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	<title>Breitensport | sportheilbronn Magazin</title>
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		<title>Schwimmabteilung der SUN: Neuanfang mit engagierten Eltern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lara Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 May 2025 14:12:03 +0000</pubDate>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Von 2019 bis 2023 galt die Sport-Union Neckarsulm als eine der besten Adressen im deutschen Schwimmsport. Mit Henning Mühlleitner, Annika Bruhn, Celine Rieder, Marie Pietruschka und Fabian Schwingenschlögl hatten 2021 gleich fünf Schwimmerinnen und Schwimmer die SUN bei den Olympischen Spielen in Tokio vertreten. Doch im April 2023 war von einem Tag auf den anderen alles vorbei. Der Hauptsponsor zog sich ohne Vorankündigung zurück, das Profiteam wurde aufgelöst und die Neckarsulmer Spitzenathleten verstreuten sich in alle Himmelsrichtungen. Was blieb, war ein Scherbenhaufen. Das Vereinsleben drohte auseinanderzubrechen. Doch spätestens seit der Mitgliederversammlung im Sommer 2024 zeigt sich: Mit Herzblut, Engagement und einem klaren Ziel vor Augen kann die Abteilung wieder durchstarten. „Wir sind wieder da“, sagen die Verantwortlichen – und meinen das wörtlich. Abteilungsleiter Uwe Schuster, die stellvertretende Abteilungsleiterin Yvonne Braun und die Veranstaltungskoordinatorin Natascha Ball haben die SPORTHEILBRONN-Redaktion ins Sportbad AQUAtoll eingeladen, um uns Einblicke in die „neue“ <a href="https://sun-schwimmen.de/" target="_blank" rel="noopener">Schwimmabteilung</a> der Sport-Union, ihre Ausrichtung und ihre Pläne zu geben.</strong></em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Die Leistungsschwimmer der Sport-Union Neckarsulm beim SUN-RISE Meeting im Februar 2025. Foto: SUN Schwimmen</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Der Neuanfang – zwischen Krise und Aufbruch</h3>
<p>„Es war fünf vor zwölf“, erinnert sich die stellvertretende Abteilungsleiterin Yvonne Braun. Als im April 2023 der Hauptsponsor seinen sofortigen Rückzug ankündigte und deshalb das Profiteam und der drumherum konstruierte Trainerstab auseinanderbrachen, stand der Verein plötzlich ohne funktionierende Struktur da. „Wir hatten wirklich Trümmer vor uns liegen und wussten erstmal nicht, wie es weitergehen sollte. Da haben wir Eltern beschlossen, dass wir das Zepter selbst in die Hand nehmen müssen, damit unsere Kinder weiter schwimmen können.“</p>
<p>Gesagt, getan: Eine kleine Gruppe rund um die jetzige Abteilungsleitung übernahm Verantwortung. „Wir wollten nicht nur meckern, sondern auch mitgestalten“, sagt Yvonne Braun, deren Tochter Enya Teil des heutigen Leistungsschwimmteams ist. Dabei ging es nicht um Macht oder Prestige – sondern um die Kinder. „Uns war klar: Wenn wir jetzt nicht handeln, verlieren wir die Basis, auf die sich die gesamte Schwimmabteilung stützt.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Neue Strukturen, neue Energie</h3>
<p>Das neue Führungsteam setzte auf ein modernes Rollenmodell. Statt der klassischen Doppelspitze übernahmen mehrere Eltern gezielt Aufgaben – neben den beiden Abteilungsleitern und einem sportlichen Leiter gibt es einen Finanzwart, eine Veranstaltungskoordinatorin, eine Pressewartin, sowie einen Verantwortlichen für die Technik. Dazu kommen drei Beisitzer, welche die Abteilungsleitung in verschiedenen Bereichen unterstützen. „Diese Aufteilung war das Beste, was wir machen konnten. Jeder bringt sich dort ein, wo er seine Stärken sieht“, erklärt Veranstaltungskoordinatorin Natascha Ball. „Meine Kinder schwimmen schon lange bei der Sport-Union, und für mich war von Anfang an klar, dass ich mich einbringen will. Es hat sich recht schnell eine Gruppe gebildet, die gesagt hat, jetzt machen wir das einfach – strukturiert, effizient und mit Leidenschaft“, so die Mutter der Leistungsschwimmer Lisa und Felix.</p>
<p>Die Wirkung zeigte sich sofort: Der Instagram-Kanal lebte wieder auf, neue Kooperationen wurden gestartet, man rief zwei jährliche Wettkämpfe ins Leben und die Kinder und Vereinsmitglieder haben wieder das Gefühl, Teil von etwas zu sein.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Sind mit Begeisterung dabei, die Schwimmabteilung in die Zukunft zu führen: Natascha Ball, Uwe Schuster und Yvonne Braun (v. links). Foto: SPORTHEILBRONN</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Zurück zur Basis – und mit Perspektive nach oben</h3>
<p>Auch wenn in Neckarsulm schon Olympiateilnehmer trainiert haben, betont die neue Führung vor allem eines – den Breitensport. „Wir wollen keine parallelen Welten mehr, keine Profis auf der einen Seite und den Nachwuchs, der sich abgehängt fühlt, auf der anderen“, sagt Abteilungsleiter Uwe Schuster, der das Amt schon lange Jahre innehat und auch beim Neustart wieder die Verantwortung übernahm. Die Freizeit- und Breitensportgruppen haben nun bis zu dreimal wöchentlich die Chance, im Sportbad zu schwimmen sowie bei Wettkämpfen teilzunehmen.</p>
<p>Trotzdem bleibt der Leistungsgedanke präsent. Bis zu neun Trainingseinheiten pro Woche bietet der Verein für das neue TopTeam aus dem eigenen Nachwuchs an, unterstützt von einem engagierten Trainerstab. „Wir haben sogar ehemalige Leistungsschwimmer, die jetzt als Assistenztrainer zurückkommen – das ist ein echtes Pfund“, freut sich Uwe Schuster.</p>
<p>Neben dem TopTeam gibt es auf Leistungssportebene auch das Perspektivteam sowie ein Nachwuchsteam, das die Schleuse zwischen Breiten- und Leistungssport bildet. Insgesamt hat die Schwimmabteilung neun Gruppen mit über 130 Athleten im Breiten- und Leistungssport. Dazu verbringen zehn Trainer bis zu 85 Stunden die Woche am Beckenrand, egal ob bei den Top-Talenten, den Freizeitschwimmern oder bei den Schwimmkursen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>„Wir holen die Kinder dort ab, wo sie stehen. Manche wollen dreimal die Woche trainieren, andere einmal – beides ist okay und beides wird ermöglicht“, sagt der Abteilungsleiter. „Wir verlieren niemanden aus dem Blick und bringen jedes Kind in der richtigen Gruppe unter.“ Und wenn doch mal ein Ausnahmetalent aus den eigenen Reihen kommt, wird dieses vom kompletten Verein unterstützt.</p>
<p>Der Nachwuchs in Neckarsulm hat zuletzt schon wieder gewaltig aufhorchen lassen – bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften war die SUN mit 13 teilnehmenden Athleten der zweitgrößte Verein aus Baden-Württemberg. Und auch bei den Landesmeisterschaften zeigten besonders die Jahrgänge 2006 bis 2014 herausragende Leistungen und schwammen etliche Bestzeiten, die mit vielen Medaillen gekrönt wurden.</p>
<h3> </h3>
<h3>Ein Verein, viele Wege – und ein Ziel</h3>
<p>Neben dem Freizeit-, Breiten- und Leistungssportbereich bietet die Schwimmabteilung der Sportunion Neckarsulm auch klassische Schwimmkurse an und führt zahlreiche Schulkooperationen. „Wir arbeiten eigentlich mit allen Schulen in Neckarsulm zusammen, sowie noch mit ein paar weiteren aus der direkten Umgebung. Die Kooperation umfasst sowohl den regulären Schwimmunterricht als auch außerschulische Schwimmangebote. Und wenn jemand Potenzial zeigt, können wir ihn in einer unserer Vereinsgruppen aufnehmen“, so Uwe Schuster. Doch durch das Programm hat der Verein auch gemerkt, wie viele Schüler noch immer nicht richtig schwimmen können. „Das war schockierend zu sehen. Und deshalb ist es umso wichtiger, dass wir diese Kooperationen anbieten, da Schwimmen einfach eine überlebenswichtige Fähigkeit ist und wir durch dieses Angebot viele Kinder erreichen“, betont Yvonne Braun die hohe Bedeutung des Programms.</p>
<p>Mit dem Ausbau des Breitensports, der Förderung des Leistungssports sowie zahlreichen Schwimmkurs-Angeboten baut sich der Verein eine gute Basis auf – mit einem Ziel: nachhaltiger Erfolg.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Wettkampf als Lebensader</h3>
<p>Ein zentraler Bestandteil des Neustarts war die Rückkehr zur Ausrichtung eigener Wettkämpfe. Mit dem „SUN-RISE Meeting“ zum Jahresanfang und der „SUN-SWIM Trophy“ am 24. und 25. Mai etablierte die Abteilung zwei Highlights im regionalen Schwimmkalender. „Wir haben ein tolles Bad, wir haben das Know-how – warum sollten wir das nicht nutzen?“, so Natascha Ball, die als Veranstaltungskoordinatorin federführend für die Organisation und Umsetzung der Wettkämpfe verantwortlich ist. „In den letzten Jahren, als der Fokus komplett auf dem Profiteam lag, sah man in der Abteilung nicht die Notwendigkeit, eigene Wettkämpfe auszurichten. Das war sehr schade. Das hat den Kindern und dem Verein sowohl sportliche als auch finanzielle Möglichkeiten genommen. Die Wiedereinführung von Wettkämpfen im AQUAtoll Sportbad war deshalb eine der ersten Maßnahmen, die wir umsetzten wollten, auch weil wir dadurch eine stabile finanzielle Basis aufbauen können“, ergänzt Yvonne Braun.</p>
<p>Doch der Aufwand ist enorm: „Wir brauchen bis zu 30 Kampfrichter pro Wettkampfabschnitt, das heißt 60 Kampfrichter am Tag. Dazu gibt es natürlich zahlreiche Verpflegungsstände und es werden sehr viele Helfer benötigt – ob für den Auf- und Abbau der umfangreichen Wettkampftechnik, die Bewirtung oder nur zum Kuchenbacken und Obstschnippeln. Das geht nur, wenn alle an einem Strang ziehen“, erzählt Natascha Ball. Doch der Rückhalt ist da. „Wir waren bei unseren beiden Events fast 1.000 Menschen in der Schwimmhalle – Teilnehmer, Trainer, Zuschauer und Unterstützer. Das war wirklich der Wahnsinn und hat uns auch gezeigt, dass wir gute Arbeit machen und unsere Ideen angenommen werden.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Inklusion leben mit den Special Olympics</h3>
<p>Das größte Event kommt jedoch erst noch auf die Sport-Union zu – die Special Olympics Landesspiele, die vom 9. bis 12. Juli in Heilbronn und Neckarsulm stattfinden werden. „Wir werden hier im AQUAtoll die Schwimmwettkämpfe ausrichten. Das ist ein enormer Aufwand, da man natürlich bei dieser Art Wettkämpfe viel mehr Anforderungen erfüllen muss. Wir werden dort mit bis zu 100 Leuten an vier Tagen im Einsatz sein, von denen viele Urlaub nehmen müssen, das aber gerne machen. Denn jeder freut sich darauf und wir sind stolz, dieses Event ausrichten zu dürfen,“ berichtet Yvonne Braun. </p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Der dritte Platz der „SUN-Haie“ beim kindgerechten Wettkampf zeigt: die Nachwuchsarbeit der Schwimmabteilung trägt wieder Früchte. Foto: SUN Schwimmen</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Auch die Unified-Schwimmwettbewerbe treffen auf große Begeisterung unter den SUN-Schwimmern. „Unsere Kids sind schon richtig aufgeregt und freuen sich total auf die Wettkämpfe, bei denen sie als Volunteers helfen werden. Ein paar von ihnen werden auch als Teil der Unified-Staffeln, bei denen Menschen mit und ohne geistige Behinderung ein Team bilden, selbst im Becken sein“, erzählt die stellvertretende Abteilungsleiterin freudig. Für die Schwimmwettbewerbe sind schon über 140 Athleten angemeldet – eine logistische und organisatorische Mammutaufgabe – und doch ein Projekt, das für die Abteilung mehr als nur Sport ist. „Das ist ein Statement. Wir leben hier die Gemeinschaft und haben sie nicht nur auf dem Papier stehen.“</p>
<h3> </h3>
<h3>Blick nach vorn – und viel Rückenwind</h3>
<p>„Mit der Stadt Neckarsulm und dem AQUAtoll konnten wir inzwischen wieder eine sehr gute Partnerschaft auf Augenhöhe aufbauen. Das war nicht immer so“, sagt Abteilungsleiter Uwe Schuster.<br />Auch intern ist der Wandel greifbar. „Wir arbeiten mit festen Rollen, klaren Zuständigkeiten, halten regelmäßige Meetings ab. Das macht uns handlungsfähig – auch wenn’s mal stressig wird. Was wir in einem Jahr auf die Beine gestellt haben, ist krass“, so Yvonne Braun. „Und das Wichtigste: Unsere Kinder tragen ihre SUN-Mützen wieder mit Stolz.“</p></div>
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		<title>Sportentwicklungsplan 2030: Maßnahmen für den Sport in Heilbronn</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/sportentwicklungsplan-2030-massnahmen-fuer-den-sport-in-heilbronn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ralf Scherlinzky]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Feb 2024 11:12:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 31]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Im Herbst 2023 verabschiedete der Heilbronner Gemeinderat nach langer Vorbereitungszeit die Sportentwicklungsplanung 2023. Bereits 2020 war die Fortschreibung des ersten Maßnahmenkatalogs aus dem Jahr 2010 beschlossen worden, durch die Pandemie musste dessen Erstellung jedoch verschoben werden. War der erste Sportentwicklungsplan damals noch eher eine Bestandsaufnahme des Heilbronner Sports, so enthält das neue, 152 Seiten starke Dokument 22 konkrete Maßnahmen für den Sport, die bis zum Jahr 2030 umgesetzt werden sollen. Wir haben uns mit Altin Zhegrova, Abteilungsleiter Sport der Stadt Heilbronn, sowie den beiden Gemeinderäten und Vorsitzenden des Stadtverbands für Sport, Christoph Troßbach und Herbert Tabler, getroffen, um für die SPORTHEILBRONN-Leser in die Sportentwicklungsplanung einzutauchen und die wichtgsten Punkte vorzustellen. </strong></em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Das Frankenstadion ist eine der zentralen Sportstätten für den Profi-, Spitzen- und Leistungssport in Heilbronn.</em>  Foto: Marcel Tschamke</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Schulsport, Vereinssport, Sportstätten, Profi-, Spitzen- und Leistungssport sowie Sport im öffentlichen Raum – so lauten die fünf Schwerpunktthemen der Sportentwicklungsplanung 2030.</p>
<p>Herausgearbeitet wurden diese Schwerpunkte in der ersten Runde im Rahmen einer Befragung von Schulen, Vereinen und zufällig ausgewählten Heilbronnern. Im nächsten Schritt wurden fünf Arbeitsgruppen mit Personen aus den entsprechenden Bereichen gebildet, die in je zwei Workshops die dringlichsten Themen zusammengestellt und analysiert, sowie erste Lösungsvorschläge diskutiert haben. Auch wir vom SPORTHEILBRONN-Magazin konnten uns in den Workshops zum Profi-, Spitzen- und Leistungssport einbringen.</p>
<p>„Unsere Absicht war, im Rahmen eines Beteiligungsprozesses möglichst viele Anregungen und Ideen aus der Praxis zu sammeln und dabei den Sport nicht isoliert, sondern als Teil der Stadtentwicklungsplanung zu betrachten “, erklärt <strong>Altin Zhegrova</strong>.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Für <strong>Christoph Troßbach</strong> ist einer der zentralen Punkte der Sportentwicklungsplanung die Tatsache, dass sich die Stadt Heilbronn durch die Verabschiedung des Dokuments im Gemeinderat dazu bekannt hat, den Profi-, Spitzen- und Leistungssport voranbringen zu wollen – ein Feld, das die Stadt bislang nur wenig verfolgt hatte.</p>
<p>Natürlich bedeutet dies nicht, dass die Stadt in diesem Bereich nun Sportlerinnen und Sportler bzw. Vereine mit großen Geldbeträgen sponsert.</p>
<p>Vielmehr geht es um Maßnahmen, die die Grundlage dafür legen, dass Heilbronnerinnen und Heilbronner von klein auf bessere Möglichkeiten haben, sich zu Leistungssportlern zu entwickeln und Heilbronn so langfristig bis 2030 zu einer Stadt für Profi-, Spitzen- und Leistungssport zu machen.</p>
<p>Damit die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen zeitnah beginnen kann, hat der Gemeinderat bereits einige Punkte aus der Sportentwicklungsplanung in den Haushalt für 2024 eingerechnet. Auf einige dieser Punkte gehen wir nachfolgend näher ein.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Konzeption Schulsportcampus Schanz</h3>
<p>Das Schulzentrum Schanz in Heilbronn-Böckingen soll zum Schulsportcampus werden. Was dies bedeutet, weiß <strong>Herbert Tabler</strong>: „Wir wollen dort schulartübergreifend ein Sportprofil für Nachwuchssportlerinnen und Nachwuchssportler einrichten. Zum einen soll der Sport mit fünf Unterrichtsstunden pro Woche weiter in den Fokus rücken. Zum anderen schaffen wir optimale schulische Bedingungen für junge Leistungs- und Spitzensportler, die problemlos für Trainingslager oder Wettkämpfe freigestellt werden und ihre Hausaufgaben dann auch online machen können. In den letzten Jahren hatten einige unserer größten Talente Heilbronn verlassen, weil ihre Schulen teils wenig Verständnis für ihre Trainings- und Wettkampfpläne hatten. Das wollen wir künftig vermeiden.“</p>
<p>Idealer Standort für den geplanten Schulsportcampus ist die Böckinger Schanz mit Elly-Heuss-Knapp-Gemeinschaftsschule und -Gymnasium, Heinrich-von-Kleist-Realschule und den Sportanlagen rund um die Schulen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Sportmarke „Fairplay Heilbronn“</h3>
<p>„Wir möchten bei den Heilbronnerinnen und Heilbronnern eine Identifikation mit dem Sport schaffen und eine Fankultur aufbauen. Dazu entwickeln wir eine Dachmarke, die für Werte wie Inklusion, Integration, Nachhaltigkeit, Toleranz, dopingfreier Sport etc. steht. Das Konzept ist bereits in der Entwicklung und soll im Mai vorgestellt werden“, berichtet Christoph Troßbach.</p>
<h3> </h3>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Ausbau der Wasser- und Hallenkapazitäten</h3>
<p>Trainingszeiten im Wasser und in Sporthallen sind in Heilbronn rar gesät. „Wir müssen das bisherige umständliche Belegungssystem erneuern und auf eine digitale Plattform umstellen, um beispielsweise Leerzeiten schneller und einfacher zu füllen und – wo möglich – die Auslastung noch zu erhöhen“, mahnt Christoph Troßbach. Dass man an der Erweiterung der städtischen Hallenkapazitäten arbeiten und neue schaffen muss, ist in der Sportentwicklungsplanung berücksichtigt. Deshalb steht der Bau einer multifunktionalen „McArena“ für 2024 auf der Agenda – einer günstig zu errichtenden und komplett überdachten Freilufthalle, die sowohl von Vereinen als auch von Schulen, Unternehmen und Privatleuten online gebucht werden kann.</p>
<p>Keinen Platz in der Sportentwicklungsplanung gefunden hat dagegen die vielfach von Sportvereinen und Fans geforderte Großveranstaltungshalle. „Das liegt daran, dass eine solche Halle nur zu zehn bis 15 Prozent durch den Sport ausgelastet werden würde“, sagt Herbert Tabler. „Eine solche Halle wäre eine kommerzielle Einrichtung mit eigenem Management, die über Messen, Firmenevents und kulturelle Veranstaltungen ausgelastet werden müsste, damit sie sich trägt.“</p>
<p>Das einstimmige Bekenntnis zum Profi-, Spitzen- und Leistungssport im Gemeinderat bereite aber den Boden für den langfristigen Bau einer solchen Multifunktionshalle, ergänzt Christoph Troßbach. „Wir werden diese Diskussion in jedem Fall zu Ende führen müssen – entweder mit dem Ergebnis, dass wir sie brauchen, oder eben mit dem, dass wir sie uns nicht leisten können. Wenn Heilbronn aber den Sport auf hohem Level weiterentwickeln und möglichst vielen Zuschauern zugänglich machen möchte, führt unserer Meinung nach kein Weg an einer Großveranstaltungshalle vorbei. Das wäre der nächste logische Schritt.“</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Konzeption Profi-, Spitzen- und Leistungssport</h3>
<p>„Wir evaluieren hier auf der einen Seite, welche Rahmenbedingungen für Spitzensport benötigt werden. Auf der anderen Seite wird untersucht, welche Sportarten in Heilbronn bereits gute sportliche, infrastrukturelle und personelle Voraussetzungen für ein höheres sportliches Level haben“, so Altin Zhegrova. Denn eines ist klar: Nur diejenigen Sportarten können an den Spitzensport herangeführt werden, die bereits die Grundlagen dafür gelegt haben.</p>
<p>Auf Seite 103 der Sportentwicklungsplanung wird hier bereits eine Vorauswahl getroffen: Die „Top-Gruppe, Kategorie A“ besteht aus Eishockey, Leichtathletik, Geräteturnen, Handball, Sportklettern und Ringen, in der „Potential-Gruppe, Kategorie B“ sind Hockey, Fußball, Kanu, Trampolinturnen, Schwimmen und Basketball aufgelistet.</p>
<p>Die zentrale Frage bei der Konzepterstellung wird sich darum drehen, wie eine Förderung der entsprechenden Sportarten aussehen könnte. „Klar ist, dass wir als Stadt keine Gehälter von Profisportlern übernehmen können“, betont Altin Zhegrova. „Vielmehr wird es dabei vor allem um unterstützende Rahmenbedingungen – wie zum Beispiel Infrastruktur – gehen. Und da schließt sich beispielsweise wieder der Kreis zum Schulsportcampus und zur optimierten Hallenbelegung.“</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Von links: Christoph Troßbach (1. Vorsitzender Stadtverband für Sport), Herbert Tabler (2. Vorsitzender Stadtverband für Sport), Altin Zhegrova (Stadt Heilbronn, Abteilungsleiter Sport), Karin Schüttler (Leiterin Schul-, Kultur- und Sportamt).</em> Foto: Stadt Heilbronn</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Sportpass für Grundschüler und Studenten</h3>
<p>In den Jahren 2022 und 2023 hat der Heilbronner Sportpass den Vereinen über 4.000 neue Mitglieder beschert, deren Mitgliedschaft für die ersten zwölf Monate von der Stadt Heilbronn übernommen wurde. Zwar wurde dieses Erfolgsmodell, das aus dem Corona-Hilfspaket finanziert worden war, in seiner bisherigen Form nicht mehr verlängert. Doch hat der Gemeinderat Mittel bewilligt, damit die jeweils ersten Klassen der Grundschulen über den neuen Sportpass an den Sport herangeführt werden und Studentinnen und Studenten in den Vereinen Fuß fassen – und dadurch in Heilbronn einfacher heimisch werden können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Prüfanträge u.a. für Sanierung Frankenstadion</h3>
<p>„Prüfanträge sind ein Mittel der Politik, um anhand von Datengrundlagen und Vergleichen ein Bewusstsein für Themen zu schaffen, die man gerne angehen würde“, erklärt Christoph Troßbach. Deshalb habe der Stadtverband für Sport Heilbronn für das Jahr 2024 drei Prüfanträge gestellt. So soll geprüft werden, wie eine Sanierung des Frankenstadions umgesetzt werden könnte, die nicht nur die Tartanbahn und den Kabinentrakt, sondern auch eine mögliche Flutlichtanlage einbeziehen würde. Weiterhin wurde eine Prüfung in Auftrag gegeben, wie der Bau von Solaranlagen auf Vereinsgebäuden bei einer Neufassung der Heilbronner Sportförderrichtlinien berücksichtigt werden könnte. „Und dann“, berichtet Christoph Troßbach, „möchten wir untersuchen lassen, wie die Sportabteilungen in ähnlich gelagerten Städten, wie z.B. Ulm, Pforzheim und Freiburg, im Vergleich zu Heilbronn aufgestellt sind. Wir haben hier zwar Top-Leute im Amt, aber das sind unserer Ansicht nach zu wenige, um alles perfekt umsetzen zu können.“</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Fazit</h3>
<p>Die Sportentwicklungsplanung 2030 ist ein Instrument, das den Sport in Heilbronn tatsächlich weiterbringen kann. Hatte man bisher den Fokus vornehmlich auf den Breitensport gelegt, soll nun der Profi-, Spitzen- und Leistungssport weiter in den Fokus rücken. Und das ist gut so für eine Stadt in der Größenordnung von Heilbronn, die damit auch ihre Standortattraktivität erhöht.</p>
<p><strong><a href="https://www.heilbronn.de/kultur-freizeit/sportstadt/sportentwicklungsplanung.html" target="_blank" rel="noopener">Zur Sportentwicklungsplanung 2030 auf der Homepage der Stadt Heilbronn</a></strong></p></div>
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<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://sportheilbronn-magazin.de/sportentwicklungsplan-2030-massnahmen-fuer-den-sport-in-heilbronn/">Sportentwicklungsplan 2030: Maßnahmen für den Sport in Heilbronn</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://sportheilbronn-magazin.de">sportheilbronn Magazin</a>.</p>
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		<title>Turnschule TG Böckingen: Turn-Nachwuchs mit Olympia-Potenzial</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/turnschule-tg-boeckingen-turn-nachwuchs-mit-olympia-potenzial/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lara Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Aug 2023 12:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 29]]></category>
		<category><![CDATA[Breitensport]]></category>
		<category><![CDATA[Kindersport]]></category>
		<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Titelthema]]></category>
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		<category><![CDATA[Turnschule]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://sportheilbronn-magazin.de/turnschule-tg-boeckingen-turn-nachwuchs-mit-olympia-potenzial/">Turnschule TG Böckingen: Turn-Nachwuchs mit Olympia-Potenzial</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://sportheilbronn-magazin.de">sportheilbronn Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Die Turnschule der TG Böckingen gilt als eine der erfolgreichsten Talentschmieden in Süddeutschland – und das trotz alles anderen als optimalen Bedingungen. Doch obwohl 2023, nach der Corona-Zeit und vielen Abgängen, ein Umbruch in der Abteilung stattfand, wandeln die Nachwuchsturner auch weiterhin auf den Spuren der TGB-Eigengewächse und Turngrößen wie Milan Hosseini (Deutscher Meister 2022 und EM-Dritter 2023 am Boden), Daniel Wörz (Bronze bei der Jugend-EM 2018), Amelie Pfeil (Deutsche Mannschafts-Meisterin 2019) und Antonia Alicke (Teilnehmerin bei den Olympischen Jugendspielen 2014). Allen voran das 10-jährige Toptalent Emma Drautz, die Turnschulleiterin Annett Wiedemann als „die beste Turnerin, die ich je hatte“, beschreibt. Was sich in der Turnschule sonst noch tut und wie die renommierte Turnabteilung der TG Böckingen im Jahr 2023 aufgestellt ist, verraten wir euch hier. </strong></em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Emma Drautz an ihrem Lieblingsgerät Stufenbarren. Fotos: Seventyfour.studio</h2></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>„Wir haben hier die ganze Bandbreite des Turnsports. Von Breitensport über Nachwuchskader bis hin zu Oberliga-Turnen und Leistungssport in Landes- und Bundeskader“, erzählt uns die Turnschulleiterin <strong>Annett Wiedemann</strong> stolz. Die Turnschule stellt sich gerade neu auf. Nach zahlreichen Abgängen und der einschneidenden Corona-Zeit liegt nun der Fokus darauf, eine neue Generation Spitzenturner hervorzubringen. „Gerade sind 42 Athleten im Leistungs- und Wettkampfsport unterwegs. Die restlichen ungefähr 70 Kinder und Jugendlichen sind im Nachwuchsbereich und im Breitensport aktiv“, so Wiedemann. Im Leistungszentrum der Mörikehalle in Sontheim-Ost, trainieren, nach Leistungsniveau aufgeteilt, zurzeit sechs Gruppen, die drei bis viermal die Woche zwei bis drei Stunden in der Halle schwitzen. Die Kaderathleten und Toptalente trainieren sogar bis zu sechsmal pro Woche mehrere Stunden am Tag.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die kleinsten rund 50 Kinder im Alter von drei bis acht Jahren, die sogenannten „Turnflöhe“, werden einmal pro Woche im „Kaninchenbau“, wie Wiedemann die Trainingshalle in der Mörikehalle mit einem Augenzwinkern nennt, behutsam an den Sport herangeführt.</p>
<p>Daraufhin folgen schon die verschiedenen Nachwuchs- und Kaderathleten in den Altersklassen 9 bis Senior/in, die bereits bei verschiedenen regionalen und landesweiten Wettkämpfen geglänzt haben. Darunter auch der neunjährige <strong>Darius Petre</strong>, der im Juni bei den Baden-Württembergischen Nachwuchsmeisterschaften in der Altersklasse 10 den hervorragenden zweiten Platz belegt hat und nur knapp an der Goldmedaille vorbeigeschrammt ist.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die 14-Jährige <strong>Claudine Soliman</strong>, die am Kunst-Turn-Leistungszentrum in Stuttgart trainiert, belegte bei den Deutschen-Jugendmeisterschaften im Mehrkampf einen sehr guten vierten Platz und wurde daraufhin für das European Youth Olympic Festival (EYOF) Ende Juli in Slowenien nominiert.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Altersklassen-Titel holte auch schon <strong>Louis Vangelis</strong>, der als Mitglied des STB-Landeskaders Württembergischer Meister wurde. Der noch Zwölfjährige wechselte im Alter von zehn Jahren zum Landesstützpunkt nach Stuttgart, nur um nach einem schwierigen ersten Jahr die Landeshauptstadt in Richtung Cottbus zu verlassen. „Ich wollte am Anfang eigentlich gar nicht nach Cottbus, weil ich dort niemanden kannte. Dann bin ich aber drei Tage zum Probetraining dort gewesen und es hat mir super gefallen. Nach den Osterferien 2022 bin ich dann ins Sportinternat nach Cottbus gewechselt und es ist echt toll dort“, verrät uns der Nachwuchsturner und erzählt weiter: „Ein großer Traum von mir ist definitiv bei Olympia oder bei Weltmeisterschaften zu turnen. Aber auch die Deutschen Meisterschaften wären schon ein Highlight und ich tue alles dafür, mal bei einem solchen großen Wettkampf dabei sein zu können“.</p>
<p>Auch <strong>Matthieu Teiser</strong> hatte diesen Traum, musste ihn dann aber aufgrund schwerer Allergien aufgeben. Der 15-Jährige Besigheimer verbrachte auch zwei Jahre im Leistungszentrum in Stuttgart, ehe er nach Heilbronn zurückkehrte. „Meine Allergien zeigen sich bei mir durch Müdigkeit und Erschöpfung, ich konnte einfach nicht mehr die Leistung bringen, die ich schon mal gezeigt habe und die es einfach gebraucht hätte, um weiter oben mitturnen zu können“, erklärt uns Matthieu. Er macht nun in dem Verein, in dem er das Turnen gelernt hat, seinen Trainerschein und hilft jetzt schon bei den Kleinsten.</p>
<p>Annett Wiedemann ist begeistert und schwärmt: „Matthieu ist ein wahres Trainertalent und macht das mit den Kids ausgezeichnet.“ Trotzdem hat er dem Wettkampfturnen noch nicht den Rücken gekehrt, trainiert er doch selbst dreimal die Woche, um als Oberligaturner für die TG Schömberg gute Leistungen zu zeigen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Matthieu Teiser ist als Trainer mindestens genauso talentiert wie als Turner.</h2></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Apropos Oberliga. Die Liga-Mädels der TG Böckingen haben in dieser Saison die Klasse halten können und in drei Oberliga-Wettkämpfen trotz Personalproblemen und Verletzungspech überzeugende Leistungen gezeigt. Die 16-Jährige <strong>Pauline Homann</strong> erzählt uns, wie die Wettkämpfe für das Team ausgefallen sind: „Im ersten Wettkampf der Saison waren wir unterbesetzt. Wir haben eine Mehrkämpferin durch eine schwere Verletzung verloren und konnten sie bis dahin noch nicht ersetzen. Im zweiten Wettkampf haben wir aber Gas gegeben – da war auch <strong>Antonia Alicke</strong> dabei, die nach mehrjähriger Pause zum ersten Mal wieder geturnt hat. Auch der dritte Wettkampf war eine gute Teamleistung, und so konnten wir unser Ziel Klassenerhalt mit dem fünften Platz super erreichen“.</p>
<p>Besonders die Rückkehr ihres einstigen Schützlings hat Annett Wiedemann sehr gefreut: „Es ist der Hammer wie Toni Alicke, die vier Jahre raus war und ihre Turnkarriere beendet hatte, so schnell wieder reingefunden hat und vom Mannschafts-Ehrgeiz gepackt wurde. Sie hat eine ganz tolle Teamatmosphäre kreiert und klasse performt. Das ist eigentlich das schönste Geschenk, das du als Vereinstrainerin bekommen kannst, wenn deine Schützlinge wiederkommen und sich in den Verein mit einbringen. Das macht mich richtig stolz.“</p>
<p>Die 24-Jährige ehemalige Nationalturnerin wird auch zukünftig das Trainerteam unterstützen und ihre persönlichen und sportlichen Turn-Erfahrungen an die Nachwuchsturnerinnen und -turner weitergeben. „Wir sind sehr froh und dankbar, dass Antonia zurückkehrt und uns als Trainernachwuchs zur Seite steht“, führt Wiedemann aus, „auch die Kids sind mächtig stolz und gespannt auf die Trainingsarbeit mit einem sportlichen Vorbild wie Toni.“</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Sehr talentiert und auch beim ersten Interview ihrer Karriere schon sehr präsent: Emma Drautz</h2></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Eine Sportlerin, die Annett Wiedemann und die ganze Turngemeinde Böckingen auch richtig stolz macht, ist die 10-jährige <strong>Emma Drautz</strong>. „Sie ist wirklich die beste Turnerin, die ich je hatte. Emma ist schon so weit für ihr Alter, so stark, körperlich wie mental, und kann wirklich alles“, schwärmt die 51-Jährige von ihrem Toptalent.</p>
<p>Die junge Ausnahmeturnerin hat auch selbst viel vor. Bei der Frage, wo es für die Noch-Viertklässlerin mal hingehen soll, antwortet sie nur mit einem breiten Grinsen: „Olympia“! Ein Ziel, das viel Disziplin und hartes Training erfordert. „Ich trainiere jetzt schon fünfmal in der Woche mindestens drei Stunden am Tag“, so Emma im ersten Interview ihrer Karriere mit SPORTHEILBRONN. Ihr Lieblingsgerät Stufenbarren beherrscht sie schon fast so perfekt wie ihr großes Vorbild<strong> Elisabeth Seitz</strong>, und wenn man Trainerin Annett Wiedemann glauben schenkt, führt der Weg von Emma ganz steil nach oben.</p>
<p>Dies betont auch<strong> Evi Schmidbauer</strong>, eine von drei Haupttrainerinnen der TG Böckingen. „Es ist schon der Wahnsinn, was wir mit einem so kleinen Trainerteam, den Hallengegebenheiten und Trainingsmöglichkeiten alles erreichen. Wir haben mit Emma eine Turnerin in unseren Reihen, die jetzt schon zu den Besten in Deutschland in ihrer Altersklasse gehört. Mit <strong>Daniel Wörz</strong> und <strong>Milan Hosseini</strong> haben wir zwei Turner ausgebildet, die deutsche bzw. sogar europäische Spitzenklasse sind.“</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wir sind gespannt darauf, wie sich die jungen Turnerinnen und Turner entwickeln und wer wirklich den Schritt vom „Kaninchenbau“ in die nationalen und internationalen Turnhallen schafft!</p></div>
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		<title>Reiterverein Heilbronn mit neuer Philosophie</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/reiterverein-heilbronn-mit-neuer-philosophie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ralf Scherlinzky]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Jul 2023 07:33:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 29]]></category>
		<category><![CDATA[Breitensport]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
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					<h1 class="entry-title">Reiterverein Heilbronn mit neuer Philosophie</h1>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Es war in den letzten Jahren dann doch recht still geworden um den Reiterverein Heilbronn. Man wusste, er ist da, doch trat er eigentlich nur einmal im Jahr beim Pferdemarkt öffentlich in Erscheinung. Auch wir haben ehrlich gesagt in sieben Jahren SPORTHEILBRONN-Magazin noch nie über den Verein mit dem malerisch gelegenen Gelände am Trappensee im Heilbronner Osten berichtet. Dies alles wird sich künftig ändern. Denn im April 2023 hat ein komplett neues Vorstandsteam die Leitung des vor über 130 Jahren gegründeten Vereins übernommen. Wir haben uns für diesen Beitrag mit der ersten Vorsitzenden Daniela Schramm, der Referentin für Finanzwesen Ann-Sophie Schell und der Referentin für Turniersport Carina Ahrend getroffen und haben festgestellt: Da geht wieder richtig was beim Reiterverein Heilbronn!!! Was die neue Vereinsleitung vor hat und was der Hashtag #gemeinsamvereint mit der Vereinsphilosophie zu tun hat, könnt ihr auf dieser Seite kurz zusammengefasst nachlesen.</strong></em></p></div>
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						<h4 class="et_pb_module_header"><span>Autor: </span></h4>
						
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>„Wir wollen wieder ein Verein für alle sein, die Freude am Reiten haben“, sagt Carina Ahrend.</p>
<p>„Wir sind eine bunt gemischte Truppe aus Freizeitreitern, Spring-, Dressur- und Islandpferdereitern, aus Reitschülern vom Kindergartenkind bis zum Rentner. Bei uns soll wieder jeder willkommen sein, vor allem auch im Hobby- und Breitensportbereich. Das war zuletzt nicht immer so.“</p>
<p>Um diese Philosophie nach außen zu transportieren, wurde der Hashtag #gemeinsamvereint inzwischen zum festen Bestandteil der Vereinskommunikation.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Viel Spaß haben die Kids bei den Reiterfreizeiten in den Sommerferien.</h2>
<h2>Fotos: Reiterverein</h2></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Das neue, zwölfköpfige Vorstandsteam des RV Heilbronn.</h2></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Das Schöne sei, so Carina Ahrend weiter, dass die gesamte Anlage am Trappensee so groß ist, dass die Reiterinnen und Reiter aus allen Bereichen parallel aktiv sein können, ohne dass man sich gegenseitig im Weg steht: „Wir haben unsere 20 x 60 Meter große Halle mit Tribüne, in der die größeren Events stattfinden. In der kleinen Halle kann man die Pferde an der Longe bewegen. Dazu gibt es draußen den Dressurplatz und die Koppeln, die von einer Sandbahn umgeben sind. Und wem das noch nicht genügt, der kann mit seinem Pferd auch in die angrenzenden Weinberge reiten.“</p>
<p>Ein erstes Ausrufezeichen setzten „die Neuen“ an der Vereinsspitze mit dem Sommerfest am 16. Juli. Das Programm mit Kinderschminken, Hufeisenwerfen und vor allem mit dem Showact „Bibi &amp; Tina“ kam bei den Besuchern so gut an, dass den Verantwortlichen direkt die ersten Ideen für 2024 zugetragen wurden.</p>
<p>Anfang August geht es bereits weiter mit der ersten von drei Kinderfreizeiten, die während der Sommerferien stattfinden. „Die erste Reiterfreizeit von 7. bis 11. August ist bereits ausgebucht“, weiß Daniela Schramm. „In den beiden anderen Wochen von 28. August bis 1. September und von 4. bis 8. September sind dagegen noch wenige Plätze frei.“ (Stand beim Redaktionsschluss am 19.7.2023)</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Generell sind die Kinder beim Heilbronner Reiterverein wieder stärker in den Fokus gerückt. Für Sommerfest und Reiterferien machte man bei Kindergärten und Schulen Werbung, und künftig soll auch der Unterricht in der Reitschule weiter gepusht werden. „Der Reitunterricht ist eine unserer beiden großen Einnahmequellen, über die wir uns finanzieren“, verrät Ann-Sophie Schell, die sich um die Finanzen des Vereins kümmert. „Dazu kommt dann noch die Vermietung der Boxen an Pferdebesitzer, die ihren Tieren ein schönes Zuhause geben möchten.“</p>
<p>Knapp über 30 der insgesamt 51 Boxen seien momentan belegt, berichtet Daniela Schramm. „Wir haben die Boxen vor ein paar Jahren vergrößert, damit die Pferde mehr Platz und auch ein Fenster haben. Jetzt ist es unser Ziel, dass wir sie wieder voll vermietet bekommen.“</p>
<p>So nach und nach möchte sich der Reiterverein auch wieder an die ersten Turniere heranwagen. Dazu wird am 15. Oktober ein Reitertag mit einem „Turnier light“ stattfinden, ehe es 2024 auch wieder in Richtung Leistungssport gehen soll.</p></div>
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		<title>Rückkehr von Amateur– + Breitensport:  Der Weg der Vereine durch die Pandemie</title>
		<link>https://sportheilbronn-magazin.de/rueckkehr-von-amateur-breitensport-der-weg-der-vereine-durch-die-pandemie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ralf Scherlinzky]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Aug 2021 18:10:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SPORTHEILBRONN]]></category>
		<category><![CDATA[Amateursport]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 21]]></category>
		<category><![CDATA[Breitensport]]></category>
		<category><![CDATA[Titelthema]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://sportheilbronn-magazin.de/?p=7862</guid>

					<description><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>https://sportheilbronn-magazin.de</p>
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					<h1 class="entry-title">Rückkehr von Amateur– + Breitensport:  Der Weg der Vereine durch die Pandemie</h1>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Nach einer siebenmonatigen Leidenszeit haben die Amateur- und Breitensportvereine endlich wieder eine Perspektive. Mit dem Rückgang der Inzidenzen durften sie seit Juni schrittweise wieder auf die Sportplätze und in die Hallen zurückkehren. Mit welchen Herausforderungen hatten sie während des langen Lockdowns zu kämpfen, wie konnten sie wieder zurückkommen – und überhaupt, wie haben sie es geschafft zu überleben? Wir haben uns bei den drei Großvereinen TSG Heilbronn, TG Böckingen und SV Heilbronn am Leinbach, beim Heilbronner EC, dem Verein KunST 07 sowie dem Athletenclub Böckingen erkundigt und zusätzlich auch mit Altin Zhegrova, Abteilungsleiter Sport im Schul-, Kultur- und Sportamt, über das Comeback des Amateur- und Breitensports gesprochen. Text: Ralf Scherlinzky</strong></em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die Corona-Schnellteststation des SV<br />Heilbronn am Leinbach.<br />Foto: Tobias Geike </p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Kindertraining beim<br />Hockeyclub der TSG Heilbronn.<br />Foto: Achim Gehrig</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>„Alle 67 Heilbronner Sportvereine haben die Pandemie bislang überstanden“, gibt Altin Zhegrova Entwarnung. „Aber die Kraftreserven bei den Verantwortlichen sind langsam aufgebraucht. Die ständig veränderten Richtlinien, Regelungen und Verordnungen, die Hygienekonzepte sowie die ganze Unsicherheit – das macht auf Dauer jeden mürbe.“</p>
<p>Der Abteilungsleiter Sport im Schul-, Kultur- und Sportamt der Stadt Heilbronn ist derjenige, der die Vereine seit März 2020 durch die Pandemie begleitet und quasi rund um die Uhr für die Verantwortlichen erreichbar ist. „Was richtig weh tut, sind die Austritte von Mitgliedern. Über alle Heilbronner Vereine hinweg sind rund 3.000 Mitglieder ausgetreten, das ist schon eine ordentliche Zahl“, sagt Zhegrova.</p>
<p>Obwohl diese Zahl enorm klingt, beschwert sich keiner der Vereine, mit denen wir gesprochen haben, über die Austritte. „Der Verlust an Mitgliedern war eigentlich nicht viel größer als in normalen Jahren. Eine Fluktuation von fünf bis zehn Prozent gibt es meist“, weiß Markus Denz, Geschäftsführer der TG Böckingen. Das eigentliche Problem liege jedoch bei den fehlenden Neumitgliedern, wie auch Marcel Hetzer, Geschäftsführer der TSG Heilbronn, bestätigt: „Wir hatten im ganzen Jahr 2020 nahezu keinen neuen Eintritt und die Tendenz hat sich bis weit in 2021 fortgesetzt. Erst jetzt gibt es langsam wieder Neueintritte.“</p>
<p>Von „nicht mehr als zehn Austritten“ sprechen auch die Vorsitzende von KunST 07, Marion Amann, sowie Michael Rumrich, Geschäftsführer des Heilbronner Eishockeyclubs. Lars Epple, erster Vorsitzender des SV Heilbronn am Leinbach, macht sich dagegen weniger Gedanken um ausbleibende Neumitglieder als darum, dass bestehende Mitglieder nicht auf die Sportplätze zurückkehren: „Wenn man nicht zum Sport gehen kann, sucht man sich andere Interessen. Und diejenigen, die sonst zwei-, dreimal pro Woche zum Training gekommen sind, haben plötzlich festgestellt, dass sie ohne den Sport viel mehr freie Zeit haben. Im Fußball und Tennis hat sich die Befürchtung nicht bestätigt, aber ich denke, dass die vermeintlichen Randsportarten noch darunter zu leiden haben werden.“</p>
<p>Um ihre Mitglieder an die Vereine zu binden, hat ein Großteil der Vereine auf die Karte Onlinetraining gesetzt. Während bei TSG und SV das Kursangebot von Präsenz auf online umgestellt wurde, war beim Athletenclub Böckingen eine ordentliche Portion Kreativität nötig. „Vor allem für unsere ganz kleinen Kinder aus dem Ringer-Kindergarten mussten wir uns ins Zeug legen“, weiß Jugendtrainerin Nadine Matthes. Wir haben den ‚Ringertiger Flitz‘ kreiert und um ihn herum Bewegungsgeschichten erfunden, so dass die Kinder anhand der Zeichnungen vor den Bildschirmen verschiedene Übungen machen konnten. Für uns war das ein riesiger Aufwand, aber den Kids hat es Spaß gemacht.“</p>
<p>Da man online nur schwierig Choreografien für Tänze einstudieren kann, hat der Verein KunST 07 sein Onlinetraining kurzerhand auf Fitness umgestellt – mit großem Erfolg, wie Marion Amann weiß: „Unsere Leute waren mit Begeisterung dabei, da sie dennoch – wenn auch nur virtuell – gemeinsam trainieren konnten, statt allein Übungen aus YouTube zu machen. Wir werden das Onlinetraining teilweise auch weiterhin beibehalten. So können unsere Studenten, die auswärts sind, dennoch mit uns trainieren.“</p>
<p>Auch beim Heilbronner EC stellte man anfangs ein reges Interesse der Eishockey-Nachwuchscracks am Onlinetraining fest. „Als wir damit gestartet sind, war es spannend für die Kids, weil es eben eine neue Erfahrung war. Doch mit dem zunehmenden schulischen Onlineunterricht ist dann eine gewisse Monotonie eingekehrt und man hat einfach festgestellt, dass es nicht vergleichbar mit dem richtigen Training ist“, weiß HEC-Nachwuchstrainer Jan Hey.</p>
<p>Gerade der Heilbronner EC war einer der wenigen Heilbronner Vereine, die tatsächlich um das finanzielle Überleben kämpfen mussten. „Der HEC ist Betreiber der Heilbronner Eishalle, und da die Profis der Heilbronner Falken eine komplette DEL2-Saison gespielt haben, hatten wir auch die ganz normalen Kosten für den Betrieb der Halle zu tragen. Dem standen null Euro Einnahmen gegenüber, da es weder Publikumslauf noch Eisdisco gab“, berichtet Michael Rumrich. Deshalb habe man im Dezember eine Spendenaktion für den Verein gestartet. „Das wurde ein bombastischer Erfolg. Die Hilfsbereitschaft war so groß, dass wir über 50.000 Euro zusammen bekommen haben. Damit und mit den diversen staatlichen Hilfen haben wir es geschafft zu überleben“, so der ehemalige Eishockey-Nationalspieler weiter.</p>
<p>Den Zahlungen der staatlichen Hilfsprogramme trauen jedoch weder Rumrich, noch Marcel Hetzer so richtig über den Weg. „Zu dem Zeitpunkt, als das Geld ausgezahlt wurde, hatte es noch keine wirklichen Regeln für Vereine gegeben. Wir wissen bis heute noch nicht, ob uns das Geld, das wir bekommen haben, auch wirklich zusteht“, zuckt der TSG-Geschäftsführer mit den Schultern und Michael Rumrich hofft: „Wenn wir etwas davon zurückzahlen müssen, dürfte es zumindest nicht so viel sein, dass wir womöglich doch noch zusperren müssen.“</p>
<p>Obwohl der Sport im Lockdown war, fanden bei der TSG sowie bei der TG Böckingen dennoch einige Kurse statt. „Ärztlich verordneter Rehasport war von den Regelungen ausgenommen und durfte stattfinden. Für uns war das die einzige Einnahmequelle“, berichtet Markus Denz. Dennoch habe man auf der Schanz auch den Rehasport zeitweise unterbrochen. „Als in der SLK-Klinik keine Betten mehr frei waren, war uns das Risiko zu groß, dass mit einem unserer Kursteilnehmer etwas passiert und er nicht im Krankenhaus behandelt werden kann“, so der TG-Geschäftsführer weiter. Und auch die TSG Heilbronn legte beim Rehasport eine freiwillige Pause ein. Marcel Hetzer: „Als die Inzidenzen über 200 gestiegen waren, wurde uns das zu heiß.“</p>
<p>Inzwischen sind alle sechs Vereine wieder in ihre Sportstätten zurückgekehrt, stießen dabei aber teils auf unerwartete Hürden. „Die Euphorie, dass wir endlich wieder gemeinsam trainieren dürfen, ist einer gewissen Ernüchterung gewichen“, weiß Marion Amann. „Unsere Tanzgruppen leben von ihren Auftritten. Weindorf, Weihnachtsfeiern und andere Veranstaltungen, bei denen wir hätten auftreten sollen, wurden für dieses Jahr aber abgesagt. Wir haben aktuell schlichtweg kein Ziel vor Augen, auf das wir hinarbeiten können“, so die Vorsitzende von KunST 07, die auf Auftrittsmöglichkeiten im Herbst und Winter hofft.</p>
<p>Lars Epple hat beim SV Heilbronn am Leinbach dagegen ein ganz anderes Problem ausgemacht. „Wir haben ein paar Trainerinnen und Trainer im Verein, die nicht nur Impfungen, sondern auch Tests verweigern“, sagt er kopfschüttelnd. „Da sie von ihrer Haltung nicht abrücken, können wir manche Kurse derzeit nicht mehr anbieten. Das ist ärgerlich und für mich nicht nachvollziehbar.“</p>
<p>Dabei hat der SV Heilbronn am Leinbach alle Anstrengungen unternommen, um seinen Mitgliedern eine schnelle und reibungslose Rückkehr zu ermöglichen. Da es in Heilbronn-Frankenbach keine Station für Corona-Schnelltests gegeben hatte, richtete der SV kurzerhand selbst eine ein – direkt neben den Fußballpätzen. „Unsere Sportlerinnen und Sportler können sich direkt vor Ort testen lassen. Dazu bieten wir den Schnelltest-Service auch für die Gäste unseres Restaurants sowie für die benachbarte Grundschule an. Das ist eine WinWin-Situation, denn damit können wir als Verein einige zusätzliche Einnahmen generieren“, so Lars Epple.</p>
<p>Einen kreativen Wiedereinstieg für die Kinder im Ringer-Kindergarten hat sich der AC Böckingen einfallen lassen. Nadine Matthes: „Als Ende Mai die Anzahl an Personen, die zusammen trainieren durften, noch stark eingeschränkt war, haben wir für unsere Kids eine Schnitzeljagd veranstaltet, bei der am Ende jedes Kind ein Geschenk bekam. Der Vorteil war, dass jeder für sich losziehen und Spaß haben konnte. Das kam so gut an, dass wir im Wertwiesenpark von wildfremden Eltern gefragt wurden, wo sie die App dazu herunterladen können. Das war toll.“</p>
<p>Auch das Projekt „Sport im Park“ der Stadt Heilbronn erntete in den letzten Wochen einen enormen Zulauf. „Die Leute haben teilweise schon im April angerufen, wann es denn endlich losgehe“, schmunzelt Altin Zhegrova. Die kostenlosen Mitmach-Angebote werden von den Heilbronner Vereinen durchgeführt, vom Einsteiger bis zum Trainierten kann jeder unter professioneller Anleitung Sportspaß an der frischen Luft erleben. Informationen zu den einzelnen „Sport im Park“-Terminen gibt es unter https://www.heilbronn.de/kultur-freizeit/sportstadt/sport-im-park.html (oder einfach den QR-Code scannen).</p>
<p>Inzwischen bereiten sich die meisten Vereine und Abteilungen auf die neue Wettkampfsaison vor. Viele Verbände haben bereits die Spieltermine für ihren Ligabetrieb bekanntgegeben. Alles steht bereit, damit der organisierte Sport wieder richtig Fahrt aufnehmen kann. Doch kann er das wirklich? Altin Zhegrova spricht von einem Blick in die Glaskugel: „Im Moment sieht es noch gut aus, aber niemand kann abschätzen, was die Delta-Variante im Herbst anrichten wird. Die sicherste Methode, um erneute Einschränkungen zu vermeiden, ist das Impfen und wir können nur jeden inständig darum bitten, sich so schnell es geht impfen zu lassen.“</p>
<p>Auch die Verantwortlichen der Vereine wollen eine weitere harte Bremse vermeiden – nicht nur um des Sports und der Gesellschaft Willen, sondern auch, weil sie aufgrund der Pandemie einfach nur am Ende ihrer Kräfte sind. „Obwohl ich ständig in Kurzarbeit war, waren die sieben Monate Lockdown für mich mental brutal anstrengend. Ständig hat man auf diese eine Verordnung gehofft, die dem Verein wieder Perspektiven gibt. Dann ist tatsächlich mal Licht am Horizont zu sehen und zack, steigen die Inzidenzen wieder. Diese Schwankung zwischen Hoffnung und Enttäuschung zermürbt einen auf Dauer. Ich bin einfach nur noch mental platt“, gesteht Markus Denz.</p>
<p>Nadine Matthes berichtet vom ersten Hallentraining mit ihrem Ringer-Kindergarten, bei dem trotz aller Freude ihre Psyche den imaginären Zeigefinger erhoben hat: „Da toben nach Monaten zum ersten Mal 25 Kinder freudig um dich herum und du machst nichts anderes als zu denken, o Gott, ist das wirklich das Richtige, was wir hier machen?“</p>
<p>Zum Abschluss nochmal etwas Erfreuliches: Kurz vor Redaktionsschluss dieser Ausgabe hat der Gemeinderat das „Restartpaket“ der Stadt Heilbronn für Sport, Kultur und Wirtschaft mit einem Umfang von einer Million Euro auf den Weg gebracht, mit dem u.a. im Sport innovative Konzepte zur Mitgliedergewinnung unterstützt werden.</p></div>
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<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://sportheilbronn-magazin.de/rueckkehr-von-amateur-breitensport-der-weg-der-vereine-durch-die-pandemie/">Rückkehr von Amateur– + Breitensport:  Der Weg der Vereine durch die Pandemie</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://sportheilbronn-magazin.de">sportheilbronn Magazin</a>.</p>
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