier ist es wieder, das Thema „Selbstbeweihräucherung“ – mein absolutes Lieblingsfoto aus 32 Ausgaben ausgewählt: Lara und ich zusammen mit Hochsprung-Olympiasieger Gianmarco Tamberi, der uns im strömenden Regen auf dem Heilbronner Marktplatz den Schirm hält. Ein Foto, das den Spirit von SPORTHEILBRONN ausdrückt – Sympathie, Authentizität und Nähe zu den Sportlern.

In diesem Sinne, machts gut. Over and out, euer

Ralf Scherlinzky (Herausgeber)