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		<title>Development Coach Marcel Goc: „DEL-Potential haben sie alle“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ralf Scherlinzky]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Nov 2021 15:46:07 +0000</pubDate>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Zentrale Schaltstelle in der Dreiecksbeziehung zwischen Falken, Adlern und Jungadlern ist der ehemalige NHL-Profi und Nationalmannschafts- Kapitän Marcel Goc. Als Development Coach ist er im ständigen Austausch mit den Trainern und steht auch mindestens einmal pro Woche in Heilbronn auf dem Eis. Er spricht die Empfehlung aus, welcher Spieler am Wochenende wo spielt. Wir haben mit dem 38-Jährigen gesprochen&#8230;</strong></em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Als Development Coach der Adler Mannheim stehst du auch regelmäßig in Heilbronn auf dem Eis. Wie genau sieht deine Tätigkeit hier aus? <br /></strong><strong>Marcel Goc:</strong> Ich bin jeden Montag in Heilbronn und gehe mit den jungen Spielern aufs Eis. Wir arbeiten in einer Extraschicht an verschiedenen Dingen, wie zum Beispiel Schusstechnik, Passen etc., bevor sie danach mit dem Falken-Team aufs Eis gehen. Wir gehen aber auch gemeinsam Szenen aus den Spielen durch, bei denen sie sich vielleicht unsicher waren. Eigentlich können sie mit allem auf mich zukommen.</p>
<p><strong>Mit der Verletzungsserie zum Saisonbeginn bei den Adlern hattest du gleich alle Hände voll zu tun, was den Einsatz der Förderlizenzspieler angeht. Die Falken mussten über mehrere Spieltage eine ganze Handvoll Spieler nach Mannheim abstellen. Wie muss man sich die Entscheidungsfindung vorstellen, wer wo spielt? <br />Marcel Goc:</strong> Die Situation war tatsächlich ziemlich angespannt, weil im DEL-Team vier Verteidiger auf einmal ausgefallen sind. Theoretisch müsste man auf einen solchen Fall personell vorbereitet sein, aber erstens passiert sowas eigentlich nie, und zweitens hätte jede Mannschaft, wenn alle fit sind, ein paar Spieler zu viel – und das darf auch nicht sein. Wir mussten Spieler von den Falken nach oben ziehen, haben aber parallel geschaut, wer von den Jungadlern das Zeug dazu hat, in der DEL2 auszuhelfen. So konnten wir mit Malte Krenzlin und Lukas Bender direkt zwei gute junge Verteidiger zu den Falken schicken. Das passiert alles kurzfristig am Abend des einen Tages und wird am Morgen des nächsten umgesetzt. Aber die Wege nach Heilbronn sind ja kurz.</p>
<p><strong>Für die jungen Spieler ist das ja dann auch eine große Chance, um frühzeitig Profiluft zu schnuppern&#8230; <br />Marcel Goc:</strong> Genau. Ich gebe ihnen immer mit, dass sie es im Training nie schleifen lassen sollen, da sie nie wissen, wann der Anruf kommt. Denn dann müssen sie bereit sein. Die Jungs, die wir bereits ins kalte Wasser geworfen haben, haben das sehr gut gemacht. Die Falken-Trainer sagen immer, dass man sieht, wenn einer zum ersten Mal im Training ist, denn das Tempo ist um einiges höher als in der DNL. Auf der anderen Seite berichten die Jungadler-Trainer, dass die Spieler, die von den Falken zurückkehren, viel präsenter auf dem Eis sind und sich mehr zutrauen. Die Jungs, die wir nach Heilbronn schicken, haben alle das spielerische Potenzial, sich einmal zum DEL-Spieler zu entwickeln. Talent allein macht dich aber noch nicht zum Profi. Dafür braucht es permanent harte Arbeit.</p></div>
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		<title>Falken, Adler und Jungadler: Eine einzigartige Dreiecksbeziehung</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/falken-adler-und-jungadler-eine-einzigartige-dreiecksbeziehung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ralf Scherlinzky]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Nov 2021 15:19:43 +0000</pubDate>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Die Heilbronner Falken und die Adler Mannheim – das passt einfach! Schon 2003, als die Heilbronner Falken GmbH gerade neu gegründet worden war, gab es erstmals eine Kooperation zwischen den beiden Standorten, die es den Toptalenten aus der Metropolregion ermöglichte, in Heilbronn wichtige Spielpraxis auf einem hohen Profilevel zu sammeln. Bis 2015 hatte man die Zusammenarbeit intensiviert, viele heutige Nationalspieler wurden in Heilbronn an das professionelle Eishockey herangeführt. Nach einer kurzen „Auszeit“ fand die Kooperation ab 2018 eine Fortführung und wurde intensiver denn je. Jetzt, im Jahr 2021, besteht zwischen den Falken in der DEL2, den Adlern in der DEL und den Jungadlern Mannheim in der DNL (Deutsche Nachwuchs-Liga) eine intensive Dreiecksbeziehung, die in Deutschland Ihresgleichen sucht. SPORTHEILBRONN beleuchtet genauer, was dahinter steckt&#8230;</strong></em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Arno Tiefensee, Florian Mnich, Moritz Wirth, Arkadiusz Dziambor, Philipp Preto, Luca Tosto, Valentino Klos, Florian Elias – all diese Spieler haben etwas gemeinsam: Sie stehen in der Saison 2021/22 sowohl im DEL-Kader der Adler Mannheim als auch im DEL2-Kader der Heilbronner Falken.</p>
<p>Damit befinden sich die acht jungen Spieler in einer privilegierten Lage. Wo die Toptalente anderer Organisationen oft direkt aus der DNL in das viel zu kalte DEL-Wasser geworfen werden, können sich die jungen Mannheimer als Förderlizenzspieler über die Station Heilbronner Falken an das Profieishockey herantasten und – im Idealfall – in der DEL2 zu guten DEL-Spielern heranreifen.</p>
<p>Dieses in den vergangenen Jahren erfolgreiche Modell wurde in der Sommerpause von den drei beteiligten Parteien Adler Mannheim, Jungadler Mannheim und Heilbronner Falken ausgebaut und in einem Mehrjahresvertrag manifestiert.</p>
<p>Gemeinsam hat man für die Heilbronner Falken ein Ziel für die DEL2- Saison 2021/22 definiert, an dem alle Beteiligten arbeiten und das von Anfang an die Basis für die Saisonplanung gebildet hat. „Unsere Zieldefinition besagt, dass wir am Ende der Hauptrunde eine Top-Sechs- Platzierung erreichen wollen“, berichtet Falken-Geschäftsführer Stefan Rapp. „Anhand dieser Definition haben wir, unter Beachtung des vorhandenen Etats, die Anzahl der benötigten Falken-eigenen Spieler festgelegt und abgewogen, ob wir wie bisher die Quantität oder diesmal eher die Qualität der Spieler in den Vordergrund stellen. Wir haben uns für den Schwerpunkt Qualität entschieden, vor dem Hintergrund, dass wir jederzeit auf die Quantität aus der Organisation der Adler zurückgreifen können.“</p>
<p>Die Qualität der Spieler bezieht sich dabei aber nicht rein auf deren Können auf dem Eis, sondern genauso stark auf den Charakter des Einzelnen. „Eishockey ist ein Mannschaftssport, der nur funktioniert, wenn das Team intakt ist. Habe ich einen Topspieler, der in der Kabine Probleme macht, bringt mich das meinem Ziel nicht näher. Also muss ich mir Spieler, die ich verpflichten möchte, auch abseits der Eisfläche genauer anschauen“, so Stefan Rapp weiter.</p>
<p>Genau hier liegt für die Falken ein weiterer Vorteil der Kooperation mit Mannheim. Über das riesige Netzwerk von Adler-Sportdirektor Axel Alavaara und dessen Mitstreiter können die Falken über fast jeden Wunschkandidaten Informationen einholen, die über dessen Auftreten auf der Eisfläche hinausgehen. Auch hat das Wort der Adler bei den Spielern ein gewisses Gewicht, wenn sie diesen einen Wechsel nach Heilbronn nahelegen. „Heilbronn steht nicht bei allen Spielern auf der Wunschliste ganz oben. Da ist es dann schon hilfreich, wenn Axel Alavaara die eine oder andere Empfehlung ausspricht. Wie wertvoll dies ist, wird mir jedes Mal aufs Neue bewusst, wenn ich wieder einen Anruf von einem Manager-Kollegen aus der DEL2 bekomme, der mich um Neuzugänge wie Jeremy Williams oder Christopher Fischer beneidet“, weiß Stefan Rapp.</p>
<p>Die Infrastruktur und Attraktivität von Heilbronn für Familien trage dann bei einem ersten Besuch oft ihr Übriges dazu bei, dass ein Spieler mit Frau und Kindern in die Käthchenstadt wechselt. Stefan Rapp: „Die Leistung eines Spielers ist meist auch von der Familie im Hintergrund abhängig. Fühlt sich die Familie unwohl, hat der Spieler den Kopf nicht frei und kann seine Leistung nicht voll abrufen.“</p>
<p>Der Falken-Geschäftsführer ist sich der Kritik der Fans bewusst, dass sich die Organisation in eine zu große Abhängigkeit vom Kooperationspartner begeben habe: „Von außen betrachtet mag das zum Teil so aussehen. Aber die Abhängigkeit beruht auf Gegenseitigkeit, denn auch die Adler und Jungadler brauchen uns als Kooperationspartner für den letzten Schritt der Ausbildung ihrer Nachwuchsspieler.“</p>
<p>Rapp macht aber auch klar, dass es in Heilbronn ohne die Kooperation kein Eishockey auf diesem Niveau geben würde. „Wenn wir den Anspruch haben, oben mitzuspielen, dann müssen auch die Infrastruktur in der Halle und das entsprechende Budget dafür vorhanden sein. Und solange dies nicht der Fall ist, muss man sich eben arrangieren“, erklärt er. Ein entscheidender Vorteil der Zusammenarbeit mit Mannheim sei, dass die Förderlizenzspieler bei den Adlern unter Vertrag stehen und deren Gehälter auch von dort bezahlt werden. „Das war vor allem während der letzten Saison ohne Zuschauereinnahmen ein überlebenswichtiger Faktor, auch wenn uns diese Spieler dennoch eine sechsstellige Summe pro Saison kosten, da sie ja auch Wohnung, Auto und Equipment von uns brauchen.“</p>
<p>Gleich zu Beginn der Saison 2021/22 wurde die Kooperation auf eine harte Probe gestellt. Aufgrund zahlreicher Ausfälle bei den Adlern mussten Spieler, die fest für Heilbronn eingeplant waren, nach Mannheim abgezogen werden. Dadurch entstand bei den Falken eine prekäre personelle Situation, die wiederum dadurch gelöst wurde, dass Nachwuchsspieler aus der DNL nach Heilbronn entsandt wurden.</p></div>
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		<title>Falken, Adler, U20-Weltmeisterschaft &#8211; aufregende Saison für Florian Elias</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/falken-adler-u20-weltmeisterschaft-aufregende-saison-fuer-florian-elias/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ralf Scherlinzky]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Mar 2021 09:07:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Der Name Florian Elias war bis Ende 2020 eigentlich nur eingefleischten Eishockeyfans ein Begriff. Als Förderlizenzspieler der Adler Mannheim machte der 18-Jährige die Saisonvorbereitung bei den Heilbronner Falken mit, wurde dann nach nur einem DEL2-Einsatz zu den Adlern in die DEL beordert und trumpfte in den letzten Tagen des alten Jahres mit vier Toren und fünf Assists in fünf Spielen bei der U20-Weltmeisterschaft auf. Seither ist der gebürtige Augsburger in aller Munde. Wir haben uns mit Florian Elias zum Videointerview getroffen, um mit ihm über diverse Corona-Themen, die U20-WM in Kanada sowie seine kurze Zeit bei den Falken zu sprechen.</strong></em></p>
<p>Fotos: Adler Mannheim/ Sörli Binder, Ralf Scherlinzky</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Florian, wir sind im Rahmen unseres Titelthemas ja auf der Spur der „Corona- Bubbles“ und du hast bei den Heilbronner Falken, den Adlern Mannheim und der U20-Nationalmannschaft gleich drei davon miterlebt. Wie haben bei den drei Teams die jeweiligen Maßnahmen ausgesehen?</strong> </em></p>
<p>Florian Elias: Bei den Adlern und Falken läuft das eigentlich ähnlich ab. Wir haben jeweils die Empfehlung bekommen, dass wir unsere sozialen Kontakte auf das Minimum reduzieren, um Ansteckungen zu vermeiden. Vor den Spielen werden wir getestet und haben nur Kontakt zu Mitspielern und Offiziellen. Ganz anders war es bei der U20. Da waren wir tatsächlich innerhalb einer riesigen Blase von der Außenwelt komplett abgeschottet. Wir durften zwar an die frische Luft gehen, aber nur innerhalb eines eingezäunten Bereichs, in den kein Fremder gelangen konnte.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Und trotzdem wart ihr als Team besonders von Corona betroffen. Wie konnte das trotz der „Bubble“ geschehen?</strong></em></p>
<p>Florian Elias: Wie das genau passieren konnte, können wir uns bis heute noch nicht erklären. Es gab einen Spieler, der bei der Anreise zum Trainingslager in Füssen positiv getestet wurde, obwohl er bei den Tests zuvor auch negativ war. Er wurde sofort nach Hause geschickt. In Füssen fanden eigentlich ständig Tests statt und wir waren alle negativ. Und kaum sind wir nach Kanada geflogen, waren plötzlich drei Spieler positiv. Insgesamt wurden dann während unserer Einzelquarantäne vom 13. bis 24. Dezember acht Mann positiv getestet. Ich hatte Glück und war einer der Wenigen, die nicht infiziert waren.</p>
<p><em><strong>Am 25. Dezember seid ihr dann quasi aus der Quarantäne heraus mit nur 14 Mann ins Turnier gestartet&#8230;</strong> </em></p>
<p>Florian Elias: Genau. Wir waren gegen Finnland der klare Außenseiter und alle waren erstaunt, wie gut wir mitgespielt haben. Zwar haben wir 3:5 verloren, doch hat uns die Leistung unheimlich gepusht. Das war der Punkt, an dem wir gesehen haben, dass wir einiges erreichen können.</p>
<p><em><strong>Und dann kam mitten im Höhenflug das 2:16 gegen Kanada.</strong></em></p>
<p>Florian Elias: Das hätte natürlich nicht sein dürfen. Eigentlich war es eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters, die uns das Genick gebrochen hat. Wir waren angeknackst, haben aber trotzdem weiter gekämpft – aber gegen Kanada kannst du dir keine Schwächen erlauben und irgendwann nimmt so ein Spiel eine Eigendynamik an.</p>
<p><em><strong>Schon zwei Tage später gab es einen wichtigen Sieg gegen die Slowakei. Wie konntet ihr dieses „Brett“ so gut wegstecken?</strong></em></p>
<p>Florian Elias: Die Niederlage gegen Kanada hat uns als Team noch weiter zusammengeschweißt und unser Trainer hat uns auf den Weg gegeben, dass wir das 2:16 ausblenden und an die starke Leistung aus dem Finnland-Spiel denken sollen. Das hat funktioniert, denn wir haben dann ja zum ersten Mal überhaupt das Viertelfinale erreicht.</p>
<p><em><strong>Du hast im Mutterland des Eishockeys zusammen mit Tim Stützle und JJ Peterka die wohl stärkste Anriffsreihe des Turniers gebildet und hast die Eishockeywelt auf dich aufmerksam gemacht. Wieviele NHL-Scouts haben schon bei dir angerufen?</strong></em></p>
<p>Florian Elias: Die melden sich nicht direkt bei mir, sondern bei meinem Berater – aber Hauptsache, ich habe mich bewiesen und gezeigt, dass ich auf internationalem Parkett gut mitspielen kann. Natürlich wäre es mein Ziel, irgendwann in Amerika zu spielen. Die Chancen, dass ich in diesem Jahr beim NHL-Draft von einem Team ausgewählt werde, sind durch die WM sicherlich nicht kleiner geworden.</p>
<p><em><strong>Dafür, dass du in dieser Saison ursprünglich eigentlich nur Spielpraxis bei den Falken sammeln solltest, war das ein ziemlich steiler Aufstieg&#8230;</strong> </em></p>
<p>Florian Elias: Das stimmt. Es hat mir aber großen Spaß gemacht, zum Anfang der Saison das Falken-Trikot zu tragen. Ich habe in Heilbronn tolle Erfahrungen gemacht, die mich jetzt in meiner Karriere sehr schnell weitergebracht haben.</p></div>
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		<title>Neuer Falken-Manager Stefan Rapp: Zahlenfanatiker mit Eishockey-DNA</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/neuer-falken-manager-stefan-rapp-zahlenfanatiker-mit-eishockey-dna/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ralf Scherlinzky]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jul 2020 19:40:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 17]]></category>
		<category><![CDATA[Eishockey]]></category>
		<category><![CDATA[Titelthema]]></category>
		<category><![CDATA[AdlerMannheim]]></category>
		<category><![CDATA[HeilbronnerFalken]]></category>
		<category><![CDATA[StefanRapp]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
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					<h1 class="entry-title">Neuer Falken-Manager Stefan Rapp: Zahlenfanatiker mit Eishockey-DNA</h1>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Am 11. Mai trat Stefan Rapp mit einem Paukenschlag seinen neuen Job bei den Heilbronner Falken an. Nur ein kleiner Kreis von Eingeweihten hatte zuvor davon gewusst, dass der bisherige Manager Atilla Eren den Verein verlassen und Stefan Rapp sein Nachfolger werden würde. Dabei überraschte nicht nur die Tatsache, dass Eren nach knapp sechs Jahren seinen Platz räumt. Dass mit Stefan Rapp ein in Eishockey-Kreisen bislang „unbeschriebenes Blatt“ seinen Platz übernimmt, war nicht minder überraschend. Wer ist Stefan Rapp, wie kam es zu dem Wechsel aus der freien Wirtschaft zu den Falken und wie war sein Einstand beim Heilbronner Eishockey-Zweitligisten? Unsere Redakteure Ralf Scherlinzky und Enny Bayer haben dem Familienvater in der Kolbenschmidt Arena einen Besuch abgestattet, um diese Fragen zu klären. Schon bei seinen ersten, wohl überlegt gewählten und im Mannheimer Dialekt gesprochenen Worten wurde erkennbar, weshalb die Wahl der Gesellschafter auf den 49-jährigen, selbständigen Unternehmensberater gefallen war: Stefan Rapp ist nicht nur, wie er selbst sagt, ein „analytischer Zahlenfanatiker“, sondern auch eine sympathische Persönlichkeit, deren Fokus voll und ganz auf den anstehenden Aufgaben liegt.</strong></em></p>
<p>Fotos: Marcel Tschamke</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Herzlich willkommen in Heilbronn, Herr Rapp! Wie war Ihr Einstand bei den Heilbronner Falken?</strong></em><br /><strong>Stefan Rapp:</strong> Die ersten paar Wochen waren gleich sehr intensiv, da ich ja direkt in der Lizenzierungsphase bei den Falken eingestiegen bin. Gemeinsam mit der Organisation haben wir die Unterlagen für die DEL2-Lizenzierung zusammengestellt und eingereicht. Parallel läuft auch die Saisonplanung auf Hochtouren, was aufgrund der ständig wechselnden Corona-Vorschriften eine besondere Herausforderung darstellt. Wir haben hier aber mit der Stadt Heilbronn einen starken Partner an der Seite, der mit uns das Ziel teilt, auch in der Saison 2020/21 attraktives und erfolgreiches Eishockey in Heilbronn zu realisieren.</p>
<p><em><strong>Ein selbständiger Mannheimer Unternehmensberater ohne große „Eishockey-Reputation“ wird zum Manager der Heilbronner Falken – ein eher ungewöhnlicher Werdegang. Wie kam der Wechsel aus der Wirtschaft in den Profisport zustande?</strong></em><br /><strong>Stefan Rapp:</strong> Ich war lange Jahre in verschiedenen verantwortlichen Positionen in der Wirtschaft tätig und pflege darüber ebenso einen guten Kontakt zu einem der Falken-Gesellschafter. Da ich mit meiner Tätigkeit viele Kontakte zu Unternehmen habe, kam Ende 2019 die Frage auf, ob ich mein nationales und internationales Netzwerk im Sponsoring-Bereich bei den Falken einbringen möchte. Deshalb war ich des öfteren bei Heimspielen in der Halle, um ein Gefühl für eine Zusammenarbeit mit den Falken zu bekommen. Während dieser Zeit gab es folgend tiefer gehende Gespräche mit den Verantwortlichen. Als dann gegen Ende der Saison das Angebot für ein längerfristiges Engagement kam, konnte ich nicht nein sagen.</p>
<p><em><strong>Als Mannheimer bekommt man die Eishockey-DNA ja vermutlich schon in die Wiege gelegt. Kann man vor diesem Hintergrund beim Job als Falken-Manager von einem Traumjob sprechen?</strong></em><br /><strong>Stefan Rapp:</strong> Als Mannheimer wächst man entweder als Waldhof- oder als Adler-Fan auf. Bei mir waren es die Adler, die mich in meiner Jugend geprägt haben und durch die ich schon früh meine Leidenschaft für den Eishockeysport entwickelt habe – auch wenn ich nie einen direkten Kontakt in die Organisation hatte. Wenn man lange Jahre Beruf und Hobby getrennt verfolgt hat und dann die Gelegenheit bekommt, beides zu vereinen, ist das die höchste Form der inneren Zufriedenheit, die man erreichen kann. Insofern kann ich sagen: Ja, wir können durchaus von einem Traumjob sprechen.</p>
<p><em><strong>Wie schaut es mit der eigenen Eishockey-Karriere bei den „Eisbrechern“ in der DPL (Deutsche Players Liga) aus?</strong></em><br /><strong>Stefan Rapp:</strong> Die liegt seit drei, vier Jahren auf Eis, da ich beruflich einfach zu stark eingespannt bin. In der letzten Saison war ich mal kurz auf dem Eis, aber da hatte ich mehr mit mir selbst als mit dem Puck und dem Gegner zu kämpfen. Ich glaube ich kann sagen, dass meine aktive Hobby-Karriere beendet ist. Der Versuch ab und zu aufs Eis zu gehen, steht jedoch auf der Agenda – eventuell auch mal bei den Eisbären, falls sie es zulassen&#8230;</p>
<p><em><strong>In unserer letzten Ausgabe hat Atilla Eren gesagt, dass die Existenz der Falken durch Corona nicht in Gefahr sei. Kann man diese Aussage so stehen lassen?</strong></em><br /><strong>Stefan Rapp:</strong> Ja, wir sind definitiv mit einem blauen Auge davongekommen. Hier haben Stadt, Sponsoren, Fans und Gesellschafter jeweils einen großen Beitrag geleistet, um die Falken nicht nur am Leben zu halten, sondern auch so aufzustellen, dass wir mit dem gleichen Etat wie im letzten Jahr in die neue Saison gehen können. Mein Dank geht an dieser Stelle nochmal an alle Beteiligten für ihren Einsatz in dieser schwierigen Situation!</p>
<p><em><strong>Sind die Sponsoren – trotz Corona – weiterhin alle an Bord?</strong></em><br /><strong>Stefan Rapp:</strong> Bisher haben wir in diesem Bereich noch keine großen Einbußen zu verzeichnen. Aber natürlich wird es Partner geben, die ihr Engagement aufgrund der aktuellen Situation noch hinterfragen müssen. Hier werden wir aber mit einer gewissen Sensibilität vorgehen und haben natürlich Verständnis, wenn der eine oder andere nicht aus dem Vollen schöpfen kann. Es gibt aber auch langjährige Partner, die ihr Engagement für die neue Saison bereits erweitert haben.</p>
<p><em><strong>Gibt es schon Hinweise darauf, wann und unter welchen Bedingungen die Saison starten wird?</strong></em><br /><strong>Stefan Rapp:</strong> Es gibt unterschiedliche Szenarien und Modelle, die sich momentan aber fast täglich ändern. So ist es wahrscheinlich, dass die DEL2-Spiele nicht vor vollem Haus stattfinden können – was uns gegenüber unseren Gegnern planerisch sogar einen Vorteil verschafft. Während Teams wie Frankfurt und Kassel normalerweise mit einer vollen Halle kalkulieren, planen wir aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit von Haus aus nur mit einer 50-prozentigen Vollauslastung der Arena und müssen unseren Etat deshalb nur teilweise auf die Corona-Vorgaben anpassen. In der Vergangenheit sind wir fast nur bei den Derbys gegen Bietigheim über den 50 Prozent gelegen&#8230;</p>
<p><em><strong>A propos Bietigheim: Die Steelers haben keine Lizenz mehr für die DEL2 bekommen. Wie sehr schmerzt der Wegfall des Derbys?</strong></em><br /><strong>Stefan Rapp:</strong> Das tut natürlich weh. Wirtschaftlich vermutlich weniger, da wir die Halle derzeit wohl eh nicht voll machen dürfen. Aber die Derbys gegen Bietigheim gehören für die Fans einfach dazu wie das Salz zur Suppe. Wenn dieses Battle wegfallen würde, wäre das für sie – und natürlich auch für uns – ganz ganz bitter. Noch haben wir die Hoffnung aber nicht ganz aufgegeben, dass die Bietigheim Steelers doch noch im Nachgang die Lizenz bekommen. Unsere Unterstützung haben sie in jedem Fall.</p>
<p><em><strong>Die Falken haben eine sehr erfolgreiche Saison gespielt, ehe man durch die Corona bedingte Playoff-Absage um den Lohn der harten Arbeit gebracht wurde. Ihr konntet den größten Teil des Kaders halten, habt euch punktuell verstärkt und geht mit dem gleichen Etat in die neue Saison. Das lässt darauf schließen, dass die Playoffs erneut das Ziel sind&#8230;</strong></em><br /><strong>Stefan Rapp:</strong> Ja, natürlich. Wir wollen auf dem Level der letzten Saison einsteigen und der direkte Einzug in die Playoffs ist eigentlich Pflicht. Unser oberstes Ziel wäre es mit Heimrecht in die Playoffs zu starten. Dazu müssten wir zum Ende der Hauptrunde irgendwo zwischen Platz eins und vier liegen. Bei den Falken wurde in den letzten zwei, drei Jahren eine super Arbeit geleistet, und darauf wollen wir aufbauen, um das zu erreichen, was uns durch Corona verwehrt blieb. Dass rund 90 Prozent des letztjährigen Kaders bleibt, ist natürlich ein großer Vorteil. Das kannte man von den letzten Jahren nicht unbedingt und wir hoffen, dass sich dies auch in den Zuschauerzahlen widerspiegeln wird.</p>
<p><em><strong>Welche Rolle spielt dabei die Kooperation mit den Adlern Mannheim?</strong></em><br /><strong>Stefan Rapp:</strong> Die Tatsache, dass wir von der überragenden Nachwuchsförderung der Adler sowie der Jungadler profitieren können, ist für uns Gold wert. Die Förderlizenzspieler, die für und mit uns aufs Eis gehen werden, sind vertraglich an die Adler gebunden und werden uns zur Verfügung gestellt, damit sie sich in Heilbronn weiterentwickeln. Und sollte es mal personelle Engpässe geben, können wir in Abstimmung mit den Jungadlern weitere junge Spieler, die für die DEL2 spielerisch geeignet sind, mit hochziehen. Besonders freuen wir uns darüber, dass wir wieder mit dem Großteil der Jungs vom letzten Jahr sowie attraktiven Neuzugängen planen können. Einzig unser letztjähriger Torjäger Yannik Valenti macht uns „Sorgen“, da er mit seinem harten Schlagschuss wieder mehr Schläger brauchen wird als andere. Aber die stellen wir natürlich sehr gerne bereit&#8230;.</p>
<p><em><strong>Wie ist die Zusammenarbeit mit dem neuen Trainer Michel Zeiter angelaufen? Er agiert ja momentan noch von der Schweiz aus.</strong></em><br /><strong>Stefan Rapp:</strong> Wir telefonieren fast täglich und sind im regen und sehr offenen Austausch. Er hat seine Erfolge als Spieler sowie als Trainer bis dato allesamt in der Schweiz gefeiert und sich damit eine starke Reputation geschaffen. Jetzt freut er sich auf die neue Aufgabe in Deutschland. Ich schätze ihn als positiv emotionalen Trainer ein, der auch menschlich super in die Organisation passt.</p></div>
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<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://sportheilbronn-magazin.de/neuer-falken-manager-stefan-rapp-zahlenfanatiker-mit-eishockey-dna/">Neuer Falken-Manager Stefan Rapp: Zahlenfanatiker mit Eishockey-DNA</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://sportheilbronn-magazin.de">sportheilbronn Magazin</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Yannik Valenti: Über die Heilbronner Falken direkt in die DEL</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/yannik-valenti-ueber-die-heilbronner-falken-direkt-in-die-del/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Enny Bayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jan 2020 20:00:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 15]]></category>
		<category><![CDATA[Eishockey]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
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					<h1 class="entry-title">Yannik Valenti: Über die Heilbronner Falken direkt in die DEL</h1>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Es läuft zur Zeit bei Yannik Valenti. Nach seinem frühen DEL-Debüt für die Adler Mannheim mit 17 Jahren und einem für ihn wenig befriedigenden Jahr in Kanada hat die Karriere des 19-Jährigen in der laufenden Saison Fahrt aufgenommen. Bei den Heilbronner Falken wurde der in Bad Tölz geborene und in Kassel aufgewachsene Rechtsaußen quasi aus dem Nichts zum Leistungsträger. Vor allem seine präzisen Schlagschüsse im Powerplay machten ihn im Nu zum Liebling der Fans, die ihm den Spitznamen „The Hammer“ verpassten. Über den Jahreswechsel schaffte der Sohn des über 400-fachen DEL-Spielers Sven Valenti mit der deutschen U20-Nationalmannschaft den Klassenerhalt in der A-Gruppe. Und dann kam der Call-up von den Mannheimer Adlern in die DEL. Unsere Redakteure Enny Bayer und Ralf Scherlinzky haben ihn in Mannheim besucht und sich nach dem Heimspiel gegen die Kölner Haie mit ihm über seine Karriere unterhalten.</strong></em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Yannick, im vergangenen Jahr hast du in der kanadischen Western Hockey League für die Vancouver Giants gespielt. Wie war die Zeit für dich?</strong></em></p>
<p><strong>Yannik Valenti:</strong> An sich war das Jahr wunderschön und ich habe viele Erfahrungen gesammelt. Spielerisch war es für mich persönlich etwas schwierig, weil ich nicht so viel Eiszeit bekommen habe. Mein Trainer mochte meinen Spielstil nicht besonders, aber an sich war es eine tolle Erfahrung das mitzumachen.</p>
<p><em><strong>Gibt es ein persönliches Highlight für dich aus deiner Zeit „drüben“?</strong></em></p>
<p><strong>Yannik Valenti:</strong> Das Spiel sieben im WHL-Finale. Es ging um die Meisterschaft und wir sind im entscheidenden siebten Spiel in die Overtime gegangen, wo wir dann leider verloren haben. Da bist du einen Schuss von der Meisterschaft entfernt und verlierst schlussendlich noch das Spiel. Das hat schon weh getan, vor allem nach der ganzen Arbeit, die hinter uns lag. Aber so eine Niederlage macht dich stärker und man nimmt vieles daraus mit. Ansonsten habe ich in Vancouver 800 Meter vom Strand weg gewohnt. Ich glaube, da gibt es Schlimmeres&#8230; 😉</p>
<p><em><strong>Was bleibt aus deiner Zeit in Vancouver haften? </strong></em></p>
<p><strong>Yannik Valenti:</strong> Dort habe ich gelernt, dass man ständig an sich arbeiten muss. Ich war in einer Mannschaft, in der 20 Leute das gleiche Niveau hatten und jeder aufs Eis wollte. Man lernt seine Zeit richtig zu investieren und zu trainieren, weil man eben mithalten will. Um das nächste Level zu erreichen, musste ich hart an mir arbeiten. In Kanada hatten wir viel individuelles Training in verschiedenen Bereichen und ich habe einen tollen Reifungsprozess durchgemacht. Es war für mich das Richtige, ein Jahr rüber zu gehen. Durch das Niveau, auf dem in Kanada gespielt wurde, war es für mich jetzt auch einfacher in der DEL2 Fuß zu fassen.</p>
<p><strong><em>Im Sommer bist du dann wieder zurück nach Deutschland gekommen und spielst jetzt bei den Heilbronner Falken und den Adlern Mannheim. Bei den Falken belegst du inzwischen nicht nur im Spiel fünf gegen fünf eine wichtige Rolle, sondern auch im Powerplay – und seit Januar bist du nun bei den Adlern Mannheim in der DEL. Hast du dir deinen Einstieg ins deutsche Profieishockey so erhofft, wie es jetzt ist?</em></strong></p>
<p><strong>Yannik Valenti:</strong> Erhofft habe ich es mir natürlich, aber gedacht hätte ich es nie. Ich habe die Möglichkeit bekommen nach Mannheim zu kommen und mit einer Förderlizenz auch in Heilbronn zu spielen. Dort wurde mir viel Eiszeit versprochen, was bisher auch gut funktioniert hat. Man hat mir gesagt, dass man mir die Zeit geben wird, damit ich mir mein Selbstvertrauen auf dem Eis zurückholen kann. Dass das so schnell so gut klappt, habe ich nicht erwartet.</p>
<p><em><strong>Bei den Heilbronner Falken hast zu zehn deiner 17 Tore im Powerplay geschossen. Wie kam es dazu, dass du für die Falken in der Situation so wichtig geworden bist?</strong></em></p>
<p><strong>Yannik Valenti:</strong> Zum einen muss man sagen, dass ich super Teamkollegen habe, die auch immer ihr Bestes geben. Außerdem habe ich schon immer auf der Position gespielt, nur war mein Schuss nicht so präzise. In Kanada wurde dann viel daran gearbeitet. Nach jedem Training habe ich mir nochmal extra 50 bis 60 Schüsse genommen, um die Sicherheit sowie die nötige Präzision zu bekommen. Dadurch hat sich das mit der Zeit bei mir eingespielt.</p>
<p><em><strong>Wie kam es dazu, dass du nun zu den Adlern hochgezogen wurdest?</strong></em></p>
<p><strong>Yannik Valenti:</strong> Am Anfang der Saison war ich ja überwiegend in Heilbronn. Kurz bevor die U20-Weltmeisterschaft stattgefunden hat, wurde ich für zwei Trainingseinheiten nach Mannheim geholt. Einen Tag nach meiner Heimreise von der U20-WM habe ich erneut in Mannheim trainiert. Am Wochenende war ich dann nochmal für die Falken im Einsatz, ehe ich nach dem nächsten Training bei den Adlern bleiben durfte. Einen genauen Plan für die kommende Zeit gibt es nicht. Man wird Woche für Woche schauen, wo es hingeht. Ich möchte die Chance aber auf jeden Fall nutzen in Mannheim zu spielen und meine Erfahrungen auch nach Heilbronn nehmen zu können.</p>
<p><em><strong>Hast du dich in Mannheim gut eingefunden?</strong> </em></p>
<p><strong>Yannik Valenti:</strong> Am Anfang war es schon eine Umgewöhnung. In der DEL ist alles viel strukturierter als in der DEL2 und vom Tempo ist es auch nochmal etwas anderes. Man muss lernen das Tempo einzuhalten und ständig seine Höchstleistung abzurufen. Ansonsten verliert man den Anschluss an die restlichen Spieler. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran und mittlerweile habe ich mich gut eingelebt.</p>
<p><em><strong>Bei einem ausverkauften Stadion schauen den Adlern 13.600 Zuschauer zu. Was ist das für ein Gefühl für dich vor so vielen Menschen in die Halle einzulaufen und dann zu spielen?</strong></em></p>
<p><strong>Yannik Valenti:</strong> Im ersten Moment war es etwas ganz anderes als in Heilbronn. Wenn man im Tunnel steht, das Licht ausgeht und man hört, wie viel im Stadion los ist, bekommt man schon eine Gänsehaut. Während des Spiels ist man allerdings so fokussiert, dass man das gar nicht wirklich mitkriegt.</p>
<p><em><strong>Ende Dezember fand die U20-Weltmeisterschaft in Tschechien statt, bei der du für Deutschland aufs Eis gegangen bist. War das für dich ein besonderes Karrierehighlight? </strong></em></p>
<p><strong>Yannik Valenti:</strong> Definitiv! Ich war schon zwei Mal bei B-WM´s dabei, allerdings ist es für mich etwas ganz anderes bei einer A-WM dabei zu sein. In meinem letzten U20-Jahr das mitzuerleben ist schon ein Höhepunkt für mich. Allein die Gegner, die wir hatten: Kanada, Russland, Tschechien und Amerika. Leider haben wir das Viertelfinale nicht erreicht, den Klassenerhalt gegen Kasachstan haben wir uns dann aber nicht nehmen lassen. Ich denke das war ein wichtiger Meilenstein hier die Klasse zu halten, um weiterhin erfolgreiche Spieler im deutschen Eishockey entwickeln zu können.</p>
<p><em><strong>Wo soll es für dich in Zukunft hingehen?</strong> </em></p>
<p><strong>Yannik Valenti:</strong> Zu aller erst möchte ich die laufende Saison gut rumbringen, sei es in Heilbronn oder Mannheim. Dann wird man im Sommer sehen, was passiert. Ich möchte natürlich das höchstmögliche Nivau spielen. Und wenn es die Chance gäbe, nochmal nach Kanada zu gehen, würde ich sie sofort nutzen. Allerdings macht es für mich mehr Sinn mich hier erstmal im deutschen Eishockey zu etablieren.</p>
<p><em><strong>Mit 19 bist du in einem Alter, in dem man normalerweise eine Berufsausbildung beginnt. Wie schaut es in diesem Bereich bei dir aus?</strong> </em></p>
<p><strong>Yannik Valenti:</strong> Vor Kanada war ich in der elften Klasse, was im Nachhinein wie ein Realschulabschluss für mich zählt. Bisher habe ich mich ganz auf den Sport konzentriert und werde es auch erst mal weiterhin so machen. In zwei, drei Jahren möchte ich mein Fachabitur nachholen oder eine Ausbildung machen.</p>
<p><em><strong>Ist es auch ein Ziel für dich, deinen Vater mit seinen über 400 DEL-Spielen irgendwann einmal zu übertrumpfen?</strong></em></p>
<p><strong>Yannik Valenti:</strong> Selbstverständlich möchte ich in meiner Vita mehr oder sogar etwas Höheres drinstehen haben, als mein Vater. Ich muss mir fast täglich von ihm anhören, was er in meinem Alter alles erreicht hat. Das ist natürlich schon ein Ansporn für mich. Das kann ich nicht auf mir sitzen lassen! Text: Enny Bayer</p></div>
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