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	<title>Ausgabe 26 | sportheilbronn Magazin</title>
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		<title>Annika Bruhn: Der perfekte Zeitpunkt fürs Karriereende</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ralf Scherlinzky]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Nov 2022 12:53:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 26]]></category>
		<category><![CDATA[Schwimmen]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner">Die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Rio 2016 – eines der Highlights der Karriere von Annika Bruhn.<br />
Foto: privat</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Mit dem Franz Kafka-Zitat „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht“ gab Annika Bruhn am 16. Oktober 2022 im Rahmen eines Posts in den Sozialen Medien ihr Karriereende als Schwimmerin bekannt. Nach zwölf Jahren Leistungssport, drei Olympia-Teilnahmen, Gold und Bronze bei Europameisterschaften, einer WM-Medaille und gefühlt unzähligen Deutschen Meisterschaften macht die mehrfache Unterländer Sportlerin des Jahres nun Schluss.</p>
<p>„Das war keine Entscheidung, die ich von heute auf morgen getroffen habe“, berichtet uns die bisherige Spitzenathletin des Schwimmteams der Sport-Union Neckarsulm. „Eigentlich hatte ich mir schon vor Tokio Gedanken in diese Richtung gemacht. Jetzt war der perfekte Zeitpunkt für das Karriereende gekommen.“</p>
<p>Anfang Oktober feierte die gebürtige Karlsruherin, die in Bietigheim aufgewachsen ist, ihren 30. Geburtstag. Ein paar Monate vorher erfolgte der Umzug nach Leonberg. Den Ausschlag dafür, dass sie den sportlich erfolgreichen Lebensabschnitt jetzt für beendet erklärt hat, war letztendlich aber weder das Alter, noch der Umzug, sondern der Abschluss ihres Master-Studiums.</p>
<p>„Ich habe seit Januar an meiner Master-Thesis geschrieben und hatte den Sport deshalb hintenan gestellt. Deshalb ist mir der Schritt jetzt auch nicht allzu schwergefallen“, sagt Annika Bruhn, die aber zugibt, dass sie beim Verfassen ihres Abschiedsposts „schon ein bisschen emotional“ wurde. „Ich habe für den Post einige Bilder mit meinen persönlichen Highlights herausgesucht, da sind schon viele Momente wieder hochgekommen.“</p>
<p>Annika Bruhn wäre nicht Annika Bruhn, hätte sie nicht schon die nächste Lebensphase aktiv eingeläutet. „Ich habe Mitte Oktober meinen neuen Job beim Deutschen Olympischen Sport-Bund in Frankfurt begonnen und mache dort jetzt erstmal für ein Jahr Elternzeitvertretung im Bereich Gesundheitsmanagement und Duale Karriere“, erzählt sie. „Das ist für mich jetzt der ideale Berufseinstieg, um das, was ich in diesem Bereich studiert habe, auch in der Praxis anwenden zu können. Toll ist auch, dass ich weiterhin im Sport bleiben kann. Ich lerne dort jetzt quasi die andere Seite des Sports kennen und finde es recht spannend, den ganzen organisatorischen Bereich zu sehen. Zum Beginn bin ich etwa die Hälfte der Zeit in Frankfurt und arbeite die anderen 50 Prozent von zuhause aus.“</p>
<p>So ganz ohne Schwimmen geht es dann aber doch noch nicht. „Ich habe das jetzt so lange gemacht und habe einfach immer noch Spaß am Schwimmen. Deshalb gehe ich regelmäßig in Sindelfingen ins Wasser, auch um abzutrainieren. Und da ich in den letzten zwölf Jahren doch einige Erfahrungen gesammelt habe, kann ich das dortige Schwimmteam unterstützen und Tipps geben.“</p>
<p>Oft wird man Annika Bruhn in der Region künftig wahrscheinlich nicht mehr zu Gesicht bekommen. „Aber ich werde schon noch das eine oder andere Mal da sein. Schließlich fahre ich auf dem Weg nach Frankfurt immer an Neckarsulm und Heilbronn vorbei und habe hier doch noch ein paar Leute, die ich kenne. Deshalb werde ich schon das eine oder andere Mal vorbeischauen“, versichert sie.</p></div>
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		<title>Michèle Rauhut: Vizeweltmeister der Veteranen im Ringen</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/michele-rauhut-vizeweltmeister-der-veteranen-im-ringen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nils Arnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Nov 2022 12:45:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 26]]></category>
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		<category><![CDATA[VeteranenWeltmeisterschaften]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Nach einer schweren Schulterverletzung 2020, mit monatelanger Ausfallzeit, hat sich Michèle „Miki“ Rauhut in den Ring zurückgekämpft. Bei den Veteranen-Weltmeisterschaften in Bulgarien musste sich der 49-jährige Erlenbacher im Finale nur dem Amerikaner Thomas Donahue geschlagen gegeben und konnte sich über den Gewinn der Silbermedaille und den Titel Vizeweltmeister freuen. Im Interview redet er über die Weltmeisterschaften und die Rückkehr in den Ring nach seiner Verletzung. </strong></em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Wie fühlt es sich an, nach deinem ersten Titelgewinn 2011, mal wieder eine WM-Medaille um den Hals hängen zu haben?</strong></em><br /><strong>Michèle Rauhut:</strong> Ich habe mich sehr über den Gewinn der Silbermedaille gefreut. Ich hatte schon vorher insgeheim die Hoffnung, dass ich eine Medaille aus Bulgarien mitbringen könnte.</p>
<p><em><strong>Muss man sich für die Weltmeisterschaften qualifizieren oder kann man sich einfach anmelden?</strong></em><br /><strong>Michèle Rauhut:</strong> Bei den Veteranen gibt es keine Qualifikationen. Man meldet sich beim deutschen Ringerbund an, der gibt das weiter und besorgt die Lizenzen. Die gesamten Kosten bleiben aber an einem selbst hängen. Die Lizenz zur Teilnahme kostet 100 Euro. Dazu kommen noch die Kosten für ein Hotel und den Flug nach Bulgarien.</p>
<p><em><strong>Wie groß ist das Teilnehmerfeld?</strong></em><br /><strong>Michèle Rauhut:</strong> Es gibt verschiedene Altersklassen. Die Klasse A fängt bei 35 Jahren an und hört bei 40 auf. Es zieht sich bis zur Altersgruppe E, in der Ringer im Alter von 56 bis 60 teilnehmen. In meiner Alters- und Gewichtsklasse gab es 18 Teilnehmer aus den verschiedensten Ländern. Viele kennt man schon aus den vorherigen Jahren. Die Veranstaltung wird immer beliebter, es kommen immer mehr und auch stärkere Ringer zu diesen Events.</p>
<p><em><strong>In welcher Klasse ringst du?</strong></em><br /><strong>Michèle Rauhut:</strong> Ich ringe in der Klasse C für 46-50-Jährige.</p>
<p><em><strong>Wie lief der Wettkampf ab?</strong></em><br /><strong>Michèle Rauhut:</strong> Ich musste in der ersten Runde gegen einen guten Freund von mir ringen, der letztes Jahr WM-Dritter geworden war. Da bestand dann direkt die Gefahr, bei einer Niederlage rauszufliegen, falls der andere es nicht ins Finale schaffen sollte. Ich konnte den Kampf mit 5:2 gewinnen. Im zweiten Kampf bin ich gegen einen Bulgaren angetreten. Die ersten Minuten auf der Matte habe ich komplett verschlafen und lag schnell mit 0:4 hinten. Dadurch konnte ich nicht meinen Stil ringen und musste über die kämpferische Leistung zurück in den Kampf finden. Am Ende habe ich das Blatt noch wenden können und bin mit 7:4 als Sieger von der Matte gegangen. Nach dem Kampf hatte ich nur 15 Minuten Zeit, bis ich das nächste Mal ran musste. Diesmal stand mir ein Kasache gegenüber. Wieder bin ich mit 0:2 in Rückstand geraten, konnte aber auch da das Ruder rumreißen und den Kampf mit 7:2 für mich entscheiden.</p>
<p><em><strong>Wie ging es dann im Finale weiter?</strong></em> <br /><strong>Michèle Rauhut:</strong> Ich hatte mich im zweiten Kampf am Knie verletzt, durch das Adrenalin und die Bewegung in der Muskulatur den Schmerz aber noch nicht richtig gespürt. Bis zum Finale waren für mich ein paar Stunden Pause und wir sind ins Hotel gefahren, um uns kurz hinzulegen. Als ich aufgewacht bin, hatte ich einen stechenden Schmerz im Knie. Ich hatte überhaupt keine Stabilität beim Auftreten. Da war mir schon klar, dass das Innenband nicht in Ordnung sein kann. Wir sind dann zurück in die Halle gefahren, weil das Finale ja anstand. Ich musste gegen einen Amerikaner ran, der im Vorjahr WM-Dritter in der Gewichtsklasse über mir geworden war. Er war mir kräftemäßig weit überlegen und ich konnte meine technischen Vorteile aufgrund seiner Kraft nicht nutzen. Das kaputte Knie hat mich auch nochmal eingeschränkt. Ich habe den Kampf dann mit 0:5 verloren, bin aber auch so sehr zufrieden.</p>
<p><em><strong>Du hattest bereits 2020 eine schwere Verletzung. Wie schwierig war es für dich wieder auf die Matte zu kommen?</strong></em><br /><strong>Michèle Rauhut:</strong> Sehr schwierig. Ich hatte mir alles gerissen, was man sich in der Schulter reißen kann, und bin nach der OP für neun Monate ausgefallen. Ich habe jeden Tag trainiert, um wieder ringen zu können. Man braucht nach so einer Verletzung einfach einen sehr starken Willen und muss sich jeden Tag wieder quälen, damit man wieder fit wird, vor allem in meinem Alter.</p></div>
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		<title>Fechterin Fanny Straub &#8211; Holpriger Start in Übersee</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/fechterin-fanny-straub-holpriger-start-in-uebersee/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ralf Scherlinzky]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Nov 2022 12:06:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 26]]></category>
		<category><![CDATA[Fechten]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner">Fanny Straub (Mitte) und ihr Team der Wagner College Seahawks.<br />
Foto: Wagner College</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Im August ist Fechterin Fanny Straub vom FC Würth Künzelsau in die USA aufgebrochen, um ihre schulische und sportliche Karriere am College fortzusetzen. Anfang Oktober trat sie in New Haven das erste Mal für ihr neues Team an, die Seahawks des Wagner-College New York City.</p>
<p>Beim Einladungsturnier in New Haven ging es für die 19-Jährige und ihre Team-Kolleginnen um wichtige Erfahrungen für die anstehende College-Saison, für die sich die Seahawks einiges vorgenommen haben. Umzug, Trainerwechsel, neue Trainingspartnerinnen und das komplett ungewohnte Umfeld gingen an der Fechterin nicht spurlos vorbei. Doch sie berichtet trotzdem: „Ich fühle mich sehr wohl hier und bin super aufgenommen worden.“</p>
<p>Die Umstellung auf tägliches Training schon um sechs Uhr morgens mit einem anschließenden Uni-Alltag sei nicht leicht zu bewältigen, gibt sie zu. So ist es auch kein Wunder, dass die Künzelsauer Fechterin bei ihrem ersten Auftritt nicht ihr volles Potential ausschöpfen konnte, wie sie selbstkritisch feststellt. Ein Platz im Mittelfeld entspreche nicht den Ansprüchen des einzigen deutschen Talents im Wagner-Aufgebot. Dennoch war die gebürtige Nürnbergerin bei ihrem Einstand die erfolgreichste Sportlerin ihrer Disziplin für die „Falken“.</p>
<p>Bevor es bald um wichtige Punkte geht, wird das Training jetzt noch weiter intensiviert und spezifischer auf die Wettkämpfe zugeschnitten. Bisher hat der neue Chefcoach der Universität viel Wert auf Teambuilding gelegt. Dies hat sich ausbezahlt. „Obwohl unser Team mit Sportlerinnen aus unterschiedlichen Nationen neu zusammengewürfelt ist, haben wir bereits einen enormen Zusammenhalt im Team. Ich trainiere mit Teamkolleginnen aus Europa, den USA und Mexiko und teile mir mein Zimmer mit einer mexikanischen Fechterin“, erzählt Fanny Straub.</p>
<p>Im November geht es dann gemeinsam los auf Punktejagd für das anvisierte Ziel: die erfolgreichste Fecht-Saison in der Wagner-Geschichte.</p></div>
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<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://sportheilbronn-magazin.de/fechterin-fanny-straub-holpriger-start-in-uebersee/">Fechterin Fanny Straub &#8211; Holpriger Start in Übersee</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://sportheilbronn-magazin.de">sportheilbronn Magazin</a>.</p>
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		<title>Marten Gubernath: Neuer Geschäftsführer der TG Böckingen</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/marten-gubernath-neuer-geschaeftsfuehrer-der-tg-boeckingen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nils Arnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Nov 2022 11:23:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 26]]></category>
		<category><![CDATA[MartenGubernath]]></category>
		<category><![CDATA[TGBöckingen]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Marten Gubernath hat am 1. September 2022 das Amt des Geschäftsführers der TG Böckingen übernommen. Der gebürtige Lauffener war zuletzt bei der Sportvereinigung Feuerbach als Leiter des Bereichs Fitness und Gesundheit tätig und hat nun die Nachfolge von Markus Denz angetreten. Vor längerer Zeit leitete er bereits den Sportpark in Sindelfingen, er bringt also massig Erfahrung mit nach Böckingen. „Als sich die Chance geboten hat, in der Region Heilbronn einen Geschäftsführerposten zu übernehmen, habe ich nicht lange gezögert. Ich wohne mit meiner Lebensgefährtin und drei Kindern in Lauffen. Die Fahrerei nach Stuttgart war auf Dauer anstrengend und ist ins Geld gegangen, weshalb ich sehr froh bin, zu meinen Wurzeln zurückkehren zu können. Ich habe hier meinen Zivildienst gemacht und kenne etliche Sporthallen und -anlagen aus meiner Jugendzeit“, erklärt der neue TGB-Geschäftsführer.</p>
<p>Auch außerhalb des Jobs ist der 51-Jährige sportbegeistert. In seiner Jugend spielte er Tischtennis und betrieb Kampfsport. Heute verbringt der passionierte Tennisspieler und Läufer gerne Zeit beim Fitnesssport oder fährt Ski.</p>
<p>Die nächste Zeit wird sowohl für den Familienvater als auch für den Verein nicht einfach werden. „Die Energiekrise ist natürlich eine Herausforderung für jeden Sportverein. Ich glaube aber, dass wir da ganz gut aufgestellt sind und die kommenden Monate mit Bravour meistern werden“, versichert er.</p>
<p>Auf den neuen Posten angesprochen sagt der Betriebswirt und Sportwissenschaftler: „Die Verantwortung als Geschäftsführer über den Gesamtverein mit seinen verschiedenen Abteilungen zu besitzen, das ist schon etwas Neues. Aber ich glaube da kommt, aufgrund meiner Erfahrung, nichts, was ich noch nie gehört habe.</p>
<p>Wir wünschen Marten Gubernath einen guten Start und eine erfolgreiche Zeit bei der TG Böckingen.</p></div>
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		<title>Bera Wierhake: Zwei Titel bei der Transplantierten-EM</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/bera-wierhake-zwei-titel-bei-der-transplantierten-em/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ralf Scherlinzky]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Nov 2022 10:40:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 26]]></category>
		<category><![CDATA[Transplantiertensport]]></category>
		<category><![CDATA[BeraWierhake]]></category>
		<category><![CDATA[TransplantiertenEM]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Bera Wierhake beim Zieleinlauf als 5.000m-Europameisterin <br />Foto: Richard Hall</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Hoch dekoriert kehrte Bera Wierhake von den Leichtathletik-Europameisterschaften der Transplantierten in England zurück. Die 22-jährige Öhringerin wurde sowohl über 5.000 als auch über 1.500 Meter Europameisterin und stellte einmal mehr unter Beweis, dass sie zu den weltbesten transplantierten Läuferinnen gehört.</p>
<p>Im Park vor dem Blenheim Palace in Oxford holte sich Bera Wierhake, die seit frühester Kindheit mit einer Spenderleber lebt und inzwischen für Vorträge über Organspende gebucht wird, beim 5.000m-Lauf nach rund einem Kilometer an einer Steigung den entscheidenden Vorsprung. „Nach drei Kilometern wurde dann einer der größten Albträume eines Läufers Wirklichkeit: Mein Schnürsenkel öffnete sich und ich musste die restlichen zwei Kilometer mit offenem Schuh hinter mich bringen“, berichtet sie über den Wettbewerb, den sie so schnell nicht vergessen wird.</p>
<p>Im Leichtathletikstadion am Radley College fand dann am letzten Tag der European Transplant Games das Rennen über 1.500 Meter statt. Bera Wierhake wurde auch hier ihrer Favoritenrolle gerecht und landete einen Start-Ziel-Sieg. „Es war ein taktisch geprägter Lauf, bei dem ich lange Zeit den Atem meiner englischen Konkurrentin im Nacken gespürt hatte“, erinnert sie sich. „Ich habe alles aus mir herausgeholt und konnte so am Ende tatsächlich meine zweite Goldmedaille gewinnen. Ich bin total glücklich, dass sich die harte Vorbereitung über den Sommer ausbezahlt hat.“</p>
<p>Neben den sportlichen Wettbewerben stand bei der EM der Austausch mit Sportlerinnen und Sportlern im Vordergrund, die alle mit einem fremden Organ körperliche Höchstleistungen vollbringen. „In dieser Woche ist mir wieder klar geworden, dass das Leben ein Geschenk ist und ich sehr dankbar bin, dass ich ein normales Leben ohne allzu große Einschränkungen führen darf. Mein Organspender ist mein persönlicher Held“, so Bera Wierhake.</p></div>
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		<title>Sport hinter Gittern in der Justizvollzugsanstalt Heilbronn</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/sport-hinter-gittern-in-der-justizvollzugsanstalt-heilbronn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ralf Scherlinzky]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Nov 2022 10:27:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 26]]></category>
		<category><![CDATA[JVA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Entlang der Heilbronner Steinstraße, mitten im Wohngebiet und nahe der Innenstadt, zieht sich eine nicht aufhören wollende, mehrere Meter hohe Mauer. Dahinter befindet sich auf einem rund 3,5 Hektar großen Gelände ein Gebäude, das zum Teil bereits 1867 erbaut wurde. Kaum ein Heilbronner hat bisher hinter diese Mauer geblickt. Und wer dann doch mal das zweifelhafte Vergnügen hatte, kam meist, um für eine längere Zeit zu bleiben. Die Justizvollzugsanstalt (JVA) Heilbronn ist so etwas wie eine Stadt in der Stadt, ein eigenes Ökosystem in einer Parallelwelt zu dem, was sich außerhalb abspielt. Doch das Leben dort hat nichts mit dem zu tun, was man aus dem Fernsehen – und dort womöglich noch aus US-Serien – zu kennen glaubt. Davon konnte sich die SPORTHEILBRONN-Redaktion live überzeugen. Sehr gerne sind wir der Einladung nachgekommen, der JVA einen Besuch abzustatten, um über die sportlichen Aktivitäten hinter Gittern zu berichten. Herzlichen Dank an die beiden für den Sport zuständigen Vollzugsbeamten Steffen Bechle und Toni Haiber, die uns weit tiefere Einblicke in das Gefängnisleben gegeben haben, als wir hier wiedergeben können.</strong></em></p>
<p>Tolle Sporthalle in etwas gewöhnungsbedürftiger Farbe: Der Sportkomplex der JVA Heilbronn mit dem angeschlossenen Kraftraum.<br />Fotos: SPORTHEILBRONN</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Stolz präsentiert uns Steffen Bechle die neue, in grellem Orange gehaltene Sporthalle mit integriertem Fitnessstudio, um die so mancher Heilbronner Verein die JVA beneiden würde: „Inzwischen ist die Halle unser Schmuckstück, aber das war nicht immer so. Sie wurde ursprünglich 1975 gebaut und war irgendwann so marode, dass wir Eimer aufstellen mussten, weil es an verschiedenen Stellen reingeregnet hatte. Letztes Jahr wurde sie dann komplett saniert und jetzt haben wir eine Halle, die sich echt sehen lassen kann.“</p>
<p>Tagsüber nutzen mehrere verschiedene Gruppen die Sportangebote, die neben den Hallensportarten Basketball, Volleyball, Tischtennis und Badminton auch Fußball auf dem Sportplatz im Freien umfassen. Abends dagegen gehören die Sportanlagen der Sportvereinigung Grün-Weiß Heilbronn e.V., einem eigenständigen Verein mit Sitz in der JVA, der an den DJK Heilbronn angegliedert ist und dessen Vorsitz Steffen Bechle innehat. „Da wir aus nachvollziehbaren Gründen keinen Jugendsport anbieten können, kooperieren wir mit dem DJK, damit wir gemeinnützig bleiben können“, erklärt der Vorsitzende.</p>
<p>Wie die Sportvereine draußen, wurde auch der Gefangenensportverein Grün-Weiss durch die Corona-Pandemie ordentlich in Mitleidenschaft gezogen. Bestehende Mitglieder hatten ihre Zeit in der JVA abgesessen und damit ihre Mitgliedschaft abgegeben. Neue kamen keine dazu, da das Sportangebot weitgehend eingefroren werden musste – also konnte der Verein auch kaum Einnahmen durch Mitgliedsgebühren generieren. Doch so langsam sollen neben dem Fußball auch die Hallensportarten wiederbelebt werden.</p>
<p>Ein erster großer Schritt in Richtung sportliche Normalität war das JVA-Sportfest am 8. Oktober 2022, das erstmals seit Beginn der Pandemie wieder stattfinden konnte. Zwei Monate lang plante ein mehrköpfiges Organisationskommitee das Event, bei dem es um weit mehr als um den Sport ging. „Das Sportfest ist für die Gefangenen auch ein gesellschaftliches Event, denn wir grillen gemeinsam und richten uns an diesem Tag auch nicht nach dem normalen Tagesablauf“, weiß Toni Haiber. „Vor Corona waren dann auch die Lebensgefährtinnen der Insassen dabei und wir hatten auch weitere Gäste von außen da – wie zum Beispiel den Boxer Dominik Britsch oder auch die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart. Wir hoffen, dass wir relativ schnell wieder daran anknüpfen können.“</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Steffen Bechle (2. von rechts) führte die SPORTHEILBRONN-Redaktion durch die JVA Heilbronn.</p></div>
			</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Einer, der sich bei Grün-Weiß engagiert und aktiv an der Organisation mitgearbeitet hat, ist Robin H. „Wir haben zwei Monate lang alles geplant, immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass uns Corona womöglich wieder einen Strich durch die Rechnung machen könnte“, berichtet der JVA-Insasse. „Dafür hat das Sportfest dann umso mehr Spaß gemacht, als es tatsächlich stattfinden konnte. Wir haben einen Wettbewerb mit verschiedenen Kraftsport-Wettkämpfen ausgetragen. Da hat man dann schon Sternchen gesehen und ich war am nächsten Tag noch fertig – was aber vielleicht auch an den vielen Steaks gelegen hat, die ich an dem Tag gegessen habe“, lacht er.</p>
<p>Allgemein sei der Sport für ihn das Wichtigste, was es im JVA-Alltag gibt, berichtet Robin H., der der Arbeitsgruppe der Reiniger angehört, die für die Sauberkeit und die Essensausgabe für die Mitgefangenen zuständig ist. „Wenn du dich nicht auspowern kannst, hast du die ganze Zeit nur deine Probleme im Kopf. Beim Sport kannst du dich aber für eine Stunde ablenken, und vor allem siehst du in der Sporthalle keine Gitter. Das ist fast ein bisschen wie draußen.“</p>
<p>Was uns besonders auffällt, als rund 20 Gefangene während ihres Hofgangs um uns herum Basketball spielen und im Kraftraum „pumpen“, ist der höfliche Umgangston zwischen Insassen und Bediensteten. „Bitte“ und „danke“ gehören ebenso dazu, wie die persönliche Ansprache per „Sie“ und „Herr“. Hatten wir die JVA anfangs noch mit den Bildern von US-Serien im Hinterkopf und mit einem flauen Gefühl betreten, fühlen wir uns auch in der Gesellschaft der Insassen wohl.</p></div>
			</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>„Unser Umgang beruht auf gegenseitigem Respekt“, erklärt Steffen Bechle. „Im Gefängnis Sport treiben zu dürfen ist ein Privileg, das man nicht leichtfertig aus der Hand gibt. Natürlich müssen wir achtsam und mit dem nötigen Fingerspitzengefühl agieren, aber der Sport verbindet. Solange wir gemeinsam Sport treiben, legen wir auch unsere Uniformen ab. So kann man auf einer ganz anderen Ebene agieren und entwickelt auch ein gegenseitiges Vertrauen. Ich mache jetzt seit 15 Jahren Sport mit den Gefangenen und kann mich nur an eine oder zwei kleine Auseinandersetzungen erinnern. Ärger machen eher diejenigen, die keinen Sport treiben und unausgeglichen sind.“</p>
<p>Die JVA-Mitarbeiter, die mit den Gefangenen Sport machen, haben alle mindestens den Übungsleiter C-Trainerschein. Doch die Übungsleiter kommen nicht nur aus dem Kreis der Vollzugsbeamten – auch Gefangene können Verantwortung als Trainer übernehmen. „Zum Teil bringen sie bereits eine Trainerausbildung von außen mit rein, es gibt aber auch die Möglichkeit, als Gefangener den C-Schein zu machen“, sagt Toni Haiber. „In der JVA Bruchsal wird die Übungsleiter-Ausbildung für Gefangene angeboten. Wenn sie den Schein machen wollen, kommen sie für ein paar Wochen nach Bruchsal und kehren dann mit dem Trainerschein wieder zu uns zurück.“</p>
<p>Dies ist bei weitem nicht die einzige Fortbildungsmöglichkeit, die die Justizvollzugsanstalten in Deutschland und Baden-Württemberg ihren Insassen ermöglichen. „Wenn man möchte und die passende Einstellung hat, kann man die Zeit im Gefängnis richtig gut nutzen“, so Toni Haiber. „Wir bieten Deutschkurse an und man kann bei uns den Hauptschulabschluss nachholen. Für die Mittlere Reife kann man nach Freiburg verlegt werden und es gibt auch die Möglichkeit ein Fernstudium zu absolvieren.“</p>
<p>Steffen Bechle ergänzt, dass in Betrieben der JVA Heilbronn auch Berufsausbildungen gemacht werden können, beispielsweise als Schreiner oder als Schlosser: „Dafür haben wir fast täglich einen Berufsschullehrer hier – selbst, wenn er nur für einen Gefangenen kommt. Aber natürlich funktioniert die Ausbildung nur für Leute, die mehrere Jahre hier sind.“</p>
<p>Im Durchschnitt bleiben die rund 300 Gefangenen für fünf bis sechs Jahre in der JVA Heilbronn, ehe sie wieder in die Freiheit entlassen werden. Es habe aber, schmunzelt Toni Haiber, auch schon Leute gegeben, die wegen Schwarzfahren für wenige Tage einsitzen mussten: „Mit so jemandem zu arbeiten, ist natürlich fast nicht möglich.“</p>
<p>Für uns als SPORTHEILBRONN-Redaktion war der Besuch in der JVA Heilbronn und die Führung durch den Zellentrakt, die Besuchszimmer, den Keller und die Sportanlagen einer der interessantesten Termine der letzten Jahre, bei dem wir gelernt haben, dass das, was uns die TV-Serien vom Gefängnisalltag vorgaukeln, nicht viel mit der Realität zu tun hat.</p></div>
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		<title>Olympia-Zweiter Ulrich Lind: Heilbronns Silber-Schütze von 1976 wird 80</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/olympia-zweiter-ulrich-lind-heilbronns-silber-schuetze-von-1976-wird-80/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lara Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Nov 2022 10:09:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 26]]></category>
		<category><![CDATA[Sportschießen]]></category>
		<category><![CDATA[UlrichLind]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Es war bei den Olympischen Spielen 1976 in Montréal, als sich Ulrich Lind für immer einen Platz in den Annalen der Unterländer Sportgeschichte sicherte. Der aus Heilbronn-Böckingen stammende Sportschütze war der erste Unterländer überhaupt, der eine olympische Medaille mit nach Hause brachte. Er gewann seine Silbermedaille exakt vier Tage, bevor Turner Eberhard Gienger am Reck Bronze holte. Auch heute lebt der bodenständige dreifache Olympia-Teilnehmer, zurückgezogen und gesundheitlich angeschlagen, noch mit seiner Frau in seinem Elternhaus in Böckingen. Im November wird „Uli“ Lind nun 80 Jahre alt. Wir haben uns mit seinem langjährigen Weggefährten Siegfried Eckstein von der Schützengilde Heilbronn getroffen, der für uns tief in sein Archiv gegriffen hat&#8230;</strong></em></p>
<p>Großer Empfang für den Silbermedaillen-Gewinner am Frankfurter Flughafen.<br />Fotos: privat</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Ulrich Lind trat 1957 in die Heilbronner Schützengilde ein und fasste in den Folgejahren als Kleinkaliberschütze bei Kreis-, Bezirks- und Landesmeisterschaften Fuß. Ab 1965 studierte Lind intensiv Schießtechniken, testete jeden Gewehrlauf und jede Patrone bis auf das kleinste Detail auf deren Zuverlässigkeit und Präzision und trainierte mehrere Stunden täglich. Zusammen mit einem Team aus Sportschützen dominierte er jahrelang die nationalen und internationalen Wettkämpfe und wurde 1971 zum ersten Mal Deutscher Meister. Im Laufe seiner Karriere sammelte er noch 22 weitere nationale Titel. Aufgrund dieser Leistungen und einem perfekten Qualifikationswettkampf konnte „Uli“ an den Olympischen Spielen 1976 in Montréal teilnehmen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Dort zeigte der sonst so gelassene und in sich ruhende Lind zum ersten Mal ein wenig Nerven, traf 597 von 600 Ringen und gewann „nur“ die Silbermedaille. Der Olympiasieg ging an seinen deutschen Teamkameraden Karlheinz Smieszek. Für diese Leistung wurde dem Böckinger das Silberne Lorbeerblatt als höchste Auszeichnung im deutschen Sport verliehen.</p>
<p>Die Europameisterschaften in Bukarest ein Jahr später verliefen ähnlich erfolgreich: Gold im Dreistellungskampf, einer Kombination, bei der man aus liegender, stehender und kniender Position schießen muss, Silber im Liegendschießen sowie einmal Gold und einmal Bronze in der Mannschaftswertung. Bei Weltmeisterschaften gewann Lind insgesamt fünf Silber- und zwei Bronze-Medaillen in Einzel- und Mannschaftswertungen.</p>
<p>Darüber hinaus stellte er 1982 einen neuen deutschen Rekord im Kleinkaliber-Liegendschießen auf – mit 600 von 600 Ringen. Ulrich Lind qualifizierte sich auch für die folgenden Olympischen Spiele 1980 in Moskau, bei denen er durch den Boykott aber nicht teilnehmen durfte. Bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles und 1988 in Seoul trat er wieder in der KK-Liegendklasse an, belegte dort dann die Plätze acht und 28.</p>
<p>Nach seinem sensationellen Triumph bei den Olympischen Spielen 1976 wurde Lind von vielen Wegbegleitern am Flughafen in Frankfurt begrüßt und bei seiner Rückkehr nach Heilbronn von Oberbürgermeister Dr. Hans Hoffmann auf der Rathaustreppe geehrt. Die damit einhergehende Kutschfahrt durch die Stadt hat sich bis heute in den Köpfen so mancher Heilbronner verankert.</p>
<p>Die Leistungen des Sportschützen sind nicht hoch genug einzuschätzen. Auch die Vereinsleitung der Schützengilde Heilbronn e.V. erkannte, das solche Schießleistungen nicht alltäglich sind und Sportler wie Uli Lind, mit all seinem Ehrgeiz, seiner Präzision und seinem Streben nach Perfektion, auch in Zukunft selten sein werden.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Uli Lind im Jahr 1993</p></div>
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		<title>TSB-Coach Dragos Oprea: Ein Typ mit Herz und Leidenschaft</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/tsb-coach-dragos-oprea-ein-typ-mit-herz-und-leidenschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lara Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Oct 2022 14:35:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 26]]></category>
		<category><![CDATA[Handball]]></category>
		<category><![CDATA[Dragos Oprea]]></category>
		<category><![CDATA[TSB Horkheim]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><em><strong>Mit Dragos „Dodo“ Oprea ist zur neuen Handball-Saison eine echte Handball-Legende ins Unterland zurückgekehrt. Der 40-jährige ehemalige Linksaußen bestritt in seiner aktiven Karriere 431 Bundesligaspiele, warf mehr als 1.400 Tore und spielte über 15 Jahre in der Handball-Bundesliga. Mit Frisch Auf! Göppingen feierte der gebürtige Rumäne zwei Europapokalsiege, mit dem THW Kiel erlebte er unvergessliche Champions League-Momente. Nun kehrt der Ex-Nationalspieler, der für Deutschland und Rumänien insgesamt 23 Länderspiele absolvierte, an die Stätte zurück, die ihm einst das Handballspielen lehrte – zum Drittligisten TSB Horkheim. Die SPORTHEILBRONN-Redaktion hat sich mit dem neuen Trainer zum Gespräch getroffen und alles über seine Anfänge in Horkheim, seine erfolgreiche Handball-Karriere und seine Ziele in dieser Saison erfahren.</strong></em></p>
<p>„Dodo“ Oprea in seinem Element als Headcoach des TSB Horkheim.</p>
<p>Foto: Jannik Schramm</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Du bist wieder zurück in Horkheim, der Ort, an dem deine Handballkarriere angefangen hat. Wie fühlt sich das an?</strong></em><br /><strong>Dragos Oprea:</strong> Das ist schon ein schönes Gefühl, so schließt sich der Kreis. Wir kamen damals 1996 von Rumänien nach Deutschland und hatten dazwischen noch ein paar Jahre in Italien gelebt. Mein Vater wurde dann beim TSB Horkheim Trainer, und wir wussten nicht was uns erwartet. Ich war damals 14 Jahre alt und habe hier dann mit Handball angefangen. Und jetzt bin ich zurück.</p>
<p><em><strong>14 Jahre – das ist ziemlich spät für Profisportlerverhältnisse…</strong></em><br /><strong>Dragos Oprea:</strong> Ja, ich hatte in Rumänien schon Berührungen mit Handball, hauptsächlich im Schulsport. Doch als Kind habe ich viele verschiedene Sportarten ausgeübt, einfach das, was mir Spaß gemacht hat. In Deutschland habe ich dann richtig angefangen, ich war auch der Größte in der Mannschaft und konnte stark werfen, musste aber nach und nach lernen, was Handball ist und wie man richtig spielt. Das war schon ziemlich anstrengend. Ich denke, meine Gene, eine Kombination aus Talent von der Mutter und harter Arbeit von meinem Vater, haben da auch nicht geschadet (lacht).</p>
<p><em><strong>Dein Talent wurde relativ schnell entdeckt, denn danach ging es direkt bei Frisch Auf! Göppingen weiter.</strong></em><br /><strong>Dragos Oprea:</strong> Ich war sehr schnell sehr gut, und das hat auch Göppingen gesehen. So spielte ich dann die nächsten 15 Jahre, von 2000 bis 2015, für Göppingen in der Bundesliga.</p>
<p><em><strong>War dir schon früh klar, dass es mit der Profikarriere funktionieren kann, oder hast du dich beruflich auch anderweitig abgesichert?</strong></em><br /><strong>Dragos Oprea:</strong> Es gab keinen bestimmten Zeitpunkt, zu dem ich entschieden habe, dass ich Profi werde bzw. wusste, dass es mit der Profikarriere klappen wird. Deshab wollte ich abgesichert sein, weil man sich natürlich nie sicher sein kann, gerade mit Verletzungen. Deswegen habe ich parallel eine Lehre zum Kfz-Mechatroniker bei einem Hauptsponsor von Göppingen gemacht. Die haben mich sehr unterstützt, gerade was Urlaubszeit bzw. Auswärtsreisen angeht. Das ist nicht selbstverständlich und dafür bin ich dankbar. </p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Foto: Hans-Walter Tschirley</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Zum Ende deiner Karriere hast du noch für den großen THW Kiel gespielt. Wie war diese Erfahrung?</strong></em><br /><strong>Dragos Oprea:</strong> Nachdem es mit Göppingen auseinander gegangen war, gab es mehrere Angebote. Da hat aber erstmal nicht wirklich was gepasst. Dann kam plötzlich der Anruf von Alfred Gíslason und dem THW Kiel. Sie hatten ein paar Verletzungen und brauchten für die vielen Wettbewerbe, in denen sie spielten, noch einen weiteren Linksaußen. Dort war ich dann ein halbes Jahr, ich wäre natürlich auch gerne länger geblieben. Das war auf jeden Fall eine coole Erfahrung, auf diesem Toplevel mit den ganzen Stars zusammenzuspielen, auch in der Champions League. Das hat mich in vielen Bereichen geprägt und ich habe auch für meine jetzige Arbeit als Trainer viel mitgenommen.</p>
<p><em><strong>Du hast Länderspiele für zwei Nationen, Deutschland und Rumänien, gemacht. Wie ist das möglich?</strong></em><br /><strong>Dragos Oprea:</strong> Ich habe damals mit Hilfe von Göppingen die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen und konnte schon in den ganzen Jugend-Nationalmannschaften spielen. Unter Heiner Brand habe ich dann 21 Länderspiele in der A-Nationalmannschaft gemacht. Da waren leider keine Turniere dabei, sondern nur Qualifikationsspiele, was ich rückblickend sehr schade finde, weil ich nie die Chance bekommen habe, mich auf der großen internationalen Bühne zu beweisen. Als ich dann längere Zeit nicht mehr für den DHB nominiert worden war, hat der rumänische Trainer angefragt. Und so habe ich auch noch zwei Länderspiele für Rumänien bestritten. Im Handball kann man ziemlich einfach für mehrere Nationen spielen. Man darf nur zwei Jahre zwischen dem Wechsel kein Spiel mehr für den vorigen Verband gemacht haben.</p>
<p><em><strong>Was sind deine persönlichen Karrierehighlights?</strong></em><br /><strong>Dragos Oprea:</strong> Für mich persönlich war mein erstes Bundesligaspiel für Frisch Auf! Göppingen gegen die HSG Wetzlar ein großes Highlight. Dazu natürlich die Erfolge mit Göppingen – wir haben nach 49 Jahren wieder den Europapokal gewonnen, und dann sogar zweimal hintereinander. Das war schon ziemlich besonders. Aber auch meine Zeit in Kiel mit Champions League-Spielen in Paris oder Veszprém; da stehen dann 6.000 Fans in der Halle und die Atmosphäre ist einfach geil. Das sind so die Spiele, die mir in Erinnerung bleiben werden.</p>
<p><em><strong>Nun kommt die Trainerkarriere. Wie nahm die ihren Anfang?</strong></em><br /><strong>Dragos Oprea:</strong> Nach meiner aktiven Karriere habe ich gleich den Trainerschein gemacht und erstmal die C-Jugend in Bittenfeld trainiert. Danach ging es in den aktiven Bereich zum TSB Schwäbisch Gmünd in die Oberliga und jetzt bin ich in Horkheim und der 3. Liga gelandet. Das sind schon nochmal Unterschiede, auch wenn es nur eine Liga höher ist.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Was ist deine Philosophie als Trainer? Haben Eindrücke und Erfahrungen aus deiner aktiven Karriere einen Einfluss darauf?</strong></em><br /><strong>Dragos Oprea:</strong> Ich bin ein Typ, der alles mit Herz und Leidenschaft macht. So war ich als Spieler und so bin ich jetzt auch als Trainer. Ich erwarte von allen 110 Prozent und lebe das auch vor. Natürlich werde ich den Handball nicht neu erfinden, aber ich habe unter vielen großen Trainern gespielt, ob Alfred Gíslason, Magnus Andersson oder Velimir Petković. Jeder hat andere Trainingsmethoden oder taktische Systeme und da schau ich mir dann schon was ab und passe das an meine Gegebenheiten und Spieler an. Trotzdem habe ich auch meine eigenen Vorstellungen und Ziele. Meine Philosophie ist, dass wir als Mannschaft spielen und nicht als Einzelne. Das gesamte Team ist der Star und der Zusammenhalt sehr wichtig. Auch lege ich viel Wert auf gezielte Kommunikation zwischen Spielern und Trainer, so dass die gegenseitige Wertschätzung und der Respekt nie verloren gehen.</p>
<p><em><strong>Was ist in dieser Saison möglich und welche Ziele möchtest du mit der TSB erreichen?</strong></em><br /><strong>Dragos Oprea:</strong> Mit dieser Mannschaft, bei voller Besetzung, einer ziemlich verletzungsfreien Saison und wenn wir das volle Potenzial des Teams abrufen, ist alles möglich. Ich möchte keine genauen Platzierungen nennen, weil das auch mit Druck verbunden ist, aber natürlich wollen wir als Sportler jedes Spiel gewinnen. Ich erwarte von mir selbst und meiner Mannschaft das Maximale, so dass wir auch unsere langfristigen Ziele erfüllen können. Die Infrastruktur in Heilbronn gibt viel her, aber wir müssen unsere Aufgabe auf dem Feld erfüllen, dann sehen wir, was die Zukunft bringt.</p></div>
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		<title>Netzwerk nachhaltiger Sport &#8211; Das dritte Treffen der Vereine</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/netzwerk-nachhaltiger-sport-das-dritte-treffen-der-vereine/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nils Arnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Oct 2022 11:50:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 26]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
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					<h1 class="entry-title">Netzwerk nachhaltiger Sport &#8211; Das dritte Treffen der Vereine</h1>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Bereits in den letzten beiden SPORTHEILBRONN Ausgaben haben wir über das Projekt „Nachhaltiger Sport in Heilbronn“ berichtet, das wir im Frühjahr ins Leben gerufen und mit einem Kickoff-Workshop zusammen mit „Sports for Future“, sowie einigen Heilbronner Vereinen, Sportveranstaltern und Sportler:innen gestartet hatten. Beim zweiten Treffen Mitte Juli war den Beteiligten klar geworden, dass es schwierig werden würde, eine einheitliche Lösung für alle Vereine zu finden. Zum Folgetermin sollten Best-Practice Beispiele aus anderen Regionen gesammelt und präsentiert werden. Dieses dritte Treffen fand als Online-Meeting am 10. Oktober statt und behandelte neben möglichen Strategien und konkreten Maßnahmen die ersten Handlungsschritte, die bei der nachhaltigeren Gestaltung der Sportvereine helfen könnten.</strong></em> </p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Erstmals konnten wir bei diesem Treffen <strong>Prof. Dr. Dirk Schwarzer</strong> an Bord begrüßen. Der Studiengangsleiter für Sportmanagement an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Heilbronn kristallisierte sich in den Wochen vor dem Meeting als Befürworter und Unterstützer des Projekts heraus.</p>
<p>Zu Beginn des Treffens galt das Interesse den Vereinen und ihren bereits umgesetzten Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit. Vor allem der Bereich ökologische Nachhaltigkeit steht bei den Vereinen im Fokus. <strong>Max Mergenthaler</strong> von der TSG Heilbronn machte den Anfang und berichtete von der Umstellung der Beleuchtungsanlagen in den Sportstätten der TSG. Altmodische Lampen wurden bereits durch LED-Leuchten ersetzt. Die Dächer der Sportanlagen sind, wenn baulich möglich, mit Photovoltaikanlagen bedeckt und zur Bewässerung der Sportplätze wurde ein eigener Brunnen gebaut. Auch <strong>Wolfgang Walter</strong> vom FC Kirchhausen berichtet über den Bau einer eigenen Brunnenanlage zur Bewässerung des Sportplatzes: „Der Bau war eine sehr große Investition für den Verein. Allerdings kann man nach vier Jahren sagen, dass es sich bei den steigenden Wasserpreisen und dem wenigen Niederschlag in den letzten Jahren absolut gelohnt hat.“</p>
<p><strong>Thomas Pfäffle</strong> von der Sektion Heilbronn des Deutschen Alpenvereins und <strong>Tobias Maier</strong>, stellvertretender Abteilungsleiter der Heilbronn Reds und bei PreZero für das Nachhaltigkeitsprojekt der TSG Hoffenheim zuständig, thematisierten, wie Max Mergenthaler, die Umstellung auf LED-Beleuchtung. Pfäffle sagte dazu: „Wir versuchen die Beleuchtungen unserer Hütten auf LED umzurüsten“ und Maier ergänzte: „Der große Impact in Sachen Nachhaltigkeit kommt bei uns durch die Umstellung der Halle auf LED-Beleuchtung.“</p>
<p><strong>Holger Braun</strong>, bei der Heilbronn Marketing GmbH für die Organisation des Trollinger Marathon verantwortlich, nannte die An- und Abreise der Teilnehmer:innen als größte Umweltbelastung bei Laufveranstaltungen. Aus diesem Grund gilt die Meldebestätigung des Laufs als Ticket für den Heilbronner Personennahverkehr. Außerdem gibt es ein Upcycling-Projekt, bei dem alte Sponsorenbanner in der Justizvollzugsanstalt Heilbronn zu Taschen verarbeitet werden.</p>
<p>Das Thema Mobilität spielt auch bei der RSG Heilbronn, vertreten durch<strong> Martin Kunz</strong>, die größte Rolle: „Wir sind ein Verein, der keine festen Gebäude hat, sondern sich zu Ausfahrten an einem Ort trifft und von dort losfährt. Nichtsdestotrotz gibt es bei uns auch immer mal Fahrten mit Startpunkten, die weit entfernt sind, zu denen wir dann gemeinsam mit unseren RSG-Bussen hinfahren.“</p>
<p><strong>Bernd Walter</strong> vom SV Heilbronn am Leinbach gestand: „Wir stecken noch in den Kinderschuhen und haben bisher keinen wirklichen Plan, wie wir alle unsere Abteilungen unter einen Hut bringen sollen. Wir stehen vielleicht nicht bei null, aber erst bei fünf von 100 möglichen Punkten.“ <strong>Matthias Künzel</strong>, Leiter der HSG Heilbronn und stellvertretender SV-Vorsitzender, befand die Umsetzung eines Konzepts für alle Abteilungen eines Vereins als schwierig. Seiner Meinung nach sollen die einzelnen Abteilungen Freiraum bekommen und an individuellen, abteilungsabhängigen Lösungen arbeiten. Ein großes Problem für die Handballspielgemeinschaft aus TSG und SV Heilbronn ist der Austragungsort der Spiele. In bis zu vier verschiedenen Hallen spielen die verschiedenen Mannschaften. „Wenn es schlecht läuft, bin ich den halben Tag damit beschäftigt alles hin- und herzufahren. Das sind dann meistens so fünf oder sechs Fahrten. Diese Fahrten könnte man mit einer cleveren Hallenverteilung vermeiden“, erklärte er.</p>
<p>Auf die Ausführungen der Vereinsvertreter folgte eine Präsentation von <strong>Nils Arnold</strong> aus der SPORTHEILBRONN-Redaktion, in der Maßnahmen von Vereinen aus anderen Regionen zusammengefasst wurden. Die Maßnahmen wurden dafür in die Kategorien unterteilt, die man beim Kickoff-Workshop entwickelt hatte. Viele der Ansätze waren bereits von den Vereinsvertretenden genannt worden. Allerdings enthielt die Präsentation auch einige neue Punkte, die alle Beteiligten interessiert aufnahmen.</p>
<p>Nach der Präsentation übernahm Dirk Schwarzer das Steuer und erklärte dabei, dass Nachhaltigkeit neben der ökologischen auch die ökonomische und soziale Komponente umfasst, welche bei den Vereinen zurzeit nur bedingt mit Nachhaltigkeit in Verbindung gebracht wird.</p>
<p>Schnell wurde klar, dass es wenig Sinn ergibt Maßnahmen aufzulisten, ohne ein grundlegendes Konzept zu entwickeln. Gleichzeitig sollte eine Identität entstehen, mit deren Hilfe es gelingt, Vereine zum Mitmachen zu animieren. So kann ein fester Kreis an Partnervereinen entstehen. „Ich finde es wichtig, dass wir dem Kind einen Namen geben, weil ich so mehr Verbundenheit zum Projekt verspüren würde“, stimmte Matthias Künzel zu. Auch Tobias Maier bekräftigte diese Aussagen: „Tatsächlich ist es wichtig, die von Dirk angesprochen Sachen, umzusetzen. Man braucht eine Strategie, einen Namen und man sollte das Ganze messbar machen. Außerdem muss man den Status-Quo der Vereine erfassen.“</p>
<p>Bernd Walter ergänzte: „Es ist auch für mich sehr wichtig einen Ist-Zustand zu ermitteln. Dafür wäre ein Katalog sinnvoll, bei dem man auch direkt sehen kann, welches die kurzfristigen und welches eher langfristige Maßnahmen sind. Wir müssen den Blick auch auf kleine Maßnahmen richten, weil nicht jeder Verein in der Lage ist, seine komplette Sportanlage umzurüsten.“</p>
<p>Projektleiter<strong> Ralf Scherlinzky</strong> von der SPORTHEILBRONN-Redaktion schlug deshalb vor, einen Maßnahmenkatalog zu entwickeln, bei dem die Vereine nur noch ankreuzen müssen, was sie bereits umsetzen. Dirk Schwarzer pflichtete bei: „Es ist wichtig, dass wir es nicht zu kompliziert machen, damit jeder versteht was gemeint ist und die Liste in die angesprochenen Kategorien unterteilt wird.“</p>
<p>Im weiteren Verlauf des Gesprächs wurde die Motivation der Vereine, am Nachhaltigkeitsprojekt teilzunehmen, erfragt. Für Thomas Pfäffle war vor allem der Austausch mit anderen Vereinen wichtig. „Meine Motivation ist es, den Austausch mit den anderen Vereinen zu suchen, um zu wissen, welche Ziele andere Vereine verfolgen. Man profitiert von den Ideen der anderen und kann diese möglicherweise auch in seinem Verein implementieren“, erläuterte er. Matthias Künzel ergänzte: „Ich stelle mir das Projekt in Zukunft so vor, dass wir eine eigene Marke entwickeln, die für Nachhaltigkeit im Sport steht und mit der alle Vereine in Verbindung gebracht werden wollen. Jeder Verein arbeitet für sich, aber teilt seine Erfolge und Misserfolge den anderen mit. Das zu entwickeln ist meine Motivation.“ Dirk Schwarzer sprang auf die Markenidee direkt an. „Ich stelle mir das ähnlich vor. Vereine, die nicht dabei sind, müssen auf Anhieb das Verlangen haben mitzumachen. Wenn wir das schaffen, wäre viel gewonnen.“</p>
<p>Um mit einem Fortschritt aus dem Treffen zu gehen, waren sich die Teilnehmer an diesem Abend einig, dass man einen Namen für das Projekt finden sollte, damit man eine feste Kommunikationsstruktur entwickeln kann. Bis dieser gefunden ist, haben sich die Teilnehmer auf „Netzwerk nachhaltiger Sport Heilbronn“ als Arbeitstitel geeinigt. Das Netzwerk soll als Ort gesehen werden, in dem neue, kreative Ideen zur nachhaltigeren Gestaltung der Sportvereine entstehen und umgesetzt werden sollen. Innovationen wie ein Gütesiegel oder die Entwicklung einer eigenen Marke sollen hier ausgearbeitet werden.</p>
<p>Auch wenn diesmal noch kein Katalog mit konkreten Maßnahmen zur Umsetzung erstellt werden konnte, machte das Projekt beim dritten Treffen der Vereine einen großen Schritt nach vorne. Die Teilnehmer wurden angehalten, bis zum nächsten Termin Ende November an der DHBW Heilbronn anhand des auszuarbeitenden Formulars ihren Status Quo in Sachen Nachhaltigkeit einzureichen, damit diese dann ausgewertet und zu einem Maßnahmenkatalog zusammengeführt werden können. Dies wird dann auch der Zeitpunkt sein, an dem sich Vereine, Veranstalter und Sportler:innen klar zum „Netzwerk nachhaltiger Sport Heilbronn“ bekennen sollen.</p>
<p>Sobald die Teilnehmer feststehen, ein Name gefunden ist und der Maßnahmenkatalog ausgearbeitet wurde, wird das Projekt die „Bubble“ SPORTHEILBRONN verlassen und der Öffentlichkeit vorgestellt.</p>
<p>Wir sind gespannt, in welche Richtung es sich weiterentwickelt, und können es kaum erwarten beim nächsten Treffen weitere Schritte auf dem Weg zum Ziel klimaneutrale Sportregion Heilbronn zu machen. </p></div>
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		<title>MOCOS Stille Helden des Sports: Timo Köhler (Fanclub Old Skool)</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/stille-helden-timo-koehler-fanclub-old-skool/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ralf Scherlinzky]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Oct 2022 11:32:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 26]]></category>
		<category><![CDATA[Stille Helden des Heilbronner Sports]]></category>
		<category><![CDATA[STILLEHELDEN]]></category>
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					<h1 class="entry-title">MOCOS Stille Helden des Sports: Timo Köhler (Fanclub Old Skool)</h1>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Es passierte am 12. Dezember 2021. Timo Köhler, langjähriges Mitglied des Fanclubs „Old Skool“ und leidenschaftlicher Supporter der Eisbären Heilbronn, erlitt bei einem Unfall im Rahmen eines Grillfests Verbrennungen dritten Grades am ganzen Körper. Lange Zeit war nicht sicher, ob der 31-Jährige die Folgen des Unfalls überleben würde. Er kämpfte sich durch über 20 Operationen, lag vier Monate im Krankenhaus und verbrachte zwei Monate in der Reha. Bei der Saisoneröffnung der Eisbären Anfang September war er erstmals wieder in der Eishalle, um gemeinsam mit seinen Freunden das Team anzufeuern – 273 Tage nach seinem Unfall. Wir haben uns mit ihm getroffen, um seine berührende Geschichte zu erfahren.</strong></em></p>
<p>Timo Köhler (rechts) bei seinem „Comeback“ <br />in der Eishalle. Foto: Thomas Kircher</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Timo, wie geht es dir heute?</strong></em><br /><strong>Timo Köhler:</strong> Es geht mir eigentlich relativ gut, aber ich bin noch lange nicht wieder dort, wo ich gerne wäre. Das Greifen mit den Händen fällt mir noch etwas schwer. Langes Stehen funktioniert auch noch nicht und ich trage eine Schiene am rechten Bein, da ich das Knie durch die Hauttransplantationen nicht richtig strecken kann. Beim Duschen brauche ich auch noch Hilfe. Da spielt immer die Angst mit, dass ich ausrutsche, weil vor allem der rechte Fuß sehr stark betroffen war.</p>
<p><em><strong>Was ist an diesem 12. Dezember 2021 eigentlich genau passiert?</strong></em><br /><strong>Timo Köhler:</strong> Das war eine ganz doofe Verkettung von Umständen. Wir haben bei einer Feier zu später Stunde zum zweiten Mal den Grill angeworfen. Zwei Leute haben im Spaß gerauft, haben mich umgeworfen und dabei hat mein Fuß angefangen zu brennen. Ein anderer wollte das Feuer löschen, hat aber blöderweise statt Wasser den Benzinkanister erwischt. Ich habe das noch realisiert und wollte ihm zurufen, aber da war es schon zu spät. Den Rest kann man sich denken. Ich bin dann irgendwann im Krankenhaus wieder aufgewacht.</p>
<p><em><strong>Wie schwer waren deine Verletzungen? </strong></em><br /><strong>Timo Köhler:</strong> 70 Prozent meines Körpers waren verbrannt. Selbst als es mir ein paar Wochen danach schon wieder besser ging, sagte mir der Arzt, dass ich noch nicht über den Berg sei. Durch mein Alter lagen meine Überlebenschancen immerhin bei 50 Prozent. Ich dachte, das kann es doch noch nicht gewesen sein mit 31 Jahren, also habe ich mir vorgenommen zu kämpfen und alles durchzuziehen.</p>
<p><em><strong>Der Reha-Prozess wird aber wohl noch lange nicht vorbei sein…</strong></em><br /><strong>Timo Köhler:</strong> Natürlich nicht. Ich werde in diesem Jahr definitiv nicht mehr in meinem Beruf als Schlosser und Schweißer arbeiten können, wenn das überhaupt nochmal geht. Ich habe am ganzen Körper Verbrennungsnarben und muss mich deshalb mehrmals am Tag eincremen und Tabletten nehmen. Unangenehm ist auch die Kompressionskleidung, die ich tragen muss, das schmerzt dann schon auf der Haut. Ich muss natürlich auch täglich weiter trainieren und an der Beweglichkeit der betroffenen Körperteile arbeiten.</p>
<p><em><strong>Das ist das körperliche Thema. Aber mental ist das vermutlich nochmal eine ganz andere Sache…</strong></em><br /><strong>Timo Köhler:</strong> Das Unterbewusstsein funktioniert leider so, dass es einem immer wieder die Bilder vom Unfall zeigt – das ist sehr hart. Ich rede mit meinem Zwillingsbruder und meiner Schwester, die Krankenschwester ist, sehr oft darüber und das hilft mir. In der Reha habe ich viele andere Betroffene kennengelernt und Fälle gesehen, wo ich gedacht habe, dass es mich schlimmer hätte treffen können. Ich habe in der Reha gelernt darüber zu sprechen, das hat mir sehr geholfen. Ich hatte diesen Unfall und muss lernen, damit umzugehen.</p></div>
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<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://sportheilbronn-magazin.de/stille-helden-timo-koehler-fanclub-old-skool/">MOCOS Stille Helden des Sports: Timo Köhler (Fanclub Old Skool)</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://sportheilbronn-magazin.de">sportheilbronn Magazin</a>.</p>
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